15th September 2011

Der lange Todeskampf vom Toro de la Vega

Am Dienstag den 13. September wurde Afligido, der Toro de la Vega 2011 auf brutalste Art und Weise ermordet.

35.000 Menschen strömten nach Tordesillas, 35.000 blutrünstige Individuen, die sich daran ergötzen, dass dieser wunderschöne, prächtige Tier mit Lanzen erstochen wird.

Um 11 Uhr begann die Hatz, der Stier versuchte vergeblich vor seinen ca. 200 mit Lanzen bewaffnetten Peinigern, die ihn zu Fuß und zu Pferd hetzten, zu fliehen. Fast 30 Minuten dauerte der Todeskampf des Stiers Afligido, nachdem Óscar Hernández Bartolomé dem Stier mit seiner Lanze eine tiefe Wunde in der linken Körperseite zugefügt hatte und dieser zu Boden sackte.

Die Peiniger versuchten den Blick auf den sich im Todeskampf befindenden Stier mit Planen zu verdecken, aber den Aktivisten von Igualdad Animal gelang es trotzdem, die ganze Brutalität mit dem der Stier getötet wurde, zu fotografieren.

Eine Gruppe von 5 bis 10 Personen trat auf den Stier, der versuchte wieder aufzustehen, ein. Der Schwanz wurde abgeschnitten während Afligado noch lebte, mit verschiedenen Gegenständen, u.a. einem Schraubenzieher, wurde immer wieder in seinen Kopf gestochen, offensichtlich hatte man den Dolch vergessen. Es gelang nicht, auf diese Art und Weise das Leben des leidenden Stiers zu beenden. Verdeckt vor neugierigen Blicken, atmete er schwer, nach einer langen halben Stunde der Folter wurde Afligado schließlich erstochen und starb. Quelle: Público.es

Daraufhin begab sich sein Schlächter, mit der Schwanzspitze des Stiers auf seiner Lanze, in den Ort, wo er von den Anhängern des barbarischen Spektakels stürmisch begrüßt wurde und seinen Sieg feiern lässt.

Er nennt sich einen Helden, fühlt sich wie Cristiano Ronaldo und nennt sich einen Sieger. Wir nennen ihn Mörder und Folterknecht.

Die Rede ist von Óscar Hernández Bartolomé, auch Óscar Zamorano genannt,der am Dienstag den diesjährigen Toro de la Vega getötet hat.

Folgendes Video hat er, da er wohl gerne im Rampenlicht steht und sich zur Schau stellt, bei You Tube hochgeladen: Leidenschaft, Risiko und Tradition

Die Organisatoren des Toro de la Vega haben bei der UNESCO einen Antrag eingereicht, mit der Forderung, dieses grausame Fest, welches wohl im Jahr 1355 zum ersten Mal stattfand, im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt und 1999 von der Regierung Kastilliens als traditionelles Stierfest eingestuft wurde, als Weltkulturerbe von der UNESCO unter Schutz stellen zu lassen.

Was klingt wie ein schlechter Witz ist bittere Realität in einem Land, in der das Leben eines Tieres nichts wert ist, in dem Misshandlungen von Tieren alltäglich sind und Stierkampf als schützenswerte Kultur gilt.

Protestbrief an die UNESCO:

bpi@unesco.org

Dª Irina Bokova
Directora General de la UNESCO

D. Francesco Bandarin
Subdirector de la UNESCO

Sres. del Comité para la Salvaguardia del Patrimonio Cultural Inmaterial.

En relación a la solicitud de inclusión de los festejos taurinos en la Lista de Bienes Culturales Inmateriales de la Humanidad efectuada por determinados sectores políticos y grupos empresariales interesados en la continuidad de la tauromaquia, ruego atienda las siguientes consideraciones:

De acuerdo con la ética y la racionalidad humana, los aludidos festejos taurinos no son un patrimonio “cultural” que deba ser salvaguardado, ya que, aunque hayan sido unas prácticas muy arraigadas en otros tiempos en nuestro país, en la actualidad la mayor parte de la población española rechaza el mantenimiento de tales “espectáculos” por considerarlos crueles tradiciones moralmente inadmisibles, más propias de salvajes que de pueblos civilizados, pues suponen el más absoluto desprecio a la vida de un animal inocente que es acorralado, torturado lentamente y vilmente ejecutado ante un público insensibilizado y envilecido, incapaz de ver la cruel y trágica realidad enmascarada en un espectáculo ilusoriamente alegre, vistoso y colorista.

No se trata, pues, de un bien “cultural”, ya que la cultura engrandece al ser humano, lo eleva, le aporta, si cabe, más valores a su condición, y como la misma UNESCO señaló en su Declaración de Mexico 1982 “ (…) la cultura da al hombre la capacidad de reflexionar sobre sí mismo. Es ella la que hace de nosotros seres específicamente humanos, racionales, críticos y éticamente comprometidos. (…)

De acuerdo con esta declaración, a la tauromaquia no podría atribuirse valor cultural alguno, porque no nos enriquece en ningún sentido, no hace de nosotros seres más “humanos” y “racionales”, ni por supuesto “éticamente comprometidos”. Al contrario, la tauromaquia envilece al hombre, lo degenera, hace que aflore en las personas su parte más sórdida e inhumana al despreciar sin compasión a ese animal merecedor de respeto y protección.

Por ello, no sería honestamente aceptable, y nadie en su sano juicio admitiría su inclusión como Bien Cultural Inmaterial de la Humanidad, pues eso supondría rebajar la “humanidad” a tal nivel de irracionalidad, brutalidad y depravación que haría de nuestra especie la escoria del universo.

Por las razones anteriormente expuestas y apelando al sentido común de la Humanidad a la que Uds. representan, ruego no sean declarados los festejos taurinos como Bienes Culturales Inmateriales de la Humanidad, teniendo en cuenta los siguientes aspectos a los que hace referencia el texto de la Convención para la Salvaguardia del Patrimonio Cultural Inmaterial, Paris 17 de octubre de 2003:

– No suponen un factor de desarrollo; al contrario, el enfrentamiento que desde siempre ha existido entre los españoles sobre esta cuestión ha generado y sigue generando un derroche enorme de energía y recursos humanos y materiales que nos impiden progresar como personas y como país.
– No contribuyen a enriquecer la diversidad cultural y la creatividad humana, puesto que no son actos creativos sino destructivos y depravados.

– No generan un sentimiento de identidad cultural entre los españoles; al contrario, somos muchos los que nos sentimos dañados moralmente y avergonzados ante el mundo por la continuidad de tales “espectáculos”.

– No son un factor de acercamiento, intercambio y entendimiento entre los seres humanos, ya que, como se ha dicho anteriormente, nos divide y enfrenta

Por ello, solicito, a su vez, colaboración de la UNESCO en la sensibilización y concienciación de la población de los países que irracionalmente todavía permiten tales festejos, con el fin de revelar a la ciudadanía la infamia, brutalidad y depravación moral que tales “espectáculos” conllevan, para poder erradicarlos cuanto antes y que pasen lo antes posible a formar parte de nuestra historia como una de las tradiciones más crueles, salvajes e inhumanas que ha arrastrado durante siglos la cultura española.
Atentamente,

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Donnerstag, September 15th, 2011, 23:35 | Allgemein, STIERKAMPF, TORO DE LA VEGA | kommentieren | Trackback

5 Kommentare zu “Der lange Todeskampf vom Toro de la Vega”

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  1. 1 17. September 2011, Bettina schreibt:

    „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut …“
    Wie blanker Hohn klingen diese Worte im Angesicht der feigen und brutalen Ermordung von Afligido.

    Mein Entsetzen über diese schreckliche Tat, die Jahr für Jahr in Tordesillas stattfindet, ist grenzenlos.
    Ich werde und will es nie begreifen, wie dieses blutrünstige Gesindel mit fanatischer Begeisterung ein Tier abschlachtet.

    Dummheit und Verrohung sind schon in den Gesichtern der Mörder, ihrer Helfershelfer und der gierig nach Blut gaffenden Masse abzulesen.
    Ihre Äußerungen sind der Gipfel von Dreck und Primitivität.

    Es darf nicht sein, dass solche Verbrechen weiterhin fortbestehen!
    Und wenn dieses blutige Treiben dem König von Spanien, seiner Regierung, den Bürgermeistern und anderen „Zuschauern“ egal ist, wird es Menschen mit Herz und Verstand geben, die sich ein für allemal gegen diese Grausamkeit wehren und starkmachen.
    Den spanischen Tierrechtsorganisationen immer wieder „Danke“ für ihre unermüdliche Arbeit und ganz viel Kraft!

    Mein Protestbrief an die UNESCO gegen das Verbrechen, das sich „Toro de la Vega“ nennt, ist unterwegs.

    Für dich, Afligido, und für deine Brüder!
    Du lebst in unseren Herzen weiter.

  2. 2 17. September 2011, sylvia habermann schreibt:

    Its a shame for spain!!!!!!!

  3. 3 18. September 2011, Astrid Metz schreibt:

    Das ist wirklich eine Schande,warum wird diese Quälerei nicht endlich verboten??Kulturgut???das ist tiefstes Mittelalter….mir fehlen die Worte,es kann doch nicht sein daß man da gar nichts machen kann.Überhaupt,auf was sind diese Kreaturen eigentlich so stolz,die schaffen es noch nicht einmal das arme Tier würdevoll zu töten,dieses Rumgehacke ist für mich am PC nicht zu ertragen,wie schaffen es die Gaffer live vor Ort dieser Qual zuzusehen??Ein normaler Mensch ist von dieser Brutalität traumatisiert.Wo haben die ihr Mitgefühl,diese Menschen kotzen mich wirklich an.ich entschuldige mich für die rüde Ausdrucksweise,mir fällt gerade nichts freundlicheres ein und ich würde alle, die dieses Gemetzel normal finden auch gern mal aufspießen,daß sie am eigenen Leib spüren was es heißt Schmerz zu fühlen

  4. 4 19. September 2011, Edelgard Ingenfeld schreibt:

    wann hört dieses sinnlose grausame
    Morden endlich auf.

    Wie tief muß der Mensch noch sinken
    um sich an solchen Dingen zu erfeuen

    einfach nur abscheulich

  5. 5 1. Oktober 2011, Stefan schreibt:

    Ein Grund mehr, dieses Land voll komplexbehafteter Tierquäler nicht zu betreten.
    Wenn alle so handeln würden, hatte sich das Thema ganz schnell erledigt…..wetten!

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