1st Juli 2011

Verhaftungen von spanischen Tierrechtsaktivisten

A.DOC: “Detenciones de activistas por los derechos de los animales” (versión en español) from tvanimalista on Vimeo.

Zusammenfassung der Reportage von tvanimalista:

Am 22. Juni wurden 12 Aktivisten, die zur Tierrechtsbewegung gehören, in verschiedenen Teilen des Landes verhaftet, sie werden beschuldigt für die Freilassung von Nerzen aus Pelztierfarmen in Galizien im Jahr 2007, verantwortlich zu sein.

Anti-Terror Einheiten der Guardia Civil, bewaffnet mit Gewehren und begleitet von Hunden, die für das Aufspüren von Sprengstoff ausgebildet sind, stürmten um 7 Uhr morgens die Häuser der Aktivisten. Computer und andere Arbeitsmaterialien wurden beschlagnahmt, wie T-Shirts und Abzeichen. Gefesselt mit Handschellen, wurden die Aktivisten in gepanzerten Fahrzeugen zu den Gerichten und Polizeiquartieren gebracht.

Die verhafteten Aktivisten sind Mitglieder der rechtmäßigen und gemeinnützigen Tierrechtsorganisationen Equanimal und Igualdad Animal, Organisationen die normalerweise in den Medien die Ergebnisse ihrer Ermittlungen in Betreiben der Nutztierhaltung veröffentlichen, um auf die Ausbeutung und Misshandlungen dieser sog. Nutztiere aufmerksam machen.

Im spanischen Fernsehen wurden diese Berichterstattungen gesendet, Dokumentationen von offenen Tierrettungen, vor allem von Tieren aus Ställen der Nutztierhaltung, Beiträge die den ganzen langen Leidensweg aufzeichnen, von der Geburt bis zur Schlachtung.

Die bei diesen offenen Tierbefreiungen von diesen Organisationen geretteten Tiere, wurden in Privathaushalten untergebracht, um ihnen ein artgerechtes Leben unter natürlichen Bedingungen und frei von Ausbeutung zu ermöglichen.

Die Verhaftung dieser Leute wird von der Tierrechtsbewegung als Bestrafung der Unternehmen gesehen, für die Verbreitung der schrecklichen Bilder über die Misshandlung, Pelz- und Lederindustrie, Fleischindustrie und die Produktion von Milch und Eiern.

Der Versuch, die Tierrechtsbewegung zu kriminalisieren und die Tierrechtler in den öffentlichen Medien als Öko-Terroristen” zu bezeichnen, zeigt deutliche Parallelen zu den Versuchen der USA, durch das Gesetzt Animal Enterprise Terrorism Act (AETA), die gesamte Tierrechtsbewegung zu kriminalisieren.

Schon das Filmen des Alltags in einem Nutztierbetrieb und die Veröffentlichung des Filmmaterials, wird in den USA als „Tierrechtsterrorismus“ bezeichnet und als ein Verbrechen angesehen.

Ebenso gibt es deutliche Parallelen zu der Kriminalisierung der österreichischen Tierrechtsaktivisten, die beschuldigt wurden, eine kriminelle Vereinigung gegründet zu haben. Die Aktivisten
des unter Wiener Neustädter Tierschützenprozess oder Tierschutzcausa bekannten Strafprozesses wurden in erster Instanz freigesprochen, jedoch sind die Freisprüche noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt dagegen in Berufung gegangen ist.

Alle verhafteten spanischen Tierrechtler bekunden ihre Unschuld, es gibt keine Beweise dafür, dass sie an massiven Befreiungen von Nutztieren beteiligt waren, es gibt nur Beweise, dass sie die Ausbeutung von Tieren in Pelzfarmen gefilmt und das Material veröffentlicht haben, um den Menschen bewusst zu machen, dass sie es sind, die das Fortbestehen solcher Betriebe fördern.

Die Medien nennen die verhaftetet Aktivisten fälschlicherweise “Ökologen”, aber die Aktivisten, die die Rechte der Tiere verteidigen, sind keine Ökologen, da sie den Tod der Tiere nicht akzeptieren, im Gegensatz zu einigen Ökologen, die den Tod bodenfremder Arten akzeptieren, wie den nordamerikanischen Nerz, wenn diese in die natürliche Umgebung von einheimischen Arten eindringen. Sie ignorieren, dass es die Pelzindustrie ist, die dafür verantwortlich ist, dass der amerikanische Nerz sich in Spanien angesiedelt hart, denn jedes Jahr entkommen aus spanischen Pelzfarmen 2 von 1.000 amerikanischen Nerzen.

Aus spanischen Nerzfarmen sind in den letzten 10 Jahren mehr als 100.000 Nerze in die spanischen Wälder geflüchtet.

2006 veröffentlichte der Umweltminister ein Dokument, indem u.a. erklärt wird, dass die Pelztierfarmen für die Invasion der fremden Nerzart verantwortlich sind.

Bisher hat noch niemand die Besitzer dieser Betreibe angeklagt und sie ins Gefängnis gebracht, obwohl es Beweise gibt, dass ihnen immer wieder Nerze aus den Farmen entkommen.

Auch haben die spanischen Medien in Zusammenhang mit der Verhaftung der 12 Tierrechtler Filmaufnahmen veröffentlicht, die aus England oder den USA stammen, von Leuten, die keiner legalen Organisation angehören, um die Meinung der Bürger zu beeinflussen, genauso wie Telemadrid Bilder von den Krawallen in Griechenland veröffentlichte, während sie von Barcelona sprachen und La Razon Menschen der Bewegung 19-F für ein unzensiertes ? freies Internet äußert ungeschickt mit Photoshop gelöscht hat, einige Personen hatten tatsächlich keine Köpfe! Wollte man vielleicht Demonstranten löschen, damit die Demo nicht so groß aussah wie sie wirklich war?

Die Aktivisten werden auf unterschiedlichste Art und Weise von den Medien beschuldigt, auch für Dinge, die es im Strafgesetz überhaupt nicht gibt, z.b. Öko-Terrorismus”, “verbotener Verein”, um die die Bewegung zu kriminalisieren und Gewalt dorthin zu bringen wo keine ist. Dies ohne auf die wirkliche Gewalt hinzuweisen, die von den Betreibern dieser Unternehmen ausgeht, erklärt Javier Moreno, einer der angeklagten Aktivisten und Pressesprecher von Igualdad Animal. In den spanischen Pelzfarmen vegetieren und sterben jedes Jahr 300.000 Tiere.

Die drei Aktivisten die jetzt noch inhaftiert sind, alle anderen Tierrechtler wurden gegen Auflagen auf freien Fuß gesetzt, sind politische Gefangene, gewaltlose, anti-spezisistische und vegane Gefangene.

Menschen die ihrer Zeit voraus sind, genauso wie die, die als Erstes für die Abschaffung der Sklaverei oder für die Gleichberechtigung der Frauen gekämpft haben.

Wir brauchen solche Menschen, die die Realität veröffentlichen und wir brauche Menschen, die ethische Entscheidungen in ihrem täglichen Leben treffen, um diese Realität zu verändern.

Deswegen fordert die Tierrechtsbewegung die sofortige Freilassung ohne Anklage und bitte alle Bürgerinnen und Bürger , sich bewusst zu machen, dass es ihre täglichen Entscheidungen sind, die eine Welt voller Ausbeutung und Tod in eine gerechtere und freie Welt für alle verwandeln.

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