16th Juni 2008

SOS Mariangeles, wie geht es weiter?

Noch ist nichts entschieden, noch immer kämpft Mariangeles darum, dass sie ihre kleine Auffangstation weiterhin betreiben darf und mit ihr viele Tierschützer.
Die Petiton wurde bis jetzt von mehr als 6000 Sympathisanten unterschrieben! Heute hat sie einen Termin mit dem Bürgermeister um eine Lösung zu finden.

PETITION


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Auch die Tageszeitung hat ihr einen großen Artikel gewidmet:

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In den letzten drei Jahren hat sie mehr als 1500 Hunde vor dem sicheren Tod gerettet, alleine im letzten jahr waren es 600, die in Frankreich, Deutschland oder den Niederlanden eine Adoptivfamilie finden. Sie war es leid zu sehen, wie jeden Donnerstag die Hunde den „Korridor des Todes“ betreten mussten und so entschloß sie sich dazu die Todeskanditaten auf ihrem Grundstück unterzubringen, so lange, bis eine Adoptivfamilie gefunden ist. Nicht ohne vorher für jeden Hund 20 Euro an die Stadtverwaltung für die Übernahme zu zahlen.

Die Räumung wurde angeordnet, weil ein Nachbar sich belästigt fühlt, obwohl dies nicht wahr ist, Hunde die bellen werden von Mariangeles in einer Tierpension untergrbracht, auf ihrem Grundstück befinden sich zur Zeit nur 10 Hunde. Dies, obwohl die Seprona eine positive Beurteilung abgegeben hat, obwohl sie Stadt von ihrem unermüdlichen Einsatz zum Wohl der Tiere weiß. Ihr Einsatz ist kostspielig, Jahr für Jahr bezahlt sie tausende von Euros um die Tiere zu retten, jedes Wochenende fährt sie mit Freunden zur Perrera um diese zu säubern und den Tieren frisches Wasser zu geben.

Vor Jahren hat Mariangeles einen ihrer eigenen Hunde verloren, die blinde Hündin war weggelaufen, wurde gefunden, zu einem Tierarzt gebracht und trotz Mikrochip von diesem eingeschläfert. Man hatte sich nicht die Mühe gemacht, den Besitzer zu ermitteln. Seitdem ist Mariangeles Leben dem Tierschutz gewidmet.

Maria de los Angeles Gomez Salpico, die ein Schreibwarengeschäft leitet, weiß was sie macht und sie weiß, dass sie reichlich Unterstützung bei ihrer Tierschutzarbeit hat und nicht aufgeben wird.

Quelle: El Periodico Extremadura

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4th April 2008

Extremadura und die Galgos: Sage, Ritual, Realität und ein Epilog

Zur Zeit der alten Ägypter hörte der Galgo auf, aus Gold zu sein und wurde in den Weiten von Extremadura zu Kupfer; zu geschlagenem Kupfer, damit es für die Armen wie Gold glänzt…

In jenen fernen Zeiten teilte der Galgo den Altar mit den bedeutendsten Gottheiten aus den Sternen oder anderer Planeten. Warum eigentlich?
Die abtrünnigen Römer nahmen dieses Geheimnis für immer mit ins Grab; die Mythologie ging in ganz Europa den Bach hinunter und mit ihr verschwand auch das rituelle Opfer besonders ausgesuchter Tiere; es wurde durch die massive und spielerische Abschlachtung ersetzt, die bis in unsere Tage fortdauert.
Nach den Göttern blieben dann nur die Könige, die auf Grund ihrer fehlenden intellektuellen Privilegien den schönen Körperbau , den liebenswerten Charakter und vorzüglichen Ruf der Galgos für sich in Anspruch nahmen. Für eine Zeit lang fühlten sich die Tiere in Begleitung ihres Herren sicher.

Im Verlauf des Mittelalters – und weil die Amerikanische Organisation der Freunde für Feuerwaffen noch nicht bestand – wurde der Galgo dann zum Speer, um die Gefräßigkeit der Adeligen und den Neid der niedrigen Bauern zu sättigen.

Die Chronik sagt, dass es der letztgenannte Schurke war, der den Galgo entführte und in seinen Dienst stellte; und dass er es aus Hunger und aus Angst tat: Das könnte stimmen! Eins ist sicher, die Verse von A. Machado passen auf diesen Menschen genau: „Das Laster der Tugend machte aus Kain einen Mörder: Hoch lebe Kain!, heutzutage ist Laster das, was am meisten geneidet wird“.
In eben jener, übertrieben als goldenes Zeitalter von Extremadura bezeichneten Ära, bildete sich unter den Brücken von Badajoz der Handel mit Tieren wie Galgos, Maultieren und Eseln. Grundlage waren Tiere, die von einer kleinen Kolonie von aus Rumänien stammenden Zigeunern entweder gestohlen oder im Tauschhandel erstanden worden waren.
Der Opportunismus und die Gleichgültigkeit dieser Menschen einerseits und die Scheinheiligkeit und der verbreitete Hass der Bevölkerung auf alles, was aus dem ungläubigen Orient kommt, andererseits, taten dann den Rest.
Bis heute haben sich die Dinge nicht geändert: Der Galgo ist daher der ideale Geächtete meiner Heimat.
Die saisonbedingte Dauer der Jagd mit ihren Unfällen, die Höhe der Unterhaltskosten von Hundemeuten, die inzwischen nicht mehr gratis sind, das unstillbare Verlangen nach jungen, unverdorbenen Exemplaren für dieses Spiel – der Galgo wird ohne Ausnahme ausgesetzt und/oder hingerichtet.
Der Galgo hat sich niemals geirrt: Die Launen des Menschen sind unhaltbar!

Die Regierung von Extremadura, ständiger Förderer des Jagdgeschäftes, hat die Unmenschlichkeit seiner Leute Tieren gegenüber institutionalisiert. (dazu die Neo-Safari in Monterrubio de la Serena vor einigen Monaten ansehen, über blinde Tiger und apathische Löwinnen).
In der Provinz Badajoz ist es durchaus üblich, eine Ducatti ohne Bremsen zu sehen, an die ein Rudel Galgos angebunden ist. Die Tiere werden den Kanal hinauf und wieder hinunter gezerrt, dann in einem verdreckten Verschlag untergebracht, als Abendessen der Nachtwind.

Etwa 50.000 Galgos werden ohne jede Verhandlung jedes Jahr in Spanien verurteilt und hingerichtet: Auf dem Grund von Brunnen oder Kanälen, an den untersten Zweig eines Baumes gebunden, nur wenige Zentimeter vom Boden entfernt, damit sie das Ritual der Stenotypistin ausführen, oder lebendig gehäutet, mit Eisen oder Stöcken getötet, oder vollkommen entkräftet oder krank einfach ausgesetzt …, wir sterben alle ein wenig mit ihnen.
Der Galgo rivalisiert nicht mit dem Menschen. Was ist der Grund für so viel Bösartigkeit?

EPILOG.-
Der Galgo ist ein wunderschönes Exemplar mit sanften, mandelförmigen kleinen Augen in Braun, Bernstein, Grau oder Blau, die zu seinem kurzen und gepflegten Fell im Ton passen, oder auch nicht. Auf jeden Fall bekommt jeder hierdurch in unbeschreiblicher Harmonie seine einzigartige Persönlichkeit. Und ja, der Galgo ist auch ein großartiger Sportler. Aber er wurde nur dazu geboren, um Gesellschaft zu leisten, um zu spielen, um formbar und unterwürfig zu sein: Sein Lebensraum ist die Zuneigung. Einige „seelenlose“ glaubten – oder glauben – dass Knechtschaft auf seiner Stirn geschrieben steht; aber dort leuchtet der Stern des Wissen … und der Ungläubigkeit.
Der Galgo ist ein in Ungnade gefallenes Totem; er ist der verrostete Schlüssel zu einem großen Paradies, zu dem wir, so wie es heute steht, keinen Zutritt haben.

Und – der Galgo ist ein wunderbarer Hund: Ich empfehle ihn euch für eure Kinder:

HELFT UNS IN UNSEREM KAMPF GEGEN DIE MISSHANDLUNG UND AUSSETZUNG VON GALGOS,
UND WENN IHR EIN TIER ADOPTIEREN WOLLT, DENKT GANZ BESONDERS AN SIE!

folletos-campana-galgos.doc

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18th Dezember 2007

Prozessbeginn Safaris

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Am 14. Dezember begann der Prozess gegen die Verantwortlichen und Beteiligten der illegalen Safaris in Badajoz. Die Ecologistas Extremadura fordern für den Hauptangeklagten 4 Jahre und 9 Monate Haft und für die anderen Angeklagten 1 Jahr und 7 Monate.

Quelle

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9th November 2007

Eine unendliche Geschichte aus Badajoz

Am Mittwoch sendete der TV Kanal España Directo einen Beitrag aus Badajoz. Badajoz und seine Politik bezüglich Tierschutz. Der Beitrag ist leider noch nicht veröffentlicht.

Ein Mann, Besitzer von drei glücklichen, gut gepflegten Hunden, wurde in den letzen Jahren schon über 30 mal von seiner Nachbarin wegen bellender Hunde angezeigt. Diesmal kam es ganz dicke, es hieß, morgen würde die Guardia Civil kommen und die Hunde abholen und in die Perrera bringen.
Es handelt sich offenbar um eine einflussreiche Nachbarin, die absolut keine Hunde mag. Sie wohnt erst seit drei Jahren im Nachbarhaus, von Anfang an hat sie ihrem nachbarn Francisco gesagt, dass sie keine Hunde mag und somit begann die unendliche Geschichte voller falschen Anzeigen. Der ehemalige Nachbar lebte dort 20 Jahre und es gab nie Beschwerden.
Am Donnerstag erschienen dann 4 Hundefänger, 3 Polizisten und die ganze Presse um die Hunde abzuholen und in die Perrera von Olivenza zu bringen.
Aber, dank einiger Tierschützer, konnten die Hunde eine Nacht vorher in Sicherheit gebracht werden.
Jetzt droht Francisco, dem Besitzer der Hunde, eine Strafe wegen Ungehorsam, möglicherweise sogar eine Gefängnisstrafe.

Quelle

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