12th Mai 2013

Folter ist keine Kultur – für eine Kindheit ohne Gewalt – anti-Stierkampf Demonstration in Madrid

Folter ist keine Kultur – für eine Kindheit ohne Gewalt

Mehrere hundert Aktivisten haben sich gestern, am 11. Mai, vor der Stierkampfarene Las Ventas in Madrid versammelt, um gegen die Erklärung des Stierkampfs zum Kulturgut zu protestieren. Einberufen wurde die Demonstration von der Plattform La Tortura No Es Cultura / Folter Ist Keine Kultur unter dem Motto, „Für eine Kindheit ohne Gewalt“. Auf dem Programm standen Kunst und Kultur, mit zahlreichen Aktivitäten für Kinder, mit dem Ziel der Sensibilisierung gegenüber Tieren. Für gute Stimmung u.a. sorgten die Bands „Mayor Arcana“ und „Bahía Cochinos“ sowie der Zauberer Javier Sanz.

Während des Events wurde eine Erklärung verlesen und die Genehmigung der Volksinitiative der Stierkampflobby (Iniciativa Legislativa Popular, kurz ILP), die mehr als 5 000 000 Unterschriften in ganz Spanien gesammelt hatte, mit der Forderung den Stierkampf zum Kulturgut zu erklären, auf das Schärfste kritisiert. Diese Initiative weist „zahlreiche Unregelmäßgkeiten“ auf, sollte der Stierkampf der jetzt schon staatliche Subventionen von 600 Millionen Euro erhält, zum Kulturgut erklärt werden, würde er „noch mehr öffentliche Gelder erhalten.

„Das Bedenklichste ist aber, dass das Gesetz Programme zur Indoktrinierung von Kindern und Jugendlichen mit praktischem Stierkampfunterricht vorsieht, bei denen man ihnen lehren will, dass jemand, der auf einem Platz ein Tier bis zum Tode foltert, ein Held ist“.

Am Ende der friedlich verlaufenen Veranstaltung wurde ein riesengroßes Transparent mit der Aufschrift „La Tortura No Es Cultura“ ausgebreitet und die Sopranistinnen Ana Fernaud und Milagros Poblador sangen „Il canto della terra“ von Andrea Bocelli.

Nach der vorgestern vom Staatssekretär für Bildung, Kultur und Sport veröffentlicheten Statistik über Stierkampfangelegenheiten im Jahre 2012, fanden im vergangenem Jahr fast 2000 Stierkämpfe statt, was einem Rückgang von 12,8 Prozent im Vergleich zu 2011 darstellt. Dies bestätigt den Abwärtstrend der letzten Jahre, der in letzten fünf Jahren sogar 40 Prozent beträgt. Es gibt 9.562 eingetragene Stierkämpfer, das sind 2,9 Prozent mehr als im Jahr 2011.

www.latorturanoescultura.org

 

 

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