18th November 2013

Eil-Appell: Tierschutz-Verbandsklage in den Koalitionsvertrag

Wichtige Kampagne von Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.

Die SPD steht zu ihrem Wahlversprechen, die Tierschutz Verbandsklage einzuführen, CDU/CSU sind dagegen.

Bitte unterstützen Sie die Petition: Eil-Appell: Tierschutz-Verbandsklage in den Koalitionsvertrag

Allgemein, PETITIONEN | 1 Kommentar

18th November 2013

Stierkampf – Das Schleifen der Hörner

Es ist schon erstaunlich, dass jetzt, wo der Stierkampf zum Immateriellen Kulturerbe erklärt wurde, darüber berichtet wird, dass die Policía Nacional, die Hörner getöteter Stiere untersucht, um festzustellen, ob sie abgeschliffen wurden und einen Kurs für Tierärzte anbietet, um sie als Sachverständige auzubilden. In den letzten drei Jahren wurden gerade mal 28 Hörner getöteter Stiere untersucht, eine lächerlich geringe Anzahl. Jetzt, wo der Stierkampf zum Kulturerbe ernannt wurde, will man offensichtlich das Spektakel als “sauber” verkaufen.

Das Hornabschleifen, „afeitado“ genannt, ist keine ungewöhnliche Praxis obwohl es ausdrücklich im „reglamento taurino“ verboten ist und auch von eingefleischten Stierkampffans auf das Energischste abgelehnt wird. Denn dies stellt einen Betrug an der „fiesta“ und auch am Publikum dar. Auch wird diese Prozedur mit empfindlichen Geldstrafen belegt. Im Titel 5, Kapitel 1, Artikel 47, Paragraph 1 und 2 der Stierkampfverordnungen Spaniens, des „reglamento taurino“ ist ausdrücklich festgehalten, dass die Hörner der zu bekämpfenden Rinder unversehrt sein müssen und dass es der Verantwortung der Kampfstierzüchter unterliegt, dem Publikum unversehrte Kampfrinder vorzuführen (Gesetzestext, spanisch).

In den Vorschriften zur obligatorischen Untersuchung der Stiere vor dem Stierkampfspektakel durch Tierärzte, die der Tauromachie dienen, ist festgehalten, dass die Vollständigkeit der Hörner der Kampfstiere gegeben sein muss, um diesen als „trapío“ und für den Kampf geeignet einzustufen. Da der „afeitado“, der im Kürzen seiner Hornspitzen besteht, den Kampfstier im Gesamtbild an „trapío“, d.h. an Harmonie, Grazie, Anmut und Stattlichkeit verschlechtert. So wurde einmal im Jahre 1994 eine gesamte „corrida“ suspendiert, weil die Tierärzte alle Stiere als „rasiert“ einstuften.

Das Rinderhorn ist ein lebendes Organ mit Nervenbahnen und Blutgefäßen, in dessen Inneren sich bis zu einer gewissen Länge die Fortsetzung der Stirnhöhle befindet. Wird das Horn zu kurz geschnitten, gesägt oder geschliffen, führt dies dann zu unvorstellbaren Schmerzen, die die niedergefesselten Stiere durch Brüllen, Stampfen und erhöhtem Speichelfluss zum Ausdruck bringen. Bis zu 10 cm können die Regel bei so einem „afeitado“ sein, je nach Ausladung der Hörner, und das ohne örtliche Betäubung oder dass ein Tierarzt beiwohnt. Oft kommt es zu starken Blutungen, die durch einen Holzstift, der mit einem Hammer in die Öffnung geschlagen wird, gestoppt wird.

Das Horn wird dann spitz zu gefeilt und geschliffen. Sollte es nötig sein, werden seitlich vom Horn einige Schichten abgesplittet und entsprechend geglättet, um den Hörnern so ein harmonisches Gleichgewicht hinsichtlich Hornspitze und Horndicke zu geben. Anschließend wird die Spitze mit Wachs oder auch mit Maschinenschmiere eingerieben und etwas Erde darüber gerieben, um den Hörnern ein natürliches Aussehen verleihen.

Die gesamte Prozedur kann zu schweren Infektionen führen, was allerdings im Fall der Kampfstiere durch ihren baldigen Tod in einer Stierkampfarena nicht ins Gewicht fällt. Das heißt: sie erhalten keine Medikamente, die einer solchen Entzündung vorbeugen könnten. Und nach dieser Folter natürlich auch keine Schmerzmittel, die ihre Pein lindern könnten.
Allein die Szenen, die sich vor dem „afeitado“ abspielen, sind als extreme Tierquälerei zu beschreiben. Stiere, die man erst unter deren enormen Widerstand anseilen kann, um sie bewegungsunfähig zu machen. Nachdem man sie in die speziell vorgesehenen Käfige gelotst hat. Die gesamte, äußerst schmerzhafte, Prozedur muss der Stier vollkommen gebrochen, mit fest eingeschlossenem Kopf über sich ergehen lassen. Die weit aufgerissenen Augen und das verzweifelte Brüllen, das sich mit dem unangenehmen Geräusch der Kreissäge und dem Lachen derer mischt, die mit dieser Aufgabe betraut sind, geben Zeugnis seiner Panik und seiner Qual.

YouTube Preview Image

Quelle: www.torolobby.org

Allgemein, STIERKAMPF, VIDEOS | 2 Kommentare

  • sos-galgos.net

  • Facebook


SOS Galgos - 2013 November 18

Switch to our mobile site