Der Fall von Goliath, der im März 2012 brutal von seinem Besitzer fast zu Tode gefoltert wurde, machte Schlagzeilen in den Medien und in sozialen Netzwerken. Dank der Intervention eines Augenzeugen, der Polizei, des Tierschutzvereins Puppy Bilbao, der Tierärzte die ihn behandelt haben und der Person, die ihn adoptierte, konnte nicht nur das Leben von Goliath gerettet werden, sondern auch seine tiefen Wunden, sowohl physisch als auch psychisch.
Goliath lebte 12 lange Jahre an einer schweren Kette, bis sein Besitzern beschloß, ihn mit einer Eisenstange zu Tode zu prügeln. Das Grab war bereits ausgehoben. Der Hund wurde ein halb komatös mit einem gebrochenen Schädel in die Tierklinik eingeliefert. Jetzt genießt er mit seiner zwei- und vierbeinigen Familie ein glückliches Hundeleben.
Nun wurde der Besitzer zu einer Gefängnisstrafe und einem 18 Monate langen Verbot mit Tieren egal welcher Art zu arbeiten bestraft. Dies war die nach aktueller Gesetzeslage mögliche Höchststrafe.
Nur weil ein Junger Hund einen patrouillierenden Beamten der Guardia Civil angekläfft hat, hat sein Kollege das Tier, was auf der Stelle starb, kaltblütig erschossen. Der Beamte achtete darauf, die Patronenhülse sofort einzusammeln. Die Tat hat sich in Valdorros, nahe Burgos, ereignet. Die Besitzer des Tieres haben berichtet, dass ihr Hund, ein Pitbull-Welpe im Alter von 6 Monaten nur spielen wollte. Es gab wohl mehrere Beschwerden von einem Nachbarn, der angeblich von den Hunden belästigt wurde.
Kälbermord in Algemesí (Valencia), das sind die Bilder, von denen die Stierkampf-Kommission und das Rathaus von Algemesí nicht will, dass sie an die breite Öffentlichkeit kommen. Gestern Abend wurde es dem spanischen TV-Sender la Sexta verboten, die sogenannten Becerradas zu filmen. Bei diesen Stierkämpfen, die auch in anderen Teilen Spaniens verbreitet sind, werden Amateurstierkämpfer, oft im jugendlichen Alter, auf Stierkälber losgelassen! Diese Kälber sind in der Regel bis zu drei Jahre alt. Auch zu einem Interview war der Bürgermeister nicht bereit und hat das Team von La Sexta des Hauses verwiesen. Seit 2009 sind Kameras in der Stierkampfarena von Algemesí verboten.
Vulcano ist tot, nach nur 15 Minuten wurde seinem Leben auf brutalste Weise ein Ende gesetzt. Vom Mob durch durch Dorf über die Brücke vom Rio Duero gehetzt, dort von Reitern mit Lanzen verfolgt und bestialisch erstochen.
PSOE und PP haben Vulcano hingerichtet, gegen den Willen von Tausenden die für das Leben kämpfen!
Mutige Aktivisten, getarnt mit der Kleidung der Fans und Lanzenreiter, haben versucht das Turnier zu sabotieren. Das Polizeiaufgebot war enorm, Rucksäcke „verdächtiger Personen“ wurden durchsucht, Spraydosen wurden beschlagnahmt, sitzende Demonstranten gewaltsam entfernt. Die Tierrechtler hatten auch Nagelbretter verteilt. Eine große Gruppe rannte von der Bar Doña Carmen in Richtung Pinienwald. Gegen 11.30 Uhr protestierten ca. 30 Aktivisten in Anwesenheit der Guardia Civil lautstark gegen die Reiter.
Offensichtlich ist man sich noch nicht einig, wer Vulcano getötet hat, gleich drei Personen beanspruchen den Preis für sich. Zuerst David Rodriguez, dann Álvaro Martín, aber auch David Rodríguez Mata behaupten Sieger des blutigen Turniers zu sein. Álvaro Martín gibt an, den Stier getötet zu haben, dann aber einen französischen Fotografen vor dem Stier gerettet zu haben. Diese Frage wird sicher im Laufe des heutigen Tages im Rathaus von Tordesillas geklärt werden.
update: David Rodríguez Mata wurde zum Sieger des Turniers erklärt
Bei der Stierhatz hat es 12 Verletzte gegeben, drei von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, unter ihnen ist leider auch der AFP-Fotograf Pedro Armestre, der von Vulcano am Oberschenkel erwischt wurde. Wie auch soll ein Stier gut und böse unterscheiden, alle gegen einen, er versuchte nur vor dem blutrünstigen Mob zu fliehen und sich zu verteidigen.
Es gibt stillen Helden
diejenigen, die gegen Riesen kämpfen …
David gegen Goliath
Die Liebe gegen Zerstörung
Bewundernswert und mutig!
Blick aus Stahl und Güte in der Seele
Helden deren Namen niemand kennt.
Ja, der Countdown beginnt…
In Madrid gingen heute am späten Nachmittag 15 000 Menschen auf die Straße um für die Abschaffung des „Toro de la Vega“ zu protestieren. Der Demonstrationszug führte auch an den Sitzen der PP und der PSOE vorbei. 15 000 Menschen die eine Lanze gebrochen haben für die Freiheit, das Leben und die Gerechtigkeit. Schade, dass sich nicht so viele Gegner des blutigen Spektakels am kommenden Dienstag nach Tordesillas wagen werden…
Die spanische Tierschutzpartei PACMA hat für den heutigen Samstag zur Demonstration in Madrid aufgerufen. Unter dem Motto “Rompe una lanza para el Toro de la Vega” (Zerbreche eine Lanze für den Toro de la Vega) werden Tausende von Menschen auf die Straße gehen um von den Politikern der PP und PSOE, die das Fest unterstützen und genehmigen, ein Ende des wohl „Toro de la Vega“ zu fordern.
Dank sozialer Netzwerke ist Tordesillas – Valladolid, wo das Spektakel seit dem Mittelalter jedes Jahr im September stattfindet, weltweit bekannt.
Es gibt zahlreiche Petitionen, alleine die Petition von AVAAZ ¡NO al Toro de la Vega! wurde schon mehr als 200 000 Mal unterzeichnet und gestern Vertretern der Regierung von Kastilien-Léon überreicht.
In den vergangenen Tagen haben vor vielen spanischen Botschaften Protestaktionen stattgefunden, u.a. in Brasilien, Italien und Großbritannien. Die Pressesprecherin und die Vizepräsidentin von PACMA waren in Brüssel und haben allen Europaabgeordneten einen offenen Brief überreicht und die Fotos und Videos gezeigt, die Tordesillas versucht zu verbergen.
Erschreckend ist, dass nicht nur das gemeine Volk von Tordesillas sein barbarisches Fest mit aller Gewalt verteidigt, sondern sich Universitätsprofessoren mit einem Manifest zu dem Blutbad bekennen. „Jedes Jahr attackieren die Tierschutzparteien gewissenlos und ohne Argumente und mit offensichtlicher Manipulation, mit Bildern, aus dem Zusammenhang gerissen, eine Feierlichkeit, in denen sich die besten Werte einer Person zeigen: Mut, Überlegenheit und Intelligenz um einen Stier zu bezwingen“ erklärte Miguel Ángel Quintana, Journalist und Professor für Ethik der Universität Miguel de Cervantes.
Die Antwort kam promt. Die elfjährige Monica ist seit drei Jahren Mitglied der an Kinder gerichteten Tierrechtsorganisation El Cuarto Hocico und schrieb gemeinsam mit ihrem Lehrer einen offenen Brief an die Professoren, in dem sie deren Intelligenz geschickt anzweifelt. Nein, Monica ist nicht wütend auf die Professoren, sie tun ihr leid.
Die Plataforma por la Dignidad Animal hat im Rahmen ihrer Kampagne „Me cambio por el Toro de la Vega 2013“ mehr als 1000 Fotos von Menschen aus aller Welt erhalten, die anbieten ihr Leben für das des Stiers zu tauschen. Die Plattform hat in zahlreichen Städten zum Protest aufgerufen.