16th Juli 2011

Guardia Civil verhindert den Transport von 24 Hunden nach Italien

Immer wieder fallen sogenannte Tierschutztransporte von in Spanien geretteten Hunden und Katzen auf, die den Namen nicht verdienen, illegal, ohne gültige Papiere, mit gefälschten Dokumenten, in Transporter gepfercht die nicht für den Transport von Tieren geeignet sind, von vermeintlichen Tierschützern, die nicht nur die Strapazen denen diese Tiere während eines solchen Transports ausgesetzt sind einkalkulieren, sonder auch deren Tod riskieren und verursachen. 25 tote Tiere bei einem Transport des österreichischen „Tierschutzvereins“ Galgos.at und eine an Hitzschlag gestorbene Galga beim Transport von Hundehilfe Hundeherzen e.V. Ausführlich berichtet hat u.a. PRO-GALGO.

Am vergangenen Samstag hat die Seprona (Naturschutzeinheit der Guardia Civil) wahrscheinlich vielen Hunden das Leben gerettet, ein Transporter mit 24 Hunden, deren Bestimmungsort Italien war, wurde gestoppt und die Tiere beschlagnahmt.

Schon seit längerem untersuchte die Seprona mutmaßliche systematische Transporte von Hunden aus der Provinz Cádiz, die nach Italien gebracht wurden. Die Freiwilligen, die im Tierheim des Vereins Kimba in Pago del Humo (Chiclana, Provinz Cádiz) arbeiten, waren fassungslos, als sie die Tiere in dem Transporter sahen. 24Hunde waren in ihren Boxen in einem gemieteten Transporter (für solche Zwecke nicht ausgerüstet) aufgestapelt, hatten kaum Platz sich zu bewegen, keine Belüftung und weder Wasser noch Futter.

Der italienische Verein „Vita, una zampa per la Spagna“ hatte nach eigener Aussage die Absicht, sie nach Italien zu schicken, um sie vor der Tötung in den Perreras von Cádiz zu retten. Auf seiner Website ist zu lesen, dass dieser Verein die Misshandlung von Tieren in Spanien, sowohl bei Volksfesten als auch in den Perreras, besonders scharf kritisiert. Die Art und Weise wie dieser Verein die Hunde transportiert scheint in den Augen dieser vermeintlichen Tierschützer allerdings keine Misshandlung darzustellen. Die von den Beamten geretteten Hunde hätten unter miserablen Bedingungen eine Reise von mehr als 22 Stunden, bis nach Mailand, vor sich gehabt.

Eine Patrouille des Seprona stoppte den Transporter um 17 Uhr, nachdem der Fahrer die letzten Hunde in einer Tierpension in El Puerto eingeladen hatte. Einige Tiere befanden sich allerdings schon seit 11 Uhr morgens in dem Fahrzeug, nachdem sie in einem anderen Hundeheim in Chiclana abgeholt worden waren. Die Beamten erkannten die Möglichkeit von Unregelmäßigkeiten bei diesem Transport und untersagten ihm die Weiterfahrt, damit ein Amtsveterinär ihn untersuchen und entscheiden konnte, ob die Hunde unter geeigneten Bedingungen reisten. Zunächst wurde festgestellt, dass mindestens vier Hunde keinen Haustierpass und auch nicht die entsprechenden Unterlagen besaßen. Außerdem führte der von dem Verein beauftragte Fahrer offenbar auch nicht die Bescheinigungen des Systems Traces mit sich, die bei Transporten von mehr als fünf Tieren erforderlich sind.

Bis zu welchem Punkt die Bedingungen, unter denen diese Hunde reisten, den Tatbestand der Misshandlung von Tieren erfüllen können, muss nun die Staatsanwaltschaft Cádiz untersuchen, der die Guardia Civil diese Angelegenheit für die mögliche Erstattung einer Anzeige übertragen will. In jedem Fall, so erklären der Operation nahe stehende Quellen, besteht ein großes rechtliches Vakuum in Bezug auf den Transport dieser Art von Haustieren, das weit von den strengen Vorschriften entfernt ist, die den Transport anderer Tierarten wie Vieh regeln und die Bedingungen für diesen strikt festlegen.

Dieselben Quellen erklären, dass Hundetransporte wie der gestern gestoppte sich auf systematische Weise alle zwei Wochen wiederholen könnten, was einen massiven Verkehr von Tieren auf dem Weg in andere Perreras oder zur Adoption in Italien bedeuten würde, wo die staatlichen Hilfen für den Unterhalt höher sind als in Spanien.

Tatsächlich hat Seprona seit Monaten die Existenz dieser Art von Transporten besonders aus Cádiz untersucht, nachdem eine Privatperson einen mutmaßlichen Betrug angezeigt hatte, sie hatte festgestellt, dass drei von ihr adoptierte Hunde auf der Website eines italienischen Vereins erschienen, auf der um Spenden gebeten wurde, um sie „vor der Tötung zu retten“, es werden offensichtlich Spenden gesammelt für Hunde die längst vermittelt waren.

Die am Samstag aus dem Transporter beschlagnahmten 26 Hunde wurden in Obhut der Sociedad Protectora de Animales y Plantas de Cádiz, auch bekannt als Tierheim KIMBA in Pago del Humo in Chiclana (Provinz Cádiz) gegeben. Hier werden sie bleiben, bis über ihre Zukunft entschieden ist, entweder brechen sie erneut nach Italien auf, wenn die mutmaßlichen Unregelmäßigkeiten korrigiert wurden, oder sie bleiben in Spanien und warten auf ihre Adoption.

Der Tierschutzverein bekommt von keiner der Verwaltungen finanzielle Unterstützung für den Unterhalt und anfallende Tierarztkosten. Einige der Hunde litten an starken Durchfall, ein Tier hat Hautprobleme, ein anderer Hund offensichtlich Leishmanisose, auch sind die Hunde nicht kastriert.

www.refugiokimba.org

informacion@refugiokimba.org

Spenden: Pay Pal

Sociedad protectora de animales y plantas de Cádiz
IBAN (on line): ES4221034067163067012616
SWIFT BIC CODE: UCJAES2M

Fernsehreportage „Das Drama der verlassenene Hunde“ von LaSexta über das Aussetzen von Hunden und dem gestoppten Tiertransport nach Italien, zuerst werden Tierheimleiter zur allgemeinen Situation befragt, alle drei Minuten wird in Spanien ein Hund ausgesetzt. Danach berichtet der Sender über den gestoppten Transport: El drama de los perros abandonados

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15th Juli 2011

Brandstiftung Tierheim TerraCan

Grausam, einfach nur grausam, anders lässt sich das Drama, welches sich im Tierheim Terra Can in Ferrol (Galicien) in der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli ereignet hat, wohl kaum beschreiben, noch nicht ermittelte Hundehasser haben es in Brand gesetzt.

17 Hunde sind qualvoll verbrannt, ein Großteil des Tierheims in Schutt und Asche gelegt.

Das Tierheim wurde erst im Januar eröffnet, steht kurz davor, dass alle Formalitäten erledigt sind und es offiziell genemigt wird.

Die Hunde die überlebt haben wurden provisorisch auf einer Finca untergebracht, bis neue Zwinger auf einem benachbarten Grundstück fertig gestellt sind.

Wer dem Verein helfen kann, Kontakt: protectoraterracan@hotmail.com

Care2 ACTION ALERT: Animal Shelter in Terracan, Ferrol Spain Set on Fire! 17 Dogs Burned to Death ! PLEASE TAKE ACTION !

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14th Juli 2011

Endlich – Tierrechtler nach 19 Tagen Haft auf freiem Fuß

Die drei spanischen Tierrechtler, die auf Anordnung eines Richters in Santiago de Compostela seit dem 22. Juni in Haft waren, wurden am Mittwoch freigelassen. Der Ermittlungsrichter legt ihnen unter anderem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zur Last, die Beschuldigungen sorgten weit über die Landesgrenzen hinaus für Empörung, es fanden in vielen Teilen Spaniens und auch außerhalb des Landes Protestkundgebungen statt. Das Landgericht A Coruña hat der Beschwerde der Umweltschützer stattgegeben und kritisiert, dass der Haftbefehl keine detaillierten Angaben zu den Vergehen enthält, die ihnen zur Last gelegt werden, wodurch „das Recht auf Verteidigung gebrochen“ wurde.

Anti-Terror Einheiten der Guardia Civil, bewaffnet mit Gewehren und begleitet von Hunden, die für das Aufspüren von Sprengstoff ausgebildet sind, stürmten am 22. Juni in einer großangelegten, Trócola genannten Operation, um 7 Uhr morgens die Häuser der Aktivisten. Zeitgleich schlugen sie in in vier spanischen Provinzen, im Baskenland, in Madrid und in Galicien zu, beschlagnahmten Computer und andere Arbeitsmaterialien wie T-Shirts und Abzeichen. Gefesselt mit Handschellen, wurden die Aktivisten, die des „Öko-Terrorismus“ beschuldigt und der Tierbefreiungsfront “ Frente Liberacion Animal“ zugerechnet werden, weltweit bekannt als Animal Liberation Front,in gepanzerten Fahrzeugen zu den Gerichten und Polizeiquartieren gebracht. Laut den Ermittlungsbeamten waren diese Aktivisten, Angehörige der Tierschutzorganisationen Equanimal und Igualdad Animal, die Anführer einer Reihe von Delikten zugunsten der Tiere – von Anschlägen auf Nerzfarmen bis hin zu Brandstiftung in Stierkampfarenen.

Neun der 12 verhafteten Tierrechtler mussten nicht ins Gefängnis, die drei Inhaftierten wurden vom Richter unter anderem der Freilassung von 20.000 Nerzen aus einer Pelztierfarm in Galizien im Jahr 2007 beschuldigt und die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Umweltschutzdelikte und Drohungen zur Last gelegt.

Das Landgericht A Coruña kommt zu dem Schluss, dass die bis gestern Inhaftierten die Spitze der Organisationen Igualdad Animal und Equanimal bilden, die für aufsehenerregende Aktionen wie Proteste gegen Pelzvorführungen bei der Modenschau Cibeles oder Proteste in Stierkampfarenen verantwortlich sind. Die Guardia Civil ist sogar der Meinung, dass hinter diesen öffentlichen Protesten auch Sabotagen, Drohungen an Unternehmer und sogar die versuchte Schändung des Grabs des Toreros Julio Robles stehen könnten.

Da der Richter die Inhaftierung allerdings nicht begründete und den Anwälten der Verteidigung lediglich die Einleitungsformel des Haftbefehls vorlegte, nicht aber die Anklageschrift, mit der Begründung die sei geheim, wurden die Inhaftierten nun unter Auflagen aus dem Gefängnis entlassen, da die Beschuldigten auf diese Weise „weder Erklärung noch Richterspruch“ hatten, Das Landgericht betont, dass diese sich „zur Verteidigung gegen eine Entscheidung gezwungen sahen, ohne zu wissen, warum sie getroffen wurde“. Das Landgericht kritisiert, dass der Untersuchungsrichter nicht erklärte, warum die Beschuldigten Beweise hätten zerstören können, wenn sie während der Untersuchung des Falls auf freiem Fuß geblieben wären. „Der Sitz des Vereins Equanimal, mit dem die Beschuldigten in Verbindung gebracht werden, ist bekannt und es war genügend Zeit, um die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen und die dort eventuell vorhandenen Beweise zu sichern“, so das Landgericht. Aufgrund dieser Kritik des Landgerichts an dem Haftbefehl, wurde angeordnet, dass die drei Inhaftierten freizulassen. Sie müsssen sich nun an jedem Ersten des Monats bei Gericht zu melden, die Vorwürfe gegen sie bleiben zunächst bestehen.

Javier Moreno, der Pressesprecher von Igualdad Animal und einer der Beschuldigten verteidigte die Aktionen der Organisationen und erklärte, dass „sie lediglich die Praktiken der Pelzindustrie ans Licht bringen sollen“. In der Zeit in der sich die drie Tierrechtler im Gefängnis befanden, haben Tausende von Menschen ihre Solidarität gezeigt, es wurde eine mehrsprachige Webseite eingerichtet, auch mit dem Argument, dass Spanien diejenigen angreift, die die Rechte der Tiere verteidigen. Interessierte konnten und können weiterhin das Geschehen verfolgen und Medienvertreter finden auf der Seite Ansprechpartner und Pressemitteilungen. Auch Facebook und Twitter infomieren ausführlich über die Ereignisse und die weitere Vorgehensweise der Tierechtsorganisationen gegen die Beschuldigungen ihrer Aktivisten.

Equanimal und Igualdad Animal sind eingetragene Vereine, die über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt sind. Beide Organisationen setzen sich für die Rechte aller Tiere ein, egal ob Nutztiere die der reinen Fleischgewinnung dienen, Tiere in Zirkussen, Pelzindustrie, Stierkampf, Jagd usw., ermittelt wird in allen Richtungen und die Ergebnisse an die breite Öffentlichkeit gebracht, auch über das Fernsehen. So konnten schon viele schreckliche Missstände aufgedeckt und auch zur Anzeige gebracht werden.

Vermutlich will man, wie Javier Moreno schon verlauten ließ, mit der Aktion ein Exempel statuieren und die Tierechtsbewegung kriminalisieren und in die Knie zwingen, „Die Lobby der Tierausbeuter und die mächtigen multinationalen Konzerne wollen die Tierrechtsbewegung ausbremsen, in Spanien kommt jetzt die Repression an. Wir haben keine Nerze befreit, aber wir haben sie und die Naturschützer öffentlich gegenüber der Pelzindustrie verteidigt, die jetzt als Terroristen gebrandmarkt werden.”

THE SPANISH 12- Solidarität mit den verhafteten Tierrechtsaktivisten

thespanish12.wordpress.com

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13th Juli 2011

Unschuldige in Haft: jenseits der Spezies von Julio Ortega Fraile

Manche betreten niemals ein Gefängnis, andere bewohnen es schon lange von draußen, weil sie die Inhaftierung Unschuldiger anklagen. Heute befinden sich drei Tierrechtler in einem, die sich nichts haben zuschulden kommen lassen.

Die Gitterstäbe einer Zelle sind demjenigen vertrauter, der – ohne dass er je auf der anderen Seite davon gewesen wäre – seit Jahren anklagt und den Schmerz anderer Inhaftierter teilt. Dass ihr die Schwelle eines Gefängnisses überschritten habt, meine Freunde, bedeutet nichts weiter, als dass ihr körperlich in jenen Raum eintretet, den ihr schon so oft zusammen mit diesen Geschöpfen bewohnt habt, die keine Anwälte zu ihrer Verteidigung und keine Gesetze zu ihrem Schutz haben. Und genau wie ihr sind auch sie unschuldig. Genau wie sie zahlt ihr mit eurer Freiheit den Preis dafür, dass es manchen Leuten nicht gefällt, nicht in den Kram passt, dass ihr frei seid. Und ihretwegen genauso wie euretwegen gibt es heute zahlreiche und unerschütterliche Stimmen, deren Ziel es ist, ein lethargisches Bewusstsein, einen schläfrigen Willen und vielleicht sogar Ignoranz zu überwinden, damit diese verstehen, dass derjenige, der unermüdlich Respekt für das Leben eines Geschöpfes fordert, ihm nicht die Tür zum Tod öffnet. Sondern dass das derjenige tut, der die Geschöpfe dort eingesperrt hat, wo sie nur mit abgezogenem Fell wieder herauskommen.

Wir Tierrechtler wissen alle, dass diese Abdeckereien, die euphemistisch Pelzfarmen genannt werden, tatsächlich nichts als Gefängnisse mit ihrem dazugehörigen Schafott sind, ebenso böse von innen wie fashion von außen, in denen die abgehäuteten Körper – manche von ihnen atmen noch – auf dem Boden aufgehäuft werden, während man die entfleischten Felle in den Schaufenstern von Luxusboutiquen ausstellt. Wir alle kennen diese makabre Realität genauso wie die meisten unserer Mitbürger, aber keiner von uns, die wir für den Respekt für Tiere kämpfen – weder wir hier draußen noch diejenigen, die weiter in Haft sind – würde die Vorhängeschlösser der Käfige und Türen dieser Hölle aufbrechen und damit diese und andere Lebewesen zu einem anderen Tod verurteilen.

Unsere Arbeit besteht darin, zu öffnen – aber den Geist und das Herz der Menschen, damit sie angesichts des schrecklichen Leids, das wir Tieren zufügen, zum Nachdenken angeregt werden und danach die Ethik und das Gesetz den Rest erledigen. Und diejenigen, die für sich selbst ein definitives Veto gegen den Schritt hin zu Mitleid, Empathie und Großzügigkeit eingelegt haben, sollen wenigstens der Lüge und der Vergiftung keine Nahrung geben, denn wenn man fünf Hühner oder zwei Lämmchen aus dem Todestrakt rettet und auf einen Gnadenhof bringt, ist das kein Verbrechen, sondern ein Ansporn und ein Akt der Gerechtigkeit.

Mit der Beschuldigung, unkontrolliert Tausende Individuen einer Spezies freigelassen zu haben, die als Eindringling katalogisiert ist, hat dies nur eins gemeinsam, nämlich den hartnäckigen Druck jener Gestalten, an denen die Geschichte so reich ist: derjenigen, die ihr Reich auf einem Fundament aus Leichen gründen und eine Mauer der Täuschung errichten, damit man von draußen die Klagen und Todesschreie der Opfer nicht hört, mit deren Leid sie sich die Taschen füllen.

Julio Ortega Fraile | Maltrato Animal: Un Crimen Legal | 10-7-2011

KAOSENLARED.NET Inocentes encarcelados: más allá de las especies

Delegierter LIBERA! Pontevedra

www.findelmaltratoanimal.blogspot.com

THE SPANISH 12- Solidarität mit den verhafteten Tierrechtsaktivisten

thespanish12.wordpress.com

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12th Juli 2011

Warum?


Grausam, einfach nur grausam, anders lässt sich das Drama welches sich im Tierheim Terra Can in Ferrol (Galicien) in der Nacht vom 30. Juni zum 1. Juli ereignet hat, wohl kaum beschreiben, noch nicht ermittelte Hundehasser haben es in Brand gesetzt.

17 Hunde sind qualvoll verbrannt, ein Großteil des Tierheims in Schutt und Asche gelegt.

Das Tierheim wurde erst im Januar eröffnet, steht kurz davor, dass alle Formalitäten erledigt sind und es offiziell genemigt wird.

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11th Juli 2011

Guardia Civil stoppt Hundetransport von Cádiz nach Italien

Immer wieder schockieren Nachrichten über miserable Tranporte von in Spanien geretteten Hunden und Katzen die Öffentlichkeit, erst vor kurzem verendeten innerhalb von 24 Stunden zahlreiche Tiere bei zwei verschiedenen Transporten ins Ausland, ausführlich berichtet wird über diese Skandale bei Pro-Galgo.

Am vergangenen Samstag verhinderte die Guardia Civil von Cádiz, dass 24 von Perreras übernommene Hunde in einem geschlossenen Transporter ohne Lüftung, ohne Wasser und ohne Futter, eingesperrt in viel zu kleinen Transportboxen, nach Italien gekarrt werden.

Der italienische Verein „Vita, una zampa per la Spagna“, wollte diese Hunde nach Italien bringen, um sie, wie der Verein verlauten ließ, vor dem Tod in einer Perrera zu retten. Auf seiner Webseite prangert „Vita, una zampa per la Spagna“ die Misshandlung von Tieren in Spanien an, die Misshandlung von Tieren in den Auffangstationen als auch die Stierkämpfe. Hätte die Guardia Civil diese Hunde nicht beschlagnahmt, wären sie mindestens 20 Stunden unter unhaltbaren Bedingungen bis nach Mailand unterwegs gewesen, eine lebensgefährliche Strapaze, nicht nur im Sommer.

Die Seprona hat die Hunde beschlagnahmt, sie befinden sich nun in Obhut vom Tierheim KIMBA, ein ausführlicher Bericht folgt.

Quelle mit Video: CanalSur

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10th Juli 2011

Massenklage gegen den „Toro de la Vega“

Die Nachricht „Spanische und europäische Vereinigungen bitten internationale Instanzen, für die „Humanisierung“ von Toro de la Vega einzutreten“, die am 7. Juli von zahlreichen Zeitungen veröffentlicht wurde, dürfte für große Unruhe unter den Anhängern eines der grausamsten Stierspektakel Spaniens sorgen.

Die Rechtsanwaltskanzlei IFS Abogados hat auf Antrag einer Gruppe von spanischen und europäischen Vereinigungen sowie zahlreichen Einzelpersonen bei der UNESCO und dem Europäischen Parlament drei Schriftsätze mit dem Ziel eingereicht, ein Projekt zur „Humanisierung“ des Toro de la Vega zu erarbeiten. Die Schriftsätze beantragen nicht die Abschaffung des Festes, sondern eine Humanisierung desselben.

Zunächst wurde ein mehr als 200 Seiten starker Schriftsatz beim Sitz der UNESCO in Paris eingereicht, genauer gesagt bei der Abteilung für Menschenrechte, Menschliche Sicherheit und Philosophie. Mit diesem soll – mit der Unterstützung dieses zur UNO gehörenden Organismus – ein Projekt erarbeitet werden, das „dabei hilft, die Art der Begehung dieses Festes zu humanisieren“.

Der zweite Schriftsatz wurde der spanischen Nationalen UNESCO-Kommission in Madrid vorgelegt. Er beantragt dasselbe Projekt und fordert die notwendige Unterstützung einer Änderung der Art, wie dieses Fest begangen wird.

Der dritte und letzte Schriftsatz war an den Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments mit Sitz und Brüssel gerichtet. In ihm wird um die Anberaumung einer Versammlung zur Untersuchung der Frage gebeten, wie das Fest humanisiert werden kann.

Diese Vorgehensweise wurde gewählt, weil die Art und Weise, wie der Stier gehetzt und getötet wird, der Ablauf des Spektakels Tor de la Vega, „dem wahren Geist dieses Festes nicht gerecht wird“.

Dieses blutrünstige Stierspektakel wurde im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt und 1999 von der Regierung Kastilliens als traditionelles Stierfest eingestuft.

Eine Klage auf ein Verbot, hätte wenig Aussicht auf Erfolg, aber eine „Humanisierung“, ein Stierspektakel ohne Blut, wäre schnell uninteressant und es wäre nur eine Frage der Zeit, dass das Interesse an diesem Stierspektakel gleich Null ist.

So kompliziert und schwierig es ist, gegen diese Tradition vorzugehen, es ist nicht unmöglich, wir dürfen die Hoffnung nicht aufgegen und werden weiter dafür kämpfen.

Wer unsere Massenklage und das Rechtsanwaltsbüro finanziell bei Aufgabe unterstützen möchte, kann sich selbstverständlich mit der Kanzlei IFS Abogados in Verbindung setzen.

Nur 6 Stunden nachdem die Presseerklärung herausgegeben wurde, erschienen die ersten Nachrichten, merh als 20 Zeitungen (Printausgaben) und mehr als 30 online-Zeitungen haben berichtet, ein wirklicher Erfolg. Das Stierspektakel stößt auf in ganz Spanien auf große Ablehnung, selbst Stierkampfanhänger äußern Kritik an diesem förmlichen abschlachten eines Stieres mit Lanzen und haben sich so schon unbeliebt in Tordesillas gemacht. Auch viele Bürger dieser Stadt sind gegen das Fest Toro de la Vega, viele Teilnehmer kommen aus den umliegenden Gemeinden. Tordesillas liegt in der Provinz Valladolid, in der spanischen autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Jedes Jahr, am zweiten Dienstag im September findet das unglaublich grausame Fest “Toro de la Vega” (Stier der Flußaue) in Tordesillas statt. Ein Stier wird von hunderten von blutrünstigen Männern gehetzt, in die Enge getrieben und per Lanzenstich getötet. Derjenige der letztendlich den Stier erlegt, darf ihm den Schwanz abschneiden und die Trophäe auf seine Lanzenspitze stecken.

Schafft der Stier es an einem bestimmten, festgelegten Punkt zu kommen, kann er begnadigt werden, angeblich konnten sich schon einige wenige Stiere retten, doch diese starben trotzdem an den schrecklichen Wunden die man ihnen während der Hetzjagd zugefügt hat.

Toro de la Vega 2009

Toro de la Vega 2010

Toro de la Vega 2010. Tordesillas from PACMA TV on Vimeo.

Siehe auch:

Toro de la Vega, eine fragwürdige Tradition
Toro de la Vega, eine nationale Schande
TORO DE LA VEGA / Blut, Folter und Tod in Tordesillas
Moscatel, der Bote unserer eigenen Zerstörung
So tötet man den Toro de la Vega
Tordesillas, Toro de la Vega 2010, bald stirbt Banadero den Lanzentod
Manifest zur Abschaffung des “Toro de la Vega”
Eine “schnelle” und “saubere” Hatz, Platanito der Toro de la Vega 2010 ist tot

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10th Juli 2011

„Haustiere: Adoptiert werden oder sterben“

Eine Reportage, die uns die Wahrheit über die Perreras in Spanien vor Augen führt. Der Titel könnte deutlicher nicht sein: „Haustiere: Adoptiert werden oder sterben“.

„Jedes Jahr werden mehr als 150.000 Hunde und Katzen von den spanischen Straßen eingesammelt. Das Aussetzen von Haustieren ist eine Realität, die tagtäglich die Aufnahmezentren unseres Landes konfrontiert. Ohne Hoffung, dass sich die Situation in den kommenden Jahren verbessert. Die unmittelbare Folge ist das Opfern von tausenden von Haustieren und die wirtschaftlichen Kosten für die öffentliche Hand. Das erste Kapitel zeigt die Arbeit des Centro de Protección Animal (CPA) der Stadt Madrid und die Perrera Olivenza in Badajoz.“

Die Reportage klagt die Situation der Perrera in Olivenza (Provinz Badajoz, Extremadura) an. Sie ist eine Einrichtung des Bezirksrats von Badajoz, steht aber unter privater Leitung. Der Vergleich mit anderen Perreras in Spanien, die ebenfalls in der Reportage behandelt werden, zeigt ganz klar den Grad des Tierschutzes in Extremadura überall dort, wo dieser von regionalen Verwaltungen abhängig ist.

Im zweiten Teil geht es um die Situation in Europa und die Art, wie Tiere dort behandelt werden. Auch wenn in Spanien die Adoption von Hunden und Katzen gefördert wird, an erster Stelle wird eingeschläfert. Die Dokumentation zeigt u.a. die Adotion des Galgos Sancho aus Toledo, der in die Niederlande vermittelt wird. Dem einzigen Land in der Welt, in dem die Tierschutzpartei im Parlament vertreten ist. Sancho wurde von Galgos 112 in Toledo eingefangen, lebte einige Zeit in Spanien in einer Pflegefamilie. Auch Mambo, ein Galgo aus der Perrera von Logroño findet eine Familie in den Niederlanden. Er sollte eingeschläfert werden, als die Perrera geschlossen wurde.

Esther Ouwehand, Mitglied der niederländischen Tierschutzpartei erklärt, welche Maßnahmen in Spanien ergriffen werden müssen, um das massive Einschläfern von Haustieren zu stoppen.

Desweiteren wird von Katalonien berichtet, Katalonien ist die erste autonome Gemeinschaft in Spanien, in der die Euthanasierung zur Kontrolle der Population verboten ist. Dies heißt jedoch nicht, dass in Katalonien nicht eingeschläfert wird, es gibt Übergangsregelungen, die es vielen Perreras immer noch ermöglichen auch gesunde Tiere zu opfern. Die Reporter besuchen die katalanische Organisation SPAM, die offensichtlich nicht einschläfert und an das Wohlergehen ihrer Tiere denkt.

1. Teil: El escarabajo verde – Mascotas: adoptar o morir (1)
2. Teil: Mascotas: adoptar o morir (2)

„El Escarabajo verde“ ist eine Doku-Serie von La 2 / TVE.

Siehe auch: Perrera Olivenza: Hilflosigkeit und Empörung

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9th Juli 2011

Was ist ein pudridero?

Wenn ein Hund nicht (mehr) nützlich ist, stört, Mühe macht, zu viel ist…… wird in der tiefsten Provinz Extremaduras immer noch skrupellos und gnadenlos die traditionelle Pudridero-Methode angewendet (Pudridero eigtl. Misthaufen, Leichenkammer, von pudrir = verfaulen, verrotten).
Worin besteht diese Methode? Man nimmt den Hund, legt ihm einen Strick mit einer zuziehbaren Schlinge um den Hals (wir haben auch Varianten mit Stacheldraht vorgefunden) und bringt ihn an einen abgelegenen Ort. Dort bindet man ihn an einem Pfosten, einem Baum oder etwas Ähnlichem fest. Und dann geht man seelenruhig nach Hause und lässt den Hund dort zurück, wo er tagelang mit dem Tod ringt, bis er schließlich verdurstet oder in seiner Verzweiflung und Todesangst an dem Strick zerrt und sich damit erdrosselt.

Dieses System, mit dem Tiere zu Tode gequält werden, gehört keineswegs der Vergangenheit an. Die Fotos zu diesem Bericht sind nur wenige Tage alt. Zwei Hunde haben diesen grässlichen Tod im Gebiet Don Benito-Villanueva de la Serena (Provinz Badajoz, Extremadura) erlitten. Ein Mitarbeiter eines Tierschutzvereins kam zu spät dort vorbei, um ihnen noch helfen zu können – laut Seprona (einer zur Guardia Civil gehörenden Einheit für Natur-, Tier- und Umweltschutz) waren sie schon mehrere Monate tot.
Es wurde Anzeige erstattet. Selbstverständlich besaßen die Hunde keinen Mikrochip.

Auf den Fotos ist zu sehen, was von ihnen übrig geblieben ist. Sie sind ein Dokument der Schande für unsere Gesellschaft, die immer noch solche Individuen hervorbringt und sie ungestraft davonkommen lässt.

fepaex.blogspot.com

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8th Juli 2011

Simone Veil mit Stierkampfgegnern solidarisch

Die französische Politikerin und ehemalige Präsidentin des Europäischen Parlaments Simone Veil unterzeichnete in dieser Woche das Manifest der französische Antistierkampf-Organisation FLAC (Fédération des Luttes pour l’Abolition de la Corrida) gegen den Stierkampf und erklärte „Da ich niemals den Stierkampf wegen seiner Gewaltsamkeit und Grausamkeit gemocht habe, unterzeichne ich gerne Ihre Petition“. Sie sprach sich dafür aus, dass, so lange der Stierkampf in Frankreich nicht verboten ist, Jugendlichen unter 16 Jahren der Besuch von Stierkämpfen untersagt wird. Bereits mehr als 1400 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützen den Kampf der französischen Stierkampfgegner und treten vehement für das Verbot dieser Barbarei aus, die in Südfrankreich durch ein widersprüchliches Gesetz geschützt wird und letztlich als Immaterielles Kulturerbe Frankreichs proklamiert wurde

Die Erklärung Simon Veils kommt wie gerufen: In dieser Woche wurde vor dem Rathaus der südfranzösischen Stadt Perpignan eine Plakat-Aktion gegen die Corrida eröffnet, mit der auf 4 x 3 Meter großen Plakaten die Grausamkeit der Corrida angeprangert wird. Die Stadt  Perpignan wurde als Auftakt ausgewählt, weil in ihrem Umkreis demnächst in drei Städten (Millas, Céret und Collioure) Stierkämpfe veranstaltet werden. Die Plakaten werden in den nächsten Wochen noch in anderen französischen Städten und zuletzt im August in Carcassonne zu sehen sein.

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SOS Galgos - 2011 Juli

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