30th April 2011

ESPERANZA, ein Fünkchen Hoffnung

Am Donnerstag erhielten die Tierschützer von El Albuerge einen Notruf, dass sich in einem Müllcontainer in Dos Hermanas ein lebender Hund in einem Müllsack befindet. Dort eingetroffen fanden sie in einer Tonne zwischen Müll und Schutt, eine in einem Kartoffelsack liegende Galga, in der nur noch ein Hauch von Leben steckte.

Sie muss schon länger ohne Futter und Wasser in der Sonne gelegen haben. Dürr, starr, kalt, von Wunden übersät, mehr tot als lebendig, sie atmete kaum noch.

Die Galga befindet sich in einer Tierklinik. Man gab dieser geschundenen Kreatur den Namen ESPERANZA, Hoffnung, in vorsichtiger Erwartung ihr Leben retten zu können. Sie wird, aufgrund ihrer Bewegungslosigkeit so bald wie möglich einem Traumatologen einer Spezialklinik vorgestellt, um abzuklären ob irgendwelche Verletzungen an der Hüfte oder der Wirbelsäule vorliegen.

www.elalbergue.org

El Alberge: ¿Hasta cuándo???

Bei soviel Grausamkeit kann man nur noch Abscheu und Hass empfinden gegenüber denen, die solcher Taten fähig sind und denen, die der allgegenwärtigen Misshandlung von Tieren tatenlos zuschauen.

In Spanien existiert eine Politik des Wegschauens, aber was will man auch erwarten von einem Land, welches Stierkampf und Stierspektakel als Kultur betrachtet, die Misshandlung der Stiere legalisiert, wo der Sonntagausflug der erzkatholischen Spanier in eine Stierkampfarena nach dem sonntäglichen Kirchgang eine Selbstverständlichkeit ist und schon kleinen Kindern suggeriert wird, dass das Quälen von Tieren eine sinnvolle, legitime Freizeitbeschäftigung ist.

Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig, Tierquäler finden sich in allen Bevölkerungsschichten, Angst vor dem Gesetzt scheint man nicht zu haben, die wenigstens Misshandlungsfälle werden aufgeklärt, da sie unbearbeitet, auf nimmer Wiedersehen in irgendwelchen Schubladen ignoranter Bürokraten verschwinden.

Die am meisten misshandelte Hunderasse in Spanien ist der Galgo.

Verantwortlich für den Holocaust der Galgos sind die schätzungsweise 170 000 Galgueros, Besitzer von ca. 490 000 Galgos. Laut Tierschützern werden Jahr für Jahr 50 000 Galgos auf unterschiedlichste grausame Art und Weise entsorgt.
Spanien ist das einzige europäische Land, in dem es nicht unüblich ist, einen am Baum erhangenen Galgo zu finden.

Es geht um sehr viel Geld, aufgrund der Galgos werden jährlich ca.1000 Millionen Euro umgesetzt und 27000 Arbeitsplätze stehen im direkten Zusammenhang mit ihnen, die gesamte Jägerschaft bewegt jährlich 3000 Millionen Euro.

Jagdhunde sind nichts weiter als das Instrument eines blutigen Zeitvertreibs, viele von ihnen erleben die Hölle auf Erden. Es beginnt schon mit der Geburt in irgendeinem dunklem dreckigen Verschlag, Entbehrung und fehlende Fürsorge vom ersten Lebenstag an, bis zum bitteren Ende. Erfüllt der Hund nicht seinen Zweck, ist er alt, krank oder bringt keinen Jagderfolg, wird er im günstigsten Fall “zum Teufel” gejagt, sich selbst überlassen oder man gönnt ihm einen schnellen Tod durch Erschießen.
Aber, ein echter spanischer Macho, der misshandelt seinen Hund, der nicht die gewünschte Leistung bei der Jagd gebracht hat, den Perversitäten sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Ist der Stolz des Jägers verletzt, entwickelt so manch einer von ihnen eine unglaubliche, kriminelle, bösartige Energie.

Der Galgo wird ohne Ausnahme ausgesetzt und/oder hingerichtet, das unstillbare Verlangen nach jungen, unverdorbenen Exemplaren für Rennen und Jagd, macht den Galgo zu einem Opfer seiner Schnelligkeit und Intelligenz.

Samstag, April 30th, 2011, 01:51 | Allgemein | kommentieren | Trackback

13 Kommentare zu “ESPERANZA, ein Fünkchen Hoffnung”

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  1. 1 30. April 2011, Thomas schreibt:

    Hallo
    Ich der Maus die Daumen, dass sie es schafft.Kämpfe süße Maus!!!!!!!!!

  2. 2 30. April 2011, Karin Pätze schreibt:

    Die Welt ist im Wandel und das wird dazugehören, wir schaffen es dieses Leid verschwinden zu lassen und stattdessen Freude dorthin zu spenden…
    Hat sie Esperanza schon Menschen n Aussicht, die sie adoptieren wollen?

    @ Karin
    Da ihr Leben noch an einem seidenen Faden hängt, Testergebnisse auf die sog. Mittelmeerkrankheiten ausstehen, denke ich, dass es noch keine ernsthaften Interessenten gibt.

  3. 3 30. April 2011, carmen schreibt:

    Kämpfe Du schönes Mädchen- jetzt wird alles gut für Dich! Gib´nicht auf!

  4. 4 4. Mai 2011, petra schreibt:

    Du schaffst das, süsse Maus….alle bibbern und beten mit.
    Wie elend man sich vor dem Bildschirm fühlt, wie muss es erst den Helfern
    vor Ort ergehn.
    Meinen allergrößten RESPEKT !!!

  5. 5 5. Mai 2011, Sonja schreibt:

    Oh mein Gott: Esperanza! Mögest Du eine Botschafterin in die Welt sein für die Botschaft: WIR TIERE SIND EUCH MENSCHEN SO UEBERLEGEN! Mögest Du Deine Engel finden, die Dich tragen, in dieser Welt oder in die andere Welt der Galgo-Engel!
    Wie tut es mir leid, dass Du solchen Unmenschen begegnen musstest. SHAME ON YOU, SPANIEN!

  6. 6 6. Mai 2011, Claudia schreibt:

    ich bete, dass sie es schafft. Danke denen die sich so um Esperanza bemühen

  7. 7 20. Mai 2011, Astrid Metz schreibt:

    Hallo,
    wie geht es Esperanza?kann man schon etwas genaueres sagen?
    Besteht die Möglichkeit das Sie zu uns kommen könnte,sobald sie transportbereit wäre?
    liebe Grüße,astrid Metz

    @ Liebe Frau Metz, ich habe gerade ein paar zeilen zu Esperanza veröffentlicht, so wie es der Galga geht, ist noch lange nicht daran zu denken, dass sie in eine andere Familie ziehen kann. Esperanzas Pflegefamilie kümmert sih Tag und Nacht um die hiflose Galga, es wird sichr noch Wochen dauern, bis sie zu Kräften gekommen ist. Auch lassen sich noch keine Prognesen stellen, was ihren Bewegungsapparat betrifft. Mir müssen nun einfach hoffen, dass die Operation wirklich den gewünschten Erfolg zeigt und die Galga irgendwann wieder laufen kann.

    Liebe Grüße
    Martina Szyszka

  8. 8 22. Mai 2011, franziska dutzler schreibt:

    wie geht es esperanza? auch ich würde sie gerne zu mir nehmen und ihr all die liebe geben,die sie so sehr verdient hat.

  9. 9 27. Mai 2011, Andrea Oppermann schreibt:

    Die ganze Liebe dieser Welt für dich Esperanza und auch für Spanien
    Schau Mädchen sie wollen dich ……
    ich bin mir sicher das die Liebe der Menschen die jetzt bei dir sind und auch die, die in Gedanken bei dir sind, zu deiner Gesundung beitragen.
    Ich denke in Liebe an dich
    Andrea

  10. 10 2. Juni 2011, Astrid Metz schreibt:

    Hallo,
    wie geht es denn aktuell Esperanza??
    Ich hoffe sie ist weiter auf dem Weg der Besserung.
    Ich denke jeden Tag an sie,alles Liebe und viel Kraft
    Astrid

  11. 11 4. Juni 2011, Luise Behr schreibt:

    Ich wünsche der lieben Esperanza ( das Hoffnung bedeutet ) dass sie weiter kämpft wie bisher , denn sie hat schon vieles geschafft ! Ich denke an dich und viele Menschen auch und wir wünschen dir vom ganzen Herzen , dass du es
    schaffst !! Kämfe weiter , denn wir alle wollen sehen , dass du wiederr auf deinen Beinen stehen kannst und du ein
    glückliches und gesundes Mädchen wirst !!
    Ich denke in Liebe sehr oft an dich
    Luise

  12. 12 10. November 2011, Barbara schreibt:

    Wie geht es Esperanza? Gibt es irgendetwas neues?

    @ Barbara
    Esperanza kann seit ein paar Tagen alleine eine kleine Treppe hinauf und hinunter gehen ;-) Beitrag folgt….

  13. 13 28. Oktober 2012, Steffi schreibt:

    oh gott. ist das grausam!!!
    ALLE die ihr geholfen haben und immernoch helfen zu überleben sei mein größter DANK und Anerkennung ausgesprochen !!! Gebt ihr einen Kuss aufs Köpfchen von mir. So eine süße Schnecke…Du schaffst es, bleib stark !!!

    Liebe grüße aus Berlin von mir und Lucky ( Schäferhund/Windhund mix. ). Wir drücken Daumen und Pfoten !!!

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