29th September 2008

Pferdedrama in Andalusien, der aktuelle Stand der Dinge

Neuigkeiten von Caroline Waggershauser

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Pferdedrama in Andalusien, die Wellen schlagen hoch
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Liebe Freunde,

Freitagmorgen wurde in einer Besprechung der Landwirtschafts- und Fischereibehörde in Cádiz entschieden, die Vizesekretärin des andalusischen Landesministeriums in Sevilla um die sofortige Beschlagnahme besagter Pferde, die dann der CACMA zugeführt werden sollen, zu bitten.

Laut Antonio „una noticia fantástica“ (eine fantastische Nachricht), aber bis er nicht selbst die Pferde dort herausholen kann, wartet er noch mit den Freudensprüngen.

Des weiteren hoffen wir auch auf das britische Gericht, vor dem sich Frau Jenkins am 13.10.2008 wegen Tierquälerei in 8 Fällen verantworten muss.

Wir wissen nicht, wie viele der Pferde noch am Leben sind, aber der Zustand von wenigstens 8 Pferden war noch vor nur ein paar Wochen äusserst kritisch. Sieben von ihnen wurden heimlich nach Portugal geschafft.

Ich hoffe, bald die Nachricht von der Beschlagnahme der überlebenden Pferde geben zu können.

Des weiteren hat Antonio schon vor zwei Wochen Anzeige gegen Frau Jenkins wegen Tierquälerei erstattet sowie gegen die OCA (Landwirtschaftsbehörde) wegen unterlassener Hilfeleistung.

Liebe Grüße aus Spanien, Caroline

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12th September 2008

Becerrada – Töten ist nicht leicht

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copyright Luis Llorca

Javier Rada:

Töten ist nicht leicht. Das weiß der Schlächter, der Sheriff, der Kriegsverbrecher und der Fechter. Töten ist schwer. Das sagt der Sadist, der Ungeziefervernichter, der Fischer und der Jäger. Ganz einfach, weil so etwas Komplexes besondere Fähigkeiten und Wissen verlangt. Ob das wohl die Torero-Anwärter der „becerrada“ von San Lorenzo del Escorial (Madrid) am 3. August wussten? Weiß das wohl Michelito, der 10-jährige mexikanische Torero, der diese Woche in Frankreich Polemik ausgelöst hat?
Drei “becerros” (Stiere, die jünger als zwei Jahre sind) mussten das stümperhafte Töten am eigenen Leibe erfahren und zeigten diese Lektion mehr als hundert Personen. Das war der Satz, der auf den Zuschauerrängen am meisten wiederholt wurde. „Wenn es sogar den Toreros nicht gelingt sofort zu töten“, sagte eine ältere Dame. „Mal sehen, ob du es beim ersten Mal schaffst“, grölt ein Jugendlicher während er eine Literflasche Wein in den Händen hielt. Keiner der drei „matadores“ erfüllte die Erwartungen. Unter dem Publikum gab es viele Minderjährige, sogar Säuglinge. Und alles im Rhythmus von Pasodoble, Gelächter und Beifall.

Cipotín, der Künstlername von einem dieser Burschen, steht in der Arena. Die „bandarilleros“ Pollero und Carnicerito haben ihre Arbeit schon getan. Der „becerro“ blutet stark aus einer schlecht gestochenen Banderilla, die ihm zwischen den Rippen steckt. Bekleidet mit einer Jeans, beginnt Cipotín mit dem Stier zu kämpfen. Er hat diesen Platz bei einer Tombola für einen Euro gewonnen. Es nähert sich der schwierige Moment, diese Aktion, die uns als Menschen oder Delphine definiert: Töten aus Lust. Der erste Stoss mit dem Degen trifft auf einen Knochen. Beim zweiten Mal, ja, da dringt er in das Fleisch ein, aber der kleine Stier stirbt nicht. Nach fünfminütigem Todeskampf, bricht der „becerro“ zusammen. Er bewegt noch die Beine, wie eine Kakerlake, die Gift gefressen hat, als sie ihm den Nacken zerschneiden.
Die Umweltschützer sagen, dass diese Schauspiele illegal sind, da sie gegen die Vorschriften der Stierkampfregeln der Gemeinde Madrid verstoßen. Laut diesen ist es verboten, den Rindern jeglichen Schmerz während der Volksfeste mit Stieren (festejo taurino) zuzufügen. Von der Gemeinde wird aber eingewendet, dass die Stierkampfvorschriften aus dem Jahre 1995 die „becerradas“ nicht als Volksfest betrachtet werden, sondern als Stierkampf. Doch auch so, bestätigen sie, ändern sie die Vorschriften, um sie zu verschärfen. In der Stadtverwaltung von El Escorial verschanzen sie sich hinter dem Schutzschild, dass sie diese Veranstaltung nicht organisieren, sondern der Festausschuss der Burschen, Verheirateten und Witwer.

Das Privileg der Beschwerde
Hatte dieser “becerro” das Recht nicht zu leiden? „Im Verlauf der Geschichte hat die Justiz nur die menschlichen Tiere beschützt, also nur die, die fähig waren, sich zu beschweren und die Sinn für Gerechtigkeit hatten“, erklärt Pablo de Lora, Philosophielehrer der Rechtswissenschaften. Es handelt sich um Gerechtigkeit für den Menschen.
Der zweite Matador, El Pelu, weiß nicht recht, was er machen soll. Die Banderillas stecken je im Hals des Tieres und eine andere zwischen den Rippen. Der „becerro“ zum Zeichen der Aufgabe, senkt den Kopf. Der Torero trifft nicht. Er versetzt ihm verschiedene Degenstösse. Nichts. Der Degen bleibt zur Hälfte im Rücken stecken. Sie entscheiden, ihn zu töten. Das Publikum schreit: „ Er soll ihn töten! Nicht du, er soll es sich verdienen!“ Während sie noch zweifeln, leidet das Tier weiter. Sie versuchen, es mit einem Messer einen Gnadenstoß zu geben. Sie rammen es hinein, in den Nacken, nichts. Er widersetzt sich. Dickkopf! Mit einem Messerstoß töten sie das seltsame Leben derer, die auf Volksfesten sterben.
„Wir müssen uns fragen, was mit den moralischen Werten passiert“, fährt de Lora fort, „mit denen, die keinen Gerechtigkeitssinn haben, wie ein „becerro“ oder ein Kind, oder ein psychisch Kranker. Wenn wir ihnen unnötiges Leid zufügen verfallen wir in ein abscheuliches, moralisch verwerfliches Verhalten“.
Ein verwerfliches Verhalten vielleicht, aber unterstützt von Politikern. Die PP und die PSOE (Anmerkung: vergleichbar mit CDU und SPD) haben gerade im Bürgermeisteramt von Algemesí (Valencia) für die polemische Metzelei von „becerros“, die in diesem September stattfinden soll, gestimmt. Die Umweltschützer zeigen auch weiterhin die „becerradas“ von Vinuesa (Soria) an. Die drei haben gemeinsam, dass unerfahrene Leute Tiere abschlachten.
Der dritte Torero trifft auch nicht. Er stößt den Degen nur halb in den Rücken. Sie entscheiden, dass er für die Sünde, Stier geboren zu sein mit einem Genickstoß büßen muss. Bis zu fünf Hiebe erhält er im Nacken. Mit einem herzzerreißenden Schrei, nicht hörbar durch die Musik, geht er zu Boden. Es scheint, dass sich hier die Moral doch beschwert hat.
“Stellt euch vor, dass unter dem Schutzmantel der Tradition ein barbarischer Brauch wie die Beschneidung der Klitoris auf der „plaza de Cibeles“ von Madrid durchgeführt werden würde. Einmal stellte man im deutschen Parlament auf, was passieren würde, wenn man in ihrem Land einen Stierkampf durchführen würde. Die Antwort lautete, dass alle festgenommen werden würden. Genauso wie in Kairo. Das Mitleid muss man kultivieren”, erklärt der Philosoph Jesús Mosterín.

Sterben bei Brot und Zirkus der Vergangenheit. Gefoltert werden bei Geruch nach Brötchen mit „tortilla de patatas“. Dem Pöbel des alten Roms wurde dieses Spektakel umsonst geboten. In San Lorenzo del Escorial bezahlten wir 12 €

Quelle: Público.es

© Diario Público.
Calle Caleruega nº 104, 1ª planta. Madrid 28033.
Teléfono: (34) 91 8387641

Übersetzung aus dem spanischen ins deutsche:

Caroline Waggershauser

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Allgemein, CPA Bürger für Tiere, STIERKAMPF | 1 Kommentar

10th September 2008

Stierhatz

Adrenalin gegen den Stier, Javier Rada

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copyright Luis Llorca

Der Stier brüllt ununterbrochen vor Angst, er schreit vor Entsetzen, während er versucht, sich in dem Gebüsch des trockenen Flussbettes zu verstecken. Hunderte von Fahrzeugen, einige mit Piratenfahnen geschmückt, einige sogar mit der des Franco-Regimes, kreisen ihn ein. Es riecht nach verbrannter Kupplung. Die Motoren der Höllenmaschinen brüllen. Minotaurus, das ist dein Ende. Er begibt sich in das metallene Labyrinth……

Wir reiten wie in einem mechanisierten Wild-West-Film, dessen Titel den Besucher perplex lässt: Stiertreiben auf dem Land. Doch worum es sich in Wirklichkeit handelt, ist eine Querfeldeinverfolgung eines zum Tode geweihten Stieres.

Staubwolken und Verfolgung. Zu viele Fahrzeuge. Eine seltsame Welt, die an einen Science-Fiction Film von dem Stil „Mad-Max“ erinnert, in dem sich das Primitive und die Technologie zu diesen apokalyptischen Jagden, die diesen Drehbüchern eigen sind, vermischen. Geländewagen, Moto-Cross-Bikes, Quads, Autos, Traktoren und ein Bulldozer, getunte Autos, die wie wild einen verängstigten Stier jagen.

Dies alles geschah am letzten Samstag in Galapagos (Guadalajara). Aber es geschieht auch in El Casar. Die Verteidiger dieser „modernen Tradition“, die Adrenalin, Rallyes und Stiere vermischt. Die Landesregierung von Castilla-La Mancha gibt zu, dass dann und wann gegen die Vorschriften verstoßen wird, was Fahrzeuge und Tierquälerei anbelangt, doch dies alles ist nur sehr schwer zu kontrollieren.

„Es begann als ein Spektakel das langsam in etwas anderes verkommen ist“, bestätigte der Sprecher der Bezirksregierung von Guadalajara. Obwohl es gegen alle Vorschriften der Stierkampfverordnung verstößt, solange es keine offizielle Anklage von Seiten der Regierungsvertreter gibt, d.h., der einzigen Polizeistreife (Guardia Civil), die dieses Gebiet kontrolliert, gibt es keinen Fall.

Hetzjagd mit Motorrädern

Wie bei einer motorisierten Hetzjagd, bei der es keinerlei Gesetz gibt, wie eine Rallye in die totale Dekadenz, treten die Scharfrichter das Gaspedal voll durch, hinter dem Stier her. „Ja schau, das ist ne „fiesta“. Jeder schnappt sich irgendein schäbiges Auto, lackiert es und auf geht’s, hinter dem Stier her“, erzählt einer, der am letzten Samstag an der Tortur teilnahm.

Als das Tier innehält, wird es von allen eingekreist, es wird in dem Labyrinth, das sich aus all den Autos formt, eingezwängt. Das Tier hat die Hörner voller Prellungen, die vom Angreifen der Autos herrühren.
Die Leute klettern auf die Dächer ihrer Wagen, die so an diesem Festtag in seltsame Schutzwände verwandelt wurden.

Es beginnt der Kreuzweg: Die Teilnehmer schlagen das Tier mit harten Stöcken so stark, dass diese entzwei gehen. Sie schlagen es mit Fahnen, es wird gesteinigt, mit Bierdosen oder großen Steinen. Und währenddessen wird es mit Elektroschocks verwirrt.

Für Umweltschutzgruppen wie die Nationale Vereinigung für Schutz und Wohlbefinden von Tieren in Guadalajara, hat sich all dies in gesetzloses Gebiet verwandelt und sie geben zu, dass hier noch viel nachgeforscht werden muss. Laut der Vereinigung von Tierärzten für die Abschaffung von Stierkämpfen (AVAT), schießt, im Zusammenhang mit Stress, der Hormonspiegel, Cortisol, Noradrenalin und Adrenalin, in die Höhe. Eine unbekannte Situation ist ungeheuerer Auslöser für Stress, vor allem wenn sich das Tier ihr ganz plötzlich gegenübersieht. Bei diesem Typ von Rind sind neue Situationen und unbekannte Geräusche oder Bilder Gefahrensignale.

Terror und Todeskampf

Es sind so viele Fahrzeuge und so stark das Entsetzen des Stieres, dass das Tier nur versucht, sich zu verstecken, was aber sein Leiden nur noch verstärkt, da alle beginnen, ihn anzugreifen damit er weiterläuft. „Er hat sich wie ein Kaninchen zwischen den Sträuchern versteckt, der ist geschissen voll“, sagt einer der Teilnehmer, sicher auf einem Hügel.

Ja, geschissen voll, verwirrt, verzweifelt brüllend, er steht still, er ahnt, dass sich sein Ende nähert. „Wie werdet ihr ihn zurück auf die Koppel bringen?“, fragen wir. Die Antwort lässt keinen Zweifel zu; „Zwei Schüsse und damit hat es sich, danach, einige gute Steaks“. Doch dem Tier stehen noch einige Stunden Todeskampf bevor (von 18.30 h – 20.10 h dauerte das „encierro“) „Komm schon, man muss ihm ein paar Stromschläge verpassen, sonst bewegt der sich nicht“, schreit ein Herr mittleren Alters mit wichtigem Getue.

Aber damit nicht genug. Es wird entschieden, dass man den Bulldozer vorfahren lässt, damit dieser mit der Schaufel auf den Busch einschlägt. Es sind Reiter anwesend, doch diese sind untätig. Dies ist die Ära der Maschinen. „Nimm den Traktor da weg, wenn nicht, kommt der nie raus“, wird geschrien. Es gibt keine Tradition die dieses Schauspiel rechtfertigt und nicht alle Einwohner des Dorfes Galápagos sind mit ihm einverstanden.

Das Eintreiben der Stiere mit Traktoren über Feld und Flur begann vor etwa 15 Jahren. Und heutzutage scheinen sie das „Guadalajara-Dakar“ zu sein.
Das ist mehr als einfach nur Wahnsinn, die Teilnehmer verwüsten die Felder der Landwirte und obendrein sind diese Leute noch nicht einmal aus dem Dorf, viele kommen von außerhalb um sich zu vergnügen. Das müsste man verbieten, doch dann würden sie alle über den Bürgermeister herfallen, gibt ein Einwohner des Dorfes zu, der aber lieber anonym bleiben will.

Zu lange bleibt die Rallye unbeweglich. Wenn der Stier das sichere Grün verlässt und auf das offene Feld zurückgeht, weiß er, dass ihn dort die Maschinen erwarten, die brüllen wie ein Rudel Löwen auf der Jagd nach einem Büffel.

Er zieht die Schläge und die Elektroschläge vor. Da nähert sich ein Geländewagen. Er stellt sich ihm entgegen. Die letzte Herausforderung. Die letzte Erniedrigung. Bumm!

Die Pistole des Schlächters hat seinen Nacken zerfetzt. Die Kinder geben dem unbeweglichen Körper Fußtritte, wie einem Führer, der einen Krieg verloren hat. Einer der Stierzüchter nähert sich dem Tierkadaver. „Schaut mal, er war blind, deswegen hat er sich so wenig bewegt!“
Vielleicht war es besser so. Nicht das metallene Labyrinth zu sehen. Nicht die mechanischen Bestien zu sehen. Nicht diese Pantomime des Endes der Zivilisation zu sehen.

Quelle: Público.es

© Diario Público.
Calle Caleruega nº 104, 1ª planta. Madrid 28033.
Teléfono: (34) 91 8387641

Übersetzung aus dem spanischen ins deutsche:

Caroline Waggershauser

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Wer Javier Rada seinen Dank für seinen hervorragenden Artikel aussprechen möchte, bitte die Mail an Caroline Waggershauser schicken, sie leitet sie dann weiter. cwaggershauser@gmail.com

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11th August 2008

Aktionsaufruf 07.09.2008: Rettet Stier vor Lanzentod

Liebe Tierfreunde, sehr geehrte Damen und Herren,

wie jedes Jahr steht wieder einmal das grausame Volksfest „toro de la vega“ in Tordesillas, Castilla y León, Spanien, bevor.
Bei diesem schrecklichen, (s)tierverachtenden Anlass wird ein Stier unter mittelalterlichen Lanzen einen grausamen Tod finden.

Weitere Informationen über dieses entsetzliche „Turnier“ finden Sie unter:

Schluss mit der Folter der Stiere in Tordesillas!

AGSTG Toro de la Vega – Stiergemetzel in Spanien

Doch wir benötigen die Hilfe Europas, um Druck auf die spanische Regierung ausüben zu können.

Deshalb bitten wir alle Tierrechts- und Tierschutzgruppen Europas um ihre Unterstützung.

Am 07.09.2008 schlagen wir vor, dass europaweit vor möglichst vielen spanischen Botschaften und Konsulaten gegen diesen Irrsinn protestiert wird.
Dies kann eine Mahnwache, eine Demo, eine Protestaktion, …… was auch immer sein.
Bitte helfen Sie den (S)tieren in Spanien und organisieren bzw. beteiligen Sie sich an einer solchen Protestaktion.

Während Ihrer Aktion können Sie der spanischen Botschaft noch einen Protestbrief übergeben (stellen wir Ihnen auf spanisch so wie auf deutsch zur Verfügung).

Wenn Sie diese Aktion unterstützen möchten oder weitere Informationen wünschen, dann melden Sie sich doch bitte bei mir unter folgender E-Mail-Adresse:
cwaggershauser@gmail.com

Beste Grüße aus Spanien

Caroline Waggershauser

PACMA
Antistierkampfpartei Spanien

Allgemein, CPA Bürger für Tiere, STIERKAMPF, TORO DE LA VEGA | 3 Kommentare

14th Juli 2008

40 Pferde dem Hungertod nahe – CACMA kämpft um ihre Rettung

Andalusisches Kollektiv gegen Tierquälerei und für Umweltschutz

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Vorsitzender: Antonio Moreno

Am 05.07.2008 kam den spanischen Tierschutzorgansationen wieder einmal eine Schreckensnachricht herein:

40 Pferde dem Hungertod nahe

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Ein Einwohner von Medina Sidonia bei Cádiz legte Antonio Moreno von CACMA Fotos von Pferden vor, die in äusserst bedenklichem Zustand waren. Auch war ein Foto von einem toten Pferd dabei. Man informierte Antonio, dass von den anfangs 50 Pferden sich nur noch 40 am Leben befanden. Sie standen auf einer grossen Koppel auf der es aufgrund der sengenden Sonne kein Gras mehr gab. Die Brunnen und Wassertröge waren trocken.
Der Mann war ausser sich. Er hatte monatelang mitansehen müssen, wie auf dieser Weide die Pferde vor sich hinvegetierten und langsam eingingen. Zwar war der Fall den dortigen Behörden bekannt, die Besitzerin musste bereits eine Geldstrafe wegen Tierquälerei bezahlen, doch weiter hatte sich nichts getan.
Um die Pferde kümmerte sich niemand. Weiterlesen »

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 81 Kommentare

10th Juli 2008

SOS sterbende Pferde in Cadiz

AGADEN, Protectora de Animales y Plantas de Cádiz (Refugio Kimba) und CACMA bitten um Hilfe für sich selbst überlassene Pferde auf einer Finca in Cadiz.

Seit Monaten stehen auf einer Koppel bei Cádiz hungernde Pferde. Obwohl die Behörden die Besitzerin der vormals 50 Pferde bereits mit einer Geldstrafe bedacht hat, müsste sich jetzt die Polizei um diese Tiere kümmern.
Was sie aber nicht tut, da ja, wie man weiss, die Uhren in Spanien langsam, sehr langsam gehen. Doch diese Pferde haben nicht so viel Zeit, da der Tod viel schneller ist. 10 Pferde mußten bereits qualvoll verhungern.
Am Sonntag ist einem Nachbar dieser „Dame“ dann der Kragen geplatzt, er machte Fotos und legte sie der CACMA (Kollektiv gegen Tierquälerei) in Málaga vor.
Eigentlich dürften wir uns ja von Rechts wegen nicht auf die Koppel begeben, doch die Tiere hungern, viele schon dem Tode nahe. Es sind auch säugende Stuten dabei.

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Sollte es für Sie irgendwie machbar sein, bitte helfen Sie den Tierschützern Heu und Hafer für diese Tiere kaufen zu können, bis ihre Zukunft geklärt ist. Die Tierschützer sind bereits mit einem Pferdeheim bei Málaga Asociación CYD Santa Maria in Verbindung getreten, doch wie alle Tierheime und auch uns Tierschützern mangelt es an finanziellen Mitteln.

Unten stehend finden Sie die Bankdaten der CACMA. Da die Gebühren für Auslandsüberweisungen wohl sehr hoch sind, können Sie eine eventuelle Spende auch per Post
an Caroline Waggershauser PACMA Kontakt (deutsch) : cwaggershauser@gmail.com

Deutsche Bank, Málaga

ES35 0019 0090 15 4010048056
DEUTESBB 0019 0090 15 4010048056I

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4th Juli 2008

Caroline Waggershauser PACMA berichtet vom Stierkampfprozess in Genf

Nach einem einstündigen Flug von Barcelona kamen Alejandra, Laura und ich in Genf an. Die FFW hatte uns Hotelzimmer im Novotel reserviert, die wir sofort müde in Anspruch nahmen.

Bald darauf traf auch Antonio Moreno von CACMA aus Málaga ein, der uns mit seiner typischen andalusischen Fröhlichkeit aus den Betten scheuchte. In diesem Moment rief Andreas von der AGSTG an. Er sei unten in der Empfangshalle.

Tja, da war nicht mehr viel zu machen. Laura und ich zogen uns um und gingen hinunter. Während ich mit Andreas eine Erfrischung auf einer Terrasse zu mir nahm, musste sich Laura mit Vera Weber durch die schrecklichen Bilder der “festejos taurinos” (Stierfeste) arbeiten. Sie besprachen die morgige Zeugenaussage von Laura am internationalen Gerichtshof für Tierrechte.

Um 19 Uhr fand ein Empfang mit anschließendem vegetarischen/veganen Abendessen (freies Büfett) statt. Schon wurden erste Kontakte mit anderen Organisationen geschlossen, die dann nach einer kurzen Ansprache von Frau Judith Weber, bei gutem Wein vertieft wurden.

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Pünktlich um 9 Uhr, ja, auch die Spanier waren pünktlich, oh Wunder, begann die Verhandlung unter dem Vorsitz von Herrn Franz Weber gegen die Regierenden der Stierkampfländer. Am beeindruckensten war die Rede von Antonio Moreno aus Malaga. Er kommt aus einer Familie, die große Anhänger und Verteidiger der Stierkampftradition ist. Mit 9 Jahren wusste er alles, was man über Stierkampf zu wissen hatte. Sehr zum Stolz seines Vaters. Weiterlesen »

Allgemein, CPA Bürger für Tiere, STIERKAMPF, TORO DE LA VEGA | 7 Kommentare

14th Juni 2008

Carol Waggershauer, Mitglied von PACMA, nimmt an der Mobilisierung mehrerer Gruppen teil, die die Situation der Stiere beim Europäischen Parlament anklagen

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Carol Waggershauser aus Mataró wohnte dem Antistierkampf-Kongress in Brüssel bei, wo mehrere Antistierkampf-Gruppen und Die Grünen die „Mythen“ um den Stierkampf anprangerten. Waggershauser, Mitglied der PACMA sagte am 4. Juni im Europäischen Parlament in Brüssel, dass “ es eine Schande sei, öffentliche Mittel, die allen gehören, für diese Art von Ereignissen auszugeben“. Hierzu gab sie an, dass „Madrid sechs Millionen Euros für die Renovierung der Stierkampfarena Las Ventas ausgegeben hat“. Jede Familie zahlt dem spanischen Staat jährlich 47 Euros zur Finanzierung dieser Veranstaltungen“. Waggershauser zeigte sich mit mit dem Ergebnis des Treffens sehr zufrieden, weil bis jetzt Unterschriften von „mehr als tausend
Personen und 93 Europa-Abgeordneten“ zur Abschaffung der Subventionen für Stierkampfzüchter zusammenkamen. Und das an nur einem Nachmittag.

Der dem Europaparlament vorgelegte Bericht will die „Lügen“ abbauen, die diese in Europa verbotenen Praktiken am Leben erhalten. Die Abgeordnete Caroline Lucas von den Grünen Gross Britaniens bezeichnete den Fortbestand der Stierkämpfe als „beschämend“. Während der Lesung wurde abgestritten, dass „die Stiere nicht leiden, weil sie von einer besonderen Rasse sind, für diese Behauptung fehlt jeder wissenschaftliche Beweis“. Der Tierarzt José Enrique Zaldívar fügte hinzu, die bis dato Untersuchungen von „Hormonspiegeln bereits toter Tiere“ gemacht worden seien, ohne dabei „die neurologischen Schäden des Tiers durch die Anwendung der Stichlanzen Rechnung zu tragen“. Die spanische Umweltschützerin Jennifer Barengueras nahm ebenfalls teil und bezeichnete die Behauptung, dass die Stiere durch ein Verbot der Stierkämpfe aussterben könnten, als „Betrug“, weil sie keine Tierart, sondern eine durch den Menschen gezüchtete Rasse sind.

Caroline Waggershauser hob hervor, dass dieser Tagung „fast alle europäischen Antistierkampforganisationen beiwohnten, und sogar Vertreter aus Mexiko, Venezuela und Kolumbien“. Sie bedauerte, dass sie der Ausstellung der Stierkampfvertreter im Parlament nicht beiwohnen konnte, aber sie zeigte sich mit dem Resultat des Seminars und der Reaktion der Menschen „sehr zufrieden“: „Wir haben einen portugiesischen Sponsor, der allen Organisatoren das Hotel bezahlt und sich verpflichtet hat, dies bis zur Abschaffung dieser Praktiken zu tun“. „Ich hoffe für ihn und für uns alle, dass wir dieses Ziel bald für ganz Europa erreichen
und diese Tortur der Tiere verboten wird“, fügte sie hinzu.

Quelle: CAPGROS

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11th Juni 2008

Toro de la Vega – Stiergemetzel in Spanien

Toro de la Vega – Traditionelles Spanisches Volksfest

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Jedes Jahr im September wird in Tordesillas ein derart abartiges Schauspiel, das man „Turnier“ nennt, durchgeführt. Bei besagtem Turnier, das in streng mittelalterlichem Rahmen abgehalten wird, dürfen Hunderte von Männern einen Stier stundenlang jagen, hetzen, quälen und in die Enge treiben, damit einer dieser Vasallen den ihm zum «Ruhme» gereichenden Lanzenstoss versetzen kann. Der Stier hat die Möglichkeit, begnadigt zu werden, wenn es ihm in diesem «gleichwertigen» Aufeinandertreffen zwischen Mann (Bestie) und Bestie (Stier) gelingt, an einem bestimmten Punkt anzukommen. Doch bis jetzt hat noch keiner einem Stier erklärt, wo sich dieser Punkt genau befindet und niemand hat ihm wohl jemals einen Kompass gegeben, damit er diesen exakten Punkt auch findet. Man sagt, dass sich einige Stiere retten konnten, doch diese starben später an ihren schrecklichen Wunden, die ihnen durch die 33 cm langen Lanzenspitzen während der Hetzjagd zugefügt wurden.

Heutzutage nennt man dieses altertümliche und magische Duell ein gleichwertiges Aufeinandertreffen von Intelligenz und Wildheit. Ein Ritual von Tapferkeit und ungebändigter Kraft. Sich natürlich immer auf die Tradition berufend. Doch eine Tradition von solch monströsen Ausmassen widerspricht jeglicher Gesetzgebung, von Mitleid und Vernunft noch abgesehen. Dieses Turnier riecht nach Blut und Schmerz in diesem finsteren und gar nicht zu Änderungen und Fortschritt geneigten Spanien. Es ist Sarkasmus ohnegleichen, dies als einen Kampf, ein Turnier oder eine Veranstaltung ritterlicher Tapferkeit und Heldenmut zu titulieren. Hunderte von Männern bedrängen, verfolgen und hetzen ein einsames, verängstigtes und wehrloses Tier. Dieses wird mit ihren Lanzen grausam niedergemetzelt und kurz darauf wird dann der Henker und Schlächter des Stieres von dem verrücktgewordenen Männermob als Held gefeiert.
Leider verfügen diese herrlichen Tiere über eine unbändige Kraft und können so über längere Zeit die fürchterlichsten Qualen und Foltern durchstehen bevor sie qualvoll verendend zu Boden gehen. Nach dem kläglichen Ende des Stieres darf der «Gewinner» seinem Opfer den Schwanz abtrennen und diesen traurigen Überrest als Trophäe an seine Lanzenspitze hängen.
Um dem Sadismus noch die Krone aufzusetzen, wurde dieses verachtungswürdige traditionelle Stierschauspiel von der spanischen Regierung im Jahre 1980 als für touristisch wertvoll anerkannt und im Jahre 1999 wurde es von der Länderregierung Kastiliens als traditionelles Stierfest eingestuft. Es ist vollkommen unverzeihlich, dass die Cäsaren des modernen Staats sich nicht trauen, diesem unerträglichen Gemetzel unschuldiger Tiere, diesem schändlichen blutgierigen Volksfest, ein für alle Mal Einhalt zu gebieten.
Es ist unverzeihlich, dass Politiker aller Parteien Spaniens, nicht den Mut aufbringen, diesen hinterhältigen, blutrünstigen Gladiatoren endlich das Handwerk zu legen. Ihre Feigheit ist ohnegleichen. Wie können sie sich anmassen, die «vox populi» einfach zu überhören und weiterhin zusehen, wie unschuldige Tiere gehetzt, gejagt, umzingelt, mit Schwertern, Lanzen, Speeren, «Banderillas» mit Widerhaken sprichwörtlich gespickt werden?

Warum denkt hier keiner nach? Ist es denn möglich, dass niemand die Schmerzensschreie der gequälten Kreaturen hört? Gibt es denn niemanden der Einfühlungsvermögen gegenüber den Tieren zeigt? Haben wir Menschen unsere Seele verloren? Haben wir das Gefühl der Scham und des Mitleids verloren? Hat uns die Dummheit in Feiglinge verwandelt? Sind wir immer noch im schrecklichen Mittelalter, die beschämendsten Traditionen pflegend? Ist es möglich, dass das Schulwesen und die Erziehung versagt haben? Erinnert sich denn niemand mehr an Cicerón, Voltaire oder Schopenhauer? Wo bleibt das Erbe von Platón oder Kant? Wo die Worte von Ghandi, Buddha oder Christus?
Glücklicherweise ist ein Teil der Gesellschaft nicht länger bereit, diesen Verfall der Werte hinzunehmen. Menschen, die mit den gefolterten Tieren fühlen und die Worte der Väter der Philosophie aus dem Vergessen retten und diese in die Tat umsetzen wollen.

Doch diese Menschen brauchen Hilfe und Unterstützung. Rat in diesem aussichtslosen Kampf gegen Unwissenheit, Gleichgültigkeit, Machtinteressen und Vetternwirtschaft der regierenden Schicht. So kann es nicht weitergehen. Europa schaut tatenlos zu und wendet sich einfach ab.
Bitte helfen Sie dem spanischen Volk sich von diesem mit Gewalt auferlegten Joch, das allgemein als Kunst, Kultur und Tradition bekannt ist, zu befreien.

Caroline Waggershauser

Quelle: Aktionsgemeionschaft Schweizer Tierversuchsgegner

Die Petition hat mit 9100 Unterschriften fast ihr Ziel von 10 000 Unterzeichnern erreicht, wer noch nicht protestiert hat, bitte unterschreiben und weiterleiten, jede Stimme zählt!

PETITION
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Allgemein, CPA Bürger für Tiere, PETITIONEN, STIERKAMPF, TORO DE LA VEGA | 1 Kommentar

13th Mai 2008

„Knüppel“pferde, Pressemitteilung und Protestbrief

Fortsetzung von:

Die misshandelten Pferde Galiziens
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Auch wenn man glaubt, dass man alles, was Spanien an Tierquälerei zu bieten hat, schon gesehen hat, wird man doch immer wieder von einer neuen Variante überrascht.
Der Phantasie der Tierquäler sind offensichtlich keine Grenzen gesetzt.

So schlagen hier seit einigen Tagen die Wellen der Entrüstung hoch, es handelt sich um die halbwilden Pferde in den Wäldern Galiziens.

Vollständige Pressemitteilung mit Foto-Dokumentation:
pressemitteilung-knueppelpferde.doc

Protestbrief:

In den Wäldern Galiziens (Nordspanien) wird seit Jahren an den halbwilden Pferden eine grausame Haltungsform durchgeführt: sie werden durch an den Fesseln festgeschraubten und bis zu einem Meter langen Knüppel am Fortbewegen behindert. Diese Art und Weise die die Pferde in ihrer Freiheit hindert sind laut

Tierschutzgesetz 1/1993, vom 13.o4. für Haustiere und für in Gefangenschaft gehaltene Wildtiere als schwere strafbare Handlung, lt. Artikel 21 und 22 zu ahnden.

Wir bitten die zuständigen Behörden sich unverzüglich für die Abschaffung besagter mittelalterlicher “Knüppel” und für eine artgerechte Kennzeichnung (z.B. Microchips) der Tiere einzusetzen oder sie durch entsprechende Einzäunung des Geländes am Herumirren zu hindern.

Durch diese schrecklichen “Knüppel” an den Beinen fügen sich die Pferde beim Gehen selbst schreckliche Wunden zu, die sich dann entzünden. Ebenso sind sie an einer notwendigen Flucht vor Waldbränden und Raubtieren gehindert und so diesen Gefahren hilflos ausgeliefert.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen.

Spanischer Brief mit Adressaten: knuppelpferde-protestbrief.doc

Allgemein, CPA Bürger für Tiere | 13 Kommentare

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