18th Februar 2009

Kastrationsprojekt Straßenkatzen von Mataró

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Schon vor Monaten begannen Loli und ich im Kleinen mit der Kastration von Strassenkatzen in Mataró. Inzwischen haben sich Dolores und Clara dazugesellt und haben im Dezember die „Ciudadanos para los animales“ (Bürger für Tiere) gegründet.

Leider haben wir nur zwei vom Tierheim geliehene Lebendfallen und kommen daher nur sehr schleppend voran. Wir bräuchten dringenst wenigstens 10 eigene Lebendfallen um so schneller voranzukommen.

Eine Lebendfalle kostet 150 € (Electrolug.com Nr. 665, Lebendfalle mit zwei Eingängen und mit Falltüren)

Laut Schätzung der Stadtverwaltung befanden sich im Jahre 2007 ca. 2.000 Straßenkatzen in Mataró. Es ist natürlich anzunehmen, dass die Zahl inzwischen bedeutend angestiegen ist und damit auch das Elend dieser Tiere.

Die Tierklinik Hospital Veterinari del Maresme hat uns ihre Unterstützung zugesagt. Sie veranschlagt pro Katze 30 € für die Kastrationen, die dann Clara und Loli durchführen werden. Doch wollen wir auch diese Tiere impfen, um sie gegen all die schrecklichen Katzenkrankheiten zu schützen. Pro Katze kommen dann nocheinmal je zweimal 10 € für die Impfung dazu.

Auch werden Kosten beim Aufbau und Unterhalt der Strassenkatzenkolonien anfallen, sowie Futter und Kauf von Schutzhütten, die wir zum Teil selbst basteln können. Die amerikanische Katzenschutzorganisation Alley Cats Allies stellt auf ihrer Webseite Bauanleitungen für solche Hütten zur Verfügung.

Natürlich können wir vier Mädels das nicht allein bewerkstelligen. Daher werden wir uns mit den über die ganze Stadt verteilten „cuidadoras“ (Pflegerinnen) koordinieren, um so eine optimale Kontrolle über all unsere Katzen zu bekommen.

Auch der Stadtverwaltung wird ein entsprechender Katalog mit Forderungen vorgelegt werden, in dem als erster Punkt die Ausstellung eines Ausweises als freiwilliger Helfer der Stadtverwaltung stehen wird, um diesen Personen ständigen Zutritt zu Gemeindeinstallationen zu gewähren, da dort viele Strassenkatzen Zuflucht suchen.
Dies wurde von der Schreiberin bereits im August im Gesundheitsamt vorgelegt, was jedoch ohne Reaktion seitens der Behörden blieb. Frage mich, wieso ich mich darüber eigentlich noch wundere oder ärgere. Das ist die typische Haltung der spanischen Bürokraten, wenn es um Forderungen von Tier- und Umweltschützern geht.

Hiermit möchten wir ganz offiziell um Spenden für das Kastrations- und Impfungsprogramm für die Strassenkatzen von Mataró bitten. Auf unserer Webseite www.ciudadanosparalosaniamles.org, die noch nicht die richtige Präsentation hat, da wir niemanden haben, der sie uns so richtig aufpeppt und sie uns führt, finden alle, die unseren Strassenkatzen gerne helfen wollen, auch einen Link zum PayPal-System. Für „normale“ Überweisungen hier die Bankdaten:

Kontoinhaber: Ciudadanos para los animales
Bank: BBVA (Banco Bilbao Vizcaya Argentaria)
Anschrift: Cami Ral, 377, 08301 Mataró
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM

Auf unserer Webseite ciudadanosparalosanimales.org ist auch ein Link zum PayPal-System zu finden, damit man nicht erst den Weg zur Bank gehen muss. Wie gesagt, unsere Webseite befindet sich in Arbeit, daher ist noch nicht viel auf ihr zu finden.

Hier eine kleine Fotoreportage unserer Arbeit.

Kastration vom „Chef“ der Straßenkatzenkolonie in Mataró-Cirera
rescate-macho-atigrado-cirera-en-jaula.JPG Weiterlesen »

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15th Februar 2009

Ich kann bald nicht mehr

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Sonntag, 15.02.2008
Mail von 6.50 Uhr von Caroline

Bin eben erst zurück gekommen. 3 Std. war ich heute draussen, in der Kälte.

Ganz zufrieden habe ich mich heute unter dem Netz hindurchgeschwungen, da seh ich, dass drei meiner Katzen wieder auf der Mauer sitzen. Die, die zum ehemaligen Garten geht. Verdammt. Ich habe doch gestern alles geschlossen.

Schleiche mich mit Leiter hin und sehe, dass sie sich eine Öffnung gemacht haben, durch die sie dann nach drinnen gegangen sind. Ich habe gelockt wie wild, überall Futter ausgelegt….. nach einer 3/4 Std. ist endlich der Schwarze raus. Nach noch ner halben Std. die Tigerkatze, aber mein Weisser hat die Stellung gehalten. Er wollte sein Revier nicht verlassen. Habe gelockt, Futter ganz nah ausgelegt, als er halb durch die Öffnung war, hab ich ihn von hinten angeschubst, damit er vorne runterfällt.

Da hatte ich aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Er dreht sich um und faucht mir mitten ins Gesicht. Mist. In dem Moment geht eine Balkontür auf, und der “Spucker” rotzt ekelhaft und speit dann alles in den asfaltierten Hof. Kann er das nicht drinnen machen? Und ein Taschentuch benutzen?

Ich bewegte mich nicht, hoffend, dass er mich für irgendeinen “bulto” halten würde. Jetzt steckte er sich auch noch ne Zigarette an. Aaaaaaaaaaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhh. Endlich war er weg und ich entschloss mich, die Öffnung trotz Weissem wieder zu schliessen. Dann würde er eben drinnen bleiben. Wenn er Hunger hat, wird er die drei Meter von der Mauer dann hoffentlich wohl runterspringen. Wenn die Katzen durch die Öffnung gehen, haben sie eine Art Stufen und müssen nicht aus dieser Höhe springen.

Da kam mein Tigerchen wieder zurück. Sie ist immer ganz ängstlich und als sie sah, dass sie nicht wieder zurück in ihr Revier konnte, fing sie jämmerlich an zu miauen. Und der Weisse von drinnen auch. Sie sind Geschwister. Brüderchen und Schwesterchen. Da sassen sie nebeneinander und konnten nicht zueinander, weil ein Stück Plastikzaun dazwischen war.

Ich weiss nicht, ob ich alles diesmal fest genug gemacht habe. In der Dunkelheit kann ich natürlich auch nicht sehen, ob ich auch immer gut beide Zäune erwische. Und so viel Draht habe ich auch nicht dabei, um alles total dicht zu machen. Und wenn ne Katze in Panik ist, dann ist sie zu allem fähig.

So schlich ich von dannen, schweren Herzens, das klägliche Miauen konnte ich noch lange hören. Mist verdammter. Wieso habe ich bloss kein Geld? Dann würde ich all diese Tiere mit auf meinen Hof nehmen und basta. Und ich müsste mir nicht ständig die Nächte um die Ohren schlagen. Seit einem Jahr nun schon.

Draussen begrüsst mich wieder mein Schwarz-Weisser. Ich hetze mit der Leiter nach Hause, weil Chus ja das Auto hat und ich daher die Leiter in der Whg. lassen muss. Der Kater ist hoch erfreut, als er die offene Tür sieht und will ins Treppenhaus. Kann ihn gerade noch davon abhalten und schliesse die Tür. Meine Güte, dieser Blick!!! Er brach mir fast das Herz. Dann fing er an zu miauen.

Ich holte schnell Charly, raus auf die Strasse und da kam er schon überglücklich angesaust und begleitete uns auf unserer Runde. Noch immer konnte ich das Miauen meiner Geschwisterkatzen hören. Mist.

Während der Hin- und Herrennerei hatte ich eine Ringeltaube bemerkt, die vor der Haustür herumlief. Schenkte ihr keine grosse Beachtung, denn oft sind Tauben hier schon nachts zur Stelle und suchen Futter. Viele Vögel, die normalerweise Tagtiere sind, haben sich hier in Nachtvogel verwandelt. Die werden schon wissen warum. Ich auch.

Von der Runde zurück, näherte ich mich der Haustür, der Kater drehte seine Kreise um mich herum, damit ich ihn auch ja mitnehme. Da sehe ich die Taube wieder. Auf einer Seite ganz mit Blut beschmiert. Nähere mich, sie kann nicht fliegen. Binde Charly im Treppenhaus an, ziehe meine Weste aus und renne wieder raus.

Der Kater stand schon in Angriffstellung, ich zu der Taube hin und warf meine Weste über sie. Ich schnappte sie mir samt Weste und da stand ich.

Mutterseelenallein, mitten auf der Strasse, mitten in der Nacht, total verfroren, unendlich müde, mit einer Taube unter dem Arm, mit dem Kater, der mich pausenlos umkreiste und mich mit seinem Kopf anstiess. Von weitem hörte ich meine Geschwisterkatzen miauen, da vernahm ich ganz nah ein leises Miauen, doch, obwohl ich suchte, konnte ich nicht ausmachen, von wo es kam. Eine eingeschlossene Katze. Kein Zweifel. Ich untersuchte alle Müllcontainer. Nichts. Ich war verzweifelt, konnte sie nicht finden.

Am Ende meiner Nerven, band ich Charly los und ging hoch in die Wohnung, während auf der Strasse mein Kater kläglich miaute. Er wollte zu mir und bei mir bleiben. Verdammte Sch….

Ich kann bald nicht mehr. Wenn nicht bald was passiert, ich dreh noch durch. Das Private, die sturen Bürokraten, wegen denen ich mir die Nächte um die Ohren schlagen muss, der Ärger mit den Strassenkatzen, meine Ohnmacht, weil ich ihnen nicht helfen kann. Echt, ich krieg noch die Krise. Irgendwann brech ich zusammen.

Als ich die Taube im Bad in eine Transportbox setzte, sah ich erst das ganze Ausmass an Quälerei. Man hatte ihr total die Flügel gestutzt. Nicht nur die Spitzen. Nein. Alles. Nur der obere Teil existierte noch, aber auch angeschnitten. Und die Arme voller Blut. Sie entwischte mir und taumelte durch die Luft. Und ihr Blut spritzte auf die Wände und auf meine Kleidung.

Verdammte Mistkerle. Erst verstümmeln sie sie und dann lassen sie sie frei. Damit ein Hund oder eine Katze sie erwischt oder grausame Kinder. Wirklich, ich bin am Ende. Es fehlt nur noch ganz wenig, bis ich ex- oder implodiere. Ich glaube, irgendwann falle ich in eine tiefe Depression. So fühl ich mich wenigstens.

Das ganze Leid ringsumher, ich will helfen und kann nicht, weil ich kein Geld habe. Ich müsste dringenst Katzen kastrieren, kann aber nicht, weil ich kein Geld habe. Daher werden wieder mehr Katzen geboren, die dann nur leiden und gleich wieder sterben müssen. Ein Glück nur, dass ich in Cataluña lebe, hier ist es ja noch einigermassen auszuhalten. In Andalusien, Extremadura…. dort könnte ich nicht leben. Da sässe ich entweder im Gefängnis oder in einer psychiatrischen Anstalt. Das erstere, wegen Mord an einem Taurino oder Galguero und im zweiten Fall, weil ich durchgedreht bin, angesichts dieser entsetzlichen Quälereien, die einfach nicht aufhören.

Sei es an einem Hamster oder Taube bis hin zu Pferden und Stieren. Wirklich, ich weiss nicht, wie lange ich noch meine geistige Gesundheit erhalten kann.

Jetzt, viertel vor sieben, werde ich versuchen, ein wenig zu schlafen. Ich bin echt erledigt, seelisch, körperlich und finanziell sowieso.

Bis später dann

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Da diese Situation einfach nicht mehr tragbar ist, sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es sowohl für die Katzen, als auch für Caroline, das Beste wäre, für diese Katzen der kleinen Kolonie, Adoptivfamilien zu finden, bevor sie dem äußerst brutal vorgehenden städtischen Tierfänger in die Hände fallen, oder vergiftet werden und bevor Carolines krankheitsbedingte ohnehin schon angekratzte Gesundheit noch mehr leidet oder sie gar zusammenbricht.
Einige Katzen hat Caroline bei sich zuhause aufgenommen, u.a. eine sehr liebe, frisch kastrierte Katzendame und einen kleinen wilden Katzenwelpen.

Wer helfen und einigen dieser Katzen ein schönes zuhause bieten kann, möchte sich bitte direkt mit Caroline Waggershauser in Verbindung setzen. Sie kann Ihnen dann die Tiere detailliert beschreiben und ihnen Fotos aller zu vermittelnden Katzen schicken.

Siehe auch:
Die Katzen von Mataró
Es war einmal…eine Katzenkolonie in Mataró

Kontakt: Caroline Waggershauser cwaggershauser@gmail.com

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Finanzielle Unterstützung findet ihren Weg über folgende Bankverbindung:

Ciudadanos para los Animales

Banco Bilbao Vizcaya Argentaria
Kontonummer: 0182 4170 06 020 158 8916
IBAN: ES33 0182 4170 06 020 158 8916
SWIFT: BBVAESMM
Cami Ral, 377
08301 Mataró (Barcelona)

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31st Januar 2009

Jagdhunde

Wieder wurde die von Caroline Waggershauser gegründetet Organisation “cuidadanos para animales” (Bürger für Tiere) um Hilfe gebeten. Den Tipp, bei einem Jäger nach dem Rechten zu schauen, erhielt sie von dem hundelieben alten Herrn aus Arenys de Munt, über den ich vor kurzem berichtet hatte, siehe:

Ein Hundeleben
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Jaume hatte schon sehr schlechte Erfahrungen mit diesem Jäger aus der Nachbarschaft gemacht, oft laufen dessen Hunde frei rum und haben schon Schafe gerissen. Einmal hatte Jaume 11 dieser Jagdhunde bei sich aufgenommen und versteckt, bis mit Sturmhauben vermummte und mit Schlagstöcken bewaffnete Jäger kamen und diese Hunde an Ohren und Pfoten vom Grundstück zerrten. Mina, die Frau die mit ihrem Mann auch bei Jaume und seiner Frau lebt, hatte alles gefilmt, als die Angreifer es bemerkten flog ihr ein großer Stein ins Gesicht und die Kamera ging kaputt. Jäger, ein genauso agressives Kollektiv wie die Taurinos, was will man auch anderes erwarten, von Menschen, die das Töten als Vergnügen empfinden.

Caroline und ihre Freundin Clara, eine Tierärztin, hatten nur ungenaue Angaben über den Aufenthaltsort der Jagdhunde. Bewaffnet mit einer riesengroßen Zange, um evtl. Zäune und Ketten zu durchschneiden und mit viel Dosenfutter für hungrige Hunde im Gepäck und natürlich mit Fotoapparat und Videokamara ausgestattet machten sich die zwei Frauen auf den Weg.

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Verabredet waren sie mit Beamten von der SEPRONA, diese erschienen jedoch nicht. Wie üblich, wenn man die Polizei braucht, ist sie nicht da, was mich wiederum nicht wundert, denn viele Angehörige der SEPRONA sind in ihrer Freizeit Jäger.

Nun der Bericht von Caroline:

Clara und ich stapften keuchend bergauf durch den Wald. Immer wieder hörten wir das typische Geheul eines Jagdhundes. Wir gingen immer in diese Richtung, kletterten über Zäune. Wir waren auf einem Privatgrundstück. Hoffentlich erwischt uns keiner. Weiterlesen »

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25th Januar 2009

Es war einmal…eine Katzenkolonie in Mataró

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Wer die Hintergründe nicht kennt, den bitte ich, zuerst folgenden Beitrag zu lesen:

Die Katzen von Mataró

vorher:
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nacher:
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Ein sinnvolles Projekt wurde zerstört, der Garten wurde dem Erdboden gleichgemacht, die kleine Katzenkolonie hat ihren geschützten kleinen Lebensraum verloren, still und leise, klammheimlich, ohne dass Caroline Waggershauser die Möglichkeit hatte, die Katzen zumindest einzufangen und in einem vernünftigen Tierheim unterzubringen.

Trotz monatelangem Versuch, diesen Bürokraten mit Argumenten, Vernunft, Wissen, Bittschriften und über 1.500 gesammelte Unterschriften aus der ganzen Welt beizukommen, fielen am 22.01.2009 in Mataró (Barcelona) nicht nur gesunde Bäume, man hat auch den dort lebenden Katzen und Vögeln ihren Lebensraum genommen.

Eine kleine grüne Oase, die Sauerstoff und Wohlbefinden spendete wurde Opfer uneinsichtiger, sturer und ignoranter Bürokraten, das betreffende Sportplatzgelände ist groß genug, man hätte eine andere Lösung für den Bau der neuen Umkleidekabinen finden können. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg, aber was zählen schon ein paar Bäume oder Tiere in den Köpfen dieser Schreibtischtäter.

Die Katzen kennen die Gefahren, die nun auf der Straße auf sie lauern nicht, da sie in diesem kleinen Garten geboren wurden und niemals aus ihm herauskamen. Desorientiert und voller Angst irren sie nun herum, um irgendwo Zuflucht zu finden.

Das Rathaus hielt es noch nicht einmal für nötig, verschiedene Bittschriften, sogar eine aus dem Ausland, zu beantworten. Mit einer Machtpolitik ohnegleichen setzte sie sich darüber hinweg und handelte sogar gegen ihre eigenen Lehren, öffentlich bekundet die Stadt oft und gerne ihren Sinn für die Natur, fordert die Natur zu respektieren und mit ihren Resourcen sorgsam umzugehen. Offensichtlich galt dies nicht für diese kleine Oase, sie musste weichen.

Mit dieser Vorgehensweise zeigen die spanischen Behörden auch schon den kleinsten und jüngsten Bürgern, dass man Probleme durch “Beseitigung”, sei es Natur oder Tiere, löst. Daher braucht man sich auch nicht zu wundern, dass in Spanien jegliche Art von Tierquälerei und Verstöße gegen die Natur meistens unbestraft bleiben, die Vorgehensweise der Stadtverwaltung von Mataró ist ein trauriges Besipiel dafür, dass Natur und Tiere keinen Stellenwert besitzen.

PROTESTBRIEF an die zuständigen Behörden:

Mit Entsetzen habe ich davon Kenntnis erhalten, dass Sie komplett die Petitionen vieler Bürger ignorieren, in denen diese um Erhaltung des sich im Stadteil Cirera de Mataró befindenden Gartens bitten. Der Garten dem Erdboden gleichgemacht wurde, die Katzen unauffindbar sind, die alles hinter dem Rücken der Tierschützerin Caroline Waggershauser.

So zeigen Sie den kleinen und jungen Bürgern ihrer Stadt, wie man Probleme löst, indem man sie “eliminiert”.

Seien sie sicher, Herren der Stadtverwaltung von Mataró, dies ist kein gutes Marketing, weder für ihre Stadt noch für ganz Spanien, welches immer mehr in den Blick der internationalen Öffentlichkeit gerät, aufgrund der Ignoranz gegenüber unseren Mitgeschöpfen.

Aber was will man auch erwarten, von einem Land, welches die Misshandlung von Stieren als Kultur betrachtet und wo Tierschutzgesetze nur auf einem Blatt Papier vorhanden sind, mehr Schein als Sein.

Seien Sie sicher, so wird es nicht weitergehen, Spanien ist in der EU und moderne Europäer wissen,  was man darunter zu verstehen hat.

Diese Art und Weise zu handeln ist hinterhältig und wir verlangen von Ihnen die Wiederherstellung des Gartens, damit dort wieder Tiere leben können und Pflanzen zur Verringerung der Luftverschmutzung, die eine Stadt verursacht, beitragen.

Hochachtungsvoll
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Land

Con estupor recibí la noticia que Vds. ignoraron por completo las peticiones de muchos ciudadanos en que se pedía por la vida del jardín situado en el barrio de Cirera de Mataró. El jardín fue eliminado, los gatos que vivían en él han desaparecido. Y todo ello a las espaldas de la animalista Caroline Waggershauser que llevaba meses intentando salvarlo.

Pueden estar seguros, señores del ayuntamiento de Mataró, que esto no es un buen marketing para su ciudad ni para España, que cada vez esta más en el punto de mira internacional debido a la ignorancia con la que tratan Vds. nuestros compañeros del planeta, los animales.

¿Así enseñan Vds. a los pequeños y jóvenes ciudadanos resolver los problemas, “eliminándolos”?

Pero, ¿qué se puede esperar de un país en el que el maltrato a los toros se considera cultura y donde las leyes de protección animal sólo existen en papel mojado?

Pueden estar seguros que esto no va a continuar así. España es miembro de la CE y los europeos modernos saben lo que comporta esto, en cambio, Vds. no.

Este modo de actuar es subrepticia y les exigimos que la reconstrucción de ese jardín para que puedan volver a convivir plantas y animales tanto como para disminuir la contaminación que genera una urbe.

Atentamente
Name
Land

Bitte kopieren und unterschreiben Sie den spanischen Protestbrief und schicken ihn an folgende E-mail Adressen:

Betreff: Política rastrera y oportunista

Bürgermeister: jabaron@ajmataro.cat

Sportdezernat:

sgrabolosa@ajmataro.cat, esports@ajmataro.cat

Gesundheitsamt/Sanidad y Salud Pública:

jmteniente@ajmataro.cat, cesteban@ajmataro.cat

Redaktion/redacción CAP GROS:

redaccio@capgros.com

Redaktion/redacción Tot Mataró:

mataro@totmataro.cat

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17th Januar 2009

Ein Hundeleben

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Vielen Lesern ist die Tierschützerin Caroline Waggershauser sicher schon ein Begriff. Ihr Haupteinsatzgebiet ist der Kampf gegen die Tauromachie, aber auch das Wohlergehen aller anderen Tiere gehört zu ihrem Lebensinhalt. Caroline, hochgeschätztes Mitglied diverser Vereine und Mitglied der PACMA, der Partei gegen die Misshandlung von Tieren, hat
gerade erst eine Tierschutzorganisation gegründet, “cuidadanos para animales” (Bürger für Tiere) und schon wurde sie um Hilfe gebeten und trat ihre offizielle erste Amtshandlung an.

Es handelt sich um 120 Hunde auf einem Anwesen bei Arenys de Munt, die ein neues Zuhause suchen, Hunde, die eigentlich auf den ersten Blick, ein richtig schönes Hundeleben führen.

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Ihr Besitzer, Jaume, hat einen Hund nach dem anderen während vieler Jahre von der Straße aufgelesen. Allesamt Streuner, ausgesetzt, verlaufen, was auch immer ihr Schicksal war, Jaume gab jedem dieser Straßenhunde ein Zuhause. Mittlerweile ist Jaume schon weit über 80 Jahre alt, erfreut sich noch bester Gesundheit, aber dies kann sich bei einem Menschen in diesem betagten Alter schnell ändern und bevor es soweit ist, dass der tierliebe Spanier seine Tiere gar nicht mehr versorgen kann oder er verstirbt, was bedeuten würde, dass alle Tiere getötet würden, möchten wir nun versuchen, nach und nach, für die Hunde die vermittelbar sind, ein neues Zuhause zu finden. Weder Jaumes Frau noch seine Söhne wären bereit, sich um das große Rudel zu kümmern. Das riesengroße Anwesen gehört offiziell seiner Frau, sie hat schon mehrere Male geäußert, sollte ihr Mann einmal nicht mehr da sein, werden die Hunde sein Schicksal teilen.

Clara, eine der Tierärzte der “Bürger für Tiere” hat während 5 langer Jahre alle Hunde, einen nach dem anderen, kastriert, doch bis sie endlich alle durch hatte, wurden immer wieder Welpen geboren. Clara kapitulierte nicht und nun sind wirklich alle Tiere kastriert, man weiß nicht, wie lange Jaume die vielen Tiere noch versorgen kann, fest steht, dass seine Ehefrau ungeduldig ist und auch die Stadtverwaltung Probleme bereitet.

Deswegen besuchte Caroline mit ihren Freundinnen Clara und Sonia, den alten Herrn auf seinem ehemals herrlichen, nun etwas heruntergekommenen Anwesen um eine Bestandsaufnahme mit Fotos und Videomaterial zu machen. Die einzige Hilfe, die Jaume hat, ist ein Ehepaar welches auch dort lebt, aber nur weil er es wünscht, bei seinem Ableben würden nicht nur die Hunde, sondern auch sie auf der Straße landen.

Hinzu kommen Probleme mit der Stadtverwaltung. Jaume besitzt keine Erlaubnis, das sog. “núcleo zoológico”. Die Stadtverwaltung verlangt die Abschaffung der Hunde, eine Erlaubnis werden sie nicht erteilen, da das Anwesen die erforderlichen Auflagen nicht erfüllt. Eine der Auflagen wäre eine Zwingerhaltung, dies obwohl das Grundstück komplett und sicher eingezäunt ist, das Rudel hat enorm viel Platz, sogar ein kleines Wäldchen und ein kleiner See zum Baden steht ihm zur Verfügung, ein Paradies für die an Freiheit gewöhnten, halbwilden Hunde.

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Die Mühlen der Bürokratie arbeiten normalerweise langsam in Spanien, man hofft jetzt, genug Zeit zu haben, alle Tiere per Foto zu registrieren und zu beschreiben. Sie alle werden nur Familien mit großem Grundstück zu vermitteln sein, die meisten kennen nur ihr kleines Hundeparadies, verfügen über ein hervorragendes Sozialverhalten im Rudel, leben im Grunde genommen so frei wie ihre Vorfahren die Wölfe, nur das Revier ist eingegrenzt und die Nahrung müssen sie sich nicht selber beschaffen.

Eine lokale Zeitschrift, CAP GROS, hat sich schon bereit erklärt, wöchentlich kostenlos einen Hund in der Sektion “Haustiere” zu veröffentlichen. Auch werden wir versuchen, so viele Hunde wie möglich auf verschiedenen Webseiten, sowohl in Spanien als auch hier, zu veröffentlichen.

Es wird ein schwieriges Unterfangen kompetente Stellen für so viele große, an ein Leben in Freiheit gewöhnte Hunde zu finden, am besten wäre es sicher, sie paarweise oder als Kleingruppen zu vermitteln, viele von ihnen sind schon recht alt.

Ideal wäre es, wenn man ein entsprechendes Grundstück mieten oder kaufen könnte und sie nur umquartiert werden müssten, damit sie weiterhin so leben können wie bisher, aber im Moment fehlt für solch ein Projekt noch der finanzielle Rückhalt. Etwas zu mieten bedeutet in Spanien, immer mit einem Bein auf der Straße zu stehen, zu schnell und einfach kann ein Vertrag gekündigt werden, dies ist auch schon Tierheimen passiert.

Jaume besitzt auch Esel, Pferde und Ponies die kein Leben in einem beengten Reitstall fristen müssen, aber die Versorgung fällt ihm schwer und dementsprechend ist auch der Zustand dieser Tiere. Der alte Herr kümmert sich so gut er kann, aber in seinem Alter gehen viele Dinge nicht mehr einfach von der Hand und langsam aber sicher wächst ihm alles über den Kopf.

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Vorgestern versuchten Caroline, Clara und Sonia ihm klar zumachen, dass er unbedingt ein
Testament zugunsten der Tiere machen sollte um zu vermeiden, dass sie allesamt getötet werden, aber er nimmt das alles auf die leichte Schulter, lachte laut und meinte, dass er mindestens 100 Jahre werden würde.

Das hoffen wir auch. Für ihn und seine Hunde.

Ab sofort werde ich regelmäßig über die Lage berichten, folgendes Foto ist mit einem Fotoalbum verlinkt, dort finden sie u.a. die einzelnen Hunde, die Beschreibungen werden in Kürze hinzugefügt, dies werde ich dann bekannt geben.

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Clara kennt die Hunde sehr gut und kann ihren Charakter gut einschätzen, einige sind sehr unsicher und werden oft gemobbt, stehen immer im Abseits, aber für so ein riesiges Rudel ist ihr Zusammenleben sehr friedlich.
Ich hoffe, wir können dazu beitragen, diesen Tieren auch weiterhin eine gute Zukunft zu bieten, weder diese noch andere Hunde haben es verdient, schnell und bequem per Tötung beseitigt zu werden. Haben nicht wir alle eine ethische Verantwortung gegenüber den Tieren, die auf unseren Schutz und unsere Fürsorge angewiesen sind?

Wer helfen kann, egal in welcher Form, möchte sich bitte mit Caroline Waggershauser in Verbindung setzen.

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Kontakt: cwaggershauser@gmail.com

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31st Dezember 2008

Die Katzen von Mataró

Der tägliche Kampf gegen die Uneinsichtigkeit der Bürokraten, oder wie man einer Tierschützerin und ihren Straßenkatzen das Leben schwer macht

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Schon seit langem setzt sich die kompetente Tierrechtlerin Caroline Waggershauser, vielen sicher schon bekannt aus meiner Berichterstattung in puncto Stierkampf und Pferdedramen, für die Verbesserung der Lebensbedingungen ihrer Straßenkatzen ein.

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Nicht nur, dass sie herumirrende Katzen füttert und bei Bedarf einem Tierarzt vorstellt, sie betreut Tag für Tag, Woche für Woche, bei jeder Witterung, eine kleine Kolonie von Katzen. Zur Zeit befinden sich dort 6 Tiere, diese wurden alle nacheinander eingefangen, kastriert, geimpft und wieder in Freiheit entlassen.

Medizinisch versorgt werden die Katzen von den Tierärztinnen Clara und Loli in der Tierklinik Hospital Veterinari del Maresme, es ist die modernste und beste Tierklinik weit und breit.

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Diese Kolonie befindet sich auf einem kleinen Grünstreifen eines Sportplatzes.

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Da die Tiere sich tagsüber verstecken und eine Betreuung von Seiten der zuständigen Behörden, Gesundheitsamt und Sportamt, unerwünscht ist, schleicht sich Caroline Nacht für Nacht, manchmal in Begleitung ihres Sohnes, sieben Tage die Woche, auf Socken, auf das Gelände. Schuhe würden auf dem sandigen Boden zu sehr knirschen, wenn kein Wind weht, keine Blätter rascheln, hört man eine Stecknadel fallen. Dies immer mit einem flauen Gefühl in der Magengegend, die Angst man könnte entdeckt werden ist groß, oft brennt noch irgendwo Licht oder jemand raucht auf dem Balkon eine Zigarette, die an das Grundstück grenzenden Häuser stehen teilweise nur drei Meter entfernt. Dann heißt es Luft anhalten und regungslos verharren bis die Gefahr gebannt ist. Ausgestattet ist Caroline mit einer zusammenklappbaren Aluminiumleiter und reichlich Futter im Gepäck, oft schleppt sie noch Fallen mit. Vorbei an einer Reihenhaussiedlung, im Schatten der Häuser, still und leise, um nur keine Anwohner zu wecken. Um zu den Katzen zu gelangen muss eine hohe Mauer überwunden werden, dann ist äußerste Vorsicht angebracht, denn der Schein einer Laterne reicht bis zu dieser Mauer.

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All dieser Aufwand ist nötig, weil die Behörden uneinsichtig sind, es könnte so einfach sein, man ist aber nicht bereit, ihr einen Nachschlüssel für die Turnhalle zu übergeben, damit sie durch diese hindurch kann, um zu diesem Garten zu gelangen.

Gespräche, Briefe, Unterschriften, all dies hat bis jetzt kein Gehör gefunden, wird einfach ignoriert.
Als Caroline schließlich erfuhr, dass das kleine grüne Fleckchen dem Erdboden gleichgemacht und zubetoniert werden soll um eine neue Umkleidekabinen zu bauen, war es mit ihrer Geduld vorbei. Jeder weiß, dass man Katzen nicht so einfach umquartieren kann, sie sind sehr revierbezogen, genauso wenig kann man verwilderte Katzen in eine Familie vermitteln.

So begann der Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie. Es sind ja nicht nur die Katzen die aus ihrem Lebensraum raus gerissen werden sollen, es geht ja auch um das kleine Stückchen Grünfläche, um ein kleines heiles Ökosystem welches unwiederbringlich zerstört würde.

Am 30. Juni übergab Caroline dem Bürgermeister von Mataró, Herrn Joan Antoni Baron i Espinar, die ausgearbeiteten Projekte für die Strassenkatzen und Stadttauben, in denen ethische und moralische Lösungen zu deren Kontrolle vorgeschlagen werden und überreichte gleichzeitig mehr als 1000 Unterschriften für die Erhaltung der Grünfläche.
Am 10. September hatte sie eine Besprechung beim Gesundheitsamt. Die Projekte fanden Anklang, sollten aber von dem Tierheim SPAM umgesetzt werden. Dies kommt für Caroline überhaupt nicht in Frage, das Tierheim, welches sie durch frühere eigene Mitarbeit sehr gut kennt ist vollkommen überlastet, ansteckende Krankheiten und Tod sind an der Tagesordnung, es mangelt an Personal und Erfahrung, vor allem bezüglich der Tauben, auch Zeit und finanzielle Mittel sind für die 2000 streunenden Katzen nicht vorhanden. Laut der Tierheimleiterin ist die Katzenanlage mit Viren durchseucht, die Wahrscheinlichkeit im Tierheim zu erkranken ist äußerst hoch.
Am 01. Dezember übergibt Caroline der Sekretärin des Bürgermeisters eine Petition “Firma Contra el Cierre del Último Refugio de Gatos Abandonados de Mataró” mit 1380 online Unterschriften die bis zum 27.11.2008 gesammelt wurden, sowie weitere 254 handgeschriebene Unterschriften.
Am 15. Dezember schickte sie einen Brief an den Bürgermeister, ganz persönlich, an seine Privatanschrift, zusammen mit Bittbriefen der Plataforma Gatera Ya aus Barcelona und der Universität von Valladolid.
Auch CACMA, PACMA, Caroline gehört dem Vorstand dieser spanischen Tierschutzpartei an, mit Schwerpunkt internationale Beziehungen, LIBERA und Stop Our Shame unterstützen die Projekte, sogar Pedro Pozas der Präsident vom Proyecto Gran Simio hat persönlich mehrere Male im Rathaus angerufen, auch von mir wird der Bürgermeister noch “nette” Post bekommen, doch die sind so stur wie nur Bürokraten sein können.

Caroline Waggershauser hat inzwischen die Bürgerinitiative “ciudadanos para animales.” / “Bürger für Tiere”, kurz CPA genannt, gegründet. Amtlich ist sie seit dem 19. Dezember, die offizielle Bestätigung vom Innenministerium dauert etwa ein bis zwei Monate, aber schon jetzt darf man ganz offiziell arbeiten. Sie können sicher sein, Caroline wird nicht aufgeben und sich für die Rechte der Straßenkatzen genauso einsetzen wie für die Straßentauben Matarós.
Nicht zu vergessen ist ihr Einsatz gegen die Tauromachie, auch hier ist Caroline auf internationaler Ebene tätig und kämpft unerbitterlich für die Abschaffung der Stierkämfpe in den Arenen sowie gegen die zahllosen Spektakel in denen Stiere bei Festivitäten brutal gepeinigt werden, Feste wie der Toro de la Vega und die sog. Feuerstiere, um nur einige zu nennen.

Mataró, eine Stadt in Katalonien, die vor Jahren für grausame Schlagzeilen sorgte, als bekannt wurde, dass die Hunde und Katzen der inzwischen geschlossenen Perrera, lebendig in den Verbrennungsofen geworfen wurden, sollte endlich einmal ein positives Zeichen setzen und moderne und tierschutzgerechte Projekte unterstützen, Initiativen die allen Tieren zu einem besseren Leben verhelfen.

gatos_callejeros_dossier_para__ayuntamientos_def1.pdf

palomar_de_manlleu_dossier_def.pdf

palomas-dossier-para-ayuntamientos-def.pdf

palomas_control_de.pdf

carta-al-alcalde-brief-an-den-buergermeister.doc

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21st Dezember 2008

Horse-drama in Málaga

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Stallion Pura Raza Española

In the end of October we received a request for help from Germany; a German tourist had seen horses in a horrible condition on the stud farm Yeguada el Potril in the province Málaga-Colmenar, close to Alfarnate. The horses were emaciated, horses belonging to the PRE (Pura Raza Española). These are the beautiful horses also known as Andalusian horses.

When she got back home she was searching the internet for someone in Spain who would be able to help and got in touch with Caroline Waggershauser, member of the Andalusian Collective against animal abuse.
After the president of CACMA, Antonio Moreno, had been informed about the case, he drove to Colmenar and spoke with members of the SEPRONA (Nature- and animal police, part of the Guardia Civil) there. According to them the stud farm met the minimum requirements concerning accommodation and hygiene.
So at that moment nothing more could be done.
In the meantime pictures of the horses from the stud farm El Potril had arrived as well as the information that several mares, one stallion and eight foals had died within the last nine months. The only food the horses had available was straw lacking any nutritional value. This is the reason why you see mares with swollen bellies although they are reduced to a skeleton, many of those beautiful animals died because of malnourishment.

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The dead horses were buried on the territory, a severe offence against the law for epidemic prevention. Such offences as well as the animal abuse in Spain often are treated as “peccadilloes”, so the fight against bureaucracy began and many animal rights activists have been driven to desperation by this before. Many people look the other way in Spain and close their eyes so they don’t see the misery, don’t get involved because it costs too much effort and causes problems, costs money and will not be rewarded with success in many cases – so it seems a waste of time to many people.

Success is with those who persistently and assertively present their concerns to the authorities. Antonio Moreno is such a man who never stops supporting the rights of animals every day.
After Antonio had seen this horrible scenario he immediately made his report to the police based on law 8 / 20003 of the animal healthcare system and article 337 of the penal law. This report was presented to the Partulla Urbana of SEPRONA in Málaga on November 26th, 2008 whose members together with those of the OCA (agriculture authority) investigated on the stud farm El Potril. The results of the inspection were presented to the district court of Málaga on December 10th
Concerning this horse-drama we were lucky to have a direct contact to Beatriz Ferrer Salat. When she came back from the U.S., she immediately contacted Fernando Gomez of the agriculture authority of the Junta in Andalusia and Pablo Martín of the ANCCE (Asociación Nacional de Criadores de Pura Raza Española) in Sevilla and was able to get an inspection organized for the very next day.

Beatriz Ferrer Salat, the picture leads to her website:
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copyright Julia Wentscher

From that moment things went fast. Antonio himself was able to take pictures on the stud farm. What he found there was terrible, two foals and a mare lying on the ground. He put one of the foals on its legs and led it to the watering place. When he left it, it was still standing. We do not know whether it survived.

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The Agricultural authority of the Andalusian government ordered immediate impoundment of all surviving horses. On the stud farm gathered a large amount of police together with other official delegates as necessary in such cases. The lawyer of José-Maria Camacho, the owner of the horses, obtained an interim order though. Through this the horses could still stay on the property of Mister Camacho as long as he would meet the obligations to feed the animals properly and have a veterinary taking care of them.
To meet these conditions will most likely be a problem for him since he has enormous financial problems, his house and property were supposed to be sold by auction already, but José-Maria Camacho was able to obtain adjournment. Therefore it is not likely that there is money to provide food for the animals.
According to eye-witnesses José-Maria Camacho opened the paddock for the mares regularly to give them the opportunity of finding food on the properties of the neighbors. The Andalusian fields are not very nutritious, only after long periods of rain which barely exist the grass grows a bit better.
In the meantime Antonio tries to get a permission as temporary caretaker of the horses at court to be able to take the animals to the horse sanctuary ASOCIACIÓN CYD SANTA MARÍA in Coín near Málaga.
CACMA has already brought a charge against the owner of the horses, next Tuesday the judge will decide on the animals’ future.
If the owner can guarantee a regular feeding of the horses, they will stay on the stud farm and if not, there will be a caretaker who will take care of the horses until the final court decision.
Except for Antonio Moreno nobody has applied for this position and we hope that the judge will decide for the custody of CACMA and CvD Santa Maria.
Numerous media, press, radio and television have reported about this case.
Of course we will keep you informed, opposed to the case concerning the Trakehners in Medina Sidonia it seems that this case of animal abuse is handled a lot faster. The German tourist Elke Wimmer has started everything and got in touch with Caroline Waggershauser who is a member of CACMA and among others dealing with contacts abroad.
Thanks to the persistence and energy of Antonio Moreno and the important contacts of Beatriz Ferrer-Salat an inspection took place at a record time – it shows how important it is to have the right connections in the right places.

Why the situation had to escalate like this, why horses had to die in a horrible way can neither be explained nor be excused, it certainly would have been possible to find solutions in time to save the lives of those horses.
Horses of the Pura Raza Española are very valuable horses, a stallion usually costs between 15.000 and 40.000 €. In exceptional cases a stallion chosen for breeding can cost up to 600.000 € and a mare chosen for breeding half of that.
The horses of José-Maria Camacho originally had a value of 6000-8000 €.
Camacho does not belong to the most important breeders. Although he was registered at the ANCCE he hardly ever joined breeding events. But his horses had and have a good origin, they were and are horses of good quality but this could neither protect them against being neglected nor against starving to death.

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White stallion PRE with crossbreed gelding

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PRE mare with foal

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PRE yearling

“The owner could have sold some horses to interested people, he could have looked for temporary places on other farms or he could have given them away to responsible people to at least protect these wonderful creatures against a horrible death.
But he did nothing of all that, he was ruthless enough to let the horses die just because he did not want to sell them under their value.
All the other options mentioned would have been acceptable considering the circumstances but let the animals starve on the dry fields …. Unbelievable. How can one watch while living creatures are slowly starving? (See the case of the Trakehners). This man has been breeding the Andalusian horses for many years.

And the other question is why his Spanish breeder-colleagues did not offer him any help. This is another example for human ignorance: To look away, not to get involved.
What a mentality. I have been living here in Spain for more than 20 years but I will never get used to this – The carelessness concerning the suffering of others, human beings and animals.
Let us hope that this case will be handled faster now than the one of the Trakehners and that the surviving horses can be taken to a safe place soon and most of all in custody of CACMA.”

Caroline Waggershauser
CACMA
PACMA
Stop Our Shame

See also (in German):
Cádiz Das britische Urteil gegen die Pferdequälerin und ein neues Pferdedrama
SOS Pferde in Not

The healthy horses on this side are not in the possession of the Colmar.

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17th Dezember 2008

Pferdedrama in Málaga, traurige Nachrichten

Das Foto ist mit dem Beitrag vom 12. Dezember verlinkt:
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Hallo Martina,

ich muss Dir leider eine traurige Nachricht mitteilen. Eines der braunen Fohlen, die man auf den Fotos am Boden liegend sieht, ist tot. Leider weiss ich nicht, welches von beiden.

Wie Du weisst, habe ich einen direkten Kontakt, der mir alles, was dort auf diesem Gestüt passiert, mitteilt.

Gerade dieses Fohlen hätte nicht sterben müssen, denn vor Monaten hatte sich ein junges Mädchen gerade für dieses kleine Tier interessiert. Ihr Vater bot 1.000 €. Jose-Maria Camacho, der Besitzer dieser edlen Pferde war damit einverstanden, doch seine Frau wollte 2.500 € für das Fohlen. Sie sagte, darunter gäbe sie das Tier nicht weg. Eher würde sie es raus in den Wald jagen.

Nun, gerade dieses unschuldige Wesen starb nun an den Folgen des langen Hungers, den es zusammen mit den anderen Fohlen und Stuten erleiden musste.
Es ist zum Heulen. Man sitzt hier, muss auf die Behörden vertrauen, doch es geht alles so langsam.

Laut Augenzeugenberichten haben die Stuten jetzt wenigstens Heu. Wer es bringt, weiss ich noch nicht, werde Dich aber sofort informieren, wenn ich es in Erfahrung bringen kann. Wir machen hier eine regelrechte Beschattung, ganz im Stil Sherlock Holmes.

Was mich so unendlich betrübt, ist die Tatsache, dass in anderen Ländern so ein Mensch schon im Gefängnis gelandet wäre (siehe den Fall der Pferdetrainerin, die ihre Schützlinge halbtot gepeitscht hat). Sie bekam eine recht harte Strafe, obwohl kein Pferd an den Misshandlungen gestorben ist.

Aber hier, was ist hier in Spanien zu erwarten? Viele Pferde sind des Hungers gestorben, doch mehr als ein Bussgeld wird nicht drin sein.
Ach Martina, es ist alles so entsetzlich traurig, man fühlt sich so hilflos.

Wenn ich daran denke, dass dieses Fohlen im Stall und auf der Weide dieses jungen Mädchens stehen könnte und nicht, so wie es geschah, zum Abdecker gebracht wurde.

Traurige Grüsse aus Spanien, Caroline

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12th Dezember 2008

Pferdedrama in Málaga

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Hengst Pura Raza Española

Ende Oktober erreichte uns ein Hilferuf aus Deutschland, eine deutsche Touristin hatte auf dem Gestüt Yeguada el Potril in der Provinz Malaga-Colmenar, nahe Alfarnate, Pferde in entsetzlichem Zustand gesehen. Sie waren bis auf die Rippen abgemagert. Pferde, die der PRE (Pura Raza Española) angehören. Das sind diese herrlichen Pferde, die wir gemeinhin als „Andalusier” kennen.

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Zuhause angekommen suchte sie im Internet nach jemanden in Spanien, der ihr helfen könnte und kam schließlich mit Caroline Waggershauser, Mitglied des andalusischen Kollektivs gegen die Misshandlung von Tieren, in Kontakt.

Nachdem der Präsident der CACMA, Antonio Moreno, über den Fall informiert worden war, fuhr er nach Colmenar und sprach dort mit der SEPRONA (Natur- und Tierschutzpolizei der Guardia Civil zugehörig) vor Ort. Nach deren Angaben erfüllte die Finca die Mindestanforderungen, die zum Unterhalt von Pferden hinsichtlich Unterbringung und Hygiene vorauszusetzen sind.

So konnte zunächst einmal nichts weiter unternommen werden.

Inzwischen waren Fotos von den Pferden von dem Gestüt El Potril hereingekommen und auch die Nachricht, von dem Tod verschiedener Stuten, einem Hengst und 8 Fohlen innerhalb der letzten neun Monate. Als Nahrung diente den Pferden nur Stroh ohne jeglichen Nährwert, daher sieht man die Stuten mit aufgequollenen Bäuchen obwohl sie bis auf das Skelett abgemagert sind, viele diese wunderschönen Tiere sind an Unterernährung gestorben.

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Die Pferdekadaver wurden gleich dort auf dem Gelände verscharrt, ein grober Verstoß gegen das Seuchenschutzgesetz. Solche Delikte und die Tierquälerei im allgemeinen werden in Spanien oft als „Kavaliersdelikt“ angesehen, so begann der Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie, der schon so manchen Tierschützer zur Verzweiflung gebracht hat. Man schaut weg in Spanien, verschließt seine Augen vor dem Elend, mischt sich nicht ein, da dies mit Ärger und Mühen verbunden ist, Geld kostet und selten Erfolg verspricht, für viele reine Zeitverschwendung.

Erfolg hat derjenige, der hartnäckig und bestimmt sein Anliegen den Behörden vorträgt, Antonio Moreno ist solch ein Mann, unermüdlich setzt er sich tagtäglich für die Rechte der Tiere ein.

Nachdem Antonio dieses schreckliche Szenarium gesehen hatte, erstattete er sofort die entsprechende Anzeige, sich auf das Gesetz 8 / 20003 des Tiergesundheitswesens und Artikel 337 des Strafgesetzes berufend.
Diese Anzeige wurden am 26.11.2008 der Partulla Urbana der SEPRONA in Málaga präsentiert, die dann zusammen mit der OCA (Landwirtschaftsbehörde) von Málaga-Guadalhorce, die entsprechenden Ermittlungen auf dem Gestüt El Potril durchführte. Das Ergebnis dieser Inspektion wurde am 10. Dezember dem Amtsgericht von Málaga vorgelegt.

Bezüglich dieses Pferdedramas hatten wir das Glück über einen direkten Kontakt zu Beatriz-Ferrer-Salat zu verfügen. Kaum aus den USA zurück, setzte sie sich unverzüglich mit Fernando Gomez von der Landwirtschaftsbehörde der Junta von Andalusien und mit Pablo Martín von der ANCCE (Asociación Nacional de Criadores de Pura Raza Española) in Sevilla, in Verbindung und erwirkte schon für den nächsten Tag eine Inspektion auf diesem Gestüt.

Beatriz Ferrer Salat, das Foto führt zu ihrer Webseite
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copyright Julia Wentscher

Ab da ging es Schlag auf Schlag. Antonio hatte selbst vor Ort Fotos machen können. Das Bild, welches sich ihm bot, war entsetzlich. Zwei am Boden liegende Fohlen und eine Stute. Er stellte eines der Fohlen auf die Beine und führte es zur Tränke. Als er es verließ, stand es noch immer. Wir wissen nicht, ob es überlebt hat.

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Von dem zuständigen Landwirtschaftsamt der andalusischen Landesregierung wurde eine sofortige Beschlagnahmung der überlebenden Pferde angeordnet. Es fand sich auf dem Gestüt ein großes Polizeiaufgebot ein, zusammen mit anderen staatlichen Vertretern, die in einem solchen Fall zugegen sein müssen. Der Anwalt von José-Maria Camacho, dem Besitzer der Pferde, erwirkte jedoch eine einstweilige Verfügung mit der die Pferde weiterhin auf dem Grund und Boden von Herrn Camacho bleiben konnten, dieser sich aber dazu verpflichtete, die Tiere ordnungsgemäß zu füttern und ihnen tierärztliche Versorgung zukommen zu lassen.

Diesen Anforderungen wird er wohl nicht gerecht werden, er ist finanziell am Ende, sein Haus und Anwesen sollten schon versteigert werden, aber José-Maria Camacho hatte einen Aufschub erwirken können, also ist anzunehmen, dass für Futter keine Mittel vorhanden sind.

Laut Augenzeugenberichten öffnete José-Maria Camacho den Stuten oft die Koppel, damit diese sich selbst auf der Suche nach Futter auf den benachbarten Ländereien begeben konnten. Die andalusischen Weiden sind nicht gerade üppig, nur nach längeren Regenfällen die selten sind, wächst das Gras etwas besser.

Zwischenzeitlich versucht Antonio eine Erlaubnis als vorübergehender Verwalter der Pferde vor Gericht zu erwirken um diese Tiere auf den Gnadenhof für Pferde ASOCIACIÓN CYD SANTA MARÍA in Coín bei Málaga bringen zu können.

CACMA hat bereits eine Verwaltungsanzeige und Strafanzeige gegen den Besitzer der Pferde erstattet, am kommenden Dienstag wird der Richter über die Zukunft der Tiere entscheiden.

Sollte der Besitzer der Pferde eine regelmäßige Fütterung garantieren können, werden sie auf dem Gestüt bleiben, sollte dies nicht der Fall sein, wird ein Verwalter gesucht, der sich bis zu einem endgültigen Gerichtsurteil um die Pferde kümmert.

Außer Antonio Moreno hat sich noch niemand für diese Aufgabe gemeldet, es ist zu hoffen, dass sich der Richter für die Obhut von CACMA und CyD Santa Maria entscheidet.

Zahlreiche Medien, Presse, Radio und Fernsehen, haben über den Fall berichtet.

Selbstverständlich werden wir Sie weiterhin über den neuesten Stand der Dinge informieren, im Gegensatz zu den Trakehnern von Medina Sidonia scheint es, dass dieser Fall von Tierquälerei weitaus schneller bearbeitet wird.
Die deutsche Touristin Elke Wimmer, hat den Stein ins Rollen gebracht und sich mit Caroline Waggershauser in Verbindung gesetzt. Caroline ist Mitglied der CACMA und u.a. zuständig für die ausländischen Kontakte.
Dank der unermüdlichen Energie von Antonio Moreno und der guten Beziehungen von Beatriz Ferrer Salat wurde in Rekordzeit eine Inspektion erreicht, ein Zeichen dafür, wie wichtig es ist die richtigen Beziehungen am richtigen Ort zu haben.

Warum es soweit kommen musste, warum Pferde qualvoll sterben mussten, ist weder zu erklären, noch zu entschuldigen, man hätte sicher früh genug Lösungen finden und Pferdeleben retten können.

Bei der Pura Raza Española handelt es sich um äußerst wertvolle Pferde, einen Hengst bekommt man in der Regel ab 15.000-40.000 €. In Ausnahmefällen kann ein gekörter Zuchthengst bis zu 600.000 € kosten, eine gekörte Zuchtstute die Hälfte, die Pferde von
José-Maria Camacho hatten ursprünglich einen Wert von 6000 bis 8000 Euro.

Camacho hat keinen Rang und Namen, er gehört nicht zu den bedeutesten Züchtern, obwohl er bei der ANCCE registriert ist, nahm er kaum an Zuchtveranstaltungen teil. Doch seine Pferde waren und sind von guter Abstammung, es waren und sind Qualitätspferde, was sie jedoch nicht davor schützte dermaßen vernachlässigt zu werden und elendig zu verhungern.

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weißer Hengst PRE mit Mischlingswallach

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PRE Stute mit Fohlen

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PRE Jährling

“Der Besitzer hätte einige Pferde an Interessenten verkaufen, sie vorübergehend auf anderen Höfen unterbringen oder sie an verantwortungsvolle Menschen verschenken können um so zumindest den schrecklichen Tod dieser herrlichen Geschöpfe zu vermeiden, aber nichts von alledem, er war skrupellos genug die Pferde sterben zu lassen weil er sie nicht unter ihrem Wert verkaufen wollte.

All dies wäre unter den gegebenen Umständen akzeptabel gewesen, doch diese Tiere dort auf den kargen Weiden verhungern zu lassen…… es ist unfassbar. Wie kann man nur zusehen, wie Lebewesen langsam verhungern? (Siehe den Fall der Trakehner) Dieser Herr hat über lange Jahre diese Andalusier gezüchtet.

Und die andere Frage: Wieso haben ihm seine spanischen Züchterkollegen keine Hilfe angeboten? Das ist wieder ein typisches Beispiel menschlicher Ignoranz: Wegsehen, sich-um-Himmels-Willen-nur-nicht-einmischen.

Was für eine Mentalität. Über 20 Jahre lebe ich schon hier in Spanien, doch daran werde ich mich nie gewöhnen. Diese Gleichgültigkeit dem Leiden anderer gegenüber, sei es Mensch oder Tier.

Hoffen wir, dass dieser Fall nun schneller vonstatten gehen wird, als der der Trakehner und die bis jetzt noch lebenden Pferde bald in Sicherheit gebracht werden können und vor allem unter Obhut von CACMA.”

Caroline Waggershauser

CACMA
PACMA
Stop Our Shame

Siehe auch:
Cádiz Das britische Urteil gegen die Pferdequälerin und ein neues Pferdedrama
SOS Pferde in Not

Anm.: Die prächtigen, gesunden, auf dieser Seite abgebildeten Pferde befinden sich nicht im Besitz des Gestütes, die Fotos sollen zeigen, wie gutgepflegte Pferde dieser Rasse aussehen.

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8th November 2008

Das britische Urteil gegen die Pferdequälerin und ein neues Pferdedrama

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Wer noch nicht über das Thema informiert ist, den bitte ich, zuerst einmal, zwecks besseren Verständnisses, folgende Beiträge zu lesen:

40 Pferde dem Hungertod nahe
Pferdedrama in Andalusien, die Wellen schlagen hoch
Pferdedrama in Andalusien, der aktuelle Stand der Dinge

Inzwischen sind einige Monate vergangen, die der Vernachlässigung beschuldigte und schon in Großbritannien vorbestrafte Britin Sue Jenkins wurde inzwischen von einem britischen Gericht veruteilt, meine Freundin Caroline Waggershauser (CACMA, PACMA, Stop our shame) hat sich um die europäischen Kontakte gekümmert und folgende Informationen für uns zusammengefasst.

Sue Jenkins beteuerte bis zum Schluß, dass sie gut für ihre Pferde gesorgt hätte.
Das Urteil ist recht mild ausgefallen, die misshandelten Pferde in Spanien wurden vom Gericht nicht beachtet, die Verhandlung bezog sich einzig und allein auf die acht Fälle von Tierquälerei die in Großbritannein stattgefunden haben. Die Strafe sieht wie folgt aus: Ein zweijähriges Verbot in Großbritannien Pferde zu halten und 600 Pfund Geldstrafe zuzüglich 400 Pfund Gerichtskosten die von ihr zu tragen sind. Die Kosten der RSPCA beliefen sich auf 22.000 Pfund. Der Richter nahm offensichtlich an, dass es sinnlos wäre, ihr eine höhere Strafe aufzuerlegen, da die Verurteilte kein Geld hat.
Noch weiß man nicht, wie es mit den in Spanien verbleibenen Pferden weitergeht, eine Zwangsenteignung ist beantragt, aber die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam.
Antonio Moreno, der Präsident der CACMA ist aufgebracht, viele der Pferde die in Spanien starben, hätten aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes gar nicht erst nach Spanien verschifft werden dürfen. Das war britische Schlamperei, denn zu diesem Moment liefen bereits Anzeigen gegen Frau Jenkins, doch niemand hielt diese kranken Tiere zurück. Von 70 Pferden leben nur noch 30.

Quellen:
glocestershire.co.uk
thisisbristol.co.uk
news.bbc.co.uk
theolivepress.es

Malaga

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Der Zustand der ehemalig bildschönen reinrassigen Pferde, Pura Sangre Española , ist erschreckend, in den letzten Wochen sind schon acht Fohlen und ein Hengst gestorben. Leider konnten keine Beweisfotos der toten Tiere mehr gemacht werden, der Pferdezüchter verscharrt die Kadaver auf seinem Grundstück. Die SEPRONA wurde informiert, ist bis jetzt aber untätig geblieben, Antonio Moreno wird sich der Sache annehmen.

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