9th Dezember 2013

Tötet sie! – El Juli in der peruanischen Stierkampfarena von Acho

“Ich glaube, dass der Stierkampf heutzutage das kultivierteste Fest der Welt ist“ – Federico García Lorca, steht ganz oben auf der Webseite von SfA / Stierkampf für alle. Das folgende Video zeigt Julián López Escobar, genannt El Juli, einen der führenden Stierquäler, am Sonntag den 1. Dezember, in der peruanischen Stierkampfarena von Acho.

YouTube Preview Image

Kultiviert? Sicher nicht, unzivilisiert wäre der passende Ausdruck, für das langsame zu Tode quälen, eines friedlichen Wiederkäuers.

Die Bilder sind erschreckend, El Juli versucht seinen 5. Stier am Nachmittag zu töten, der erste Stich, der zweite Stich, der dritte Stich mit dem Degen führt nicht zum Tod des leidenden Stieres, dem die blasse Zunge schon aus dem Maul hängt, der Todesstoß wird nicht vollbracht. Nun versuchen die Gehilfen mit einem Dolch das letzte bisschen Leben aus dem geschundenen Körper zu nehmen, doch auch dies gelingt nicht auf Anhieb.

Während dessen haben anti-Stierkampf Aktivisten den Sprung in die Arena des Todes gewagt, werden jedoch zurückgedrängt und überwältigt, während die Stierkampffanatiker schreiend fordern: “Tötet sie, tötet sie, zieht sie an den Haaren, zieht sie an den Haaren, tötet sie!”

Später werden sie verprügelt und in eine dunkle Gasse getrieben, wo das Publikum und die bestialischen Stierkampfgehilfen in roter Kleidung ihre Frustration an ihnen auslassen. Auch andere, ruhige Aktivisten werden angegriffen, einer der Tierrechtler der versucht zu fliehen um sein Leben zu retten, wird am Bein verletzt, das Kniegelenk ausgekugelt.

Der Kampf für das Leben geht weiter.

MITGEFÜHL UND GERECHTIGKEIT FÜR DIE STIERE!

“Wir lassen dich nicht alleine Kamerad, wir lassen die Freunde nicht im Stich, einer für alle, alle für einen.

Dies sind die ersten Schritte für einen AKTIVISMUS FÜR DIE TIERBEFREIUNG IN PERU.”

In einem bei SfA veröffentlichten Interview mit El Juli antwortet dieser auf die Frage “Was scheint Dir lächerlich?”

“Das man ständig das toreo (Stierkampf) anzweifelt obwohl sich dahinter die pure Wahrheit befindet.”

Die pure Wahrheit ist:


“Ich bin ein Kampfstier und vier Jahre alt. In Spanien gibt es zahlreiche Arten von Stierkampfdarbietungen, deren Liebhaber in ihrer Freizeit gerne zusehen, wie man uns misshandelt und quält.”

Einige der zahlreichen, von der Stierkampflobby verbreiteten Lügen ist, dass der Stier während eines Stierkampfs nicht leidet. Auch wenn ein gequälter Stier sehr viele Beta-Endorphinen ausstößt, heißt das noch lange nicht, dass er keine Schmerzen empfindet. Dies und vieles mehr können Sie in folgender Broschüre nachlesen:

Broschüre im Download: DIE STIERKAMPFKUNST AUS DER SICHT EINES KAMPFSTIERES

Die Stierkampflobby ist eine sehr starke internationale Lobby, da die Mehrheit der Kampfstierzüchter wichtige und einflussreiche Geschäftsleute in den Bereichen Energie und Kommunikation, mit engen Beziehungen zur Politik, sind. Dies erklärt das Bestreben der verschiedenen spanischen Regionalregierungen den sterbenden Stierkampf finanziell zu unterstützen, entgegen dem Willen von mehr als 75% seiner Bürger*

Die spanische Anti-Stierkampf Bewegung besteht zu 99% aus ehrenamtlichen Helfern und trotzdem haben wir große Fortschritte gemacht. Hilf uns, mehr Ressourcen für die schnelle Verbreitung unserer Nachrichten, für Kampagnen usw.zu haben, zweifellos werden wir so das Ende dieser grausamen Aktivität beschleunigen.

* Meinungsumfrage Ipsos Mori 2013.

Richte deine Spende an:

ASOC PLATAFORMA ESTRATEGIA ANIMALISTA (unser Steuer-Name)
Konto: 2100 5526 59 21 00122581 • IBAN in elektronischer Form: ES6721005526592100122581
IBAN in Papierformat: IBAN ES67 2100 5526 5921 0012 2581
BIC (Internationale Bankleitzahl im SWIFT System): CAIXESBBXXX
Danke!!

www.latorturanoescultura.org  jetzt mit deutschsprachiger Internetpräsenz!

Montag, Dezember 9th, 2013, 23:40 | Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | kommentieren | Trackback

5 Kommentare zu “Tötet sie! – El Juli in der peruanischen Stierkampfarena von Acho”

Diese Beitrag kommentieren.

  1. 1 11. Dezember 2013, Isabel schreibt:

    Bin total schockiert und entsetzt! Nicht nur wie dieser verächtliche Schlächter etliche Male auf den Stier einsticht als ob es sich um eine leblose Masse handeln würde, sondern auch noch wie gewaltsam auf die Aktiisten eingeschlagen wird. Es kommt garantiert noch soweit, dass einer dieser friedlichen Aktivisten seinen Protest mit seinen Leben, in den Händen von diesen brutalen Kerlen, bezahlen müssen. Man muss ich nur die Videos ansehen, mit was für Hass und Gewalt auf die Gegener eingeschlagen wird. Und dazu noch geschriehen wird: tötet sie!! Ausserdem sollte der Juli desqualifiziert werden weil er nicht fähig war den Stier auf Anhieb zu töten.

    Ich frage mich ernsthaft ob da nicht AMNESTY INTERNATIONAL eingreifen sollte, da sich diese für die Menschenrechte und gegen Folter und Gewalt Menschen gegenüber eisetzt. Denn das geht nun wirklich zu weit, sich von diesen Wilden verprügeln lassen zu müssen!!

  2. 2 13. Dezember 2013, Amor schreibt:

    (Mein Beitrag ist gewidmet den peruanischen Aktivisten mit voller Bewunderung und Anerkennung).

    Die meisten Stierkampflakaien, so wie diejenigen die unter voller Apathie und Gleichgültigkeit gegenüber Tierleid stehen, sind bestimmt der Meinung, dass sie uns Tierschützer und Tierrechteverteidiger großen Schaden zufügen, wenn sie irgendeinen Scheiß schreiben oder die staatlichen Tierquäler unterstützen.
    Und nicht nur der Meinung, sondern der Befriedigung!

    Sie sollten eins wissen: unser Kampf ist Stellvertreterkrieg.
    Im Unterschied zu denen, wir riskieren jeden Tag unseren Arsch um anderen das Leben zu retten, die es selber nicht tun können. Wir selber tun nichts in die Tasche, im Gegenteil! wir zahlen oft für Adoptionen, für Ärzte, für Anwaltskosten wenn wir fühlende Wesen aus den Krallen der Barbaren und der Psychopathen retten sollen.

    Das nennt man Stellvertreterkrieg, Feinde!
    Verglichen mit den Lakaien, die fürs Morden Medaillen, Honoraren, Schmiergelder, Villas, falschen Jobs bekommen und direkte Vorteile aus der Sache holen, wir sind die Armen dran.
    Finanziell betrachtet.
    Reich werden wir nie werden, obwohl wir es gerne wären.
    Um noch mehr Tiere zu retten, bessere Anwälte gegen Kriminellen zu kriegen, Wiesen und Felder für unseren Tiergenossen zu kaufen und mit denen lieber zu leben, als mit den so genannten Mitmenschen, die in ihrer Mehrheit nur fürs Müllrecycling taugen.

    Reibt also eure Hände nicht so heiß, aficionados und andere Tierquäler!
    Dieser Krieg nährt uns, weil er uns auch die Befriedigung schenkt, dass wir nicht ein Stück Scheiße wie ihr geworden sind, sondern moralisch Handelnde Menschen.
    Der kleine Unterschied mit den großen Folgen dabei ist: wer Stellvertreterkrieg führt, hat Nerven, Ausdauer, und enormen Reserven an Kampfgeist.
    Das sollt ihr nie vergessen, Feinde!
    Amor

  3. 3 14. Dezember 2013, dagmar steinhagen schreibt:

    … gewiss, liebes SfA-Team,

    “vielleicht” ist die Wortwahl von Amor sehr emotional;
    jedoch gibt es immer zwei Seiten der Medaille:

    EINER, der spricht,… und EINER, der sich angesprochen fühlt!

    Lest doch bitte einmal den Bericht über EL JULI, doch auch nicht schön, was dort geschrien wird , ODER! : “Tötet sie, tötet sie, zieht sie an den Haaren, zieht sie an den Haaren, tötet sie!” – Ist das nicht ein Mordaufruf?

    Wir und die SfA kämpfen für verschiedene Dinge. WIR für den Schutz alles Lebendigen, SfA für ein archaisches, blutrünstges Schauspiel.

    Leider gibt es keine gemeinsamen, erfreulichen Berührungspunkte.
    Mir wäre es lieber, es gäbe keinen Stierkampf mehr.
    Immerhin, haben Sie, Philip de Málaga, ja schon erkannt, dass Tierschutz wichtig ist. Und warum gilt das nicht für Stiere? Damit Sie nicht der gleichen Unkenntnis erliegen (Pflanzenfresser – Raubtiere), Stiere sind auch Tiere!
    Wenn das SfA-Team einen Vorschlag für eine Annäherungspolitik hat, so lasst es uns wissen.
    Wir sind friedlich, Antitaurinos töten nicht.

    In diesem Sinne,

    ein beschauliches Wochenende.

    DAGMAR STEINHAGEN

  4. 4 22. Dezember 2013, dagmar steinhagen schreibt:

    … Herr Dominik Sachsenheimer,

    da ich weiss, dass auch Sie unsere Seite hier besuchen, so lasse ich Sie wissen:

    “ES GRUSELT MICH IMMER MEHR” vor der engstirnigen, unmenschlichen Einstellung der Taurinos.
    Heute las ich auf der Homepage der SfA / Stierkampf für Alle, folgenden (Ihren) Kommentar auf die gestellte Frage:
    “Was stört dich am meisten”?(Frage)
    “Antitaurinos, die MENSCHENHASS über vermeintliche Tierliebe stellen”!(Antwort)
    Ihre Verblendung reicht so weit, dass Sie nicht einmal mehr merken, dass die Taurinos diejenigen sind, welche die Menschen hassen;
    WAS tun Sie nur Ihren Kindern an?
    Sie verschenken Eintrittskarten an Kinder, damit jene sich dieses unwürdige, unfaire und brutale Schauspiel anschauen können; und DAS alles aus reiner PROFITGIER einer reichen,kleinen, korrupten Minderheit:
    Früher nannte man es BROT und SPIELE für das Volk.
    WAS Sie tun bezeichne ICH als Menschenhass, und Sie fangen bei den Kindern an, die sich nicht wehren können.
    Sie schüren gezielt Gewalt.
    Eine abscheuliche, teufliche Tat.
    Stierkampf ist nicht “nur” Tierquälerei, er trägt mittlerweile auch den Stempel des emotionalen Kindesmissbrauches.

    Dagmar Steinhagen

  5. 5 21. April 2014, José Luis schreibt:

    Nag ha vieles zutreffen was hier gesagt wird, aber ein gerade “friedlicher” Widerkaeuer ist ein Kampftstier nun wirklich nicht. Kalr jetzt wird man mir sicher sagen, wenn man in Ruhe laesst, dann tut er auch nichts, stimmt aber nur teilweise. So hat es in Portugal im Landkreis von Idanha-a-Nova, verwilderte Kampfrinder gegeben, die Bauern auf dem Weg zu ihren Feldern oder bei der Arbeit dort grundlos angriffen, so dass sich diese Menschen nicht mehr dort hintrauten. Und als man dann beschloss, diese Tiere zu erschiessen sind auch mal wiede so einige Tierrechtler auf die Barrikaden gegangen. Selber habe ich es mal auf einem Ausritt im Ribatejo erlebt, da wurden wir von zwei Vacas Bravas angegriffen, die ebenfalls entlaufen waren und auch das grundlos, haette man ja noch verstehn koennen, wenn sie Kaelber gehabt haetten. Also ich koennte noch einige Beispiele fuer die Friedfertigkeit von Kampfrindern nennen, und dass ausserhalb von Arenen und ohne Verletztungen durch Lanzen und Spiesschen.

Kommentar Schreiben

  • sos-galgos.net

  • Facebook


SOS Galgos - Tötet sie! – El Juli in der peruanischen Stierkampfarena von Acho

Switch to our mobile site