26th März 2013

Kein Lamm zu Ostern!

Die Hoffnung war groß, als gestern durch die sozialen Netzwerke die Meldung ging, dass Papst Franziskus dazu aufgerufen hat, zu Ostern kein Lamm zu essen. Leider hat sich dies jedoch als Falschmeldung herausgestellt, der italienische Zeitungsbericht in der Tageszeitung LaPresse war sehr geschickt formuliert und daher die Übersetzung mit google sehr schwierig.

Folgende Richtigstellung wurde bei Facebook von Million Actions gepostet:

Die italienischen Tierschutzvereine und N I C H T der Papst –fordern die Gläubigen auf an den Ostertagen kein Lamm zu essen. Offizielle Pressemittelung www.enpa.it

Die italienischen Tierschutzvereine für den Schutz der Tiere und der Umwelt (Enpa, Lav, Oipa, Leidaa, Lega del cane, Marevivo) haben dem Papst für folgendes Statement gedankt:

„Alle Verantwortungsträger auf wirtschaftlichem, politischem und sozialem Gebiet, alle Männer und Frauen guten Willens möchte ich herzlich bitten: Lasst uns „Hüter“ der Schöpfung, des in die Natur hineingelegten Planes Gottes sein, Hüter des anderen, der Umwelt; lassen wir nicht zu, dass Zeichen der Zerstörung und des Todes den Weg dieser unserer Welt begleiten! “

Diese Bitte hat er während seiner Einführungsmesse an die christliche Gemeinde gerichtet, während einige Vertreter der oben benannten italienischen Tierschutzvereine sich auf dem Petersplatz befanden um die Menschen dazu aufzurufen an Ostern kein Lamm zu essen.

Und so ist es auch kein Zufall, dass die Kampagne der italienischen Tierschutzverbände gegen Fleisch und gegen das Töten und den Verzehr von Lämmern gerade jetzt am Palmsonntag auf dem Petersplatz stattfand.
Die Osterzeit und ihr Höhepunkt an Ostersonntag, führt dazu, dass nur für diesen einen Tag, mehr als 250.000 Tiere, die meist nur einige Wochen alt sind, geschlachtet werden. Tierbabies, die gerade mal 30-40 Tage leben, nachdem sie zuvor 5 Monate im Mutterleib herangewachsen sind.

Das Lamm hat eine sehr alte christliche Bedeutung und wird meist auf den Schultern eines Hirten dargestellt, wo es die auferstandene Seele Christi repräsentiert. Die Schlachtung von Lämmern hat allerdings seinen Ursprung nicht in der christlichen Tradition sondern stammt aus dem AltenTestament. „Es ist ein grausames Ritual, das in krassem Gegensatz zur Wiedergeburt und der Erneuerung des Glaubens und der Hoffnung steht, Es ist ein Ritual, das in unserer heutigen Gesellschaft, die geprägt wird durch Gewalt und Tod, nicht mehr nötig ist und nur den Interessen der Lebensmittelindustrie dient.“ So heißt es in der Pressemitteilung der italienischen Tierschutzorganisationen.

Erst vor wenigen Tagen ist eine Recherche  von Animal Equality an die Öffentlichkeit gekommen, untersucht  wurden über ein Jahr lang die Hintergründe der Lammfleischindustrie in Italien. Das Rechercheteam deckte erschreckende Szenen von Tierleid auf, wie sie so noch niemals vorher in der Öffentlichkeit zu sehen waren.

Warnung: Das folgende Video enthält Szenen, die Gewalt gegen Tiere zeigen.

Weitere Informationen: Animal Equality enthüllt die grausame Realität für Lämmer in Italien

Jorge Mario Bergoglio ist nicht nur der erste Jesuit und Ordensmann auf dem Heiligen Stuhl und der erste Pontifex, der in Anlehnung an Franz von Assisi, Franziskus heißt, er ist auch der erste Papst, der auf Pelz verzichte, vielleicht ist dies ein kleiner Hoffnungsschimmer, dass er sich auch für die Rechte der Tiere im Allgemeinen einsetzt.

Bitte unterzeichen Sie die an die Zentralbehörde der römisch-katholischen Kirche (Kongregation für die Glaubenslehre), an die Katholische Kirche und an Papst Franziskus gerichtete Petition, bitte auf das Bild klicken:

Für die Tiere und ihr Recht auf Leben und Unversehrtheit

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24th März 2013

Petition: Schluss mit öffentlichen Geldern für den Stierkampf auf den Azoren

Bitte unterzeichnen Sie die an Vasco Cordeiro, Regionalpräsident der Azoren, gerichtete Petition gegen die Subventionierung der Stierkämpfe: Schluss mit öffentlichen Geldern für den Stierkampf auf den Azoren Inseln

 

Siehe auch: Stierkampf auf den Azoren: Bilder des Grauens

Der portugiesische Stierkampf, auch Cavaleiro genannt, unterscheidet sich stark von dem spanischen und französischen Stierkampf. In Portugal werden zuerst dem Stier die Folterinstrumente von einem Reiter in den Schulterbreich gestoßen.

Danach treten 8 unbewaffnete Männer, die sogenannten Forcados, ohne Waffe direkt gegen den Stier an. Außer blaue Flecken haben sie nichts zu befürchten, deutlich sieht man im Video die abgeschliffenen oder gepolsterten Hörner des Stiers. Das Tier wird gereizt und provoziert.

Nach dem Stierkampf, je nach Schwere der Verletzungen, wird der Stier entweder am Leben gelassen und als Zuchtstier benutzt, oder außerhalb der Arena getötet.

Diese Art von Stierkampf ist keinesfalls weniger grausam als jeder andere Stierkampf auch!


Der Stier nach dem portugiesischen Stierkampf, Auszug aus dem Dokumentarfilm, “Festa de Sangue”, von Carolina Catrola und Hugo Morgado, Universität Lusófona 2011

“Festa de Sangue”

„Festa de Sangue“ from Carolina Catrola on Vimeo.

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10th März 2013

Petition: Fordern sie die Abgeordneten auf eine Initiative gegen die Misshandlung der Pferde in Galicien zu unterstützen

Viele halbwilde Pferde werden in Galicien mit Holzknüppeln, Seilen oder Ketten in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt um sie besser “kontrollieren” zu können, sie können sich so kaum bewegen, geschweige denn bei Gefahr, z.B. einem Waldbrand, wegrennen.

Schon seit Jahren prangert die Tierrechtsorganisation Libera! diese Tierquälerei an. Diese Einschrändkung der Pferde in ihrer Bewegungsfreiheit ist laut dem Tierschutzgesetz von Galicien ein Verbrechen und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr belegt werden.

Diese Holzknüppel, Seile oder Ketten verursachen schmerzhafte Wunden, es sind schon viele Pferde bei Waldbränden zu tode gekommen weil sie nicht schnell genug vor dem Feuer fliehen können…dies sind nur einige Folgen dieser grausamen Praxis, an denen die Pferde schließlich, bzw. gerade wegen, ihrer falschen “Freiheit” sterben.

In wenigen Wochen werden die Unterschriften im Parlament von Galicien eingereicht, benötigt werden mindestens 10 000 Unterschriften. Bitte unterstützen Sie diese wichtige Petition von Libera! Wenn Sie auf das Bild klicken werden Sie automatisch zur Petitionsseite weitergeleitet.

www.liberaong.org

PETITION:

Diputados/as: Apoyen la Iniciativa contra los caballos con cepos

 

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22nd Februar 2013

Petition: Damit die Tötungsstation Bañaderos von Tierschützern geleitet wird

Bitte unterzeichnen und verbreiten Sie die folgende Petition, damit die Tötungsstation „Albergue de Bañaderos“ auf Gran Canaria von Tierschützern geleitet wird, um das sinnlose Töten zu beenden und Maßnahmen zu ergreifen, die die Zustände vor Ort ändern.

Petition: bitte auf das Bild klicken, sie werden automatisch zur Petitionsseite von AVAAZ weitergeleitet

Que la Gestión del Albergue Insular de Animales de Bañaderos, en Gran Canaria, sea gestionado por una protectora.

Stellungnahme der Tierrechtlerin Renata Ortl mit der Bitte um Unterstützung!

„Ich bin erfreut zu sehen, dass es jetzt eine neue Initiative von Tierrechtlerinnen gibt, die das “System der Tötungsstation Banaderos” ändern möchten. Das zu schaffen, wird nicht einfach sein. Abgesehen von anderen Hindernissen, ist dabei das „Convenio“ und die Politik der Inselregierung (Cabildo) im Weg. Der Tierschutzverein Anahi, mit Frau Renate Berger als Präsidentin, ist bereits 1995 daran gescheitert, nach einem riesigen Skandal Ende 1994 – und seither sind wieder die gleichen Leute und Institutionen wie bisher am Ruder, bis jetzt auch die gleiche Direktorin. Seit 1980 wurden in dieser Tötungsstation, die sogar fälschlich „Albergue“ genannt wurde, hunderttausende von Hunden getötet worden, anstatt wenigstens zu versuchen das Problem an den Wurzeln zu packen mit Kastrationskampagnen und Erziehung. Einfangen und töten ist offensichtlich rentabler.
Vielleicht ist jetzt die Zeit reif zu handeln, nach zwei menschlichen Generationswechseln und mit jungen Tierrechtlern die sich einsetzen für diejenigen, die sich nicht selbst verteidigen können.“

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16th Februar 2013

Das lukrative Geschäft mit Laboraffen

„Animal Equality präsentiert eine neue Recherche in der größten Anlage für Makaken in Europa. Der in Camarles (Spanien) ansässige Betrieb beliefert von dort Tierversuchslabore auf der ganzen Welt. Diese Recherche beinhaltet unveröffentlichte Bilder, die an Krätze oder einer Art Herpesviridae erkrankte Tiere zeigen, deren Krankheiten nicht veterinärmedizinisch behandelt wurden.“

Lesen sie bitte über diese Recherche von Animal Equality folgenden Artikel:

Animal Equality veröffentlicht Recherche in Affensammelstelle für Tierversuche

»Wer nicht davor zurückschreckt, Tierversuche zu machen, der wird auch nicht zögern, darüber Lügen zu verbreiten.«
George Bernhard Shaw, britischer Schriftsteller, Nobelpreis für Literatur 1925 (1856-1950)

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4th Februar 2013

Die Finsternis in Punta Umbría

Nichts ist unmöglich in Spanien, Tierleben sind nicht viel wert. Die andalusische Regierung hat in Punta Umbría, gelegen in der Provinz Huelva, Streuner zum Abschuss freigegeben! Seit Tagen schon machen Jäger Jagd auf Hunde, zahlreiche Tiere sind ihrer legalisierten Schießwut schon zum Opfer gefallen. Anlaß war ein totes Fohlen, dass angeblich von Streunern gerissen wurde, jedoch haben Bürger von Punta Umbría dies dementiert, das Fohlen war schon tot, die hungrigen Hunde haben sich nur am Kadaver zu schaffen gemacht.

Ausgeführt wird der blutige Regierungsauftrag von der Jagdvereinigung Sociedad de Cazadores de Punta Umbría. Aktivisten haben heute versucht, die Jäger bei ihrer verabscheuungswürdigen Arbeit zu stören, auch in den kommenden Tagen will man die Jagd auf Hunde sabotieren. Es gibt keinen Autopsiebericht um die Todesursache des Fohlens zu klären. Die Behauptung, dass einer der Hunde an Tollwut erkrankt war ist geradezu lächerlich, diese Krankheit ist schon seit vielen jahren in Spanien ausgemerzt. Offensichtlich will man in Punta Umbría das von Menschen gemachte Streunerproblem auf die preiswerte Art und Weise lösen.

Am kommenden Mittwoch den 6. Februar findet eine von Igualdad Animal einberufene Demonstration vor den Toren des Umweltministeriums der Regierung von Andalusien statt. man will an die Regierung apellieren, die Tötungen der Streuner einzustellen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat Anzeige erstattet. Die Streuner fallen unter das Tierschutzgetz der Regierung von Andalusien, Ley 11/2003, de Protección de los Animales en Andalucía, Artikel 27.3., wo es heißt, dass ausgesetzte oder verloren gegangene Hunde von den Gemeinden eingesammelt und für einen Zeitraum von mindestens 10 Tagen von einer Auffangstation aufgenommen werden müssen, um dann entweder übermittelt oder letztendlich eingeschläfert zu werden. Dies ist ein eindeutiger Gesetzesverstoß, aber nicht weiter verwunderlich in einem Land in dem es kaum Sanktionen bei Nichtbeachtung von Tierschutzgesetzen gibt und Korruption und Vetternwirtschaft an der Tagesordnung sind.

Quellen:

pacma.es
huelva24.com
lavanguardia.com
eldigitaldemadrid.es

Bitte unterezeichnen Sie folgende Petition: CESE INMEDIATO DE LA MATANZA DE PERROS EN PUNTA UMBRÍA (Huelva), ESPAÑA

Oder richten sie ihren Protest direkt an das Rathaus von  Punta Umbría, oder an die Regierung von Andalusien:

Ayuntamiento de Punta Umbria
mail: info@ayto-puntaumbria.es, medioambiente@puntaumbria.es
Telefono: 959 49 51 00 Fax: 959 49 51 50
Twitter: @AytoPuntaUmbria

Junta de Andalucía
svgmn.hu.cma@juntadeandalucia.es
Telefono: 959 01 15 00 Fax: 955 03 21 34
Twitter: @Juntandalucia

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23rd Januar 2013

Update: Was wir alle wissen sollten – Keinen Urlaub in der Hundehölle Apulien / Italien – PETITION.

Liebe Unterstützer,

Wir danken Ihnen, dass Sie an unserer Petition teilgenommen haben, doch wir möchten Sie noch ein Mal um Ihre Hilfe bitten.

Wenn wir genug Unterschriften haben, so werden wir die Petition auch an die italienischen Medien schicken und auch hier Druck ausüben sich mit dem Thema beschäftigen.

Deswegen ist es wichtig, dass Sie auch Ihre Familie, Ihre Arbeitskollegen und Freunde darum bitten die Petition zu unterschreiben, und sie zu verbreiten: auf Facebook, in Foren, Twitter und in Ihren Emailverteilern.

Wir dürfen jetzt nicht aufgeben: für die Hunde in Süditalien.

Danke von Herzen
www.tierschutzprojekt-italien.de und unsere italienischen Freunde

Bitte unterschreiben Sie auch die folgende Petition, die sich an alle Kommunen in Apulien richtet, in denen die Missstände in den Canili bekannt sind:

https://www.change.org/de/petizioni/regione-puglia-e-comuni-pugliesi-basta-vacanze-in-puglia-se-non-ci-sara-intervento-concreto-sui-canili-2?utm_campaign=share_button_mobile&utm_medium=facebook&utm_source=share_petition#

 

Tierelend wohin man schaut, egal ob Spanien, Griechenland, Rumänien etc., Tiere haben keine Lobby, wir müssen ihnen unsere Stimme geben und sie verteidigen.

Auch in Italien ist die Situation miserabel, bitte informieren Sie sich auf der Webseite des neu gegründeten Vereins ‚Tierschutzprojekt Italien‘ über die Hundehölle in dem beliebten Urlaubsland. Schauen Sie nicht weg und beteiligen Sie sich an der Protestaktion!

www.tierschutzprojekt-italien.de

Detaillierte Informationen über die „Hundehölle“: Situation in Italien

Mit dieser Petition erklären wir uns mit den italienischen Tierschützern solidarisch und unterstützen deren Aktion, mittels derer sie zu einem Boykott Apuliens als Urlaubsziel aufrufen, solange sich hinsichtlich der furchtbaren Zustände auf den Straßen und in den Canili Apuliens nichts Konkretes ändert.
Vereint Euch mit uns, schreibt die Protestmail an die Verantwortlichen. Je mehr wir werden, desto mehr Gewicht wird unsere Stimme haben!
Die Situation der Straßen- und Canilihunde in Süditalien muss sich ändern!

Mit der Unterzeichnung der Petition wird eine Email direkt an den Apulischen Regionalpräsidenten Nichi Vendola verschickt.

Bitte auf das Bild klicken, Sie werden zur petitionsseite weitergeleitet:


Bitte leiten Sie den Petitionsbrief auch an die italienische Presse weiter.

Im folgenden finden Sie die Emailadressen der italienischen Pressestellen: Weiterlesen »

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22nd Januar 2013

PETITION: Europa muss die politische Verantwortung für Millionen Straßentiere übernehmen

Jahr für Jahr sterben mitten in Europa Millionen Straßentiere in Tötungslagern, die sich „Tierheime“ nennen, oder aber in der „Freiheit“- an Hunger, Kälte, Krankheiten oder Gift.

Zwar gibt es oft lokale Gesetze, die dies eigentlich verbieten, doch kümmern sich oft weder lokale Behörden, noch die zuständigen Organe der Exekutive um die Einhaltung der Gesetze.

Selbst die barbarischsten Tierquälereien ziehen keine strafrechtlichen Folgen nach sich, da sie im Regelfall nicht geahndet werden.

Am 1. Dezember 2009 ist der Vertrag von Lissabon (sog. EU-Reformvertrag) in Kraft getreten. Das Vertragswerk besagt, dass die Union und die einzelnen Mitgliedstaaten den Erfordernissen des Wohlergehens der Tiere als fühlende Wesen Rechnung zu tragen haben.

Doch die Ratifizierung dieses Vertrages bedeutet leider nicht automatisch das Ende des brutalen Massensterbens.

Daher müssen nun unbedingt auf die Worte auch Taten folgen.

Bitte unterzeichnen Sie die Petition: EUROPA MUSS DIE POLITISCHE VERANTWORTUNG FÜR MILLIONEN STRAßENTIERE ÜBERNEHMEN

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21st Januar 2013

Der Tunnel

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20/01/2013 Ruth Toledano

Der Tunnel

Die ausgesetzte Galga irrte drei Tage lang durch den Tunnel der U-Bahn von Madrid. Allein, verängstigt, verletzt. Zum ersten Mal wurde sie am Donnerstag um 24 Uhr gesehen und am nächsten Morgen um 8 Uhr begann eine Reihe von Personen (Mitglieder verschiedener Tierschutzorganisationen: Justicia Animal, Alba, Baas Galgo, El Hogar de Luci, Más Vida und SPAP) damit, sich um die Genehmigungen des Transportunternehmens zu bemühen, die eine Rettung der Galga ermöglichen würden. Man wusste, dass sie zwischen den U-Bahn-Stationen Sáinz de Baranda und Ibiza herumlief (zur Info: eine relativ kurze Strecke, da es zwischen diesen beiden Stationen keine weitere Station gibt). Es ging darum, auf die Gleise hinunterzugehen und das Verfahren anzuwenden, das die freiwilligen Helfer gut kennen: wenn ein ängstliches und hungriges Tier (ein Hund oder eine Katze) niemanden an sich heranlässt, stellt man sogenannte Lebendfallen auf, in die man Futter legt. Das Tier nähert sich schließlich dem Futter, wird gefangen und kann gerettet werden. Durch das Aufstellen dieser Fallen wird die Fahrt der Züge weder gestört noch unmöglich gemacht, denn die Tunnel der U-Bahn von Madrid haben Nischen in den Wänden, etwas zurückgesetzte Hohlräume, in die man die Galga ohne größere Gefahr hätte locken können.
Die Galga starb, nachdem sie von einem Zug überfahren worden war, der ihr ein Bein durchschnitten hatte. In einem anderen hatte sie tiefe Wunden. Sie rang mit dem Tod, verblutend, erstarrt, erschrocken, so allein wie noch nie. Sie starb, weil die Verantwortlichen der U-Bahn von Madrid nicht zuließen, dass erfahrene Personen tätig würden, um sie zu retten. Warum? Weil es nur eine Hündin war. Um 19 Uhr am Samstag meldet ein Fahrer, dass er die Galga neben den Gleisen hat liegen sehen, im Tunnel, etwa 100 oder 200 Meter von der Station Sáinz de Baranda entfernt. Man weiß nicht, ob sie noch lebt, auch wenn Metro de Madrid erklärt, sie sei „vermutlich tot“. Die freiwilligen Helferinnen bitten darum, dass man sie zu ihr lässt. Diese Erlaubnis wird ihnen erneut verweigert. Sie bitten darum, dass dann tierärztliche Nothelfer gehen dürfen oder wenigstens die Kräfte, die im Auftrag der Stadt Madrid Tiere von der Straße einsammeln. Sie bitten um Mitleid. Vielleicht kann man noch etwas tun. Metro de Madrid antwortet, dass dies erst ab 2.30 Uhr nachts möglich sein wird, wenn der Dienst im gesamten U-Bahn-Netz endet. Weitere sieben Stunden, bis man ihr helfen darf. Warum? Weil es nur eine Hündin ist. Weiterlesen »

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20th Januar 2013

Ein Tod, der hätte vermieden werden können

Dies ist mal wieder typisch spanisch! Am 16. Januar verirrt sich eine entlaufene Galga in den U-Bahn Tunneln der Madrider Metro, Tierschützer wollten die Galga einfangen, setzen sich mit dem verantwortlichen Personal der Metro in Verbindung, doch diese verweigerte jede Hilfe.

Weder bei Tag noch bei Nacht, als der U-Bahnverkehr ruhte, wurde es Tierschützern gestattet, die Gleise zu betreten. Ein Tierarzt war alamiert um zu versuchen den gestressten Hund mit einem Betäubungsgewehr zu betäuben, es hätte nur 15 Minuten gedauert, bis das Medikament wirkt. Auch wollte man eine Lebendfalle aufstellen, doch nichts dergleichen konnte unternommen werden um den Windhund zu retten.

Nicht nur das, die Metro behauptet sogar auf ihrer Facebook-Seite, „Wir tun, was wir können“, dann „Der Hund lief weg, danke für eure Sorge“, „Der Hund war nicht verletzt, macht euch keine Sorgen“, „Wir haben die ganze Zeit versucht ihn zu retten“, „Es tut uns leid, dass er gestorben ist“.

Die Wahrheit sieht jedoch anders aus, die freiwilligen Helfer wurden vom Personal beschimpft, „So ein Durcheinander wegen einem verdammten Hund!“ und man hat ihnen sogar verboten Videoaufnahmen zu machen.

Im Video kann man Kommentare einiger Metro Mitarbeiter hören, Kommentare wie „Verdammter Hund“ und „Riesenarschloch“, die zeigen, wie verdammt egal diesen Leuten das Schicksal der Galga ist.

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Am Samstag sah ein Arbeiter die Hündin im Tunnel liegen, nahe dem Bahnsteig der Haltestelle Sainz de Baranda, doch noch immer verweigerte man den Helfern jeden Zutritt. Nicht zu wissen, was genau passiert war, ob die Galga vielleicht noch am Leben war, entschlossen sich drei Tierschützer von Justicia Animal, Más Vida und BassGalgos gegen 23 Uhr dazu, die Gleise ohne Eraubnis zu betreten, nicht ohne vorher einen Angestellten der Metro darüber zu informieren, denn bis zur Ankunft der nächsten U-Bahn bleiben nur 18 Minuten.

Die Tierschützer kamen zu spät, fanden die Galga mit gebrochenem Bein, sie blutete stark, war noch nicht lange tot.

Das diese Vorfall auch anders hätte ausgehen können zeigt ein Fall aus dem Jahr 2001. In Barcelona wurde damals ein Schäferhund-Husky Mischling von den Bahngleisen gerettet. Der Zugverkehr von zwei Linien wurde für 3 Stunden eingestellt und mit der Hilfe von 5 Feuerwehrleuten, Polizei, Personal der Metro und einem Arbeiter der Perrera konnte der Hund gerettet werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Empörung über das Verhalten der Metro Madrid ist groß, heute fand um 18 Uhr eine von der spanischen Tierschutpartei PACMA einberufene Demonstration an der Haltestelle Sainz de Baranda statt. Es kamen Hunderte von Demonstranten, viele von ihnen mit ihren Hunden.

 

 

 

 

 

 

Was für ein Armutszeugnis für Madrid, der Hauptstadt Spaniens. Es war ja nur ein Hund, ein Galgo, ein reines Jagdwerkzeug zum Benutzen und Wegwerfen. Jahr für Jahr sterben in Spanien 50 000 Galgos, ganz legal in städtischen Tötungsanstalten, durch Erschießen und Erhängen, durch Verhungern und Verdursten, durch einen Verkehrsunfall oder aber durch die Tatenlosigkeit und Ignoranz der Verantwortlichen der Metro-Madrid.

Quellen:
europapress.es
madridiario.es

 

PETITIONEN:

Metro de Madrid: Justicia para la galga muerta en el metro de Madrid

AVAAZ: Ley que sancione la negación de ayuda a animales y protocolo para incidentes con animales en transportes públicos

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