4th März 2013

Protestmailaktion: Tod im Parany – Fang von Singvögeln in Spanien

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Komitee gegen den Vogelmord:

Im Nordosten der Iberischen Halbinsel – in den spanischen Regionen Katalonien und Valencia – ist der Vogelfang noch ein fester Bestandteil der “traditionellen Jagd”. Dort werden in über 2.000 Fanganlagen, in Katalanien “Barracas”, in Velencia “Parany” genannt, in jedem Herbst ungezählte Singvögel mit heimtückischen Leimruten gefangen. Experten gehen davon aus, dass die spanischen Vogelfänger in den Paranys und Barracas mehr als 2 Millionen Singvögel im Jahr erbeuten!

Die Vogelfänger haben eigens zu diesem Zweck gepflanzte Bäume (vor allem Johannisbrotbäume) aufwendig zurecht geschnitten: In den Kronenbereich der mächtigen und ausladenden Gewächse sind kaminähnlich nach oben weisende Äste herausgearbeitet, in denen die Leimruten befestigt werden. Ein Gewirr von Leitern und Stegen führt in den Wipfelbereich des Baumes. In einer kleinen Hütte schlafen die Vogelfänger, die während der Fangsaison hier fast jede Nacht verbringen. In manchen Gegenden bei Valencia sind die Fanganlagen mit ihrer typischen Form prägend für die gesamte Landschaft. Vogelmord als Volkssport!

Opfer des Vogelfangs und ein Eimer Leim der Firma “El Tordo” – übersetzt “Die Drossel”
In Herbstnächten lockt Vogelgezwitscher vom Tonband ganze Schwärme von Nachts ziehenden Zugvögeln ins Verderben. Die Vögel – vor allem Drosseln – bleiben an den Ruten kleben; fallen sie mitsamt dem Stock zu Boden, verhindert eine Umzäunung oder eine Mauer, die um den Baum gebaut wurde, das Entkommen der Tiere. Am frühen Morgen erst werden die gequälten Vögel eingesammelt und getötet.

Die Europäische Union hat siese Jagdmethode mit der EU-Vogelschutzrichtlinie im Jahr 1979 verboten. Noch mehr als 20 Jahre waren die Barracas und Parany erlaubt – dann entschied der Europäische Gerichtshof, dass die Anlagen gegen europäisches Naturschutzrecht verstoßen. Aber erst als auch spanische Gerichte urteilten, dass der Vogelfang beendet werden müsse, wurden die grausamen Anlagen verboten.

Doch getan hat sich seit dem Verbot nichts. Die Vogelfänger betreiben ihre Fanganlagen in aller Öffentlichgkeit weiter – Politik, Verwaltung und Polizei ignorieren den fortdauernden Verstoß gegen die nationalen und internationalen Naturschutzgesetze beharrlich.

Stege im Innern der Fanganlage führen zu den hoch oben angebrachten Leimruten.
Zu allem Überfluss hat die Regionalregierung von Valencia im Sommer 2009 einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem die 1.500 Fanganlagen an der Mittelmeerküste wieder genehmigt werden sollen. Anstatt dem brutalen Vogelfang mit Hilfe der Polizei Einhalt zu gebieten, sollen die Wilderer künftig die “Traditionen” in der Region bewahren. Damit sich dies mit der EU-Vogelschutzrichtlinie verträgt, wollen die spanischen Jagdlobbyisten sogar einen angeblich selektiven Leim erfunden haben, auf dem nur noch Drosseln kleben bleiben, nicht aber Rotkehlchen und Grasmücken! Den nachweis für diese unsinnige Behauptung hat das gleiche französische Institut erbracht, die auch schon für die Legalisierung der Steinquetschfallen in Südfrankreich verantwortlich ist!

Komitee gegen den Vogelmord:
Protestaktion gegen die Wilderei mit Leimruten in Spanien

www.komitee.de

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1st März 2013

Galgo Horror in Spanien – Willkommen im 21. Jahrhundert

Achtung, dieses Video enthält schockierende Bilder!
Ich hoffe, Sie finden den Mut, diesen Film zu sehen.
Dies ist das Leiden, was die Galgos täglich erleiden!
Also lassen Sie die Welt wissen, “Das muss aufhören”!

Video realisiert von Indra Corputty, Volontärin bei Greyhounds Rescue Holland
Musik: Maria Daines

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1st März 2013

Stierkampfveranstaltung für Kinder in Badajoz

Die spanische Tierschutzpartei PACMA, die Vereinigung der Tierärzte zur Abschaffung der Tauromachie (AVAT) und der Dachverband der Tierschützer Extremaduras FEPAEX, kritisieren die für den 1. März für Kinder geplante Stierkampfveranstaltung in Badajoz, als unethisch und gefährlich für Kinder.

Anlässlich der “Feria del Toro” soll 5 000 Schülern aus allen Schulen von Badajoz der Stierkampf näher gebracht werden. Ins Leben gerufen wurde diese Veranstaltung von der Stierkampf-Stiftung “El Juli” und “Ruedo de Olivenza”, subventioniert wird das Event durch die Stadt Olivenza und die Provinzverwaltung von Badajoz.

Den Kindern soll mittels sechs Stierkälbern Schritt für Schritt der Ablauf eines Stierkampfs erklärt werden.

Virginia Iniesta, die Pressesprecherin von AVAT, erklärt, dass gerade die Stierkälber besonders leiden, nicht nur körperlich sondern auch psychisch, alleine die Trennung von der Herde verursacht bei den Tierkindern enorme Angst.

Mª Ángeles Gómez Salpico, die Präsidentin von FEPAEX macht sich große sorgen um die psychische Gesundheit der Kinder, “Man sollte die Kinder vor dieser Art der Indoktrination zu schützen. Wie schon die renommiertesten Psychologen gezeigt haben, ist wichtig und notwendig, in der Kindheit die Entwicklung von Empathie zu fördern. Eine Show, wo unschuldige Tiere nur zum Spaß misshandelt und gedemütigt werden, ermutigt Kinder zu lernen die die Bedürfnisse, die Würde und die Rechte der anderen Lebewesen zu verachten, so dass sie unempfindlich gegenüber ihren Leiden sind und schädigt ihrer emotionalen Entwicklung.”

Olga Lama, die Koordinatorin von PACMA in der Provinz Badajoz ist ebenfalls empört über die Tatsache, dass der Stierkampf mit Steuergeldern subventioniert wird, obwohl mehr als 20 Prozent der spanischen Familien unterhalb der Armutsgrenze leben und Extremadura in Zeiten der Krise am stärksten von Arbeitslosigkeit betroffen ist. Die Provinzverwaltung von Badajoz verschwendet in diesem Jahr 482.000 Euro (ein Plus von 2,6% im Vergleich zu den Vorjahren)für die Förderung dieses entwürdigenden Geschäfts, statt Arbeitsplätze zu schaffen, die öffentliche Gesundheit zu schützen oder die Qualität des Unterrichts zu fördern.

Quelle: pacma.es

Dieses Beispiel zeigt mal wieder, wie sehr die Stierkampflobby versucht, ihr blutiges Geschäft mit allen Mitteln künstlich am Leben zu halten. Diese Subventionierung der Stierkamfpindustrie trotz leerer Haushaltskassen, sollte die Europäische Union auf den Plan rufen. Es darf nicht sein, dass der Großteil der Bevölkerung, der absolut kein Interesse am Stierkampf hat, unter den rigiden Sparmaßnahmen der Regierung leidet und Gelder die dringend woanders eingesetzt werden müssten, verschwendet werden.

Siehe auch: Stierkampf

 

Allgemein, Extremadura, STIERKAMPF | 2 Kommentare

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SOS Galgos - 2013 März

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