7th November 2011

Reform des Madrider Tierschutzgesetzes zurückgenommen

Am vergangenen Donnerstag titelte die Eurpapress: Die Autonome Gemeinschaft Madrid zieht den Gesetzentwurf zum Tierschutz mangels „Konsens“ zurück.

Die Wellen schlugen hoch, als die Madrider Regionalregierung am 6. Oktober der Öffentlichkeit stolz die Gesetzesänderungen des Tierschutzgesetzes präsentierte. Ein Punkt den die Regierung, an ihrer Spitze Esperanza Aguirre, hinzugefügt hatte, war das Verbot, streunden Hunde und Katzen zu füttern, ein Todesurteil für tausende von Tieren. So stellt sich wahrlich niemand ein Tierschutzgesetz vor, Schutz heißt, Leid zu verhindern und nicht Leid zu schaffen!

Nun hat es sich Esperanza Aguirre nach zahlreichen Protesten der Tierschutzorganisationen wohl wieder anders überlegt und alle, auch positive Gesetzesänderungen, zurückgenommen.

Wie Europapress verlauten ließ, hat die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid am Donnerstag angekündigt, dass die Regionalregierung den vor wenigen Wochen vom Regierungsrat angenommenen Gesetzentwurf zum Tierschutz zurückziehen wird. Grund dafür sei der bei den Tierschutzorganisationen vorgefundene Mangel an „Konsens“.

„Gemäß der Bestimmungen in Artikel 153 der Versammlungsordnung hat die Regierung beschlossen, den Gesetzentwurf zum Schutz von Haustieren zurückzuziehen“, sagte Aguirre in einer Pressekonferenz nach der Sitzung des Regierungsrats. Sie wies darauf hin, dass man geglaubt habe, dieser Entwurf „genieße den allgemeinen Konsens aller Vereinigungen von Tierfreunden“ und dass dies nicht so sei.

Aguirre erklärte, dass gemäß dieser Ordnung jeder Entwurf zu jedem Zeitpunkt zurückgezogen werden könne, solange keine endgültige Entscheidung darüber getroffen worden sei, dass dieser Entwurf nicht „dringend“ sei und dass er eine „ausführlichere Debatte“ verdiene, die zur Erarbeitung eines „von mehr Konsens geprägten Entwurfs“ führen solle.

Dieser Entschluß stößt bei allen Tierschutz- und Tierrechtsvereinen auf Unverständnis, denn sie alle haben kritisiert, dass streunde Hunde und Katzen nicht gefüttert werden dürfen. Auch wenn El Refugio Madrid, dessen gelungene medienwirksame Aktion „Gracias Esperanza“ für viel Wirbel gesorgt hat, erfreut darüber ist, dass Streuner nun weiterhin gefüttert werden dürfen, weisen auch sie darauf hin, dass das Tierschutzgesetz von Madrid unbedingt reformiert werden muss, aber so, dass den Tieren wirklich geholfen und Tierleid verhindert wird.

Die Plattfrom La Tortura No Es Cultura, als auch der Madrider Dachverband FAPAM stellen klar, dass es nicht an Konsens unter den verschiedenen Vereinen gemangelt hat. Es hätte vorerst ausgereicht, das unglaubliche Fütterungsverbot zu streichen und im Laufe der Zeit weitere Verbesserungen hinzuzufügen.

Quellen:
telecinco.es
europapress.es
publico.es
lavanguardia.com

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SOS Galgos - 2011 November 07

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