22nd Juli 2012

Toro de la Vega 2012 – Schluss mit dieser Tierquälerei!

Bald ist es wieder soweit, das wohl grausamste Stierspektakel Spaniens, die “Toro de la Vega” genannte Stierhatz findet am 11. September statt. Das diesjährige, zum Tode verurteilte Opfer heißt VOLANTE.

Seit 1584 findet alljährlich am zweiten Dienstag im September in der spanischen Stadt Tordesillas Spaniens wohl grausamste Stierhatz statt.

Beim “Toro de la Vega” (Stier der Flußaue) wird ein Stier von hunderten von blutrünstigen Männern gehetzt, in die Enge getrieben und per Lanzenstich getötet. Derjenige der letztendlich das Leben des Stiers beendet, darf ihm den Schwanz abschneiden und die Trophäe auf seine Lanzenspitze stecken.

Schafft der Stier es an einem bestimmten, festgelegten Punkt hinter die Flußaue zu kommen, kann er begnadigt werden, angeblich konnten sich schon einige wenige Stiere retten, doch diese starben trotzdem an den schrecklichen Wunden die man ihnen während der Hetzjagd zugefügt hat. Diese Stierhatz wurde im Jahre 1980 als touristisch wertvoll anerkannt.

Touristisch wertvoll? Unglaubliche Grausamkeit kennzeichnet dieses von der Regierung Kastilliens als traditionell eingestufte Blutbad.

Der Toro de la Vega ist das Opfer eines Wahns der Menschen, denen es nicht nur an Mitgefühl und Respekt gegenüber Tieren mangelt, sondern die auch meinen ihr vermeintliche Stärke damit beweisen zu können, indem sie ein Tier bezwingen und grausam und rituell niedermetzeln. Die Tierrechtsorganisationen CAS und HSI, sowie die spanische Tierschutzpartei PACMA organisieren seit 2007 alljährlich eine Protestaktion gegen diese barbarische Art der Volksbelustigung, in diesem Jahr wird der Protest wohl am Sonntag den 9. September stattfinden, allerdings vor den Toren der Stadt. Tierrechtler sind dort unerwünscht und werden sogar bedroht, wie folgendes Video, zeigt. Mitglieder der Tierschutzpartei PACMA wagten sich während der letzten Wahlkampfperiode nach Tordesillas.

Die Anhänger des Toro de la Vega erlauben nicht, dass man filmt, wer eine Kamera bei sich trägt oder sein Handy zückt wird bedroht, egal ob als Privatperson oder für ein Fernsehteam. Jedoch gelingt es mutigen Aktivisten jedes jahr den grausamen Tod des Stieres festzuhalten, Bilder die um die Welt gehen, jedoch auf internationaler Ebene noch viel zu wenig Beachtung finden. Meine Bitte an alle Leser, versuchen auch Sie die hiesigen Medien zu mobilisieren, damit auch hier bei uns über dieses grausame Spekatel berichtet und Spanien an den Pranger gestellt wird. Dieses Jahr wollen zahlreiche Aktivisten die sich über soziale Netzwerke organisieren am 11. September vor Ort sein, hoffentlich endlich auch ausländische Pressevertreter.



Alle meine bisherigen Berichte über den Toro de la Vega:
http://www.sos-galgos.net/c/toro-de-la-vega

Sonntag, Juli 22nd, 2012, 23:18 | Allgemein, STIERKAMPF, TORO DE LA VEGA, VIDEOS | kommentieren | Trackback

5 Kommentare zu “Toro de la Vega 2012 – Schluss mit dieser Tierquälerei!”

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  1. 1 23. Juli 2012, Tunde schreibt:

    Hey touristisch wertvoll aber man darf nicht einmal eine Kamera mitnehmen geschweige denn das Spektakel filmen???
    Also WAS FÜR ein “Touristenspektakel” ist das?!
    … oder ist das eher ein “TIERQUÄLER SPANIENS VERSAMMELT EUCH”-Veranstaltung…?
    Solche Geheimtuerei findet man sonst nur noch bei den verbotenen Hundekämpfen!

  2. 2 23. Juli 2012, Ingrid schreibt:

    Ich fasse es nicht. Ich habs geahnt. Diese Kreaturen lassen nicht davon ab es dieses Jahr wieder zu machen. Und nun ????????????? 71.000 Unterschriften für die Tonne. Ich glaubs einfach nicht. Medien einschalten, ja, dass was ich auch immer sage. Ich versuchs nochmal…..Bild Zeitung, Stern TV, RTL,

  3. 3 24. Juli 2012, Amor schreibt:

    “Man muss nicht alles bewahrheiten, man muss sie nur für notwendig halten” (Kafka, der Prozess.)
    Ich hatte mal bei meinem “Nachruf für Regina”, am 3. Juno, haargenau vorausgesagt, was heute und gestern und seit ein paar glücklichen Tagen in den Medien über Spanien kommt.
    Oh, doch! in diesem Fall ist es unglaublich schön, dass das vorausgesagte Elend sich nicht nur bewahrheitet hat, sondern schneller als erwartet kam.
    “Angst vor dem Spanien-Bankrott”
    “Spanien kann seine Schulden bald nicht mehr bezahlen”
    “Inzwischen sind bereits rund zwei Millionen Spanier auf Lebensmittelspenden angewiesen”
    und so weiter und so fort.
    Alle, die Politik für Humanwesen betreiben, behaupten, “das Land sei zurück in die Unterentwicklung”!! Alle, die für die Gerechtigkeit der Nicht-Humanwesen kämpfen, so wie ich, würden sich über diesen moralischen Anachronismus nur ärgern.
    Mit anderen Worte: Spanien war immer ein unterentwickeltes Land, mit oder ohne die Zustimmung der Politik Treibenden. Spanien war immer ein Konzentrationslager für Tiere, ein hasserfülltes Land, was das Leben der Tiere angeht. Spanien war, ist und wird das erste Land Europas in Tierquälen bleiben. Dass irgendwann mal ein ähnliches Schicksaal wie das ihrer Tiere auf sie zukommen sollte, nennt jeder ein bisschen sensibler Mensch nicht “Rückkehr an die Unterentwicklung”, sondern gerechte Straffe für die kriminellen Geschäftsführer des Toreroladens “España”!
    Amor

    *Eines noch: bald müssen wir mit einer Kampagne gegen Stierkämpfe anfangen, ich komme drauf zurück.

  4. 4 26. Juli 2012, Amor schreibt:

    Ich habe mir alle gegenwärtigen Videos angeschaut, über „Tordesillas“, den „Toro de la Vega“…und…und…
    Wie ich schon sagte, Tierrettung kann man nicht nach Erfolgsquoten gestalten. Das heißt aber auch nicht, dass man Kampagnen und Aktionen irgendwie auf die Beinen stellen soll, geleitet und motiviert nur von der sentimentalen Auswirkung der beschießenden Situation, die in Spanien herrscht. Aktionen müssen unter Berücksichtigung der Bevölkerungspsychologie, der finanziellen Mittel, die einem zur Verfügung stehen und vor allem nicht verzettelt, stattfinden.
    Zumidestens, nach meiner Erfahrung und nach meiner persönlichen Einschätzung.
    Und sogar in diesem Fall ist kein Erfolg garantiert.
    Man hofft zwar auf das Beste, aber man muss immer auf das Schlimmste vorbereitet sein.
    Und jetzt konkret.
    Der Spektakel mit den Tauromaquias in Spanien, den Arenaspektakel meine ich, ist tatsächlich eine touristische Attraktion.
    Die anderen, Toro de la Vega, Toro de Fuego etc.ist eher eine Zugehörigkeitsbestätigung der Mitglieder an die jeweilige Dorfgemeinde. Wer mitmacht, gehört dazu, ihm kann auch geholfen werden, wenn es nötig. Ferner, wird der potenteste Killer als taugliche Figur eingestuft, nützliches Beispiel für die nachkommenden, und für alle, die glauben, dass der Schwanz eines Mannes so weit reicht, wie die Lanze die er trägt.
    Für mich bedeutet das alles, dass die Kampagne grundsätzlich gegen die Arena-Stierkämpfe gerichtet werden soll, und nicht gegen die „kleineren“. Gegen die Tauromaquias hätten wir auch mehr Chancen, mehr Argumenten, wenn wir die EU-Kommission mobilisieren wollen.
    So viel ich weiß, die EU-Kommission hat die Klage in Juno 2011 gegen den“ Toro de la Vega“ mindestens angenommen.
    Ich würde mich aber auf die EU nicht verlassen. Nicht nur.
    Ich bin fest davon überzeugt, dass sogar Dinge, die offensichtlich oder selbstverständlich sind, nicht durchkommen, wenn sie nicht von einer anderen Quelle unterstützt werden.
    Erstens also: es muss eine große, bekannte Tierorganisation ihren Name geben, private Personen oder Tierschutzvereine interessieren niemanden.
    Zweitens: möglichst, einen guten Anwalt parat haben, der sich mit Tierrecht auskennt. Er muss die entsprechende Klage oder den Antrag formulieren.
    Drittens: Durch alle Web-Seiten, die sich für Tiere engagieren, eine Petition starten. Europaweit.
    Viertens: wir können eine Spendeaktion organisieren. Mit dem Geld, zahlen wir eine gute Werbeagentur, die bestenfalls auch die Prominenz mit einbeziehen könnte. Das wäre natürlich optimal, und auch sehr wirksam, man hat es oft bei den Anti-Pelz Kampagnen praktiziert. Und die wissen am besten, wie man an die Medien rankommt!
    Ich finde, es kommen Momente, die uns wegen glücklicher Umstände viel mehr erlauben als andere Momente. Spanien ist jetzt bankrot, Spanien ist breit und weit unbeliebt, man kann jetzt und nicht später gegen Stierkämpfe (in Spanien) gezielt angehen. Ich behaupte, dass dieser politische Zeitpunkt einmalig ist und deshalb müssen wir ihn nützen.
    Aber darüber sollten mehrere von uns Vorschläge machen.
    Amor

    @ Amor
    Hallo Amor, würde mich freuen, wenn wir und mal über mail unterhalten können!

  5. 5 28. Juli 2012, Birgit schreibt:

    Im Jahr 2006 waren es schon 800 Demonstranten, die am 11. September in Tordesillas anwesend waren. Es werden jedes Jahr mehr!Die Busse mit den Aktivisten wurden unter Polizeischutz in die Stadt geleitet und von dem Pöbel mit Tomaten beworfen und auf übelste Weise bedroht.Es wird nicht zu verhindern sein, dass Volante diesen Kreuzweg gehen muss.Ich schliese ihn und alle Tierschützer in mein Gebet mit ein.

    Die Vorschläge von Amor finde ich gut.Ich würde mich sofort an einer Spendenaktion für eine Werbeagentur und einen guten Anwalt beteiligen.

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