18th Mai 2009

Offener Brief an die Seprona

Eines der größten Probleme in Spanien gegen die Misshandlung der Tiere ist die Untätigkeit der Behörden, die Ignoranz der Stadtverwaltungen, die der Regierung und vor allem auch sehr oft die der SEPRONA. Die SEPRONA, SERVICIO DE PROTECCIÓN DE LA NATURALEZA, was soviel bedeutet wie Naturschutzdienst, ist eine Untergruppe der Guardia Civil, nicht nur dafür zuständig gegen Umweltsünder zu ermitteln, sondern auch Misshandlungen an Tieren zu verfolgen.

Leider wird diese Aufgabe oft nicht wahr genommen, viele Mitglieder der Seprona sind Jäger und Galgueros, Anzeigen wird nicht nachgegangen und Täter werden gedeckt, keiner will sein eigenes Nest beschmutzen, obwohl gerade die Tierschützer auf die Unterstützung dieser Polizeieinheit angewiesen sind.

Siehe hierzu: Der Friedhof des Grauens
am.jpg

Vetternwirtschaft und Korruption sind an der Tagesordnung und nicht selten werden Tierschützer auch noch bedroht, wie zum Beispiel im Fall der Jagdhunde in Burgos, die Anzeige wurde gar nicht erst aufgenommen, der Besitzer der Hunde informiert und die Tierschützerin erhielt daraufhin auch noch Drohanrufe.

Siehe hierzu: Jagdhunde in Burgos
perrros-de-caza05jpg.JPG

Oder aber der Fall der misshandelten Hündin Vela, sie wurde verprügelt, mit Säure überschüttet und zudem noch mit Messerschnitten verstümmelt. Diese schreckliche Tat wurde zu den Akten gelegt!

Siehe hierzu: Vela, zu den Akten gelegt, das darf nicht sein!
vela.jpg

Besonders haarsträubend ist der Fall eines erschossenen Galgos in Arcos de la Frontera (Cádiz), zugetragen hatte sich die Tat 2007. Vor den Augen von spielenden Kindern wurde der Galgo erschossen. Der Täter kam, stieg aus seinem Auto, feuerte zweimal mit dem Schrotgewehr auf das Tier, stieg sofort wieder in seinen Wagen und verschwand. Die Kinder merkten sich das Kennzeichen, der verletzte Galgo wurde in eine Tierklinik gebracht und verstarb dort an seinen schweren Verletzungen.

galgoasesinado3.JPG

Es wurde Anzeige erstattet, es kam zu einem verfahren, der Fall wurde „mangels an Beweisen“ geschlossen.

denuncia-de-kimba1.JPG
denuncia-de-kimba2.JPG
diligencia-ante-la-guardia-civil-del-menor-reconociendo-al-acusado.JPG

Der Täter wurde schon mehrmals von Anwohner angezeigt weil er offensichtlich Giftköder ausgelegt hatte, auch wegen seinem „coto de caza“, seinem Jagdgebiet gab es schon Beschwerden, weil die Schüsse der Jägerschaft nicht selten die besiedelten Gebiete erreichen.
Weder Politiker noch Seprona kontrollieren ob die Hunde der Jäger und Galgueros gekennzeichnet sind, sie passieren die Straßen mit Wagen voller nicht mit Microchip versehener Hunde ohne, dass sie jemals kontrolliert werden, doch Anzeigen wegen nicht beseitigter Hinterlassenschaften werden erstattet um den Gassigängern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Dies sind nur einige wenige Beispiele polizeilicher Untätigkeit und Ignoranz, selbstverständlich gibt es auch positive Interventionen der SEPRONA, aber leider viel zu selten.

Einen guten Überblick über die Zustände in Spanien gibt mein folgender Artikel:

Die dunkle Seite Spaniens
jose-manuel-rodriguez.jpg

copyright José Manuel Rodriguez

Um diese Missstände öffentlich zu machen haben wir einen Brief an die SEPRONA verfasst, zahlreiche internationale Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen sowie private Tierfreunde haben den Brief schon unterzeichnet. Dieser offene Brief soll an alle Dienststellen der SEPRONA geschickt werden, bis jetzt hat Caroline die Adressen von über 200 Dienststellen herausgesucht, es fehlen noch weitere Provinzen, bis in den letzten Winkel wollen wir unsere Beschwerde schicken und selbstverständlich auch in Kopie an die Regierung.
Da die einzelnen Dienststellen nicht über e-Mail Adressen verfügen muss dies auf dem Postweg geschehen. Alleine die Portokosten sind bei so vielen Briefen schon enorm hoch, hinzu kommt noch der Ausdruck des zwölfseitigen Briefes, die ganze Aktion wird ca. 1000 € kosten. Leider fehlen unserem kleinen Verein CPA dazu die finanziellen Mittel und wir würden uns über Unterstützung freuen.

Selbstverständlich können noch weitere Tierschutzorganisationen und Tierfreunde diesen Brief unterschreiben, unabhängig davon ob sie einen finanziellen Beitrag leisten oder nicht, diesbezüglich bitte ich um eine kurze Nachricht an uns, Vereine möchten bitte dann bitte auch ihr Banner zusenden.

Caroline und Martina

kostenvoranschlag-brief-seprona.pdf

Offener Brief an die SEPRONA: carta-seprona.pdf

Offener Brief an die SEPRONA, deutsche Übersetzung:

offener-brief-an-die-seprona.pdf

galgos-antes-y-despues.pdf

Finanzielle Unterstützung findet ihren Weg über folgende Bankverbindung:

Kontoinhaber: Ciudadanos para los animales
Bank: BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria)
Anschrift: Cami Ral, 377, 08301 Mataró
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM

cwaggershauser@gmail.com
nfo@sos-galgos.net


logo-verde-transparente.gif

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 4 Kommentare

14th Mai 2009

Mimoso ist vermittelt

mimoso-carol-mimoso-clara-jpg.jpg

mimosored.jpg

Mimoso, der American Bloodhound ist vermittelt. Sicher erscheint ihm die Hundepension im Verlgeich zum dreckigen Zwinger des Jägers wie der reinste Luxus, nun hat er eine Familie in Deutschland gefunden, mit großem Grundstück, Hundefreunden und einem Sofaplatz.
In vier Wochen kann er auf die Reise gehen, gesucht wird ein Flugpate ab Barcelona, nach Köln oder Düsseldorf.

Angebote bitte an Caroline Waggershauser.

Kontakt: cwaggershauser@gmail.com

Siehe auch: Die Odysse des American Bloodhound von La Cogalera

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 0 Kommentare

9th Mai 2009

Die öffentlichen Verwaltungen und das fehlende Bewusstsein für Tiere

Folgender Beitrag wurde am 30. April in der Zeitung Capgròs de Mataró veröffentlicht, nachdem die Gründerin von CPA (Ciudadanos para los animales / Bürger für Tiere) Caroline Waggershauser, ein Interview gegeben hatte. Eingebunden im Artikel wurden meinerseits, zum besseren Verständnis, einige Beiträge über unsere Arbeit.

Die von vier Frauen aus Mataró und einer in Deutschland lebendem Mitglied gegründeten Tierschutzorganisation CPA wird kulturelle Veranstaltungen zum Wohl der Tiere veranstalten.

Lange Monate hat Caroline Waggershauser um den Erhalt eines kleinen Gartens in dem Stadtteil Cirera von Mataró gekämpft, wo sich nach ihrer Aussage ein kleines Biotop gebildet hatte, in dem u.a. einige Katzen inmitten der Vegetation lebten. Sie sammelte mehr als 1.000 Unterschriften, damit man diesen Lebensraum den Tieren erhält, doch das Vorhaben der Behörden, diesen Garten zu asphaltieren wurde ausgeführt und der Kampf von Frau Waggershauser war umsonst gewesen.

Die Katzen von Mataró
Es war einmal…eine Katzenkolonie in Mataró

Leider ist nun ein Teil der ehemaligen Katzen dieser Kolonie verschwunden, eingefangen von einem Katzenfänger, welche sie in ein Tierheim gebracht hat, welches weder über eine Quarantänestation verfügt, noch hygienische Anforderungen einhält. Viele Katzen die in diesem Tierheim landen, werden krank.

Diese Erfahrung hat der Mataronina gezeigt, dass man als Einzelperson nicht genug Kraft hat um sich gegen die Bürokraten durchzusetzen und hat deshalb die Organisation “Ciudadanos para los animales” (Bürger für Tiere) gegründet. Ihr schlossen sich drei Mataroninas an, unter ihnen befinden sich zwei Tierärztinnen und ein fünftes Mitglied befindet sich in Deutschland. Das Ziel ist es, gegenüber den Bürokraten, die sich auf allen Ebenen befinden, von Gemeinden bis hin zum Europaparlament, stärker auftreten zu können.

Letzte Woche führte CPA ihre erste große Aktion durch, an der sie in Straßburg im Europaparlament zusammen mit den Grünen (Anm.: David Hammerstein, Fraktion der Grünen / Freie Europäische Allianz) eine Pressekonferenz zum Thema der Straßentiere Europas gaben, um anschließend bei einer Demonstration, für Rechte derselben zu bitten.

Europaparlament, Tierschutzpolitik hautnah

“Die Behörden haben einen Freibrief diese Tiere zu vernichten” bestätigt Frau Waggershauser. Ihrer Meinung nach ist der Schlüssel zur Lösung strengere Kontrolle der Tierhaltung. Doch die Straßentiere sind nicht das einzige Thema dieser Organisation, die vorhat viel weiter zu gehen und die verschiedenen Behörden hinsichtlich des Miteinanders mit unseren Tieren zu schulen.

Die Gründerin der “Bürger für Tiere” erklärt, dass sie sich für die Rechte der Tiere u.a. mit Konzerten, Schweigemärschen und Vorträgen einsetzen wollen. “Wir gehören nicht zu denen, die viel Geschrei machen, wir wollen kulturelle Veranstaltungen geben um die Bürger die Problematik im Tierschutz bewusst zu machen.

Wir benötigen eine Gruppe von fachkompetenten Leuten, die entsprechende Vorträge zur Bewusstseinsmachung der Polizei und Stadtverwaltungen hinsichtlich Tierschutz geben können, da diese sich ihrer Meinung nach durch totale Unkenntnis der bestehenden Tierschutzgesetze, auch hinsichtlich der Straßentiere, negative hervorheben.

Die Aktivistin, die sich auch dem Kampf gegen die Tauromachie widmet, erwähnt, dass sich die Mitglieder der Gruppe schon seit Jahren dem Kampf um die Rechte der Tiere widmen und versichert, dass sie sich auch für die Umwelt einsetzen werden. Es ist ein paralleler Weg, den man nicht vergessen sollte: “Es hat keinen Sinn, die Tiere zu verteidigen, wenn man sich nicht gleichzeitig für die Umwelt und die Menschheit einsetzt“.

Caroline Waggershauser PACMA berichtet vom Stierkampfprozess in Genf

3-gatos-callejeros-y-el-efecto-de-vacio-def.pdf

Quelle:
capgros.com
Übersetzung Caroline Waggershauser

Kontakt:
cwaggershauser@gmail.com
nfo@sos-galgos.net

CPA ist ein kleiner aber tatenreicher Verein. Kastrationen, Aufnahme von Tieren zwecks Vermittlung, Flyer, Briefporto und vieles mehr muss finanziert werden, damit wir überhaupt agieren können. Diese Kosten können wir nicht alleine aufbringen und sind daher dankbar über jede Spende.

praesentation-cpa.pdf

Ciudadanos para los Animales

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM
Cami Ral, 377
08301 Mataró (Barcelona)

logo-verde-transparente.gif

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 1 Kommentar

26th April 2009

Europaparlament, Tierschutzpolitik hautnah

kopie-von-strassburg-22042009.jpg

Im Rahmen einer für den 22. April und in enger Zusammenarbeit mit dem Europaabgeordneten David Hammerstein und seinem Team von LOS VERDES / DIE GRÜNEN organisierten Aktion zur Ünterstützung der SCHRIFTLICHE ERKLÄRUNG ZUM WOHLERGEHEN VON HAUSTIEREN UND STREUNENDEN TIEREN, eingereicht gemäß Artikel 116 der Geschäftsordnung von Alain Hutchinson, David Hammerstein und Neil Parish, konnte ich im Namen, von CACMA, CPA und SOS-Galgos.net Lobby auf EU-Ebene betreiben.

In Begleitung von Simone Leidig, ausgestattet mit reichlich Informationsmaterial über das Leiden der spanischen Tiere und Material von „STARS“ hatten wir Gelegenheit mit vielen Politikern ins Gespräch zu kommen.

eu-006.jpg
Simone Leidig

Schriftliche Erklärungen gibt es viele, ausreichend Unterschriften werden längst nicht immer erzielt, erst wenn die Mehrheit der Abgeordneten die Erklärung unterschreibt, muss die Europäische Kommission eine Initiative zur Gesetzgebung zum Schutz der Tiere überhaupt in Erwägung ziehen.
Gerade das Thema Tierschutz stößt oft auf taube Ohren, zudem noch wenn es sich um Haustiere und nicht um sog. Nutztiere handelt, bei denen wirtschaftliche Interessen in Vordergrund stehen.

Dem ausdrücklichen Wunsch von David Hammerstein, der Bitte eine Kundgebung zu organisieren bin ich gerne nachgekommen, auch wenn die Zeit sehr knapp war, haben sich einige Organisationen mit ihren Hunden vor dem Parlament versammelt, u.a. Vertreter von SOS Levriers und Cat Mon Doux, aus Frankreich, A.D.A. Asbl aus Belgien, PETA, Die Tierschutzpartei, Pfoten-Hilfe Ungarn e.V., Ärzte für Tiere, sowie private Tierschützer, nur leider keine einzige deutsche Organisation die Windhunde vermittelt.

Die Reden der Abgeordneten David Hammerstein, Carl Schlyter und Eva Lichtenberger waren sehr bewegend, sie alle nahmen kein Blatt vor dem Mund, wissen von der Not der Tiere. David Hammerstein war hocherfreut über den Anblick der Hunde und so vieler Galgos und sprach offen aus, was gerade die Galgos in Spanien erleiden müssen, auch dass das Erhängen von Galgos in Spanien Tradition ist.

Die Versammlung vor dem Parlament hat für viel Aufsehen gesorgt, geredet wurde schon so viel, die Schriftliche Erklärung Nr.12 liegt seit dem 2. Februar 2009 aus.

Seitdem wurde sie von unzähligen Tierschutzorgansiationen ganz Europas veröffentlicht, mit der Bitte aktiv zu werden. Briefe, Telefonate, Unterschriftensammlungen und Protestaktionen gibt es reichlich, viele kleine Körnchen Sand die hoffentlich alle zusammen etwas dazu beitragen, dass das Thema der verlassenen und misshandelten Haustiere Europas in den Focus der Öffentlichkeit gerät und vielleicht sogar genug Abgeordnete diese Erklärung unterschreiben. Der momentane Stand der Unterschriften liegt bei 219, es fehlen also noch 175 Unterschriften bis eine Mehrheit erreicht ist, laut EU müssen mindestens 394 Abgeordnete von 785 Abgeordneten die Schriftliche Erklärung Nr.12 unterschreiben. Siehe: Schriftliche Erklärungen

Es ist noch ein langer mühsamer Weg bis sich etwas in den betreffenden Ländern zum Positiven für die Tiere ändern wird, aber ein erster großer Schritt wäre getan, wenn das Thema auf EU Ebene behandelt wird, denn all unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Länder auf den Druck der Tierschützer ihres Landes nicht reagieren.

Von äußerster Wichtigkeit ist ebenfalls die Resolution für die Straßentiere der Europäischen Union.

Diesbezüglich wurden schon 60 000 Unterschriften gesammelt, was sicherlich auch dazu beitragen wird, dass viele Politiker das Thema Straßentiere in Europa nicht mehr ignorieren können.

Ich bin froh darüber, dass ich an drei Tagen aktiv im Europaparlament tätig sein konnte, dankbar über die Offenheit und Herzlichkeit von David Hammerstein und seiner Assistentin Sonia Ortiga Zarazaga, die so manche negativen Ereignisse am Rande mit Fassung getragen hat, wollen wir einige Strategien in puncto Tierschutz in Spanien gemeinsam erarbeiten.

Abschließend ein Dankeschön an alle sich auf den Weg nach Straßburg gemacht haben, die die hinter meiner Arbeit stehen und diese unterstützen und an Simone Leidig, die mir mit Rat und Tat beiseite stand.

Martina Szyszka

Impressionen:

kopie-2-von-22-04-09-hammerstein-10.JPG
w20090422-086-demo-europ-parliament.jpg
strassburg-kamaras.JPG
strassburg-hammerstein-mit-galgos.JPG
strassburg-martinichen-mit-politiker.JPG
strassburg-hammerstein-spricht.JPG
strassburg-martinchen-auf-demo.JPG

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 2 Kommentare

18th April 2009

Die Odyssee des American Bloodhound von La Cogalera

Vor vier Tagen rief mich Clara, eine unserer beiden Tierärztinnen von den CPA ganz aufgeregt an: “Carol, rate mal, wer bei Jaume ist? Rate mal! Rate mal!” Sie ließ mich gar nicht erst raten und platzte heraus: “Der American Bloodhound!!! Du erinnerst Dich doch, nicht wahr?”

mimoso01.jpg

Ob ich mich an ihn erinnerte? Aber sicher doch. An diese halbverhungerte Gestalt mit Hautekzemen und Ohrenentzündung, die die trockenen Brotstücke, die wir ihm zuwarfen, förmlich aufsog, ohne zu kauen.

Siehe hierzu:
Jagdhunde
Ein Hundeleben

Sie erzählte mir ganz fröhlich, dass Jaume ihn im Wald gefunden hat, wie er sich an einem vor Tagen gerissenen Schaf zu schaffen machte. Die freilaufenden ausgehungerten Jagdhunde dieser Jäger reißen des öfteren Schafe von Jaume.

Jaume nahm ihn mit zu sich auf den Hof und versteckte ihn. Er befürchtete, dass die Jäger diesen Rassehund schnell vermissen und dann bei ihm auftauchen würden, um ihn zu suchen.

So, wie sie es schon oft getan haben. Jaume nimmt alle Hunde, die er findet zu sich nach Hause. Dann tauchen die Jäger auf, einige Male schon mit Baseballschlägern und mit vermummten Gesichtern, drangen in das Haus von Jaume ein, fanden ihre Hunde, die sie dann an Beinen, Ohren und Schwänzen hinaus bis zu ihren Wägen zerrten. Dem alten Herrn brach es jedesmal das Herz, wenn er dies mit ansehen musste.

Clara fuhr fort, dass sie Angst hätte, dass die Jäger bei Jaume auftauchen und den Bloodhound mitnehmen würden. Ja, ganz sicher. Dies würde sicher am Wochenende passieren, wenn diese Leute mal nach ihren Hunden sehen.

Wir begannen fieberhaft nachzudenken. Wohin mit ihm? Es ist ein sehr großer Hund. Den kann man nicht so ohne weiteres irgendwo unterbringen. Ich telefonierte herum und hatte binnen kurzem Glück.

Eine Bekannte, die einen Bauernhof hatte, sagte zu, ihn zwei bis drei Wochen aufzunehmen, aber unter der Bedingung, dass wir ein Zuhause für den Bloodhound suchen würden.

Aber sicher doch!!! Clara und ich waren überglücklich. Eine Pflegestelle. Toll!!! Wir verblieben für den kommenden Morgen, um den Bloodhound auf den Bauernhof zu bringen.

Da erreicht mich nachts um 24 Uhr ein Mail von meiner Bekannten, dass sie es sich überlegt hätte und nun den Hund doch nicht aufnehmen würde. Ja, zum Donnerwetter. Was nun? Um diese Uhrzeit konnte ich niemanden mehr anrufen. Aber mich kostete dieses Mail eine schlaflose Nacht.

Ich traf Clara am kommenden Morgen, erzählte ihr von der Absage, aber im gleichen Atemzug, dass wir uns sofort auf das Grundstück von Jaume begeben würden um den Hund da rauszuholen.

Zu groß war die Angst, dass da auf einmal die Jäger auftauchen und ihn mit sich schleppten. Auf der Fahrt beschlossen wir, eine Hundepension für ihn zu suchen, um ihn dort in Sicherheit zu bringen.

Noch wissen wir nicht, wie wir das bezahlen sollen, aber der Hund musste von dort verschwinden und dies so schnell wie möglich. Wir fanden eine mitten im Wald gelegene Hundepension, Els Gegants D‘ Argent. Wir regelten alles telefonisch und man würde uns erwarten.

mimoso10-mirando.JPG

Einmal bei Jaume angekommen, untersuchte Clara noch schnell einige Problemfälle, die es ja bei ca. 120 Hunden immer gibt, dann legten wir dem Bloodhound eine Leine um und wollten mit ihm zum Auto.

Doch wir hatten nicht mit seinem Widerstand gerechnet. Er fühlte sich bei Jaume wohl und wollte nicht weg. Uns tat es im Herzen weh, aber er konnte dort nicht bleiben. Unmöglich. Wenn die Jäger ihn bei Jaume finden würden…….. nicht auszudenken!!!!!

Clara und Mina mussten all ihre Kräfte einsetzen, um den kräftigen Rüden außerhalb der Einzäunung zu bringen. Ab da war er dann neugierig und schnupperte herum. Wir machten ein paar Erinnerungsfotos mit ihm und dann wurde er in den Kofferraum meines kleinen SEAT Ibizas gehievt. Er passte kaum hinein und füllte den Kofferraum vollkommen aus. Diese Hunde sind wirklich große und kräftige Tiere.

Jaume kam und verabschiedete sich von seinem Gast und wünschte ihm eine glückliche Zukunft und ein schönes Zuhause. Der alte Herr hat zwar 120 Hunde, aber er liebt jeden einzelnen von ihnen. Und es entgeht ihm nicht, wenn mal einer fehlt. Kaum vorstellbar, aber es ist so.

mimoso06-jaume-y-mimoso.JPG

Auf ging es in Richtung Hundepension. Über Handy bekam ich Anweisungen, wie ich zu fahren hatte. Trotzdem verloren wir uns mitten im Wald auf diesen unzähligen, gleich aussehenden von Schlaglöchern übersäten Waldwegen.

Ich dachte schon, wir müssten zu Fuß nach Hause laufen, denn ich bezweifelte, dass der kleine SEAT diese Tortur überstehen würde. Nach eineinhalb Stunden Sucherei fanden wir endlich die Hundepension. Clara und ich waren echt schon gestresst und der arme Bloodhound sabberte vor Nervosität und vor Durst.

Er befreite sich selbst mit einem Sprung aus dem engen Kofferraum und schnupperte neugierig herum. Maria José, die Besitzerin der Hundepension züchtet Weimaraner und das roch natürlich alles sehr interessant für unseren Freund.

mimoso04jpg.JPG

Maria José führte uns zu den Zwingern, bei deren Anblick Clara und ich traurig wurden. Wieder war er eingesperrt und diesmal ganz allein. Uns tat es im Herzen weh, doch wir wussten keinen anderen Ausweg. Hätte meine Bekannte ihr Wort gehalten, könnte er jetzt über den Rasen flitzen und durch den Bach, der hinter dem Bauernhaus liegt, sausen, doch nun muss er es ganz allein in einem kalten Zwinger aushalten, bis Clara und ich ein Zuhause für ihn gefunden haben.

mimoso05.JPG

Schweren Herzens gingen wir von dannen, tauschten unsere Daten aus und sagten Maria José, dass wir nächste Woche wieder kommen würden, um den Bloodhound zu kastrieren, zu impfen und das Ekzem und die Ohrenentzündung zu behandeln. Dann würden wir auch eine Anzahlung leisten. Pro Tag kostet der Aufenthalt 12 € und jetzt müssen wir zusehen, wie wir einen ordentlichen Betrag zusammenbekommen, denn bis wir für unseren Bloodhound, den ich schon “Mimoso” (Schmuser) getauft habe, ein Zuhause gefunden haben werden, kann einige Zeit vergehen.

mimosocarol.jpg

Mimoso ist übrigens so wie sein Name schon sagt, ganz verschmust, ein ganz ein liebes Kerlchen. Er fordert Streicheleinheiten und mag den Klang lieber Worte, auch wenn er sie nicht versteht, er mag den Ton, in dem man mit ihm spricht.
Mimoso hat sich ohne Probleme in den Kofferraum hieven lassen, er hat die Fahrt über Stock und Stein ohne Murren über sich ergehen lassen. Er sucht immer eine Hand die ihn streichelt.

Clara meint, nach seinen Zähnen zu urteilen, wäre er ca. drei Jahre alt. Wenn man aber seinen Gang und seinen Blick anschaut…. also, ich würde schon auf einige Jährchen mehr tippen. Er hat noch ziemlich weiße Zähne, was man wohl aber auch darauf zurückführen könnte, dass er kaum was zu fressen bekommen hat und dann auch nur trockenes Brot, so verschmutzen die Zähne natürlich nicht.

Wir bräuchten nun dringendst Hilfe, um den Unterhalt von Mimoso in der Hundepension bezahlen zu können. Die CPA ist eine noch sehr junge Organisation und wir hatten noch keine Zeit, ein entsprechendens finanzielles Polster anzulegen. Wir suchen noch immer einen oder mehrere Sponsoren, die unsere Arbeit zu schätzen wissen und uns monatlich unterstützen.

Herzlichen Dank schon im Voraus für all Ihre Hilfe.

Liebe Grüße, Caroline

c-carol-red.bmp

Kontoinhaber: Ciudadanos para los animales
Bank: BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria)
Anschrift: Cami Ral, 377, 08301 Mataró
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM

Auf unserer Webseite ist auch ein Link zum PayPal-System zu finden, damit man nicht erst den Weg zur Bank gehen muss. Wie gesagt, unsere Webseite befindet sich in Arbeit, daher ist noch nicht viel auf ihr zu finden.

logo-verde-transparente.gif

Kontakt: cwaggershauser@gmail.com

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 3 Kommentare

11th April 2009

Pferde in der Tauromachie

toro_y_caballo.jpg

Die Stiere sind nicht die einzigen Opfer. Auch Pferde leiden in diesen Spektakeln. Fast immer werden alte Pferde eingesetzt und viele enden schwer verletzt oder tot.
Von dem Geruch des Stieres in Schrecken gesetzt müssen einigen Beruhigungsmittel gespritzt werden bevor sie hinaus in die Arena gezwungen werden. Ihnen werden die Stimmbänder durchschnitten, damit ihr entsetztes Wiehern die Zuschauer nicht stört. Auch werden ihnen die Augen verbunden.
Der Brustpanzer schützt sie nicht vor den Stössen der Stierhörner und dient eigentlich nur dazu, dass das Publikum nicht sieht, wie sie von den Hörnern aufgeschlitzt werden.
Ist dies der Fall, werden sie in die Stierzwinger geführt, wo ihnen die Eingeweide wieder hinein geschoben werden und die Öffnung mit Lappen, Putzwolle oder Sägemehl gestopft und die Wunde genäht wird und so werden sie zurück in die Arena geschickt.
Und sollten sie nicht derart verletzt werden, ist es aber ganz normal, dass sie mehrfache Rippenbrüche erleiden. Wenige der Pferde, die die Stierkampfsaison beginnen, beenden sie auch, da sich niemand um sie kümmert und sie, ohne sie zu veterinärmedizinisch zu behandeln, zu neuen Stierkämpfen transportiert werden, wo sie dann nach sechs oder sieben Stierkämpfen elendiglich eingehen.

Bericht eines Augenzeugen:

Ich stand auf dem Hof, dem der Pferde der Stierkampfarena von Madrid, an einem Nachmittag des Stierkampfes. Ich habe gesehen, wie die Gehilfen ihre Hände in die blutenden Bäuche der Pferde steckten um mit Putzwolle die entsetzlichen Wunden zu stopfen.

Unaufhörliche Schmerzen rasten den unglücklichen Tieren durch die unruhigen Beine und schüttelten ihre Flanken und ihre gestutzten Schweife unter schrecklichem Leiden.Das Blut quoll schwer durch die Knäuel von blutgetränkten Wollfasern.

Danach wurde das sterbende Tier mit eimerweise kaltem Wasser überschwemmt um es so wiederzu beleben und das Opfer der langsamen Qual schlotterte wieder unter dem Gewicht des „picadors“ und kehrte so zurück in die Arena.

Nach diesem Besuch hätte ich einen erschütternden Bericht, der Inbegriff der Entsetzlichkeiten, die ich gehört und gesehen hatte, schreiben können. Eine Übersicht über Herz- und Gottlosigkeit, über Brutalität, deren Erinnerung sich in das Gedächtnis eines gutherzigen Menschen unauslöschlich eingräbt.

Nur etwas käme dem Horror dieses Artikels gleich: seine Nutzlosigkeit. Deshalb schrieb ich diesen Artikel nicht. Jetzt will ich nur eine Handlung erzählen, damit der Leser selbst darüber urteilen kann, dass ich nicht nur willkürlich Adjektive aneinanderreihe um eine Szene zu verdüstern.

Und hier die Handlung:

Zwischen den für den Stierkampf gekauften Pferden befand sich ein wildes Pferd. Niemand wollte es reiten und es war auch nicht angebracht, dieses Pferd in der Arena erscheinen zu lassen. Können Sie sich vorstellen, wie man erreichte, dieses Tier mit seinem krankhaften Zwang zum Draufgängertum zu bändigen?

Stellen Sie sich eine wirklich grässliche und abscheuliche Ungeheuerlichkeit vor. Haben Sie es getan? Nun….. es kommt noch viel schlimmer!!! Man riss diesem Pferd die Augen heraus!!! Sie rissen ihm die Augen mit einer Eiseskälte, in aller Ruhe heraus.
Wie ohnmächtig durch den schrecklichen Schmerz wankte nun diese wilde Bestie zahmen Schrittes hinaus in die Arena.

Kann es denn wirklich sein, dass es kein Gesetz gibt, dass diese grauenhaften Offenbarungen an Bösartigkeit bestraft?

Anmerkung: Diese an Pferden durchgeführte Praktiken sind althergebracht und rechtskräftig und werden von Tierärzten mündlich bestätigt.

Zeugenaussagen aus der Abdeckerei der Stierkampfarena “Las Ventas” in Madrid von Wenceslao F. Flórez, Autor von “Der fröhliche Wald”, die er in seinem Buch “Hunde, Katzen und andere Freundschaften” wiedergibt.
Wenceslao Fernández Florez, 1879-1964, sp. Schriftsteller, Journalist und Politiker

Es schrieb Frederico García Lorca in “La memoria y la sangre” (Die Erinnerung und das Blut):

Oh unglückliches Spanien! Land der Dunkelheit, des Feuers und des Grauens! Verherrlichung der Geistesschwäche, geführt von wollüstigen Pfaffen, von aufgeblasenen Toreros, seelenlosen Prostituierten, Dieben im Frack und Unwissenden im Glauben!

Federico García Lorca, 1898-1936, sp. Poet und Dramaturg

Übersetzung: Caroline Waggershauser, Ciudadanos para los animales (Bürger für Tiere)

Siehe auch: CAS International (Comité Anti Stierenvechten), Pferde

Allgemein, CPA Bürger für Tiere, STIERKAMPF | 16 Kommentare

4th April 2009

Gegenwart und Zukunft des Tierschutzes

01.04.2009, Konferenz von Prof. Dr. Jesús Mosterín, Barcelona

conferencia-dr-mosterin-01042009-aytm-barcelona-048-ayuntamiento.JPG

Zum 1.April 2009 hatte Frau Imma Mayol, zweite Bürgermeisterin und Präsidentin des Stadtrats für Zusammenleben, Verteidigung/ Wahrung und Schutz der Tiere der Stadt Barcelona, zu der ersten im Rahmen eines Konferenzzykluses über Tierschutzthemen stattfindenden Konferenz eingeladen. Selbstverständlich habe ich diese Einladung gerne wahrgenommen. Wir alle durften uns im Rathaus von Barcelona, im geschichtsträchtigen „Sala de Cronicas“ auf einen Vortrag von Herrn Prof. Dr. Jesús Mosterín (Universitätsprofessor für Forschung, sowie auch für Logik und Philosophie freuen. Prof. Dr. Jesús Mosterín hat viele Bücher über Tierrechte veröffentlicht und diesbezüglich entsprechend viele Konferenzen gehalten.

conferencia-dr-mosterin-01042009-aytm-barcelona-010-audiencia.JPG

Vertreter aller Tierschutzorganisationen Barcelonas und Umgebung fanden sich ein. Ich traf auf Teresa Giménez Candela, die einzige Universitätsprofessorin in Spanien, die in ihrer Fakultät Animal Law unterrichtet, sowie auch auf andere illustre Tierschützer wie u.a. Dra. Montserrat Escartín, spezialisiert auf spanische Philologie und spanische Literatur und auf politischen Niveau für den Tierschutz kämpft, sowie
Jordi Portabella, der Verantwortliche für die Abstimmung zu „Barcelona stierkampffrei“ im Jahre 2004. Er brachte das Außergewöhnliche im Rathaus von Barcelona zustande, dass das erste Mal geheim abgestimmt wurde und nicht, wie üblich, durch Handerheben. So konnten auch die Ratsmitglieder, deren Partei offiziell den Stierkampf befürwortet (PP) für ein stierkampffreies Barcelona stimmen.

conferencia-dr-mosterin-01042009-aytm-barcelona-009-presentacion-i-mayol.JPG

Der einstündige Vortrag von Herrn Dr. Mosterín war wie immer äußerst lehrreich, ich versuchte, mir so viel wie möglich zu notieren. Ein Wink mit dem Zaunpfahl war für die zweite Bürgermeisterin, Frau Mayol die Bemerkung, dass alles Leben immer von Schmutz begleitet ist. Es ist unmöglich, vollkommen steril, aseptisch zu leben. Dies war eine Rüge für all diese Stadtverwaltungen, die ständig Verfügungen gegen Tiere und Tierhalter erlassen und denen das Leben unmöglich machen. In Vilafranca del Penedés ist es z.B. verboten, dass Hunde auf der Strasse ihre Bedürfnisse verrichten. Wobei es sich hierbei nicht nur um Kot handelt, auch um Urin. Auch dürfen sie sich an bestimmten Stunden nicht auf den Balkonen, Gärten oder Terrassen ihrer Besitzer aufhalten.

So ist auch ist die Fütterung von Straßentieren verboten, da dies Verunreinigungen nach sich ziehen könnte und natürlich ist dementsprechend auch die Fütterung von Tauben untersagt, oft zu unrecht als Salmonellenbomber und Ratten der Lüfte bezeichnet.Ich frage mich, wieviel Schmutz und Kot wohl ein Mensch in einem Jahr „produziert“.

In unserer Welt, so aseptisch, so steril, so künstlich, voller Plastik und Aluminium (alles pflegeleicht) haben wir den Kontakt zum wirklichen Leben und zur Natur verloren. Wohingegen die Tiere, unser Kontakt mit ihnen, uns wieder ins Leben zurückholt, zu den wirklichen, echten Gefühlen.

Auch erwähnte Prof. Dr. Mosterín dass er niemals die Argumente der Menschen verstehen werde, die uns über die Tiere stellen. Die Frage, in was unterscheiden sich Mensch und Tier ist genauso blödsinnig wie die Frage, in was unterscheidet sich eine Hamburgerin von einer Frau. Es gibt keinen Unterschied, so einfach ist das. Biologisch gesehen gibt es überhaupt keinen Unterschied.

Solche Kommentare könnten nur Menschen machen, die nichts von Biologie verstehen. Das Leben ist wie ein Baum, der Millionen von Verzweigungen und Äste hat auf denen alle Lebewesen vertreten sind, Menschen und „Un“-Menschen und unsere geliebten „Nicht“-Menschen.

Er fuhr fort, dass die, die den Schmerz eines Hundes in Zweifel stellen, diejenigen sind, die keinen Hund haben. Das Mitgefühl ist universell und wie der Name Mitgefühl schon ausdrückt, bedeutet es die Nachempfindung fremder Gefühle, welche aus der lebhaften Vorstellung derselben entspringt.
Sehen wir jemanden, der leidet, fühlen wir mit ihm. Leidet jemand, aktivieren sich in seinem Gehirn ganz bestimmte Neuronen und bei demjenigem , der mit ihm fühlt, aktivieren sich genau die gleichen Neuronen. Prof. Dr. Mosterín erklärte uns, dass diese Neuronen, auch „Spiegel-Neuronen“ genannt, uns die Fähigkeit geben, uns mit jemand anderem zu identifizieren und diese Neuronen als eine biologische Grundlage der Empathie aufgefasst werden können.

Ich für mich leite daraus ab, dass es offensichtlich Menschen mit vielen Spiegel-Neuronen geben muss und andere, die so gut wie keine haben. Wie sonst ist es möglich, dass gewisse Leute lachend und sichtlich vergnügt einer öffentlichen Folter eines Kalbes, Kuh oder Stieres zusehen können ohne sich auch nur annähernd vorstellen zu können, was dieses Tier erleiden muss? Wir Tierschützer hingegen krampfen uns jedesmal zusammen, wenn wir auch nur ein Foto von einem solch gequälten Tier sehen und sollten wir einmal Augenzeuge eines solchen widerwärtigen Verhaltens werden, würden wir diese „puyas“, „banderillas“ und „estoques“ so spüren, als würden sie unseren Körper durchstoßen.

Prof. Dr. Mosterín fuhr mit dem Grundrecht auf Leben und Unversehrtheit eines jeden Lebewesens fort. Diese Rechte sind elementar und absolut unantastbar. Denen, die sich auf ihr Recht auf Folter durch Tradition pochen, ruft er zu, dass z.B. in China und Japan während Jahrhunderten den Frauen die Füsse gebunden wurden, was zu entsetzlichen Schmerzen und Missbildungen führte. Auch das war Tradition, die aber mit dem Fortschreiten der Bildung abgeschafft wurde. Er nannte noch viele andere Beispiele, die aber langsam aber sicher entweder schon abgeschafft wurden (wie die Sklaverei oder das Recht des Herrn auf die Brautnacht seiner frisch vermählten Untertanen) oder aber im Begriff sind, abgeschafft zu werden. Nichts, keine noch so alte Tradition rechtfertigt, einem anderen Lebewesen Schmerzen zuzufügen oder gar den Tod herbeizuführen. Immer, wenn man Bildung und Kultur freie Fahrt gibt, verschwinden solch barbarischen Riten ganz von selbst. Übrig bleibt nur, was ethisch und moralisch vertretbar ist. Angesichts dieser Worte fragt man sich, wie es in Spanien hinsichtlich Bildung und Kultur aussieht. Hier verkneife ich mir jeden Kommentar.

conferencia-dr-mosterin-01042009-aytm-barcelona-021-dr-m-y-carol.JPG
Prof. Dr. Jesús Mosterín und Caroline Waggershauser

Das Ende seines Vortrages einleitend, ermahnte er uns, jedem Lebewesen seine Rechte zuzugestehen und nicht müde zu werden, um diese zu kämpfen, sei es für Menschen oder „Un“-Menschen und natürlich unsere „Nicht“-Menschen. Auch wenn uns innerhalb von einigen Millionen von Jahren der Himmel sprichwörtlich auf den Kopf falle, d.h. wenn jemand die Verwandlung der Sonne in einen „Grossen Roten“ überlebe, der dann die Erde einfach mit verschluckt, uns aber dann danach die Galaxie „Andromeda“ sprichwörtlich auf den Kopf fällt. Trotz dieser nefasten Aussichten, sollten wir aber trotzdem versuchen, in Frieden miteinander zu leben und niemals müde zu werden, um die Rechte aller Lebewesen zu kämpfen.

conferencia-dr-mosterin-01042009-aytm-barcelona-023-mescartin-tgimenez-frobredo.JPG
Dra. M. Escartín, Dra. T. Giménez und F. Robredo, Repräsentant des Rathauses von Barcelona

Das waren seine Ziele für die Zukunft, die er uns mit uns auf den Weg gab:

Unsere Eigenschaft als Krebs an der Biosphäre zu hemmen und zum Einhalt zu bringen. Große Naturreservate zu schaffen, um die Biovielfalt mit gesundem Bestand zu erhalten, die der natürlichen Auslese unterworfen sind.

Alle Vorurteile gegenüber anderen Lebewesen ein für allemal aus unserem Kopf zu löschen.
Alle Kreaturen dieser Erde zu kennen und uns denen, die leiden, zu erbarmen und mit unseren Handlungen anderen Wesen weder Schmerz noch Leid zuzufügen.

In Frieden zu leben und im Einklang mit der Natur, wie ein Tier mehr zwischen den wilden Tieren und den Haustieren.

Vorträge wie von Prof. Dr. Mosterín sind für alle Tierschützer ein unbedingtes Muss. Es sind sozusagen Schulungen, bei denen wir immer wieder neue Argumente lernen, um gegen Tierquälerei so richtig professionell vorzugehen.

Nach dem Vortrag gab es einen kleinen Imbiss, wobei ich gestehen muss, dass der arme Prof. Dr. Mosterín nicht viel von den Leckereien kosten konnte, da ich ihn ziemlich in Beschlag nahm. Ich hatte noch so viele Fragen, Fragen und noch mehr Fragen. Daraufhin gab er mit seine E-Mail-Anschrift mit der freundlichen Aufforderung, ihm doch alle meine Anliegen zu schreiben, damit er sie dann aller Ruhe und Ausführlichkeit beantworten könne, anstatt zwischen Tür und Angel und all den Leuten, die von ihm ein Buch signiert haben wollten und natürlich auch noch Fragen an ihn hatten.

conferencia-dr-mosterin-01042009-aytm-barcelona-034-monste-teresa-carol.JPG

Power Point von Teresa Giménez Candela: STRAY DOGS IN SOUTHERN EUROPE

Caroline Waggershauser

CACMA
PACMA
Stop Our Shame
Cuidadanos Para Los Animales
SOS GALGOS NET

Kontakt: cwaggershauser@gmail.com

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 1 Kommentar

17th März 2009

„Kuschel-Kälbchen“

becerrada-ternero-perdido-entre-ninos.JPG
Foro: ACTYMA

„Ternera de peluche“ von Rosa Montero

Es geschah während des Stadtfestes von Fuente del Saz del Jarama (Madrid-Spanien) im September. Man setzte eine junge Kuh, ein Kälbchen noch, so jung, dass es, statt anzugreifen, übermütig herumtollte. Zu sanft, zu zutraulich, so erschien dem Mob des Städtchens diese noch milchsäugende Bestie. So entschieden sie sich, das Tier zu verprügeln und mit Steinen zu bewerfen, um ihm zu zeigen, was Wildheit bedeutet.

Danach wurde das Kälbchen in ein Gatter gesperrt, was wiederum die „peña“ (der Stammtisch) von Jarama dazu nutzte, ein altes Auto zu starten, um damit das arme Tier drei, viermal zu überfahren. Das war vielleicht ein Vergnügen!

Die junge Kuh war von schlechter Qualität, da sie sofort ziemlich ramponiert aussah und sie nicht mehr in der Lage war, sich vom Boden zu erheben. Sie konnte nur noch den Kopf und den Hals bewegen, sie blutete aus dem Maul und wimmerte, als ob es sich nicht um eine Kampfkuh handeln würde.

Enttäuscht über ihren Mangel an Zusammenarbeit in einem solch ethnischen und prächtigen Ritual, versuchten einige Burschen, sie aufzustellen, um mit der Gaudi weitermachen zu können.

Aber dieses Viech hatte wohl die Wirbelsäule gebrochen, da sein Körper vollkommen gelähmt war und es nicht aufhörte, wie im Todeskampf verzweifelt zu muhen.

So ließen sie das Tier zu Boden fallen und sie hielten sich noch eine Weile damit auf, ihm Fußtritte zu versetzen.

Danach kam ein Mann und schnitt ihm noch lebend ein Ohr ab, welches er dann mit eleganter Geste einer Dame überreichte. Da die Burschen nun schon ihren Spaß gehabt hatten, entschlossen sie sich, dem Kälbchen die Kehle durchzuschneiden. Doch der Schlächter traf nicht richtig die Vene und das Tier begann während einer ganzen Weile noch heftig zu schnaufen.

Ein Herr von Welt ermutigte seinen achtjährigen Sohn, auf den um sein Leben kämpfenden, von Krämpfen geschüttelten Körper des Kalbes zu springen.

Ein sehr lehrreiches Spiel, denn so erzieht man Kinder zu Henkern.

Es werden noch viele September kommen und mit ihnen andere Grauen und Entsetzlichkeiten und andere Schmerzen, die man hier „fiestas“ nennt.

Welche Verzweiflung überkommt mich, mit diesem wilden und schrecklichen „Spanischtum“ das Land teilen zu müssen.

Übersetzung von Caroline CPA

Wikipedia: Rosa Montero
www.rosa-montero.com

Quelle: FUNDEA

Siehe hierzu auch folgendes Video von ASANDA, eines von vielen typischen Volksfesten bei denen Kälber vom Mob gehetzt und misshandelt werden, Feste, deklariert als kulturelles Ereignis.

Suelta de vaquillas en fiestas de Santa Ana 2008 – El Viso (Córdoba)

Becerrada-Töten ist nicht leicht

Allgemein, CPA Bürger für Tiere, STIERKAMPF | 35 Kommentare

6th März 2009

Ein Dankeschön von Caroline

logo_transp1.png

Liebe Freunde,

von hier aus möchte ich allen, die uns so nette und aufmunternde Kommentare schreiben, uns moralisch und auch finanziell unterstützen, im Namen von der Vier-Mädel-Gruppe, Dolores, Loli, Clara und meine Wenigkeit, recht herzlich danken. Besonders hervorzuheben sind dabei die Geldspenden, gerade jetzt, wo wir uns alle mitten in einer int. Finanzkrise befinden und es wirklich schwer ist, Geld für nicht lebensnotwendige Dinge abzuzwacken, möchten wir all den Personen danken, die uns trotzdem finanziell unterstützen. Wir wissen Eure Spenden zu schätzen.

Tierschutz in Spanien und überhaupt in südlichen oder unterentwickelten Ländern ist harte Arbeit. Oft steht man ohnmächtig da, muss zusehen, kann nichts tun. Man steht Unverständnis und Unwissenheit gegenüber, Spott, Hohn, hochgezogenen Augenbrauen und mitleidigen Lächeln.

Wie soll man diesen Leuten denn von Tierschutz reden? Von Respekt gegenüber Leben? Auch wenn es nur das eines Hamsters ist? Oder eines Baumes?

Wenn sogar Stadtverwaltungen grob gegen die vorhandenen Tierschutzgesetze (ja, es gibt sie tatsächlich) verstoßen? Wie z.B. beim „cerdito engrasado“, dem eingefetteten Ferkelchen, das inmitten einer fröhlichen Kinderschar losgelassen wird, damit sich diese dann auf das arme und verängstigt quiekende Tier losstürzen kann und versucht, es einzufangen. Was natürlich ganz und gar nicht einfach ist, denn das Ferkelchen ist über und über mit Fett eingerieben und entgleitet immer wieder, sehr zur Gaudi der Kinder, den nach ihm greifenden Händen.

Hierzu ein Video „cerdito engrasado“ , in diesem Fall versuchen Jugendiche das Tier zu fangen. Ein weiteres Video aus Villalba del Rey (Cuenca)

Wenn sogar Tierquälerei mit Todesfolge als „kleiner Jungenstreich“ abgetan wird. Dies sagte die Mutter des jungen Mannes in Talavera in einem hiesigen Nachrichtenprogramm, als dieser beschuldigt wurde, mit Freunden ca. 10 Katzen zu Tode gesteinigt zu haben und sich dann mit den geschundenen Körpern dieser Tiere in respektloser Art und Weise ablichten haben lassen und diese Fotos dann ins Internet gestellt haben?

Der Katzenmörder von Talavera auf der Anklagebank

Wenn auch Eltern mit dem denkbar schlechtesten Beispiel vorangehen? Vor Jahren beobachtete ich eine traurige Szene. Ein junges Ehepaar, dessen etwa fünfjähriger Sohn ca. zwei Meter hinter ihnen einherschlenderte. Dem Vater näherter sich in unterwürfíger Haltung ein halbverhungertes Hundchen. Doch der Mann versetzte ihm kurzerhand einen Fußtritt. Das Tier jaulte auf und versuchte dann sein Glück bei dem Kind. Wie sah die Reaktion des Kindes aus? Nun, ihr könnt es Euch denken. Ein Fußtritt. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Wenn für meinen Nachbarn die Entsorgung eines Zwergkaninchen in einer zugeknoteten Plastiktüte vor einem Müllcontainer „normal“ ist.

Vor Jahren kam ich an einem eben solchen Container vorbei und hörte Geräusche. Ein Wimmern, ein Plantschen. Wasser? Seltsam.

Ich öffnete den Müllcontainer und sah entsetzt, wie zwei Jagdhundwelpen (ca. 2 Monate alt) um ihr Leben paddelten. Einer war bereits ertrunken. Welches kranke Hirn kommt auf die Idee, nicht nur die Hundewelpen in einem Müllcontainer zu „entsorgen“, sondern obendrein noch, um der Grausamkeit noch die Krone aufzusetzen, stellt er eine große Plastikschüssel mit Wasser gefüllt in diesen Container und wirft die kleinen Hunde da hinein. Was für ein Mensch muss das wohl sein?

Leider starb der zweite Welpe tags darauf, er hatte zu viel Wasser in den Lungen. Der dritte, inzwischen schon 10 Jahre alt, erfreut sich bester Gesundheit im Hause einer befreundeten Familie.

Das große Übel hier in Spanien ist die Tatsache, dass hier die Überzeugung, dass Tiere keine Seele haben, vorherrscht. Viele Leute regen sich sehr darüber auf, wenn man einem Tier einen „christlichen“ Namen gibt und nicht typische Katzen-, Hunde- oder Pferdenamen. Ein Brite hatte hier Ärger mit einigen Nachbarn, weil er seine Hündin Daniela genannt hatte.

Wie soll man dann solchen Leuten erklären, dass auch Tiere fühlen? Für sie sind es nur Gegenstände, die man benutzt und nach Gebrauch wegwirft.

Wenn man in all diesem Elend nicht einmal auf die Polizei zählen kann? Ruft man an, weil man gerade sieht, wie ein Hund verprügelt wird, sein Besitzer ihn auf den Boden knallt und dann mit beiden Füssen auf dieses arme Tier springt, dann bekommt man in lakonischen Ton zu hören, dass man sich auf die Polizeiwache bemühen solle, damit man dort meine Anzeige schriftlich aufnehmen könne. Sie nehmen sich nicht einmal die Mühe, sich an den Ort des Geschehens zu bewegen, um die Daten des Tierquälers aufzunehmen.

Sogar unsere normalerweise äußerst zuverlässige SEPRONA (Arm der Guardia Civil, zuständig für Natur- und Tierschutz lässt ab und zu auch sehr zu wünschen übrig. Eine Freundin in Burgos hat einige Jäger angezeigt, die ihre Hunde unter unmenschlichen Umständen hielten. Bei der Guardia Urbana (Polizei, die sich um Angelegenheiten innerhalb der Stadtgrenzen kümmert und die kompetent für Haustiere ist) erntete sie Gelächter. Als sie dann zur SEPRONA ging, hatte sie auch nicht viel mehr Glück. Statt eine Anzeige mit den von ihr zusammengetragenen Daten aufzunehmen, informierten die Polizeiagenten die Besitzer der Tiere, die sie dann verschwinden ließen. Keiner weiß, wo sich die Jagdhunde jetzt aufhalten. Aber es ist anzunehmen, dass sich ihre Haltung keineswegs verbessert hat.

Laut José Maria Pérez Monguió, Universitätsprofessor an der Universität Cádiz, spezialisiert in Behörden- und Tierschutzrecht ist es die Polizei, die nicht dafür sorgt, dass die Tierschutzgesetze eingehalten werden. Die Tierschutzgesetze in Spanien sind zwar renovierungsbedürftig, aber mit denen, die wir hier zur Verfügung haben, könnte man sogar die Stierkämpfe und Volksfeste mit Tieren verbieten.

So müsste die Guardia Urbana unverzüglich bei dem „eingefetteten Ferkelchen“ einschreiten. Aber was tut sie? Nichts. Obendrein schauen die Polizeibeamten auch noch lachend zu. Vor vier Jahren verbrannte ein Feuerstier bei lebendigem Leibe vor aller Augen auf dem Dorfplatz. Was tat die Polizei? Nichts. Der „toro de la vega“ wird von motorisierten Agenten der Guardia Civil, von SEPRONA begleitet.

Wie soll man denn gegen Tierquäler vorgehen, wenn man nicht einmal die Gesetzeshüter auf seiner Seite weiß? Deshalb stehen wir Tierschützer auch immer so hilflos, ohnmächtig und wütend da, müssen mitansehen, wie Tiere gequält werden, ohne dass diese Ganoven zur Verantwortung gezogen werden.

Daher ist Tierschutz in Spanien ein Knochenjob, wenn ich das mal so salopp sagen darf. Wir haben Eure moralische und auch finanzielle Unterstützung so dringend nötig. Wir, in diesem Falle, Clara, Loli, Dolores und ich, freuen uns sehr über Eure lieben Kommentare, die unsere Aktionen Euch entlocken. Und dabei haben wir noch nicht einmal richtig angefangen.

Es gibt noch viel vorzubereiten: Tierrettungen, Aufklärungskampagnen, verschiedene Wohltätigkeitskonzerte, die Verlegung eines Buches über Katzenelend ist vorgesehen, ebenso eine Ausstellung über das gleiche Thema, dann liegt uns ein Taubenprojekt, das an das Frankfurter angelegt sein soll 3sat.de/mediathek: Regulierter Taubenbestand mit Gipseiern und Verschlag, sehr am Herzen, das nie endende wollende Thema Stierkampf und dessen schrecklichen Abarten, den Volksfesten mit Stieren, Kühen und Kälbern und dann der verbissene Kampf gegen die Borniertheit von Bürokraten. Die Guardia Urbana ist da mit eingeschlossen.

Nochmals unseren aufrichtigsten Dank für Eure Worte und Eure Spenden. Beides ist immer willkommen und zeigt uns, dass wir nicht alleine sind, dass wir doch nicht ganz so „verrückt“ sind, wie man uns hier in Spanien immer glauben machen will.

Herzlichst, Eure Caroline

c-carol-red.bmp

Einige Veröffentlichungen über die Arbeit von CUIDADANOS PARA LOS ANIMALES:

Eine Woche im Leben einer neugegründeten Tierschutzorganisation
Kastrationsprojekt Straßenkatzen von Mataró
Jagdhunde

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 1 Kommentar

20th Februar 2009

Eine Woche im Leben einer neuen Tierschutzorganisation

31.01.
Treffen mit Igualdad Animal zwecks Absprache zu gemeinsamen Aktionen gegen die Tauromachie

Javier, Jose, Shannon, Carol
t-bcn-igualdadanimal-javier-jose-shannon-carol-red.JPG

Konferenz über Veganismus
t-bcn-igualdadanimal-jose-shannon-javier-red.JPG

01.02.
Treffen mit Mimi, einer Pflegerin der Katzenkolonie des Bahnhofs von Mataró. Sie beschwert sich, dass allen Pflegern der Zugang zu verschiedenen örtl. Gemeindeinstallationen verwehrt wird und sie daher immer in Angst umherschleichen müssen, wenn sie die Katzen füttern. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Da muss was getan werden. So geht das nicht weiter.

t-renfe-gatos-callejeros-028-mimi-red.JPG

03.02.
Clara und ich unterschreiben vor Gericht unsere erste Anzeige wegen Tierquälerei gegen die Besitzer der Jagdhunde in den Bergen von Arenys de Munt.

Beitrag: 31.01.09 Jagdhunde

t-carol-y-clara-delante-juzgado-066-red.JPG

Ich rufe Teresa Giménz Candela an, Professorin in römischem Recht, Global Law Professor und Animal Law Professor an der Universität von Barcelona. Ich frage sie, ob sie unter ihren Studenten nicht vielleicht jemanden hätte, der uns als Anwalt bei Anzeigen von Tierquälerei und vor Gericht helfen möchte. Es könnte ja vielleicht für einen angehenden Rechtsanwalt interessant sein, schon vor Beendigung seines Universitätsstudium Erfahrung zu sammeln. Teresa findet dies eine gute Idee und wird meine Frage ihren Studenten weitergeben. Weiterlesen »

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 1 Kommentar

  • sos-galgos.net

  • Facebook

  • Netzwerk

  • Kalender

  • September 2021
    M D M D F S S
    « Mai    
     12345
    6789101112
    13141516171819
    20212223242526
    27282930  

SOS Galgos - CPA Bürger für Tiere

Switch to our mobile site