12th September 2014

Anti-Stierkampf-Demonstration in Bayonne, Südfrankreich

Bayonnes Stierkampfanhänger leiden unter Realitätsverleugnung trotz wirtschaftlichen Zusammenbruchs der Corridaspektakel

 

Am 9. August 2014 fand in Bayonne eine grosse Premiere in der Geschichte der französischen Anti-Corridabewegung statt: Die Corrida-Stadtverwaltung der ältesten Stierkampfstadt Frankreichs hat eine Delegation des CRAC Europe (Comité Radicalement Anti Corrida) als Vorspiel zu der am gleichen Tag stattfindenden Demonstration empfangen. Anwesend waren einerseits Jean-René Etchegaray, Bürgermeister von Bayonne, sein Kabinettsdirektor, sein Kultur- sowie sein Finanzbeauftragter, andererseits drei Repräsentanten des CRAC Europe für Kinderschutz, Jean-Pierre Garrigues, Vorsitzender, Roger Lahana, stellvertretender Vorsitzender, und Carole Saldain, Delegierte für die atlantischen Pyrenäen und Gründerin des baskischen Anti-Corrida Vereins Euskal Herria Bayonne Anti Corrida.

 

Ziel der Versammlung war für die Stierkampfgegner die Stellungnahme zu drei Themen:

  • Forderung eines Referendums zur Beibehaltung oder Abschaffung der Corrida in Bayonne
  • Abschaffung des freien Eintritts für Kinder
  • Abschaffung der Corridafinanzierung durch öffentliche Gelder.

Folgende Ergebnisse wurden erzielt:

  • Der Bürgermeister hat in keiner Weise die Absicht ein Referendum zu organisieren, wobei er zugibt, dass als Resultat einer vor ca. zwanzig Jahren organisierten Umfrage gerade einmal 19 Prozent für die Befürworter zusammen kamen.
  • Was den freien Eintritt für Kinder betrifft, so gab Jean-René Etchegaray bekannt, dass er im Gegenteil die Absicht hat, Kindern von 0 bis 15 Jahren freien Eintritt zu gewähren. Ganz offensichtlich veranlasst das zunehmende Alter des Corridapublikums den Bürgermeister zu einer möglichst großen Anwerbung unter den Kindern und Jugendlichen.
  • Schließlich gab der Finanzbeauftragte an: Die Corridas in Bayonne werden von der Stadtverwaltung in direkter Regie organisiert, d.h. mit dem Budget der Stadt; es gab im Jahre 2011 ein Defizit von 400.000 Euro; seit 2013 sind die Finanzen jedoch wieder im Gleichgewicht; die Finanzangaben der Vorjahre sind „Lügen der Medien“. Für den Zeitraum von 2006 bis 2012 gibt der französische Rechnungshof jedoch ein Gesamtdefizit von 800.000 Euro an, und dies zu Lasten aller Steuerzahler Bayonnes. Man kann sich übrigens fragen, wie es möglich ist, einen so schweren Finanzverlust so schnell auszugleichen. Es sind wohl Zuschüsse gewährt worden…

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Bürgermeister und seine Beigeordneten alles versucht haben, um die verzweifelte Finanzlage der Corridas zu minimieren bzw. zu leugnen und deshalb versuchen, unter den Minderjährigen eine möglichst große Zuschauerzahl anzuwerben. Die infolge der Grausamkeit des Spektakels bei den Jugendlichen entstehenden psychischen Schäden spielen dabei ganz offensichtlich keine Rolle und werden ebenfalls geleugnet.

 

Um 14 Uhr startete schließlich vom Rathausplatz die Demonstration, an der sich mehrere hundert Personen beteiligten. Zu unserer großen Freude nahm auch Frau Dagmar Oest, die stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands Baden-Württemberg von „Menschen für Tierrechte“ teil. Wie bereits im Mai dieses Jahres in Alès war Deutschland mit einer Banderole, auf der die Logos vom Dachverband Menschen für Tierrechte, SOS-Galgos, ProVegan und der Initiative Anti-Corrida Deutschland abgebildet sind, vertreten.

 

Für mich als Deutsche Bayonnerin war es eine große Freude und Ehre, mit Frau Dagmar Oest, die deutschen Farben als Protest gegen die Corridabarbarei durch Bayonne tragen zu dürfen.

Von Roswitha Marcuzzi

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12th September 2014

Morrissey- The Bullfighter Dies

KULTUR HÖRT DA AUF WO GRAUSAMKEIT BEGINNT

DER STIERKAMPF WIRD STERBEN

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Morrissey bezieht sich auf mehrere spanische Städte, “Mad in Madrid / Ill in Seville / Lonely in Barcelona / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive / Gaga in Málaga / No mercy in Murcia / Mental in Valencia / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive.”

Wenn der Stierkämpfer “stirbt”, der Stierkampf ausstirbt, wird kein mitfühlender, moderner, zivilisierter Mensch diesem auch nur eine Träne nachweinen. Alles was wir wollen, ist das barbarische Spektakel unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur beenden, eine bessere Welt für Mensch und Tier!

Steven Patrick Morrissey war als Texter und Sänger von The Smiths einer der bekanntesten Musiker in den 80er Jahren. 1987 löste sich die Gruppe auf und er begann eine bemerkenswerte Solo-Karriere. Morrissey ist nicht nur bekannt als großartiger Musiker, sondern auch als engagierter Tierrechtler, dies schon zu Zeiten bei The Smith, mit “Meat is murder” (Fleisch ist Mord), “…es ist eine Tod ohne Grund, der Tod ohne Grund ist Mord.” Er hat sogar schon einmal ein Konzert in Kanada als Protest gegen das Robbenschlachten, abgesagt.

Morrissey ist auf Europa-Tour, auch dreimal in Deutschland, am 5. November in Hannover im Capitol, am 23. November in Berlin in der Columbiahalle und am 24. November in Essen im Colosseum Theater.

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SOS Galgos - 2014 September 12

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