2nd Dezember 2013

„Tercio de varas“ – oder wie man Stieren den Schädel bricht

Es ist schon erstaunlich wie sich Colin Ernst, bekennende aficionada (Stierkampfanhängerin) und Autorin der Pro-Stierkampf-Webseite „Stierkampf für alle“ über das tercio de varas sinniert und sich ernsthaft darüber wundert, dass ganz zu Anfang einer Corrida, wenn der Stier den „picador“ (Lanzenreiter) angreift, oft schon nach dem ersten Kontakt mit der pica, geschwächt ist.

Offensichtlich hat Colin Ernst noch nie genau hingeschaut, oder aber sie lenkt bewusst von einem unangenehmen Thema ab.

Es ist nicht nur die Lanze die den Stier schon ganz am Anfang eines Stierkampf schwer zusetzt, sondern auch die Steigbügel.

Die folgenden Bilder, nacheinander erstellte Screenshots eines Videos, gefilmt vom Tierarzt José Enrique Zaldívar von AVATMA (Asociación de veterinarios abolicionistas de la tauromaquia y del maltrato animal) in der Arena Las Ventas in Madrid zeigen, wie der Lanzenreiter, kurz bevor der Stier von der Lanze getroffen wird, aus dem 30 kg schweren eisernen Steigbügel schlüpft und der Stier mit seinem Kopf mit voller Wucht auf den Steigbügel knallt. Diese Misshandlung hat einen Namen, man nennt sie „crimen del estribo del picador“, übersetzt „Steigbügelverbrechen des Lanzenreiters“. Nach Aussage des Präparators der Stierkampfarena Las Ventas, haben 60% der toten Stiere Schädelbrüche oder Risse.

Bitte auf das Bild klicken, Sie werden auf die Seite mit den Screenshots weitergeleitet:

 

 

Montag, Dezember 2nd, 2013, 23:24 | Allgemein | kommentieren | Trackback

6 Kommentare zu “„Tercio de varas“ – oder wie man Stieren den Schädel bricht”

Diese Beitrag kommentieren.

  1. 1 3. Dezember 2013, Amor schreibt:

    Kurz nach der Erscheinung des Artikels „Tercio de varas“ ist ein anderer erschienen.
    Auf der gleichen Web-Seite, von der gleichen Schreibenden.
    Titel: „Wenn Taxifahrer zu Toreros werden“!
    Bei diesem Bericht ginge es um einen, der für einen Stierkämpfer eingesprungen ist „mit dem Papier eines professionellen toreros und der Kondition eines Taxifahrers“!
    Mit fatalen Folgen, wie uns die Schreibende erfahren ließ.
    Was sie nicht ahnt sind die ebenfalls fatalen Folgen, die ihr dilettantischer Bericht „Tercio de varas“ auf ihrem Ruf und Glaubwürdigkeit mit sich brachten, gelesen von einer Leserschaft, die immer sich gut zu informieren pflegt.
    Die Screenshots von AVATMA waren mehr als eine belegte Dokumentation, sie waren die professionellen Argumente gegen die Schwätzerei einer Taxifahrerin.

    Ja! Frau Ernst und jetzt im Ernst, und für die Zukunft: bleiben Sie beim Taxifahren, es ist anständiger und dafür müssen Sie nichts können!
    Amor

  2. 2 3. Dezember 2013, Isabel schreibt:

    Also auch noch Schädelbruch oder -Riss als ob der Folter nicht genug. Ausserdem sieht man genau, das viel weiter hinten gestochen wird, also nicht im Nackenbereich sondern im Kreuz. Dort befinden sich die Bänder des Halteapparates. Dies führt zu Kraftverlust in den Beinen und leichtes Hinken oder Schleifen der Hinterbeine. Im Video am Ende der Screenshots sieht man wie der Stier einen ganz komischen Tritt mit dem linken Hinterbein vollzieht. Das ist auf den (oder die) puyazos zurückzuführen.

  3. 3 4. Dezember 2013, dagmar steinhagen schreibt:

    … liebe COLIN ERNST,

    wäre es nicht so „ernst“, so könnte ich schon fast über Ihr „Mitgefühl“, welches Sie dem Stier angeblich entgegenbringen, lachen;

    Sie rühmen sich doch tatsächlich damit, als „PRO-STIERKAMPF“ Mensch“, zu versuchen, „UNNÖTIGEN“ Schmerz für die Tiere zu vermeiden; heißt es nicht immer so schön, die Stiere leiden nicht?— Sie haben sich ein Eigentor geschossen:

    Es gibt also Ihrer Meinung nach auch nötigen, tatsächlichen Schmerz???

    LASSEN SIE DAS NICHT IHRE FREUNDE HÖREN, DIESE BEHAUPTEN NÄMLICH, DASS DER STIER KEINE SCHMERZEN EMPFINDET AUFGRUND DER AUSGESCHÜTTETEN BETAENDORPHINE!

    http://www.torolobby.org/stier-leidet-nicht.html

    Selbst wenn der rechte Steigbügel nur fünf bis sechs Kilo wiegt und nicht 30 Kilo, wie von AVATMA vermutet, so ist die Wirkung die gleiche. Sie haben vergessen zu erwähnen, dass der rechte Steigbügel immer ein ganz anderer ist, als der Linke! http://www.toroimagen.com/reportajesb/vestir.htm
    Tun Sie doch bitte nicht so, als ob Sie nicht wüssten, worum es geht.

    Erst denken, dann schreiben.

    Dagmar Steinhagen

  4. 4 8. Dezember 2013, dagmar steinhagen schreibt:

    … lieber Philip de Malaga,

    2×3 macht 4
    Widdewiddewitt und Drei macht Neune,
    ich mache mir die Welt
    wie sie mir gefällt,
    trallari,trallahey, tralla hoppsasa,…….

    dass Sie sich nicht schämen, Ihre Realilätsferne auch anderen Menschen aufzuzwingen, indem Sie Artikel über die Tauromaquia verbreiten, die diese in einem heroischen Licht zeigen soll;
    Ihr derzeitiger Bericht über die „Heldenhaftigkeit“ eines Toreros spottet jeder Beschreibung!

    Ich gebe zu, ich bin jeden Tag auf Ihrer Webseite, um mir einen Überblick zu verschaffen, so wie Sie auch hier bei uns reinschauen, und ich stelle mir immer wieder die Frage:
    WAS MUSS EINEM MENSCHEN WIDERFAHREN SEIN, DER SICH AM LEID VON WEHRLOSEN KREATUREN ERGÖTZEN KANN?!

    Dagmar Steinhagen

    LANGSAM WIRD ES PEINLICH

  5. 5 9. Dezember 2013, Amor schreibt:

    Mit dem Titel “Was für ein Wahnsinn!” hat der crítico taurino de ABC Andrés Amorós
    ein Gedicht bei SfA geschrieben, dieses möchte ich in Contra-Verse verbessern:

    „Er ist ein Held Er ist ein Mörder
    weil er genau das tut weil er genau das mordet
    was ein normaler Mensch was ein moralischer Mensch
    nicht tun könnte. nicht tun sollte!
    Er begegnet Er mordet
    mit nicht mehr mit nicht mehr
    als mit Tüchern ausgestattet als mit Lanzas, gepanzerten Pferde, Schwerte, Banderillas,
    und tausenden Psychopaten als Unterstützer ausgestattet,
    einem der eins der
    gefährlichsten Raubtiere harmlosesten Weidetiere
    aus der Welt der Tiere. aus der Welt der Menschen –Raubtiere!
    Was für ein Wahnsinn!“ Was für ein Schwachsinn Ιhr Gedicht und Ihre Moral Andrès
    Amoròs!
    Amor

  6. 6 10. Dezember 2013, dagmar steinhagen schreibt:

    … lieber Philip de Málaga,

    du meine Güte; eigentlich kann man nur noch verzweifeln!

    Mittlerweile müssen wir nicht „nur“ gegen den Stierkampf, sondern auch gegen die bodenlose Blödheit der Taurinos kämpfen;
    einen Stier als Raubtier zu bezeichnen zeugt nicht nur von Unkenntnis, sondern beweist auch, wie wenig sich diese „heldenhaften, tapferen Menschen“ überhaupt Gedanken machen, gegen „WEN“ sie in der Arena antreten!

    Liebes SfA Team, hiermit sei es noch einmal gesagt, und Sie können es auch überall nachlesen:

    EIN STIER IST EIN PFLANZENFRESSER und kein gefährlicher Tyrannosaurus Rex oder Säbelzahntiger.

    Es fällt mir schwer, mir nicht schallend vor Lachen über diese Verwechslung, den Bauch halten zu müssen. Sollte es sich nicht um eine Verwechslung zwischen Raubtier und friedlichem Wiederkäuer handeln, sondern um eine bewusste Irreführung Ihrer Leser, kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

    Kultur hat übrigens auch etwas mit Intelligenz zu tun.

    Dagmar Steinhagen

Kommentar Schreiben

  • sos-galgos.net

  • Facebook

  • Netzwerk


SOS Galgos - „Tercio de varas“ – oder wie man Stieren den Schädel bricht

Switch to our mobile site