6th Juni 2009

Anzeige erstattet, gegen die Perrera von Olivenza

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Die Federación de Protectoras de Animales de Extremadura (FEPAEX), der Dachverband der Tierschützer von Extremadura, hat wegen „vermeintlicher Unregelmäßigkeiten“ Anzeige gegen die in Olivenza gelegene Perrera der Provinz von Badajoz erstattet.

Es hatte zahlreiche Beschwerden über die Verwaltung des Zentrums gegeben, die Tiere haben vermutlich weder eine geeigente tierärztliche Behandlung noch ausreichend Futter erhalten, noch starben sie nach dem Verlust des Bewusstseins und ohne Leiden, wie es durch das Gesetz 5 / 2002 zum Schutz von Tieren, in der autonomen Gemeinschaft Extremadura Vorschrift ist.

Hinzugefügt wird noch, dass diese „perrera-matadero“ (Perrera- Schlachthof) seit 2006 von einer privaten Firma geleitet wird, die anfangs INFINSA S.L. hieß und nun Manuela Pablo Díaz und sich auf der Finca „La Misericordia“ (Die Barmherzigkeit) in Olivenza befindet.

Die Provinzverwaltung hat mit dieser Firma einen Vertrag, der dazu verpflichtet, im Gegenzug für die jährlich bewilligten Gelder, den Tieren Unterkunft, Nahrung und eine tierärztliche Versorgung zu gewähren, sowie die Möglichkeit adoptiert zu werden.

FEPAEX erklärt auch, dass sie sich im vergangenen März mit der Landswirtschaftsministerin María Curiel trafen, sowei mit dem Provinzabgeordneten für Landwirtschaft und Viehzucht, Juan Moreno Barroso, um ihnen ihre Sorgen und Anliegen zu vermitteln.

Auch hatte FEPAEX Ende April beide schriftlich darum gebeten, „die erforderlichen Informationen mitzuteilen um die Zweifel darüber zu zerstreuen, wie die Tiere auf dem Gelände behandelt werden“, das Ministerium für Landwirtschaft hat nicht einmal geantwortet.

Deswegen wurde nun bei der SEPRONA Anzeige erstattet um die „angelbichen Unregelmäßigkeiten zu untersuchen.“

Quelle: hoy.es

Viele wussten schon lange, dass diese Perrera auf der Finca der Barmherzigkeit ein Ort des Grauens ist. Die dort unterbegrachten Hunde verloren innerhalb kurzer Zeit enorm an Gewicht, wozu noch ausreichend füttern, wenn sie sowieso bald sterben sollen, die Zwinger sind immer erstaunlich sauber, obwohl nur ein Angestellter für die Reinigung an wenigen Stunden des Tages veranwortlich ist.

Der Tierarzt der dort die Tiere „euthanasiert“ ist gleichzeitig auch zuständig für die Inspektionen, einfach unglaublich, aber leider wahr.

Es ist nicht einfach, gegen den Betreiber der Perrera vorzugehen. Vetternwirtschaft ist in Spanien an der Tagesordnung, A kennt B und B ist kennt C und C ist mit A verwandt usw., ich möchte keine Namen nennen, hoffe nur, dass die Tierschützer den mühsamen Kampf gegen Vetternwirtschaft und Korruption gewinnen, der erste Schritt ist getan.

Es gibt viele Perreras wie diese, das Geschäft mit dem Tod ist lukrativ, Kontrollen gibt es so gut wie keine. Manch einer der Tiere „rettet“ kennt die Missstände, aber hat Angst, diese anzuprangern, aus Sorge darüber, vielleicht keine Tiere mehr retten zu können. Schweigen ist nicht der richtige Weg, einige Tiere werden geretet, dafür sterben viele andere auf grausame Art und Weise.

Siehe auch:
Perrera von Olivenza, Fakten über das lukrative Geschäft mit dem Tod
Olivenza, reimt sich mit vergüenza / Schande
Ein Meilenstein für den Tierschutz

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20th März 2009

Olivenza, reimt sich mit vergüenza / Schande

„Olivenza rima con vergüenza“, lautet die treffende Überschrift eines Beitrags in LA CRÓNICA de Badajoz.

Vielen ist diese Perrera sicher schon ein Begriff, zahlreiche Hilferufe gingen in den letzten Wochen durch das Netz.

Hintergrundinformationen:

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Perrera de Olivenza, Fakten über ein lukratives Geschäft mit dem Tod

Laura, die Verfasserin des Beitrags stellt einige interessante Fragen. Sie möchte gerne wissen, was denn die Stadtverwaltung zu tun gedenkt, um die schlechten Konditionen, unter denen die Tiere dort aufbewahrt werden, zu beheben.

Sie, wie viele andere auch, wissen schon seit langem, über die dortigen Verhältnisse Bescheid.

Laura fragt sich, wieso die Zwinger immer sauber sind, ihr wurde mitgeteilt, dass die Tiere in der kurzen Wartezeit bis zu ihrem Tod innerhalb kürzester Zeit abmagern und sie weiß auch, dass Adoptionen erschwert oder unmöglich gemacht und verletzte und kranke Tiere nicht tierärztlich versorgt werden, obwohl dafür reichlich Geld zur Verfügung steht.

Das Budget für 2009 beträgt fast 200 000 €, alleine 120 000 für tierärztliche Versorgung.

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Laura, wie viele andere auch, wissen schon seit langem, über die dortigen Verhältnisse Bescheid, nur ist es leider nicht so einfach, Beiweise zu erbringen. Augenzeugen die nicht öffentlich Aussagen wollen sind keine Hilfe, Aufnahmen mit versteckter Kamera eventuell unzulässig vor Gericht, Inspektionen die von dem gleichen Tierarzt der auch in der Perrera arbeitet, durchgeführt werden sind, kann man als lächerlich bezeichnen, wer beschuldigt sich schon selber. Vielleicht hätte man mit der Verbreitung der folgenden Informationen so lange warten sollen, bis vor Gericht verwendbare Beweise vorliegen, die privaten Betreiber der perrera sind gewarnt.

Die Fakten sind folgende:

Es befinden sich momentan ca. 200 Hunde in dieser Perrera, diese Hunde werden nur unzureichend gefüttert, diese Tiere werden nicht medizinisch versorgt, kranke Tiere werden nicht behandelt sondern schnell eingeschläfert, Adoptionen werden erschwert oder unmöglich gemacht, mit dem Argument, der Hund kann nicht an dieses oder jenes Tierheim geschickt werden, weil er krank ist. Tierschützern wird kein Zutritt gestattet, damit diese sich um die Hunde kümmern können, Ende Febgruar wurden 100 Hunde getötet, von denen viele reserviert waren, Adoptanten in Spanien und in Deutschland hatten, trotz inständiger Bitten wurden auch diese Hunde ermordet und die nächste große Tötung steht an.
Den Hunden ist noch nicht einmal ein würdiger Tod gegönnt, sie werden offensichtlich durch eine Spritze ins Herz getötet, erleiden einen langsamen und grausamen Todeskampf.

Dies, obwohl das Tierschutzgesetzt von Extremadura u.a. vorschreibt, dass das Töten von Tieren „augenblicklich und schmerzlos“ erfogen muss und immer mit „vorherigem Bewußtseinsverlust“ und ebenso soll man sich an die Normen der Europäischen Union halten.

LEY 7/2005, de 27 de diciembre, de modificación de la Ley 5/2002, de
23 de mayo, de protección de los animales en EXTREMADURA

Se modifica el Art. 2.3 de la Ley 5/2002, de Protección de los Animales, que queda redactado en los siguientes términos:

a) El sacrificio de animales se efectuará de forma instantánea e indolora, y siempre con aturdimiento previo o pérdida de consciencia del animal, en locales autorizados para tales fines, exceptuándose de ello las matanzas domiciliarias de cerdos destinadas al autoconsumo,
los espectáculos taurinos, las tiradas al pichón y aquellos sacrificios que por razones sanitarias sea preciso efectuar en las explotaciones. En todo caso se atendrá a la normativa de la Unión
Europea.

Die Perrera von Olivenza ist eines von vielen schrecklichen Beispielen über das Geschäft mit dem Tod. Mindestanforderungen werden nicht eingehalten, Gesetze nicht beachtet, Nichtbeachtung wird nicht sanktioniert, Tiere sind in den Augen der privaten Betreiber nichts weiter als eine Nummer, Gefühle werden ihnen wohl kaum zugesprochen, sonst könnte man ja wohl kaum so grausam mit ihnen umgehen.

Die Gesetze sind vollkommen nutzlos, das größte Problem in Spanien ist wohl die fehlende Kontrolle unabhängiger Instanzen, daher gehören Auffangstationen in die Hände von Tierschutzorganisationen und auch diese wiederum müssen kontrolliert werden, denn der Mensch ist unberechenbar und Lug und Trug gibt es leider überall.

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4th März 2009

Ein Meilenstein für den Tierschutz

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Diesen Tag, den 2.März 2009, werden die Tierschützer des neue gegründeten Dachverbandes von Extremadura FEPAEX nicht vergessen, denn die Pressekonferenz im Hotel Mérida Palace war ein äußerst erfolgreiches Ereignis, ein Meilenstein für den Tierschutz wurde gesetzt.

Der Dachverband wird die Regierung auffordern, sich für den Tierschutz einzusetzen.
Die Repräsentanten des Verbandes hatten vor kurzem ein Treffen mit dem Regierungspräsidenten ihrer Provinz, um ihn über die Situation der Tiere im allgemeinen und über die vielen Misshandlungsfälle und die vielen von ihren Besitzern verlassenen Haustiere im besonderen, aufzuklären und um darüber zu sprechen, wie sie die Verwaltung unterstützen und dieser helfen können, dass Gesetze eingehalten werden. Sie fanden in dem Präsidenten nicht nur einen aufmerksamen Zuhörer, sonder auch einen Politiker der die Tierschützer unterstützen wird.

„Er hat sich uns aufmerksam zuhörend empfänglich gezeigt. Endlich gibt es in Extremadura eine politische Willenskraft, um wirklich die Rechte unserer Teire zu verteidigen, wir wollen daran erinnern, dass der Präsident der Gemeinschaft der Bürge seines Schutzes und Wohlbefindens ist.“, so die Worte von Mariángeles Gómez, der Präsidentin.

Seit 2002 gibt es ein erlassenes Tierschutzgesetz Ley 5/2002, welches aber nicht ausgeführt wird. Diese Gesetz würden dem großen vermeidbaren Leiden ein Ende setzen, wenn die politische Willenskraft existierte, es anzuwenden.

„Wir haben 6 kostbare Jahre verloren, in denen unsere Tiere nutzlos und unbillig gelitten haben, aber wir glauben, dass mit Guillermo Fernández Vara in der Präsidentschaft, mit seinem Geschick, sich dies ändern wird, er unterstützt den Bund.“

Der Dachverband erklärt, dass er seine ganze Arbeit auf zwei Probleme die in der Verwaltung liegen, konzentrieren wird.
Einerseits das oben erwähnte Gesetz, andererseits die Überbevölkerung von Hunden und Katzen, bzw. das im Stich lassen dieser Tiere.

Es gibt Alternativen, für das 1. wurde schon eine Vorschrift ausgearbeitet und auch
ein Programm der Kontrolle der Hunde- und Katzen-Übervölkerung wurde entwickelt, welches dazu führen könnte, dass es in 10 Jahren keine Existenzberechtigung für die veralteten städtischen und provinziellen Perreras die man eher als Schlachthöfe bezeichnen kann, gibt.

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Sehr viele Medien haben von dem Ereignis berichtet, anbei nur einige Beispiele:
extremadura24horas
gentedigital.badajoz
elperiodico.extremadura

Siehe auch:
Extremadura, ein großer Schritt für den Tierschutz
Ganz Spanien vereint im Kampf gegen das Tierelend
Perrera Badajoz, ein positiver Blick in die Zukunft

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2nd März 2009

Perrera Badajoz und ein positiver Blick in die Zukunft

Es hat sich viel zum positiven verändert für die von der Perrera Badajoz Stadt aufgenommen Tiere, zumindest verbringen sie ihre gezählten Tage in Würde, die Zwinger sind sauber, es gibt sogar einen kleinen Hundeauslauf. Verdanken ist dies Mariangeles Gomez Salpico, die sich sehr für diese Tiere eingesetzt hat. Jedes Wochenende und an allen Feiertage haben sie und ihre Freunde die Tiere dort versorgt, die Zwinger gereinigt und die Tiere gefüttert und getränkt, noch vor einem Jahr waren die Zustände katastrophal.

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Am 06.September 2007 wurden in dieser Perrera fast 20 Hunde getötet, es gab schon Adoptivfamilien, aber sie standen den Arbeitern bei Umbauarbeiten im Weg und so war bequemer sie zu eliminieren, anstatt die Zwinger nach und nach zu erneuern, ein Skandal der auch außerhalb Spaniens für Entrüstung gesorgt hat.

Am 25.März 2008 hat die Perrera ihren Dienst wieder aufgenommen, siehe hierzu folgenden Beitrag: Badajoz, die Perrera hat ihren Dienst wieder aufgenommen

Im Mai wurde Mariangeles von einem Nachbarn, der sich von ihrer kleinen Auffangstation belästigt fühlte, angezeigt, siehe: SOS Mariangeles und SOS Mariangeles, wie geht es weiter?

Alle Bemühungen und Proteste waren umsonst, schon lange war ihr klar, dass man, um die Situation der Tiere in ihrem Land zu verbessern, nur auf politischem Weg etwas erreichen kann. Am 8. Dezember 2008, wurde nach einem langen arbeitsreichen Jahr der Planung die Gründung der FEDERACIÓN DE ASOCIACIONES PROTECTORAS DE ANIMALES DE EXTREMADURA (FEPAEX), amtlich besiegelt.

Siehe: Extremadura, ein großer Schritt für den Tierschutz

Der Verband blickt optimistisch in die Zukunft, der Regierungspräsident Extremaduras ist sehr kooperativ, auch wenn es lange dauern wird, bis sich die Zustände vor Ort geändert haben, kann man schon jetzt sagen, dass sie sich zum positiven ändern werden.

Die folgenden Galgos befinden sich in der Perrera von Badajoz, Mariangeles hat keine Möglichkeit sie aufzunehmen, die Auslöse je Tier kostet 50€ und zudem müssten sie in einer Tierpension untergebracht werden.

Auch kümmert sie sich momentan um zwei dreibeinige Galgas, sie waren Opfer von Schlagfallen: Opfer von Schlagfallen, zuhause gesucht

Kontakt: angelessalpico@hotmail.com

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10th Dezember 2008

Ganz Spanien vereint im Kampf gegen das Tierelend

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Der Dachverband FEPAEX Federación de Asociaciones Protectoras de animales de Extremadura wurde nun offiziell von der Junta von Extremadura anerkannt, die Presse hat auch schon von dem Projekt berichtet, der Grundstein für eine effektive Tierschutzarbeit vor Ort ist gesetzt.

Die Gründungsmitlieder sind:

ACAN-ACAT, Badajoz María de los Ángeles Gómez Salpico – Präsidentin
Asociación PRADO de Don Benito. Olga Lama Rodríguez – Vizepräsidentin und Rosa María Muñoz Rodríguez – Vorstandsmitglied
Asociación Pro Refugio Canino (RECAL), Almendralejo Magdalena Sanguino Díaz – Vorstandsmitlglied
Asociación Protectora de los Animales de Guareña (CHIRIPAINA), Fátima Muñoz López – Schatzmeisterin
Asociación Miajadeña por la Defensa de los Animales (AMIDEA), María Soledad Díaz Mateos – Vorstandsmitlgied
Asociación Cacereña para la Protección y Defensa de los Animales, Isabel María Alcalá Caldera
Asociación Protectora de los Animales de Valencia de Alcántara

Presse: Extremadura al día
El Perdidico Extremadura
extremadura24horas
hoy.es

Es gibt viel zu tun, es steht eine Versammlung mit dem Präsidenten der Junta, zwecks der Verabschiedung verlässlicher Übereinkünfte an, so zum Beispiel die Einführung und Durchsetzung der Kennzeichnungspflicht aller Hunde per Microchip, die Erstellung einer Datenbank aller Haustiere Extremaduras sowie die Durchsetzung des im Jahre 2002 verabschiedeten Tierschutzgesetzes dieser Provinz.

Auch soll die Gründung des Dachverbandes in den Medien, Presse und Fernsehen bekannt gemacht werden und man wird sich mit allen Gemeinden in Verbindung setzen um zu erreichen, dass diese wiederum Vereine gründen welche sich der Federation anschließen um gemeinsam die Ziele zu verwirklichen.

CEA (Coordinadora Española para los Animales)

Unabhängig von den Tierschützern Extremaduras ist ein weiteres ähnliche Projekt in Gründung, die CEA (Coordinadora Española para los Animales), die Grundidee ist die Gleiche, je Provinz ein Wortführer, jede Gemeinde soll ein massives Kastrationsprogramm finanziern welches von dem jeweiligen Tierschutzverein geleitet wird. Ein weitere wichtige Arbeit wäre Druck auf die jeweilige Regierung auszuüben um das Gesetzt des Strafgesetzbuches zu erhärten, oft verlaufen Anzeigen im Sand, werden Gesetze nicht eingehalten, oder aber es gibt keine Vorschriften die das unkontrollierte Züchten der Jäger beispielsweise, eindämmen.
Das Ziel dieser Initiative ist u.a., keine Tötungen mehr in Perreras, es wird viele Jahre dauern, aber auch dieses Projekt ist ein Schritt in die richtige Richtung und FEPAEX wird sich mit den Köpfen dieser Initative in Verbindung setzen.

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9th Dezember 2008

Extremadura, ein großer Schritt für den Tierschutz

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Es war ein großartiger Tag, der 8. Dezember, denn nach einem langen arbeitsreichen Jahr der Planung wurde die Gründung der FEDERACIÓN DE ASOCIACIONES PROTECTORAS DE ANIMALES DE EXTREMADURA (FEPAEX), amtlich besiegelt. Darunter zu verstehen ist ein Dachverband der Tierschuztorganisationen Extremaduras. An der Gründung waren sieben Organisationen beteiligt, Vereine aus Badajoz, Caceres, Almendralejo, Miajadas, Guareña, Don Benito und Valencia de Alcantara. Dieser Dachverband möchte bewirken, dass jede Ortschaft mit mehr als 5000 Einwohnern einen Tierschuztverein, kein Tierheim, hat, welcher sich dem Verband anschließt, um so Kontakt zu allen Ortschaften in puncto Tierschutz zu haben. Ganz nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“, stark genug um dafür zu sorgen, dass sie Gesetze eingehalten werden, in den Perreras, bezüglich der Jäger, der Züchter und auch, dass Tierquäler per Gesetz verurteilt werden. Der Dachverband wird derjenige sein, der die Anzeigen erstattet. Auch sind Kampagnen in Schulen, Senioreneinrichtungen und Rathäusern geplant, Aufklärung und Förderung von Kastrationen inbegriffen, desweiteren möchte man erreichen, dass die Regierung eine spezielle Tierschutzabteilung einrichtet. Ein weiteres Projekt in Extremadura ist die Erschaffung einer von der Regierung bereitgestellten Auffangstation für verlassene Tiere, die Regierung soll diese finanzieren und die Tierschützer arbeiten dort, alle abwechselnd in einem festgelegten Turnus und von dort aus soll dann auch die Vermittlung der Tiere erfolgen. Der Präsident der Junta von Extremadura ist sehr interessiert an den Plänen von FEPAEX, selber Halter zweier Hunden die er innig liebt, wusste er von den verlassenen Tieren, war sich aber der wirklichen Problematik nicht bewußt. Am Mittwoch werden alle Requisiten den Autoritäten Extremaduras präsentiert.

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Treibende Kraft des Dachverbandes ist Mariangeles Gomez Salpico, vielen ist sie sicher schon bekannt, eine Tierfreundin die mit beiden Beinen fest im Leben steht und durch den Verlust einer ihrer Hunde in den Tierschuzt geraten ist. Ihre von Geburt an blinde Hündin Totti war entlaufen, die Familie hat sie drei Tage lang gesucht, 500 Plakate aufgehangen, die Microchipnummer veröffentlicht, Suchmeldungen bei Radio und Presse aufgegeben, bis sich herausstellte, dass ein Mädchen das Tier gefunden hatte, es zu einer Tierärztin gebracht hat und diese es, ohne sich die Mühe zu machen nach einer Chipnummer zu schauen, einschläferte, weil die Hündin alt, blind und schmutzig war. Mariangeles hatte Anzeige erstattet, die Tierärztin wurde aber nicht zur Rechenschaft gezogen.

Seitdem fühlte Mariangeles sich verpflichtet den Tieren zu helfen, sie gründete
einen kleinen Tierschutzverien, rettete Hunde von der Straße und aus der städtischen Perrera, versorgte diese Tiere an den Wochenenden und Feiertagen, denn bis dahin waren sie an diesen Tagen immer sich selbst überlassen, rief die Bevölkerung ihrer Stadt dazu auf ihre Hunde und Katzen kastrieren zu lassen und setzte sich auch bei Fernsehauftritten für die Rechte der Tiere ein.
Aber dann kam der Zeitpunkt der sie zum Umdenken bewegte, vergangenes Jahr wurden die Hunde in der Perrera von einem Tag auf den anderen getötet weil sie bei Umbauarbeiten im Weg waren, dann ein Nachbarschaftsstreit wegen ihrer kleinen Auffangstation, Vermittlungen die nicht ihren Vorstellungen entsprachen und ausländische Vereine die sie enttäuscht haben, dies alles trug dazu bei, sich darauf zu konzentrieren, das Problem an den Wurzeln anzuzpacken und dafür zu sorgen, dass die Zustände vor Ort sich ändern.

Die Gründung des Dachverbandes ist ein großer wichtiger Schritt voran in Sachen Tierschutz, auch wenn es ein langer mühsamer Weg sein wird, Mariangeles und ihre Freunde sind zuversichtlich, dass die Mühen ihrer Arbeit Früchte tragen werden.

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18th November 2008

Der Schlag gegen die Galgomafia, der aktuelle Stand der Dinge

Laut der FEDERACIÓN ESPAÑOLA DE GALGOS können die bei den Operationen Harry und Clavijo beschlagnahmten Galgos die nicht von ihren Besitzern identifiziert werden konnten, es handelt sich um ca. 30 Hunde, überwiegend Welpen, von Jägern adoptiert werden. Diejenigen Galgueros, die nicht beraubt wurden und einen dieser Galgos adoptieren wollen, können sich bis Freitag telefonisch an die Federación Española de Galgos wenden, die Interessenten müssen Vor- und Familiennamen sowie Personalausweisnummer angeben.

Zurück in Jägerhände, dies bedeutet nicht gutes für die Galgos, man spricht von „adoptieren“, lächerlich in einem Metier wie dem der Galgueros. Es geht immer um Erfolg, bei Rennen und auf der Jagd, um Preise, Ansehen und viel Geld. Die Bedürfnisse der Tiere bleiben auf der Strecke.

Schon seit langem befindet sich ein Banner mit dem Foto eines toten Galgos und folgender Aufschrift auf der Webseite der FEG:

Wir können nicht verstehen, dass es Personen gibt, die in der Lage sind, so etwas zu machen, aber denke nicht einen Moment daran, dass es sich um einen Galguero handelt.
Das Gesetz schützt unsere Galgos.
Schütze sie!

Darunter: Galgueros gegen die Misshandlung, den Raub und das Aussetzen der Galgos. Diese Seite ist im Aufbau.

Im Aufbau ist die Seite schon seit einer Ewigkeit, Lug und Trug regieren in der scheinheiligen Welt der Galgueros, die Realität spricht eine andere Sprache, in der Fernsehreportage von La Sexta wird die erschütternde Zahl von jährlich
50 000 toten Galgos genannt. Auch der Foreneneintrag, dass führende Köpfe der Jagdverbände in den organiserten Raub verwickelt sind, die öffentlichen Medienn hüllen sich in Schweigen, zeigt die Skrupelosigkeit dieser Personengruppe die über eine sehr große Lobby verfügt.

Siehe Beitrag: Das Ende der Jagsaison

Auch sind die von Tierschützern aufgelesenen Galgos selten älter als drei oder vier Jahre, was mit den Tieren passiert, die zu alt für die Jagd sind kann man sich denken, wohl kaum ein Jäger wird es sich leisten, diesen Hunden ein „Gnadenbrot“ bis ans Lebensende zu geben.

Zur Zeit der alten Ägypter hörte der Galgo auf, aus Gold zu sein und wurde in den Weiten von Extremadura zu Kupfer; zu geschlagenem Kupfer, damit es für die Armen wie Gold glänzt…

In jenen fernen Zeiten teilte der Galgo den Altar mit den bedeutendsten Gottheiten aus den Sternen oder anderer Planeten. Warum eigentlich?
Die abtrünnigen Römer nahmen dieses Geheimnis für immer mit ins Grab; die Mythologie ging in ganz Europa den Bach hinunter und mit ihr verschwand auch das rituelle Opfer besonders ausgesuchter Tiere; es wurde durch die massive und spielerische Abschlachtung ersetzt, die bis in unsere Tage fortdauert. Weiterlesen »

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25th Oktober 2008

Hund erhangen und zu Tode geprügelt

Dieser Hund wurde in Talavera la Real an einen Strommasten angebunden und zu Tode geprügelt, die Tat soll verfolgt und bestraft werden. Helfen auch Sie mit, indem Sie der Bürgermeisterin einen Brief schicken, mit der Aufforderung, den Besitzer zu ermitteln und die grausame Tat strafrechtlich zu verfolgen. Anzeige wurde erstattet.

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Bitte kopieren und unterzeichnen Sie folgenden Protestbrief und schicken ihn an die am Ende des Beitrags angegebenen Adressaten.

A la Alcaldesa Dña. Montserrat Caldeira Cidre – Alcaldesa-Presidenta de Talavera la Real(Badajoz)

Quiero expresar mi repulsa hacia el acto cometido en su municipio, el ahorcamiento y apaleamiento de un perro. Confiando en su sentido común, le pediría que tomase medidas para intentar localizar al dueño, denunciar estos actos y controlar cómo tienen los vecinos a sus animales, somos muchos lo defensores de los animales que luchamos por erradicar estas situaciones.

Atentamente

Name, Familienname
Personalausweisnummer
Ort
Land

Name des Tierschutzvereins

Ich möchte meine Abscheu ausdrücken, gegenüber der Handlung, die in ihrer Stadt begangen wurde, das Erhängen und das Erschlagen eines Hundes. Vertrauend auf Ihren gesunden Weiterlesen »

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1st Juli 2008

Badajoz, Tourismus der primitiven Art

Badajoz, eine hübsche und gepflegte Stadt in Extremadura, ideal für ursprünglichen Tourismus, treffender ausgedrückt primitiven Tourismus.
Tiger, Löwen, Hunde…eingepfercht in kleine Käfige, gut bewacht, damit man das Elend nicht so schnell sehen kann und sogar Stiere werden zu Unterhaltungszwecken missbraucht.

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30th Juni 2008

Stierquälerei, touristisch wertvoll?

Die Ecologistas en Acción von Extremadura fordern von der regionalen Regierung, dem „Stier von San Juan de Coria“ (Cáceres) die Einstufung als „wertvoll für den regionalen Tourismus“ zu entziehen, weil sie diese Veranstaltung als „unnötige Misshandlung von Tieren“ ansehen.

Von der Junta de Andalucía, dem Rat von Andalusien, wird verlangt, endlich zu zeigen, dass er ein Interesse daran hat, das Gesetz zum Schutz der Tiere anzuwenden und dem entsprechend auch keine finanzielle Unterstützung mehr für diese Veranstaltung zu gewähren.
Der Stier wird wie beim Spießrutenlauf von den Schaulustigen mit einer Art von Pfeilen gespickt und am Ende des Laufes durch einen Kopfschuss getötet.

Als weiteres Beispiel für die Nichteinhaltung des Tierschutzgesetzes wird die Lage im Zoo von Almendralejo angeführt. Obwohl dieser Zoo bereits für das Publikum geschlossen ist, sind immer noch Tiere dort. Die zuständigen Behörden geben keine Information darüber, welche Strafen dem Besitzer auferlegt wurden und in welcher Lage sich die noch verbleibenden Tiere befinden.

Auch der Naturpark ‚Las Quinientas‘ in Berlanga (Badajoz) bietet nicht die zur Haltung der dort lebenden Wildtiere notwendigen Einrichtungen. Dieser Park, der ursprünglich dazu dienen sollte, die Menschen zu einem besseren Verständnis und Respekt für die Bio-Diversität zu führen, müsste geschlossen werden, weil weder Gesundheit, Wohlergehen noch die Sicherheit der dort gehalten Wildtiere gewährleistet sind.

Quelle: EcoDiario.es

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