24th November 2013

Frankreich: Brand in der Arena – Demonstrationen – Stierkämpfe abgesagt

 

Nach dem brutalen Polizeieinsatz gegen die Demonstranten in Rodilhan am 24. Oktober, überschlagen sich in Frankreich die Ereignisse. In der Nacht vom 17. zum 18. November brannte ein Teil der aus Holz konstruierten Arena von Rion-des-Landes, ca. 120 Quadratmeter wurden zerstört. Zwei Türen und ein Teil des Daches wurden verbrannt, die Tribüne ist nicht betroffen. In einem der Strohballen fanden die Feuerwehrleute eine kleine Camping-Gasflasche. Es gibt kein Bekennerschreiben. Der Bürgermeister verdächtigt die Stierkampfgegner. Ende August hatten in Rion-des-Landes Zusammenstöße zwischen Anti-Stierkämpfer und der Polizei stattgefunden, dabei gab es acht Verletzte, davon einer schwer.

Quelle: francebleu.fr

Nun erhärtet sich jedoch der Verdacht, dass dieser Brand von einem Stierkampffan gelegt wurde. Die Anti-Stierkampf Verbände die die letzten Demonstrationen in Rodilhan und Rion des Landes organisiert hatten, distanzieren sich von so einer verbrecherischer Handlung. Die Verbände Crac Europe, die Stiftung Brigitte Bardot und Animaux en Péril unterstützen eine so eine kriminelle und für Bürger und Feuerwehrleute gefährliche Handlung nicht.

Quelle: animauxenperil.be

Heute, am 24. November gab es Zusammenstöße zwischen Polizei und Stierkampfgegnern während der Fiesta Campera. Am Morgen versammelten sich fünfzig Aktivisten in der Nähe der Arena von Rion-des-Landes.  Die ersten Zusammenstöße mit Sicherheitskräften fanden angeblich schon vor dem ersten Stierkampf statt. Die Demonstranten sind bis zur Stierkampfarena vorgestossen. Einige Aktivisten waren dann bis ins Innere der Arena vorgedrungen.  130 Sicherheitskräfte waren aufgeboten und haben mehrere Verhaftungen durchgeführt. Um zu verhindern, dass Aktivisten in die Arena springen, wurden 4 Stiere laufen gelassen. 80 Demonstranten standen 150 Sicherheitskräften und 700 Stierkampfbefürwortern gegenüber!

In Frankreich brodelt es gewaltig, es vergeht fast keine Corrida, ohne dass die Befürworter der Abschaffung der Stierkämpfe aktiv werden. Einige Stierkämpfe wurden, aus Angst vor Krawallen, schon von den Organisatoren abgeblasen .

Quellen mit Fotos und Videos:
aquitaine.france3.fr
sudouest.fr
midilibre.fr

Sonntag, November 24th, 2013, 22:56 | Allgemein, STIERKAMPF | kommentieren | Trackback

4 Kommentare zu “Frankreich: Brand in der Arena – Demonstrationen – Stierkämpfe abgesagt”

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  1. 1 25. November 2013, Isabel schreibt:

    Wie kann man nur ein solch blutiges Spektakel aufführen welches die Sensibilität so vieler Leute verletzt???

  2. 2 25. November 2013, Amor schreibt:

    Ja!Ja! wir hatten bereits das lustige Vergnügen am 19. November hochwertige polizeiliche Infos zu lesen:
    „..radikale antitauristas versuchten in der Nacht zu Montag die plaza de toros von Rion-des-Landes im Département Landes geradezu abzufackeln. Die Polizei spricht hier von einem kriminellen Delikt welches antitaurinischen Aktivisten zugeordnet wird und hat dementsprechend die Ermittlung in die Wege geleitet“.(SfA Web-Seite)

    Es ist übliche Vertuschungsmanöver der Mafia, strafbare Delikte innerhalb ihrer Kreise selber zu inszenieren, damit die Polizei freie Jagd auf die Gegner der Mafia kriegt.

    In dem Dorf wo ich wohne, in Süddeutschland, ist eine noch im Bau Mastanlage für Hühner so dilettantisch angezündet, dass der Bericht der Polizei ( Aktivisten hätten versucht die Anlage abzufackeln) innerhalb von vierundzwanzig Stunden korrigiert wurde.
    Anstandshalber!
    Mittlerweile sprechen die Dörfler von einem Versuch der Bauer (die Eier aus eigenem Bestand verkaufen) die Konkurrenz auszuschließen.

    Alle Südländer, so wie ich, kennen diese Methode als Mafiataktik und lassen sich nicht für blöd verkaufen von Polizeiberichte oder KiTa – Krippe(o)n -Seiten.
    Etwa schlauer müssen nur die Besucher aller diesen Seiten werden.
    Denn es geht hier nicht um „taurinos“ oder „antitaurinos“, es geht um sich für Trottel abstempeln lassen, und das als mündige Bürger der Nation!!

    Wir dürfen übrigens auch gespannt sein, zu welchen weiteren nuttigen Methoden die hiesige Seite der aficionados greifen wird!
    Amor

  3. 3 29. November 2013, steinhagen dagmar schreibt:

    …AMOR, ich stimme Dir zu.

    Wer emotionalen Kindesmissbrauch (Stierkampfschulen für Kinder) billigt und auch noch legalisiert, schreckt vor nichts zurück;

    Wir Tierschützer/rechtler müssen uns mittlerweile damit abfinden, dass eine radikale, gewalttätige Stierkampfmafia versucht ihre Interessen auf eine perfide, rücksichtslose Weise umzusetzen, und selbst nicht einmal vor den eigenen Kindern halt macht.
    Aficionados morden nicht “nur” Stiere, sondern auch die Seelen ihrer Kinder.
    Ich finde, DAS ist fast nicht mehr zu toppen.
    Es kann eigentlich nicht mehr schlimmer werden!

  4. 4 31. März 2014, Eduardo Pinheiro schreibt:

    Immer wieder wird hier von friedliche Stierkampfgegener gesprochen und geschrieben, und von schlechten und agressiven Aficionados, aber sind Feuer legen und andere Aktionen von Seiten der Stierkampfgegner friedlich? Ich glaube nicht. Ich bin bei die Polizei in Portugal und habe Freunden bei die Polizei in Suden von Frankreich, und die sagen, dass die Antitaurinos in Frankreich alles anders als frieldich demonstrieren. Man kann ja verstehen, dass es Menschen gibt, die keine Stierkampf in Ordnung finden, aber die sollten akzeptieren, dass es halt auch Menschen gibt, denen dies gefallen tut. Ich habe hier mal an andere Stelle das Wort Meinungsfaschismus fur dieses Vorgehen gelesen und als Antwort, dass bei Tieren totale Diktatur herschen muss. Ist das nicht etwas uebertrieben? Und ich denke auch, Menschen die fuer solche Demonstrationen Zeit haben, haben nichts im Leben zu tun. Ist bei uns in Portugal jedenfalls so, denn wer von den Arenen demonstriert, dass sind immer die selben Gesichter. Ja wenn man Sohn oder Tochter von Beruf ist oder die Sozialhilfe zum Leben reicht, dann kann man ja sowas machen. Ich selbst bin auch, zumindest was die spanische Version angeht, kein grosser Freund von Corridas und bei unserer Variante in Portugal, falls man bei euch Tierrechtlern den Unterschied kennt, wurde ich ebenfalls die Vecrovariante vorziehen, sowie es meine Landsleute in California tun. Ich waere durchaus fuer eine Reform des Stierkampfes zu eine unblutigen Variante, also ohne echte Bandarilhas und Tod, also mit Superficie und farpas mit Velcro. Das ist meiner Meinung nach doch ein Weg in die richtige Richtung und kann eine Moglichkeit sein, beide Seiten zufriden zu machen. Aber ich glaube da gibt es auf beide Seiten ebenfalls Gegner von diese unblutige Form von Stierkampf. Ich denke auf beide Seiten gibt es total verblendete Fernatiker. Aber man sollte den Unterschied zwischen Menschen und Tiere respektieren, so kann es nicht angeht, das Branhanschlag auf das Haus von ein Torero gemacht wird, oder Menschen mit Grafitifarbe angesprert werden.

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