28th Januar 2009

Toro de la Vega, Taurino der Beleidigung schuldig gesprochen

Das Amtsgericht Nr. 7 von Bilbao hat einen erbitterten Anhänger des „Toro de la Vega“, der Beleidigung schuldig gesprochen. Der Bürger aus Valladolid hatte am 9. Dezember 2009 die damalige Präsidentin der PACMA / Partido Antitaurino Contra el Maltrato Animal, Concepción Reyero, angerufen und auf das übelste beschimpft und bedroht.
Concepción Reyero hat sich nicht einschüchtern lassen im Kampf für eine Abschaffung des brutalen Stierspektakels „Toro de la Vega“ und erstattete Anzeige.
Während der Gerichtsverhandlung am 27. November 2008 wurde bewiesen, dass der Angeklagte Äußerungen wie „ist dort die Stierkampfgegnerin, du sollst wissen, dass ich dir den Kopf zerteile, dass ich dich umbringen werde, Hure, ihr geht in die Dörfer um die Leute zu verleumden, ich werde dir den Kopf zerteilen…“
Auch wenn die Stierkampfgegnwer bedroht werden, sie lassen sich nicht einschüchtern, die Tiere und ihre Rechte werden auch weiterhin beschützt werden.

Siehe auch:

Schluss mit der Foltger der Stiere in Tordesillas
Tordesillas in aller Munde

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18th Oktober 2008

CQC, mutige Reporter gegen die Misshandlung von Tieren

CQC, steht für CAIGA QUIEN CAIGA (Wer fällt der fällt) ein freches, bissiges, junges Fersehteam, welches frischen Wind in die konservativen Fernsehanstalten bringt.

In einer genialen Reportage prangert das Team von COQ, nicht nur das grausame Fest „Toro de la Vega“ von Tordesillas an, auch der Stierkampf im allgemeinen, sowie die Fiestas von Coria, bei denen Stiere mit Pfeilen vom Mob gepeinigt werden, oder das Fest „Toro Jubilo“ in Medinaceli sind Thema.

Interwiewt werden u.a. die Tierschützer, Sirio Llorente, Maria Jésus Bocos, Abgeordnete der PACMA, Leonardo Anselmi, Präsident der Plattform Stop Our Shame, Tordesillaner, Passanten und Besucher der Stierkampfarena Las Ventas, unangenehmen, provozierenden und heiklen Fragen ausgesetzt sind die Bürgermeisterin von Tordesillas, sowie José Jimenez, Minister für Kultur und Direktor der Bildenden Künste und Kulturgüter. Fragen, die offensichtlich so bissig sind, dass die Betroffenen, oder besser gesagt die Beschuldigten, derart hitzig reagieren, dass sie die Reporterin wegstoßen oder aber aus dem Vorzimmer der Bürgermeisterin werfen lassen, obwohl diese zuvor zugesagt hat, sie nach ihrer Besprechung zu empfangen.

Nichts bleibt unausgesprochen. Die Spanier, die bis jetzt noch nicht wussten, was es bedeutet, als „Toro de la Vega“ gehetzt und schließlich durch Lanzenstiche getötet zu werden, bekommen nicht nur grausame unverfälschten Bilder der Tortur zu sehen, auch die Information, dass die abgeschnittenen Hoden des getöteten Stieres früher, dies ist schon einige Jahrhunderte her, aber… als Opfergabe an die „Virgen de la Peña“ dienten,  ist eine gelungene Anspielung auf die Kirche, welche sich auf die Seite der Tauromachie stellt.

Die Touristen, vier Amerikaner, ein Engländer, eine Italienerin und ein Höllander, die aufgrund folgender Zeitungsanzeige “ Wenn du Ausländer bist und deine Ferien in unserem Land verbringst und unser Nationalfest kennenlernen möchtest, laden wir dich ein“, den Weg in die Arena fanden, sind alles andere als begeistert vom spanischen Kulturgut, eine Touristin verlässt entsetzt den Schauplatz.

Die Kommentare der Touristen sprechenn eine eindeutige Sprache:

Oh Gott…und jetzt das Pferd.
Ihm (dem Stier) fließt Blut aus dem Maul.
Oh, er ist immer noch nicht tot.
Ich kann nicht mehr, ich gehe. Entschuldigung, ich bekomme Herzrasen, ich kann nicht.

Oder aber:
Ich hatte mal einiges im Internet gesehen, manchmal im Fernsehen, aber solch eine Quälerei, sie haben ihn mit dem Messer gestochen, der Stier war gebückt und es floss Blut aus seinem Maul.

Es ist sehr bewegend, aber sehr grausam. Ich werde nicht wiederkommen.
Danke für die Einladung, aber ich werde nicht wiederkommen.
Gut so.
Geht so, mehr schlecht als gut.
Mir ging es sehr schlecht dabei.
Zuviel Blut. Sehr schlecht, es war schrecklich, sehr schlecht.

Man beachte bitte, wie schwach besucht die Stierkampfveranstaltung ist. Touristisch wertvoll, eher langfristig den Tourismus schädigend, wie können die Taurinos nur so verblendet sein und meinen, dass moderne Europäer Tierquälerei befürworten und als Urlaubsvergnügen ansehen.

Der wohl wichtigste Punkt dieser Reportage ist die Subventionierung der Tauromachie durch die Steuergelder. Immerhin werden jährlich 564 Millionen Euro zur Finanzierung der Stiermorde investiert, eine riesige Summe die gerade heutzutage andersweitig weitaus sinnvoller genutzt werden könnte, viele Familien leiden unter finanziellen Problemen, die wirtschaftliche Lage Spaniens ist schlecht, aber nichts desto trotz wird in die Tierquälerei investiert und das, obwohl nur 31 % der Bevölkerung den Stierkampf unterstützen und der großen Mehrheit mit 69 %,  ist es vollkommen egal, oder sie ist dagegen. Eine hervorragende Idee, schließlich kann man hier in Deutschland auch aus der Kirche austreten, wenn man diese nicht mit seinen Steuergeldern finanzieren möchte.
COQ schlägt vor, ein Feld auf dem Formular der Steuererklärung zu setzen, wo die Steuerzahler ankreuzen können, ob ihre Gelder in die Stierspektakel fließen sollen oder nicht.

Die Initiative lautet wie folgt:
Möchtest du ein Feld in der Einkommenserklärung, wo du wählen kannst ob dein Geld der Stierkampf-Finanzierung zugeteilt werden soll?

Die Kampagne ist ganz einfach zu handhaben, ein vorgefertigter Brief ist im Umlauf und die Adresse ist die folgende. secretaria.prensa@meh.es

Das Team von COQ hat wie immer eine hervorragende Arbeit geleistet, das Email Konto wird sicher schon vor lauter Post überquellen. Weiter so!

Reportage 1. Teil:

Der komplette Beitrag ist hier, auf der Webseite von CQC zu sehen:

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15th Oktober 2008

Kampagne gegen den Toro de la Vega

Vicente Hidalgo Gómez ist Professor der Fakultät für Sozialarbeit und Bildung an der Universität von Valladolid und seit mehreren Jahren ein aktiver Tierschützer. Nun hat er eine Kampagne gegen den Toro de la Vega lanciert. Folgende sind seine Botschaften:

SOS: Rettet den Toro de la Vega
Jahr 2008

¡Rettet den Toro de laVega!
Der Toro de la Vega ist unser Freund!
Tötet ihn nicht!

* Botschaft an das Volk von Tordesillas

Bewahrt,
aus menschlicher Humanität,
den Toro de la Vega
vor einer unmenschlichen Tortur und einem grausamen Tod.
Das Blut des Toro de la Vega soll
nicht noch ein weiters Jahr das Gewissen der
ganzen spanischen Gemeinde Tordesillas bespritzen.

Macht nicht aus eurem Fest eine Tragödie,
die euer persönliches und gemeinschaftliches Gewissen zeichnet.
“Überwindet historische Traditionen,
die voll von moralischer Misere sind” (1).

Ein zivilisiertes Volk
würde versuchen, eine Kultur aufzubauen,
in der der “Tanatos” (der Tod)
nicht den “Eros” (das Leben) dominiert.
Macht aus Tordesillas eine für alle angenehme Stadt.
Eine Stadt, die bekannt ist für humanitäre Beziehungen.

* Botschaft an die Eltern, Professoren und Lehrer

Verletzt nicht die moralischen Werte eurer Kinder oder Schüler,
in dem ihr eine grausame Kultur unterstützt oder fordert.

“Die Erziehung soll den Kindern von klein an
lehren, die Tiere zu beobachten, zu verstehen, zu respektieren und zu lieben.”
“Der Respekt, der die Menschheit den Tieren zollt, ist eng an den Respekt zwischen den Menschen geknüpft.” (2)

¡Sagen wir nein zu diesem barbarischen Fest!

Botschaft an die Autoritäten

Respektiert und fordert den Respekt für die universellen Rechte der Tiere!
.
Betrügt nicht euer Volk in den Stierkampfarenen (3).
Es soll keine Spur von Blut, dass durch menschlichen Gewalt geflossen ist, in eure Straßenecken oder Plätze,
weder im Mirador,
noch auf der gotischen Brücke
zu finden sein.

Lasst das Leben des Toro de la Vega
nicht in den Händen der Lanzenträger.
(Wie viele Lanzenträger würden, reumütig, ihre Lanzen heute am liebsten zerstückeln).

Botschaft an die „Freunde des Toro de la Vega”

Erlaubt uns, euch eine humane Alternative zu eurem Fest,
Toro de la Vega, zu offerieren:
Feiert weiterhin dieses berühmte Spektakel.
Aber ohne Gewalt, Blut und Tod.

Feiert das Fest des Toro de la Vega wie ein Spiel:
Ein Spiel zwischen Mensch, Stier und Pferd.
Verwandelt das historische Szenario von Tordesillas
in ein  ästhetisch Bild eines Stieres, der über die gotische Brücke den Fluss
Duero überquert, begleitet von Männern und Pferden.
Verschwinden soll die schwarze und brutale menschliche Wolke, die Tod und Tragödie bringt.

Lasst euren Toro durch die Landschaft des Duero springen.
Spielt mit ihm, er ist euer Freund, tötet ihn nicht!
Und dort, an einem schönen Platz
feiert das Fest des “Eros”, des Lebens,
esst und trinkt das Brot und der Wein, den euch diese Erde offeriert, in einer frohen und freundschaftlichen Atmosphäre.

Träumt von der Utopie eines Toro de la Vega,
der vergnügt durch die spanischen Landschaft springt.

Lasst uns das Fest des Toro de la Vega feiern!
Eine Feier ohne Blutvergießen und Leid;
ohne Schatten des Todes oder Tragödie;
ein humanes Fest.

A.U.R.A
————————————

Notas: (1) ATEA (Asociación para un Trato Ético con los Animales). Kepa Tamames. Vitoria
en “El Día de Valladolid”(14.09.2002).

(2) UNESCO: Declaración Universal de los Derechos de los Animales (1978).

(3) Julio Senador Gómez: Castilla en escombros

campana-de-vicente-hidalgo-para-salvar-al-toro-de-la-vega.doc

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11th Oktober 2008

PETITION für die Abschaffung des „Toro de la Vega“

PETITION, anklicken und bitte unterschreiben: Petitionswebseite care2

Siehe auch: Tordesillas in aller Munde

Weitere Beiträge finden Sie, wenn Sie „Toro de la Vega“ oben rechts im Suchfenster GO, „Toro de la Vega“ eingeben.

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6th Oktober 2008

Ein Stier in einem spanischen Dorf

Schon wieder bei You Tube zensiert: Ein Stier in einem spanischen Dorf

Ohne Kommentare: Die Bilder sprechen für sich

Ich werde weiterhin die Stimme erheben für diejenigen die es nicht selbst tun können.
Nein zu einer Tradtion welche ein Verrat an das Leben ist.

Dieses Video wurde schon mehrmals von You tube zensiert, die Tierschützer stellen es immer wieder ein, die Welt soll wissen was „Toro de la Vega“ bedeutet: Grausamkeit und nationale Schande!

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5th Oktober 2008

Gegen den Toro de la Vega, 14. September 2008

von HUELLAS Cantabria

siehe auch: Tordesillas in aller Munde

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29th September 2008

Der Toro de la Vega auf dem Tisch der Abgeordnetenhauses

22. September 2008-09-28

Den Regeln der Kammer entsprechend schlagen die Parlamentsgruppe Esquerra Republicana, Izquierda Unida und Iniciativa per Catalunya Verds die folgenden Verordnungen gegen die Misshandlung von Tieren vor, um sie mit der Umwelt-, Landwirtschafts- und Meereskommission zu diskutieren.

Die vorgetragenen Gründe:

Die Festlichkeiten in Tordesillas, welche jeweils in der zweiten Septemberwoche stattfinden, werden zu Ehren der Heiligen María de la Peña veranstaltet, die die Schutzpatronin von Tordesillas und Umgegend ist. Dienstag ist der Tag, an dem am meisten Blut fließt, dann hetzt man den bekannten ‘Toro de la Vega’. Dieses traditionelle Stierkampfspektakel wird seit Jahrhunderten gefeiert. Der Toro de la Vega ist außerdem eines der ältesten Stierkampfrituale Spaniens überhaupt: Das Hetzen des Stiers mit Lanzen. Vor der Einführung des heutigen Stierkampfs im XVIII. Jahrhundert war diese Todesrunde DAS Schauspiel der Festwochen.
Der Stier ‘Toro de la Vega’ in Tordesillas ist eine der größten Bestialitäten Spaniens überhaupt, die unter dem Mantel dessen, was einige pompös mit ‘Traditionen’ bezeichnen, erlaubt, dass mehr als einhundert Lanzer das Tier über ein Feld hetzen und ihm so lange Lanzenstiche versetzen, bis es blutüberströmt, zerstochen und kraftlos zu Boden geht. In diesem Augenblick sollte ihm eigentlich der Todesstoß versetzt werden, was nach Berichten Anwesender aber häufig nicht getan wird. Es handelt sich also um eine langsame Tortur, unter dem Geschrei und dem Tumult der Zuschauer, ein wirklich sadistisches Vergnügen. Zu diesem unbeschreiblichen Horrorschauspiel werden auch die Kinder mitgenommen, um sie einzuweisen.
Die Stadtverwaltung verleiht dem Gewinner ein goldenes Abzeichen und schenkt ihm eine geschmiedete Lanze.

Die Veranstaltung des Toro de la Vega wurde als für den nationalen Turismus interessant erklärt, obwohl es sich, objektiv gesehen, um einen Akt der öffentlichen Tortur und Tod eines Tieres handelt.

Leider ist diese nicht die einzige Barbarie Tieren gegenüber, die in Spanien unter dem Schutz der Tradition durchgeführt wird, aber sicherlich ist es die grausamste unter allen, die die Tortur von Tieren gestatten.
Zum Glück haben viele Gemeinden diese Art der Barbarie inzwischen abgeschafft (Hahnenrennen, Ziegen vom Kirchturm werfen, usw.), obwohl sie in vielen Orten auch weiterhin bestehen. Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns lächerlich zu machen und uns die Frage zu stellen, ob die Tradition wirklich ein Recht zu all dem gibt.

Wir schlagen als nachfolgen die folgende VERORDNUNG vor:

Die Abgeordnetenversammlung bitten die Regierung dringend:

Die notwendigen Mechanismen und rechtlichen Verordnungen zu schaffen, damit die Art von Misshandlung von Tieren, wie beim Turnier des Toro de la Vega, vermieden werden.

Abgeordnetenversammlung
Madrid, 18. September 2008-09-28
Joan Herrera Torres
Sprecher

Quelle:

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28th September 2008

Der Toro de la Vega und der Kampf ums Leben

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In Tordesillas und Valladolid haben sich Menschen zu Demonstrationen gegen die „fiesta“ des Toro de la Vega zusammen gefunden. In solchen noch heute stattfindenden, aus dem Mittelalter stammenden Festen wird ein Stier durch die Männer des Dorfes mit Lanzenstichen gequält, bis er verblutet. Und das zur Freude und zum Vergnügen der Zuschauer. Dieses grausame Ereignis repräsentiert eine der grausamsten und schrecklichsten Seiten der Tierquälerei Spaniens, im Namen des einheimisches Festes und der Tradition, die unverständlicherweise erlaubt und sogar von den Behörden finanziert wird.
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Ungefähr 500 tierfreundliche Personen und Gruppen sind von den verschiedensten Orten des Landes zusammen gekommen, um ein Verbot solcher Feste und einen neuen, respektvollen und beschützerischen Umgang mit den Tieren, die sensible Lebewesen sind, zu verlangen. Man kann die Argumentationen des Protestes und der öffentlichen Anklage gegen den Toro de Vega und andere ähnliche stierkampfartige Praktiken in folgenden zehn Gründen zusammenfassen:

1. Viele Tiere, dazu gehören auch die Stiere, empfinden große Schmerzen und Schrecken bei der Tortur und dem Tod. Sie müssen daher das Recht haben, davor beschützt zu werden. Ihr Wohlergehen im Leben und ein humanes Sterben muss gesichert sein.
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2. Das öffentliche Quälen der Tiere und sein festliches Spektakel im Namen der Unterhaltung und Traditionm, ist eine Quelle für eine Erziehung, die Gewalt gegen alle Lebewesen befürwortet und akzeptiert. Das Verwischen von moralischen und emotionalen Barrieren wie Mitleid und Verantwortung gegenüber dem Leid der anderen Lebewesen,  toleriert und fördert die Gewalt zwischen den Menschen selber.

3. Handlungen, die einem Tier unnötig Schmerzen bereiten, sind illegal.

4. Das Quälen der Tiere ist ein machohaftes Benehmen, das die Macht der Menschen, einem wehrlosen Wesen Schmerzen zu bereiten, sowie die häusliche Gewalt der Männer gegenüber ihren Frauen, verherrlicht.
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5. Die spanischen wie auch europäischen Bürger sollten nicht verpflichtet sein, durch Subventionen und Unterstützungsbeiträge,  diese gewalttätigen Aktivitäten, wie das zu Tode quälen von Tieren in den Stierkämpfen, mit zu finanzieren, denn solche Anlässe werden nicht von der Mehrheit der spanischen sowie europäischen Bürger unterstützt.

6. Erst wenn wir dieses unethische Benehmen gegenüber den nicht menschlichen Lebewesen geändert haben, können wir die schwere ökologische Krise und den Klimawandel, die die Menschheit und alle Lebewesen auf Erde bedroht,  bewältigen.

7. Das Quälen der Tiere in den Stierkämpfen hinterlässt einen falschen Eindruck von Spanien und deren Bürgern bei den Europäern, da der größte Teil der europäischen Staatsbürger gegen die Stierkämpfe ist. Der Stierkampf verstößt gegen das Recht der Europäischen Union, doch die spanische Regierung verteidigt es mit der Begründung, der Stierkampf sei ein traditioneller Akt.

8. Wenn Kulturen und Traditionen sich zu Gunsten von neuen Werten verändern, können sich auch die Bräuche, die auf das Quälen von Tieren basieren, ändern. Wie auch die Sklaverei, Folter oder Diskriminierung von Geschlechtern, ethnischen Gruppen, Rasse, Religion oder Alter von der heutigen Gesellschaft aus moralischen Gründen abgelehnt wird. Es ist dringend erforderlich, die falsche Wahrnehmung, dass der Mensch der einzige Herrscher über die restlichen, lebenden Lebewesen auf der Welt ist, zu korrigieren und unseren Umgang mit den Tieren und dem Planeten zu verbessern. Das kann aber nur mit der Akzeptanz der neuen Werte und Rechte zu Gunsten des Wohlergehens, der Achtung der Würde und des Beschützens der Tiere geschehen.

9. Es ist höchst fahrlässig und unzulässig, dass solche Feste erlaubt werden, wenn man bedenkt, wie viele Menschen dabei verletzt werden könnten oder sterben könnten. Das hohe Sicherheitsrisiko, die beachtliche Anzahl an Verletzten und der Verlust von menschlichen Leben an solchen Festen erfordert ein Verbot von solchen Anlässen.

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10. Die Volksfeste oder sonstige öffentliche Anlässe, bei denen Tiere gequält werden, müssen verboten werden, da Kinder anwesend sind. Minderjährige müssen vor Inhalten und Realitäten, die die Würde und Werte der Menschheit durch ungerechte Gewalt an Tieren und Menschen wie Kriminalität, Mord, Vergiftung, Folter, Experimente, Ausnützung und Pornographie, herabsetzt, geschützt werden.

www.davidhammerstein.org
www.davidhammerstein.com

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17th September 2008

Tordesillas in aller Munde

Nach elfminütigerr Hetzjagd starb Valentón den Lanzentod, er teilt sein trauriges Schicksal mit vielen anderen, doch noch nie haben so viele Fernsehsender von dem grausamen Ereignis berichtet, manche sogar live, innerhalb weniger Stunden waren die ersten Zeitungsberichte schon online veröffentlicht.
Ein gutes Zeichen, nicht nur in Spanien wird der Widerstand gegen das Fest „toro de la vega“ immer größer, Tordesillas ist europaweit in aller Munde, bekannt als Schandfleck Spaniens, als Ort, an dem Sadismus im Namen einer mittelalterlichen Tradition celebriert wird wie anderswo das Weihnachtsfest.
Ein ungleicher Kampf, der Stier Valentón stand einem Mob von 30 000 Schaulustigen gegenüber, 300 Lanzenstecher zu Pferd und zahlreiche zu Fuß, geballte Feigheit gegen einen verschreckten Stier.
Teils betrunkene, Testosteron gesteuerte Hirne, die ihre nicht vorhandene Männlichkeit unter Beweis stellen wollten, Feigheit gepaart mit blutrünstigem Sadismus, Dummheit und Ignoranz gegenüber den nichtmenschlichen Tieren, dieser gefährliche Cocktail war das Todesurteil von Valentón. Immer wieder bohrten sich die messerscahrfen Lanzen in seinen geschunden Körper, rissen tiefe Wunden, auch in seine Seele, ließen ihn vor Schmerzen brüllen, bis er schließlich erschöpft zusammenbrach und der vermeintliche Held des Tages, Antonio Rodriguez, stolz den gerade zuvor abgeschnittenen blutigen Schwanz des Stieres präsentierte.
Armseliges, hinterwäldlerisches Spanien, eine Gesellschaft die den Blick für das Wesentliche verloren hat, eine Gesellschaft ohne Mitgefühl und des moralischen Werteverfalls, geführt von Politikern, die keinen Deut besser sind als die feigen Stiermörder.
Immer mehr Menschen kämpfen gegen diese, durch nichts zu rechtfertigende schandhafte Spektakel, gegen die Macht der Tauromachie, fürchten um die Folgen der Verrohung der Gesellschaft, erziehen ihre Kinder zur mitfühlenden Menschen, zu Verantwortung gegenüber den Tieren.
Gäbe es ein Guiness Buch der Grausamkeiten, Tordesillas würde sicherlich an unrühmlicher erster Stelle stehen.
Wir werden nicht aufgeben bis der „toro de la vega“ der Vergangenheit angehört.

Presse:
El Pais
eldiariomontanes.es
nortecastilla.es
20minutos.es mit Video

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14th September 2008

Demonstration für die Abschaffung des „toro de la vega“ ein voller Erfolg

Ca. 400 Demonstranten versammelten sich in Tordesillas, dort wo am kommenden Dienstag der Stier Valenton einen grausamen Lanzentod sterben soll.  Die Sprecherin der PACMA, Maria Jesus Bocos, erklärte REUTERS, dass man hofft, nachdem nun das vierte Jahr dagegen angegangen wird, endlich auf Verwaltungsweg eine Abschaffung des Spektakels erreichen zu können.
Da die Politiker von Kastilien und León nichts unternehmen um das Massaker abzuschaffen, dieses sogar noch als turistisch wertvoll deklarieren, wird man versuchen mit den besten Anwälten einen Erfolg zu erzielen. Der Europaabgeordnete der Grünen, David Hammerstein, hält es für eine Schande, dass die Behörden nichts gegen dieses Spektakel unternehmen welches von einer großen Mehrheit der Spanier und Europäer abgelehnt wird und das Ansehen Spaniens in ganz Europa befleckt.
Die Aktivisten wurden von der Guardia Civil gut von den Bewohnern abgeschirmt um Ausschreitungen zu vermeiden, kaum jemand aus dem Dorf zeigte sich in der Nähe der Demonstranten.
Tierschuztorganisationen aus Madrid, Katalonien, Galicien, Baskenland, Andalusien, Extremadura, Kastilien-La Mancha, Castilla y León und Valencia nahmen an der Kundgebung teil, angereist sind sie mit 7 Autobussen und zahlreichen privaten PKW’s.

Quelle: 20minutos.es

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Performance auf der Flussaue, auf der am Dienstag Valentón, der diesjährige Stier von Vega unter Lanzen sterben muss.

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