2nd April 2014

Phoenix glorifiziert Stierkampf

Wir sind entsetzt, dass Phoenix mit der Dokumentation: Toros – Von Menschen, Stieren und Kämpfen (Film von Jörg Rheinländer, ARD-Studio Madrid, Phoenix 2014), dem bekennenden Stierkampffan Jörg Rheinländer und somit der spanischen Stierkampflobby eine Propaganda-Plattform in Deutschland bietet. Von einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, der in Kooperation von ARD und ZDF betrieben wird, sollte man eine objektive Berichterstattung und keine einseitige und subjektive Pro-Stierkampf-Reportage in Hochglanzformat erwarten dürfen.

Die Dokumentation, unter dem Deckmantel von Kunst und Tradition, vermittelt ein vollkommen falsches Bild der verabscheuungswürdigen Stierkämpfe, der Mehrheit der spanischen Bevölkerung, die nicht hinter dem blutigen Spektakel steht und ist ein Schlag ins Gesicht für alle Tierschützer und Tierrechtler in Spanien (und auch in Frankreich), die hart für die Abschaffung kämpfen und auch für jeden intelligenten und mitfühlenden Europäer.

In einem modernen Europa ist für so ein archaisches Schauspiel kein Platz, schon gar nicht subventioniert mit schätzungsweise 130 Millionen Euro Agrarsubventionen aus der Europäischen Union. Diese inakzeptablen Mittel, ohne die das sterbende Geschäft nicht überleben könnte, sind stattdessen, ebenso wie der Stierkampf selbst, abzuschaffen!

Kindern und Jugendlichen zu lehren, die Folter eines Lebewesens zu lieben, um eine neue Generation von Stierkampffans zu schaffen, ist an Verantwortungslosigkeit nicht zu übertreffen. Kinder zur Grausamkeit gegenüber Tieren zu erziehen, widerspricht dem gesunden Menschenverstand und den allgemein anerkannten moralischen Prinzipien der zivilisierten Welt. Die UNO empfiehlt, Kinder “von der Gewalt des Stierkampfs” fernzuhalten. In Deutschland wird das Quälen eines Tieres mit einer Gefängnisstrafe bis zu drei Jahren geahndet!

Stierkampf ist grausam und veraltet und hat keinen Platz in einer modernen Gesellschaft, nur Barbaren ergötzen sich an dem Anblick eines Blut speienden Stiers. Deutsche Bürger machen keinen Urlaub in Spanien um der öffentlichen Folter eines unschuldigen Tieres beizuwohnen, sondern um Sonne, Strand und wahre Kultur zu genießen. Kultur hört da auf, wo Grausamkeit beginnt!

Spanien hat mit seinem „Gütesiegel für ein Blutbad“, der Erklärung des Stierkampfs zum Immateriellen Kulturerbe, seine Würde verloren. Phoenix und alle Verantwortlichen der Dokumentation haben Seriosität und Glaubwürdigkeit mit der Ausstrahlung dieser realitätsfremden Dokumentation verloren.

Bitte protestieren Sie gegen diese Stierkampf-Propaganda! Kontakt: presse@phoenix.de

Siehe auch:

http://www.hsi.org/world/europe/news/releases/2013/04/spain_bullfighting_ipsos_poll_042313.html Ipsos MORI – Ipsos i-omnibus (Spain), 22nd and 25th March

http://de.slideshare.net/MartaEstebanMiano/the-new-strategy-to-create-a-new-generation-of-bullfighting-fans-the-bullfighting-foul-game

J.P. Richier: Bullfights and children: http://www.slideshare.net/MartaEstebanMiano/jp-richier-bullfights-and-children

http://www.ad-hoc-news.de/uno-empfiehlt-kinder-von-der-gewalt-des-stierkampfs–/de/News/34549710
Die Spanier und die Stiere – Meinungsumfragen: http://de.slideshare.net/MartaEstebanMiano/los-espaoles-y-los-toros-encuestas?from=embed

https://www.sos-galgos.net/wp-content/uploads/DIE-STIERKAMPFKUNST-AUS-DER-SICHT-EINES-KAMPFSTIERES1.pdf

http://www.mcu.es/estadisticas/docs/EAT/EAT_2008-2012.pdf

https://www.sos-galgos.net/c/stierkampf

Mittwoch, April 2nd, 2014, 20:03 | Allgemein, STIERKAMPF | kommentieren | Trackback

11 Kommentare zu “Phoenix glorifiziert Stierkampf”

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  1. 1 3. April 2014, Christine Krebs schreibt:

    Ich möchte gerne mal mit den „mutigen“ Tierkämpfern, auf meine Art, SPIELEN!!!!
    So können diese hirnlosen Menschen mal nachvollziehen wie es sich anfühlt.
    Meiner Meinung nach sollten sehr viele Stierkämpfer bei diesen UNFAIREN Kampf sterben und nicht der Stier.
    Vielleicht raffen die verantwortlichen Leute es dann!!!

  2. 2 3. April 2014, Isabel schreibt:

    Wirklich der Gipfel an Gewalt und gänzliche Gefühllosigkeit. Wenn man bedenkt, dass Stierkämpfe auf Zeit der grausamen römischen Zirkusspiele zurückgehen, wird einem bewusst wie rückständig die Stierkampffanatiker geblieben. Man muss sich doch endlich weiterentwickeln.

  3. 3 4. April 2014, Antonietta schreibt:

    Jedes Jahr werden alleine in Spanien über 40.000 Stiere getötet. Die Stierkampf-Industrie erhält schätzungsweise etwa 530 Millionen Euro an Subventionen von der EU. Ohne diese Mittel könnte das blutige Spektakel gar nicht stattfinden. Noch bevor die Tiere die Arena betreten, werden sie mit Elektroschocks traktiert. Oft verabreicht man ihnen Abführmittel und in ihre Augen wird Vaseline gerieben, um ihre Sehkraft zu trüben. In der Arena angekommen werden sie mit Lanzen und Speeren verletzt und gequält. Nach der grausamen Prozedur versucht schließlich der „Matador“, die geschwächten und panischen Tiere mit seinem Schwert zu töten. Oft genug verfehlt der Matador das Rückenmark und das Sterben dauert qualvoll lange.

  4. 4 9. April 2014, Petra Kriesel schreibt:

    Hallo Ihr Lieben,

    habe mich bei Phoenix beschwert. Man bekommt sogar Antwort.
    Aber darüber habe ich mich noch mehr geärgert, da die Dame, die mir antworten
    musste, der Meinung ist, was zum Kulturerbe erklärt wird, kann ja wohl nicht
    so schlimm sein.
    Und man hat sich verbeten, sich über Herrn Jörg Rheinländer negativ zu äußern.

    Mir haben echt die Worte gefehlt über so viel Naivität und das Fehlen jeglichen
    Mitgefühls.
    Man muss wirklich aufpassen, wenn man irgendwo hinschreibt. WIR sind die militanten, brutalen Tierschützer!!
    Die Anderen, die morden und sich die Taschen vollstopfen, das sind die Lieben!!

    Also bitte aufpassen, wer da hinschreibt. Die verklagen einen glatt noch..

  5. 5 12. April 2014, Ingrid schreibt:

    Dieser Sender ist doch das „LETZTE“. Jetzt weiss ich auch warum ich eine Ablehnung auf mein „Bittgesuch“ etwas für den „Toro de la Vega“, „VOLANTE“ zu tun, bekam. Jeder Mensch, der auch nur einen Funken Anstand, in diesem Falle der Sender Phönix und die dazugehörigen Journalisten, im Leib gehabt hätten, hätten reagieren „müssen“.So bekam ich auf einen unter die Haut gehenden persönlichen Brief das Statement „Eine Berichterstattung in Tordesillas und zu einem Stierspektakel in einem kleinen spanischen Dorf ist NICHT geplant.

    Mut ihr „Möchtegern“ Journalisten ist auch manchmal unbequem. Es ist unbequem sich auch gegen eine Übermacht zu stellen. Es ist unbequem eventuell auch geschlagen und angegriffen zu werden…..das machen dann die S(tierschützer) und Freunde für euch…während ihr mit den Tierquälern paktiert…..und dazu noch eine einseitige und vorgefertigte Meinung verbreitet und einem Publikum serviert, die keine andere Seite dieses abartigen Mordens in der Arena kennengelernt hat. Denn um die Wahrheit dieses tierquälerischen Spektakels zu erkennen und sich auch erst dann eine eigene Meinung zu bilden, müssen die Leute erstmal die Wahrheit kennen. Zeigt dem Publikum den abartigen Mord an „Afligido“ und allen anderen Toro de la Vegas. Zeigt dem Publikum „NAHAUFNAHMEN“ wie das Blut regelrecht aus dem Rücken sprudelt, nachdem der Sadist von Lanzenreiter zugestochen hat. Und zeigt es Abends zur besten Sendezeit. Und zeigt auch den Rest, wie die Stiere leiden und sterben…..und wie diese blutbesudelten Sadisten sich mit den Ohren des Tieres brüsten, die man dem noch „lebenden“ Stier abgeschnitten hat…..wenn ich könnte wie ich wollte!!!!!!!!!!!!!!!Ich habe eure Lügen so satt. Ich ertrage euch Tierquäler und Sadisten nicht mehr….wer so mit Tieren umgeht, geht auch mit Menschen so um. Das Ergebnis sehen wir dann in den Arenen, wo Stierkampfgegner, die friedlich ihre Meinung kundtun, unangemessen schwer verletzt, gequält, verurteilt und vielleicht eines Tages auch getötet werden…. Ich habe eure Lügen von Kultur so satt.

  6. 6 14. April 2014, Petra Kriesel schreibt:

    Bin komplett Deiner Meinung, liebe Ingrid.

    Ich war total verdutzt, habe ich doch meine Meinung sachlich und artig vorgetragen.
    Warum kommt man sofort in die aggressive und militante Schublade?

    Und wenn Tier- u,. Umweltschützer mal in Aktion treten,, werden Sie wie Terroristen
    vor Gericht gleichgestellt.

    Phoenix ist für mich gestorben. Guck ich aus Prinzip nicht mehr.
    Echt enttäuschend, dieser Sender.

  7. 7 15. April 2014, Ingrid schreibt:

    Der Sender Phönix ist im Prinzip ein sehr guter Sender. Spektakuläre Dokumentationen über Tiere und deren Lebensweise, gleichzusetzen mit NTV, die ebenfalls die besten Tierdokus und auch brisante Themen wie Wilderei aufgreifen. Spektakulär und grossartig. Deshalb verstehe ich nicht, warum sich Phönix und dann noch so einseitig auf die Seite der Stierquäler stellt.Schade eigentlich….ein neutraler Beitrag wäre besser gewesen….!!!

    Steht somit auch jedem frei, diesen Sender noch weiter zu schauen!!!!!!!!

  8. 8 16. April 2014, Petra Kriesel schreibt:

    Gerade von Phoenix hätte ich das Verhalten auch nicht erwartet.
    Ich bin auch sehr oft bei den Tierdokus hängen geblieben.

    Ich habe gedacht, daß diese besagte Sendung aus Versehen so durchgewunken
    wurde und man sich eventuell entschuldigt, da es doch so gar nicht der Philosophie
    des Senders entspricht.
    Aber da habe ich mich getäuscht.
    Es liegt wohl auch an diesem Typ Rheinländer. Wenn so EINER was zu ssagen hat,
    dann hat ein Sender anscheinend keine eigene Meinung mehr.
    Ein Obermacker, alle kuschen….wie überall auf der Welt.
    Dabei sind WIR doch in der Überzahl.

  9. 9 18. April 2014, Ingrid schreibt:

    Ärgere dich nicht Petra. Du weisst doch….“Hochmut kommt vor dem Fall“. Bündele deine Kraft und nutze sie für für die Tiere und Stiere. Wenn du magst, schau mal auf die HP des Vereins „Komiteee gegen Vogelmord“ Auch hier hätte ein Sender Phönix mal einge gute Reportage und zudem auch noch aktuell machen können. Die Tierdokus sind im übrigen nicht von Phönix allein sondern in Kooperation mit anderen Sendern wie ARD etc. produziert worden und sie sind alt, es laufen nur noch Widerholungen. Also, kein Verlust diesen Sender zu meiden….

  10. 10 22. April 2014, José Luis schreibt:

    Man Ihr habt vielleicht Probleme. Es gibt halt Leute die stehen darauf, was soll`s? Also was wuerde sich in eurem Leben veraendern, wenn es keine Corridas mehr gaebe? In meinem Leben schon, da ich Ribatejano bin, denn man wuerde mit solch einem Verbot meiner Heimat ein grosses Stucek ihrer Identitaet nehmen. Hier kommen irgendwelche Leute daher und wollen ueber Tradition einiger Gebiete Europas entscheiden Geht das nicht etwas zu weit? Ich wuerde es auch begruessen wenn man in meinem Land auf die Klettbandvariante umsteigen wuerde, so wie es meine Landleute in den USA und Canada bei einer Tourada à Portuguesa bereits tun. Also es gibt durchaus Alternativen zu einem Verbot. Ich mag den spanischen Stierkampf auch nicht, und von diesem Fest Toro de la Vega halte ich absolut gar nichts, aber ich kann mich nicht aus Auslaender in Frankreich und Spanien hinstellen und gegen diese Dinge wettern.

  11. 11 22. April 2014, martina schreibt:

    Wir Nicht-Spanier unterstützen unsere spanischen Aktivisten für die Abschaffung der Stierkämpfe, weil sie unsere Unterstützung nicht brauchen und vor allen Dingen auch wollen!

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