8th April 2011

Stierkampf ist Kulturgut in Madrid

Die Stierkampffanatiker versuchen verzweifelt ihr blutiges Geschäft am Leben zu erhalten, Meinungsumfragen belgen, dass das Interesse an Stierkämpfen in ganz Spanien sinkt, umso stärker sind die Bemühungen, das Stiergemetzel in ganz Spanien zum Kulturgut zu erklären.

Geglückt ist dies der Stierkampflobby nun in der Autonomen Gemeinschaft von Madrid, gestern wurde die umstrittene Stierquälerei zum Bien de Interés Cultural (BIC), zum Kulturgut erklärt.

Ignacio González, der Vizepräsident der Gemeinschaft und ebenso wie die Madrider Präsidentin und Vollbluttaurina Esperanza Aguirre überzeugter Stierkampfanhänger, erläuterte auf einer Pressekonferenz das Ziel, alle öffentlichen Stierkämpfe, die ihren Ursprung im 18. Jahrhundert haben, wegen ihrer sozialen und künstlerischen Bedeutung zu schützen, hob ihre Wichtigkeit für die Region und ihre historischen Wurzeln hervor.

In der Autonomen Gemeinschaft Madrid finden 16 % der spanischen Stierspektakel statt und mit 90 Stierzuchtbetrieben hat die Gemeinschaft einen Anteil von 8,5% am nationalen Gesamtanteil der Stierzuchten.

Der Stierkampf wird dort somit unter besonderen Schutz gestellt, hat u.a. Anspruch auf öffentliche Fördermittel, Angriffe auf die „Fiesta de toros“ könnten sogar künftig mit Bußgeldern geahndet werden. Ein weiterer direkter Vorteil für die Stierkampfindustrie wären steurliche Vergünstigungen, welche die Verluste die die Tauromachie erleidet, ein wenig lindern würden.

Das blutbeflecktes Geschäft würde ohne wirtschaftliche Hilfen nicht überleben, von der Europäischen Union fließen Subventionen in mehrstelliger Millionenhöhe in die Tauromachie.

www.latorturanoescultura.org

Freitag, April 8th, 2011, 01:35 | Allgemein, STIERKAMPF | kommentieren | Trackback

2 Kommentare zu “Stierkampf ist Kulturgut in Madrid”

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  1. 1 9. April 2011, Isabel schreibt:

    Stierkampf als Kulturgut, wenn ich das schon höre! Und das im 21. Jh.!!! Doch dies war ja leider zu befürchten, denn diese schielende, Stierkampfbesessene, hat es sich in ihren sturen Kopf gesetzt. Wenn ich mich nicht irre, ist ihr Mann Kampfstierzüchter. So verteidigt sie ihre eigenen Interessen anstatt diejenigen des Volkes. So wird die ganze Nation zurückgeworfen, anstatt sich weiterzuentwickeln. Hoffe aber, dass dieser Wahnsinn bald zurückgenommen wird, wegen massivem Sturmlaufens der Antitaurinos.

  2. 2 9. April 2011, Bettina Blanke schreibt:

    Unvorstellbar!
    Eines der brutalsten, grausamsten Tiermassaker wird zum „Kulturgut“ erklärt.

    Wo wurde eine solche verachtenswerte Entscheidung getroffen?
    In Madrid, Spanien.

    Was, bitte, ist hier „Kunst“ oder „Kultur“?!
    Ein Stier, der im Vorfeld des „Kampfes“ so maltretiert wird, dass er nicht mehr in Lage ist, sich zur Wehr zu setzen?

    Ein Stier, den man mindestens zwei Tage vorher hungern und dursten lässt, um seine Kraft auszuschalten.
    Ein Stier, dem man schon vor dem eigentlichen „Kampf“ schreckliche Grausamkeiten zufügt. Grausamkeiten, die das menschliche Vorstellungsvermögen absolut überschreiten.

    Warum?
    Nur, damit irgendwelche „Pappnasen“ in bunten Kostümen in aller Öffentlichkeit „bejubelt“ werden können, weil sie ein geschwächtes Tier mit Begeisterung töten.
    „Marionetten“ in der Arena.
    Begleitet vom Gejohle eines perversen Publikums.

    Es ist nicht mehr auszuhalten.
    Es ist unerträglich.
    Es ist eine Schande.
    Eine Schande für ganz Spanien.
    Eine Schande für ein Land, das Mitglied der EU ist.

    Ich bin nicht bereit, meine Steuergelder einem solchen Land zur Verfügung zu stellen.
    Nicht für solche Verbrechen an Lebewesen.

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