1st April 2012

Protestaktion gegen subventionierte Schulbesuche von Stierkampfarenen

Stierkampf ist ein aussterbendes Geschäft, es fehlt an Nachwuchs, die Ränge der Stierkampfarenen werden immer seltener gefüllt. Laut einer offiziellen Umfrage von Gallup/IG Investiga erklären 70 % der Spanier, kein Interesse am Stierkampf zu haben oder diesen abzulehnen.

Die Stierkampflobby versucht mit aller Macht den Stierkampf am Leben zu halten, so auch die bekennende Vollbluttaurina Esperanza Aguirre, Präsidentin und ehemalige Bildungsministerin der Autonomen Region Madrid, die das blutige Stiergemetzel zum “Bien Interes Cultural”, also zum Kulturgut erklärt hat und den Stierkampf am liebsten als Schulfach unterrichtet sehen würde. Gerade das Interesse der jungen Bevölkerung am blutigen Gemetzel ist verschwindend gering, daher wurde ein von der Autonomen Gemeinschaft Madrid subventioniertes Kulturprogramm ins Leben gerufen, um Kinder in die Stierkampfarenen zu locken. Schüler der „Educacion Secundaria Obligatoria (ESO), der Mittelschule, müssen nun im Schuljahr 2012/2013 eine Stierkampfarena zu besuchen. An dem Programm teilnehmen werden schätzungsweise 12 000 Kinder im Altern von 12 bis 16 Jahren.

Als Protest gegen diese Erziehung zur Grausamkeit realisierten am heutigen Sonntag zwanzig Aktivisten von AnimaNaturalis eine Performance vor den Toren der Madrider Stierkampfarena Las Ventas. Eine Aktivistin versetzte sich mit Kunstblut und Banderillen ausgestattet eindrucksvoll die Haut eines Stieres, andere Aktivisten hatten ein riesengroßes Transparent mit der Aufschrift TAUROMAQUIA ABOLICIÓN (Abschaffung der Tauromachie) und ausgebreitet, rechts und links standen weitere Aktivisten und hielten Schilder auf denen TORTURA (Folter) und MUERTE (Tod) geschrieben stand.

Der Koordinator von AnimaNaturalis Madrid, Sergio García, kritisierte dass die Tauromachie zu 90 Prozent mit öffentlichen Subventionen gefördert wird, dies in Zeiten der Wirtschaftskrise. Laut García werfen der Staat, die autonomen Gemeinschaften und die Ratäuser jährlich 550 Millionen Euro in den Rachen der Stierkampflobby.

Quelle: elmundo.es

Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | 0 Kommentare

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SOS Galgos - 2012 April 01

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