5th Oktober 2013

Esperanza – sie kämpft noch immer

Vor 2 1/2 Jahren wurde die Galga Esperanza, mehr tot als lebendig, in einem Müllcontainer gefunden. Sie lag zwischen Müll und Schutt in einem Kartoffelsack. Sie muss schon länger ohne Futter und Wasser in der Sonne gelegen haben. Dürr, starr, kalt, von Wunden übersät, sie atmete kaum noch. Die Tierärzte kämpften lange um ihr Leben, Esperanza lernte wieder laufen und nach 1 1/2 Jahren ist sie sogar zum ersten Mal gerannt.


Galga-Esperanza-espoir-courage-force-de-vie-son… von unanimus

Leider gab es jetzt Probleme, im Halsbereich hat sich ein Abszess gebildet. Die Behandlung mit Antibiotika führte zu keiner Besserung, daher wurde am 30 Oktober operiert. Der Infektionsherd wurde gereinigt und desinfiziert, in der Hoffnung den Zement und die Nägel nicht entfernen zu müssen. Die fixierten Wirbel dürfen sich nicht bewegen, dies hätte schwerwiegende Wirkung auf ihre Mobilität. Man hofft, die Infektion in den Griff bekommen zu haben, sie frisst gut und wird sicher wieder an Gewicht zunehmen.

Quelle mit Fotos: www.galgos112.com

Die Jagdsaison mit Galgos hat wieder begonnen. Esperanza hat immer noch unter den Folgen dieser Ausbeutung zu leiden und mit ihr Tausende von anderen Galgos.

 

Bei soviel Grausamkeit kann man nur noch Abscheu und Hass empfinden gegenüber denen, die solcher Taten fähig sind und denen, die der allgegenwärtigen Misshandlung von Tieren tatenlos zuschauen.

In Spanien existiert eine Politik des Wegschauens, aber was will man auch erwarten von einem Land, welches Stierkampf und Stierspektakel als Kultur betrachtet, die Misshandlung der Stiere legalisiert, wo der Sonntagausflug der erzkatholischen Spanier in eine Stierkampfarena nach dem sonntäglichen Kirchgang eine Selbstverständlichkeit ist und schon kleinen Kindern suggeriert wird, dass das Quälen von Tieren eine sinnvolle, legitime Freizeitbeschäftigung ist.

Die sadistische Überlegenheit des Menschen über das Tier ist in der archaischen Kultur Spaniens allgegenwärtig, Tierquäler finden sich in allen Bevölkerungsschichten, Angst vor dem Gesetzt scheint man nicht zu haben, die wenigstens Misshandlungsfälle werden aufgeklärt, da sie unbearbeitet, auf nimmer Wiedersehen in irgendwelchen Schubladen ignoranter Bürokraten verschwinden.

Die am meisten misshandelte Hunderasse in Spanien ist der Galgo.

Verantwortlich für den Holocaust der Galgos sind die schätzungsweise 170 000 Galgueros, Besitzer von ca. 490 000 Galgos. Laut Tierschützern werden Jahr für Jahr 50 000 Galgos auf unterschiedlichste grausame Art und Weise entsorgt.
Spanien ist das einzige europäische Land, in dem es nicht unüblich ist, einen am Baum erhangenen Galgo zu finden.

Es geht um sehr viel Geld, aufgrund der Galgos werden jährlich ca.1000 Millionen Euro umgesetzt und 27000 Arbeitsplätze stehen im direkten Zusammenhang mit ihnen, die gesamte Jägerschaft bewegt jährlich 3000 Millionen Euro.

Jagdhunde sind nichts weiter als das Instrument eines blutigen Zeitvertreibs, viele von ihnen erleben die Hölle auf Erden. Es beginnt schon mit der Geburt in irgendeinem dunklem dreckigen Verschlag, Entbehrung und fehlende Fürsorge vom ersten Lebenstag an, bis zum bitteren Ende. Erfüllt der Hund nicht seinen Zweck, ist er alt, krank oder bringt keinen Jagderfolg, wird er im günstigsten Fall “zum Teufel” gejagt, sich selbst überlassen oder man gönnt ihm einen schnellen Tod durch Erschießen.
Aber, ein echter spanischer Macho, der misshandelt seinen Hund, der nicht die gewünschte Leistung bei der Jagd gebracht hat, den Perversitäten sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Ist der Stolz des Jägers verletzt, entwickelt so manch einer von ihnen eine unglaubliche, kriminelle, bösartige Energie.

Der Galgo wird ohne Ausnahme ausgesetzt und/oder hingerichtet, das unstillbare Verlangen nach jungen, unverdorbenen Exemplaren für Rennen und Jagd, macht den Galgo zu einem Opfer seiner Schnelligkeit und Intelligenz.

Alle bisher veröffentlichten Beiträge:

ESPERANZA, ein Fünkchen Hoffnung
ESPERANZA, ihr Zustand ist stabil
Neuigkeiten von ESPERANZA
Esperanza wurde operiert
ESPERANZA, ihr Zustand ist stabil
ESPERANZA nach einem Monat Pflege
Hoffnungsvolle Bilder von ESPERANZA
Die ersten Gehversuche von ESPERANZA
Esperanza es geht aufwärts
Esperanza geht alleine
ESPERANZA es geht weiter aufwärts
ESPERANZA kann alleine Treppen steigen
Neuigkeiten von Esperanza
Esperanza und ihre Freunde
Esperanza macht weiterhin Fortschritte
Esperanzas erster kleiner Schritt

Samstag, Oktober 5th, 2013, 22:17 | Allgemein | kommentieren | Trackback

4 Kommentare zu “Esperanza – sie kämpft noch immer”

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  1. 1 7. Oktober 2013, Ingrid schreibt:

    Ich hoffe sehr, die kleine Maus wird wieder gesund. Sie hat es so verdient, nach all den furchtbaren Erlebnissen, verursacht von „Sadistenhand“, denn als Mensch möchte ich den/die Täter nicht bezeichnen. Da ist soviel Lebensfreude in ihr.

    Meine Anerkennung an die span. Pflegefamilie. Und ein riesiges „Gracias“. Ihr habt „Unmögliches“ möglich gemacht zusammen mit Tierarzt, Klinik, Helfern….die kleine „Esperanza“ wird geliebt, umsorgt, das erstemal in ihrem Leben. Ich möchte nicht wissen, wie ihr Leben vorher aussah und diese kleine Hündin gelitten hat.

    Ich bin froh sie jetzt in diesen liebevollen Händen zu wissen.

    Es gibt noch viele „Esperanzas“ und Brüssel schweigt……..dort sitzen die „wahren“ Schuldigen, aalglatt und mit weisser Weste. Diese ganze EU ist eine Farce.

  2. 2 7. Oktober 2013, Thomas Pfeiffer schreibt:

    Hallo
    Schön mal wieder was über Espe zu lesen, auch wenn es in diesem Fall nicht so toll ist.
    Ich habe bereits mehrfach über verschiedene TSV versucht herauszufinden, was aus der süßen Maus geworden ist. Ich freue mich, dass sie noch lebt – auch wenn sie nun wieder eine schwere Zeit hat. Vielen Dank an alle, die an der weiteren Genesung von Espe beteiligt sind. Es wäre schön mal wieder was von ihr zu lesen.
    Liebe Grüße Thomas

  3. 3 7. Oktober 2013, Isabel schreibt:

    In den Müll geschmissen gehören all diejenigen die mit diesen armen Tieren auf solch brutale Art umgehen, denn sie sind nichts als menschlicher Abfall.

  4. 4 9. Oktober 2013, Surfpodi schreibt:

    Hallo,
    Wer hat Kontakt zu der Orga?
    Es gibt für diese Wundinfektionen ein sehr gutes Mittel auf Mikroarganismenbasis EM1.
    Beste Erfahrungen aus der Tiermedizin liegen vor.
    Bezugsquelle in Spanien:
    Chujo S.L.
    Mr. Shinsuke Chujo
    43877 Tarragona
    Office@em-Technology.es
    0034-977-4780-51
    Viel Erfolg

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