30th September 2014

Erhangen und von Blei durchsiebt

Diese Jagdhündin wurde von Tierfreunden aufgehangen an einem Baum gefunden, von Blei durchsiebt. Alle Versuche Katy zu retten sind leider fehlgeschlagen, sie ist heute morgen an Folge ihrer schwereren Verletzungen und Unterernährung gestorben. Die kaum zwei Jahre alte Hündin war mit Mikrochip gekennzeichnet, als Katy registriert und der Besitzer konnte ermittelt werden.

Sowohl der Tierschutzverein Protectora de Jaca (APAP Pirineos) als auch die spanische Tierschutzpartei PACMA haben Anzeige gegen den Besitzer erstattet, obwohl wenig Gerechtigkeit für die Tiere in Spanien erwartet werden kann. Die Opfer der Jagd sind Tausende, Katy ist nur eines von vielen Opfern.

Vorsicht, grausame Bilder:

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28th September 2014

Die Jagd mit Galgos – Der Kreislauf des Todes beginnt

Im Oktober beginnt die Jagdsaison mit Galgos, noch immer befindet sich der Ausschuss der letzten Jagdsaison in den überfüllten Tierheimen. Bald werden sich die Perreras nach und nach wieder mit Galgos füllen, der Kreislauf des Todes beginnt. In allen Teilen Spaniens mit denen traditionell mit Galgos gejagt wird, beginnt nun wieder das unermessliche Leiden Abertausender von Galgos.

Video vom Tierheim Scooby: www.scoobymedina.org

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28th September 2014

Beccerada en Algemesi – schlimmer als der Toro de la Vega

Der Kälbermord in Algemesi (Valencia) erhitzt zur Zeit die Gemüter. Der Bürgermeister fühlt sich von der Protestflut angegriffen, ihm gefällt es nicht wenn Ort mit Tordesillas, wo gerade erst Elegido den Lanzentod starb, verglichen wird. Nein, es ist noch schlimmer! In todesillas hetzen eine Horde Männer einen erwachsenen Stier, verletzen ihn mit einer Lanze und töten ihn schließlich mit einem Dolchstoß.

In Algemesi sind es ungehemmte, oft betrunke Jugendliche, die ohne Skrupel oder Mitleid, kleine, junge, unschuldige und wehrlose Tiere unter dem Applaus ihrer Mitbürger abstechen. Ein Akt extremer Feigheit, mit dem abgedroschenen Argument, die Tauromachie zu verteidigen. Die blutrünstigen becerradas finden ungestraft unter der Schirmherrschaft und der Genehmigung des Stadtrates statt.

 

Die zahlreichen, friedlichen Demonstranten die sich an den Ort des Schreckens gewagt hatten, wurden vom Mob nicht nur beschimpft, sondern auch angegriffen, es flogen Flaschen, Eis, Gläser und auch Steine. Drei Demonstranten wurden verletzt – und anschließend verhaftet! Presse wurde mit Spray attackiert und des Ortes verwiesen, man wollte – konnte aber trotzdem nicht verhindern – dass folgende Bilder an die Öffentlichkeit gelangten.

 

 

TV Beitrag: telecinco.es
Siehe auch: Made in Spain: Beccerada – Kälbermord
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22nd September 2014

Made in Spain: Beccerrada – Kälbermord

 

Gerade erst mussten wir die Ermordung von ELEGIDO, dem Toro de la Vega 2014 ertragen, nun beginnt der Kälbermord in Algemesí (Valencia) und anderen teilen Spaniens. Bei den sogenannten “becceradas”, die auch in anderen Teilen Spaniens “zelebriert” werden, versuchen Jugendliche sich als Toreros zu beweisen, indem sie junge Stiere und Kühe unter dem Beifall eines sadistischen Publikums zu Tode foltern. Kälber,Tierkinder, die in der Regel höchstens zwei Jahre alt sind, denen die Angst förmlich im Gesicht geschrieben steht, werde von oftmals betrunkenen Jugendlichen vor einem grölenden Publikum niedergemetzelt.

Folgendes Video wurde letztes Jahr aufgenommen. Das Kalb erleidet einen langsamen, schmerzhaften Tod. Nach vier Dolchstößen ins Genick ist es immer noch nicht tot und wird aus der Arena gezogen.

Spanien, das Land der unbegrenztent Möglichkeiten bei denen den Perversitäten keine Grenzen gesetzt sind und die Tierquälerei sogar vom Staat als förderungswürdiges und zu schützendes Kulturgut anerkannt ist. Tortur, unter dem Deckmantel der Kultur.

Wann hört dieses sinnlose Morden endlich auf? Kunst? Kultur? Erhaltenswertes Kulturgut?

Wie kann so etwas in einem Land der Europäischen Union möglich sein? Zudem noch finanziert mit EU Subventionen?

Siehe auch:

Becerrada – Töten ist nicht leicht
Kälbermord im Baskenland, Tradition der Grausamkeit
Kälbermord
“Beccerada”, grausamer Kälbermord in El Escorial
Becerradas – Demonstration gegen Kälbermord in Algemesí
Becerradas – Kälbermord in Algemesí

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16th September 2014

Toro de la Vega 2014 – Elegido starb den Lanzentod

R.I.P. ELEGIDO 16.09.2014

 

Elegido, der Toro de la Vega 2014, ist tot. Ermordet von einer geistig im Mittelalter verbliebenen Horde blutrünstiger, mit Lanzen bewaffneter Männer, die der Meinung sind, an einem grausamen, archaischen Ritual vergangener Zeiten festhalten zu müssen.

Weder die Demonstration am vergangenen Samstag in Madrid, an der 45 000 Menschen teilgenommen haben, weder weise Worte von Gelehrten, Klagen von Rechtsanwälten noch jahrelange Kampagnen und zahlreiche Petitionen, oder die ca. 300 mutigen Aktivisten aus ganz Spanien, die sich heute in die Hölle begeben haben um sich dem Mob entgegen zu stellen, konnten das Blutbad verhindern.

R.I.P. Elegido.

 

 

Tordesillas zelebrierte heute Morgen den Toro de la Vega, wie jedes Jahr um diese Zeit, Befürworter und Gegner standen sich im Kampf gegenüber. Das Spektakel, zu dem sich ca. 40 000 Fans nach Tordesillas – Valladolid begaben, begann mit halbstündiger Verspätung um 11.30 Uhr. Dies ist den Aktivisten zu verdanken, die mit aller Kraft das schier Unmögliche versucht haben, den Tod des friedlichen Wiederkäuers mittels Menschenketten und Sitzblockade zu verhindern. 121 Beamte sorgten für den “reibungslosen” Ablauf des umstrittenen Turniers. Die Demonstranten skandalierten lautstark “La tortura no es cultura!” (Folter ist keine Kultur), es flogen Steine aus der Front der Gegner, einige Aktivsten wurden getroffen, eine Frau befindet sich im Krankenhaus, vier Männer des Turniers nahm der Stier auf die Hörner, ohne jedoch lebensgefährliche Verletzungen davonzutragen. Nachdem der Stier über die Brücke des Duero bis auf die Flussaue gehetzt wurde, verletzte man ihm mit vier Lanzenstichen schwer und tötete ihn per Dolchstoß.

 

 

Elegido war ein friedlicher Stier, wie mir einer der Augenzeugen berichtete. “Heute war ich machtlos, nur wenige Meter von Elegido entfernt, ab der Mitte der Flussaue, bis zu dem Ort wo sie ihn ermordeten. Ein sanfter Stier, der weder angreifen noch rennen wollte, verschreckt, mit einem um Hilfe bittenden Blick den ich niemals vergessen werde. Sie stachen auf ihn ein, einmal, ein weiteres mal. Immer wieder versuchte er aufzustehen und er brach jedes mal wieder zusammen. Ohne zu verstehen, warum sie auf ihn wütend waren, mit seinem Blick um Hilfe und Gnade bittend. Ich werde niemals verstehen wie jemand sich daran vergnügt und stolz darauf ist so etwas zu tun. Ich wünschte, einige meiner Freunde, die diese barbarische Tradition verteidigen, mir dies zu erklären versuchen. Alles was ich weiß ist, dass ich nicht ruhen werde, bis diese und andere Bräuche verschwunden sind. Auf dem Foto, das letzte Blut von Elegido.” Alessandro Zara Ferrante Aktivist bei LTNEC und Igualdad Animal.

 

 

Der Sieger des Turniers ist Álvaro Martín ‘Portu’. Stolz präsentierte er den abgeschnittenen Schwanz von Elegido auf seiner Lanze und lässt sich auf den Schultern getragen als Held feiern.  Schon die Kinder in Tordesillas werden darauf trainiert, dass dieses Spektakel eine heldenhafte und erhaltenswerte Tradition ist, eine öffentliche Schule hat diesbezüglich sogar ein Video veröffentlicht, ungeachtet der Empfehlungen der UNO, Kinder von der Grausamkeit des Stierkampf fernzuhalten.
Die Befürworter haben Angst, sie haben erkannt, dass der Protest immer größere Ausmaße erreicht und geben dies auch offen zu. Marta Esteban, die Präsidentin der Plattform La Tortura No Es Cultura kam mit einigen der Traditionalisten ins Gespräch und zeigt sich optimistisch: “Die Leute von Tordesillas selbst haben mir erzählt, dass die Anti-Stierkampf-Bewegung ihre Feste ruiniert. Und dies werden wir tun!”

 

 

ELEGIDO wurde ermordet, wir aber werden nicht aufgeben, bis diese grausame Tradition und der Stierkampf im allgemeinen in die Geschichtsbücher verbannt ist. – R.I.P. Elegido, wir haben gehofft, gebangt, mit dir gelitten und heute doch verloren. Wir trauern um dich, aber wir werden weiter kämpfen. Jetzt erst recht!

Mord an Elegido – Toro de la Vega 2014

Fotos PACMA – Der Fotograf wurde bedroht, man hat versucht ihm seine Kamera zu entreißen, zum Glück ist ihm trotzdem gelungen dieses und weitere Fotos aufzunehmen. Eine 40 Zentimeter lange Klinge steckt in den Eingeweiden von Elegido!

Asesinato de Elegido, Toro de la Vega 2014

Fotostrecke Javier Coltrane: Fotografía en LUCHA

Fotostrecke El Pais: El Toro de la Vega

 

 

 

Ausführlicher TV Beitrag:

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Video – Konfrontation zwischen Gegnern und Befürwortern: Enfrentamientos entre partidarios y detractores del Toro de la Vega

Alle bisherigen Veröffentlichungen: TORO DE LA VEGA

Weitere Videos: Weiterlesen »

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13th September 2014

45 000 Demonstranten protestierten in Madrid für die Abschaffung des Toro de la Vega – Der Countdown läuft


45 000 Menschen folgtem am Samstag dem Aufruf der spanischen Tierschutzpartei PACMA um für die Abschaffung des Toro de la Vega zu protestieren. Seit nunmehr 10 Jahren kämpft PACMA, mit der Unterstützung von Tierschützern aus aller Welt, gegen diese grausame Stierhatz, die seit dem tiefsten Mittelalter alljährlich in Tordesillas stattfindet. Dies war die größte Demonstration für die Verteidigung der Tierrechte die jemals in Spanien abgehalten wurde.

Bevor der Demonstrationszug sich in Bewegung setzte, wurde der Akt “Rompe una lanza” von 100 Teilnehmern durchgeführt, um 17.30 Uhr startete der Marsch am Plaza de Colon, führte  am Sitz der PSOE vorbei, die genauso wie die PP hinter dem Spektakel steht und endete am Plaza de España, wo ein Manifest verlesen wurde. Auch andere tierfreundliche Parteien und zahlreiche Prominente nahmen an der Demonstration teil.

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Erst am vergangenen Mittwoch hat eine Delegation von PACMA der Präsidentin des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments, Cecilia Wikström, eine Petition mit  70.000 Unterschriften übergeben. Unterstützend vertreten waren Stefan Eck für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz und Anja Hazekamp für die niederländische Tierschutzpartei Partij voor de Dieren. Eine weitere, über AVAAZ gesammelte Petition, hat schon fast 300 000 Unterschriften gesammelt und wird kommende Woche eingereicht.

Anonymous am Freitag die offizielle Webseite des Toro de la Vega gehackt und eine unmissverständliche Botschaft an die Lanzenreiter und für das Spektakel verantwortlichen Politiker hinterlassen – TOD UND FOLTER IST KEINE KULTUR.

Heute beginnt der Countdown. Nur noch 3 Tage bis am kommenden Dienstag den 16. September die wohl grausamste Stierhatz Spaniens stattfindet. Der Name ELEGIDO wird der Meilenstein in der Geschichte des Kampfes für den Tierschutz in Spanien sein, der auch ein deutliches Zeichen gegen den Stierkampf setzt. Entweder der letzte Stier der in Tordesillas zu Tode gefoltert wird, oder der erste Stier, der gerettet wird.

Fotos von PACMA: Manifestación contra el Toro de la Vega 2014

Alle bisherigen Veröffentlichungen: TORO DE LA VEGA

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12th September 2014

Morrissey- The Bullfighter Dies

KULTUR HÖRT DA AUF WO GRAUSAMKEIT BEGINNT

DER STIERKAMPF WIRD STERBEN

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Morrissey bezieht sich auf mehrere spanische Städte, “Mad in Madrid / Ill in Seville / Lonely in Barcelona / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive / Gaga in Málaga / No mercy in Murcia / Mental in Valencia / Then someone tells you and you cheer / Hooray, hooray / The bullfighter dies / And nobody cries / Nobody cries / Because we all want the bull to survive.”

Wenn der Stierkämpfer “stirbt”, der Stierkampf ausstirbt, wird kein mitfühlender, moderner, zivilisierter Mensch diesem auch nur eine Träne nachweinen. Alles was wir wollen, ist das barbarische Spektakel unter dem Deckmantel von Kunst und Kultur beenden, eine bessere Welt für Mensch und Tier!

Steven Patrick Morrissey war als Texter und Sänger von The Smiths einer der bekanntesten Musiker in den 80er Jahren. 1987 löste sich die Gruppe auf und er begann eine bemerkenswerte Solo-Karriere. Morrissey ist nicht nur bekannt als großartiger Musiker, sondern auch als engagierter Tierrechtler, dies schon zu Zeiten bei The Smith, mit “Meat is murder” (Fleisch ist Mord), “…es ist eine Tod ohne Grund, der Tod ohne Grund ist Mord.” Er hat sogar schon einmal ein Konzert in Kanada als Protest gegen das Robbenschlachten, abgesagt.

Morrissey ist auf Europa-Tour, auch dreimal in Deutschland, am 5. November in Hannover im Capitol, am 23. November in Berlin in der Columbiahalle und am 24. November in Essen im Colosseum Theater.

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3rd September 2014

Frankreich: Brutale Repression in Maubourguet

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Am Samstag den 23. August versuchten Aktivisten für die Abschaffung der Stierkämpfe in Maubourguet, einem Dorf in Südwestfrankreich, einen Stierkampf zu verhindern. Die Stierkampfgegner, unter ihnen viele Frauen, waren friedlich, einige sind in die Stierkampfarena gesprungen, andere ketteten sich mit einem Schloss auf dem Gelände fest, einzig und allein mit der Absicht, das Leben von jungen Stieren zu retten.

Dieser ehrenhafte Versuch wurde jedoch mit brutaler Gewalt von der CRS (Compagnies Républicaines de Sécurité – Spezialeinsatzkräfte der französischen Polizei) und vielen Stierkampfanhängern niedergeschlagen. Das Ergebnis der Eskalation brutaler Polizeigewalt, unterstützt von fanatischen Stierkampffans ist beängstigend. Aktivisten wurden mit Eisenstangen und Haken, die zum Ebnen des Sandes in der Arena verwendet werden geschlagen. Es gab nicht nur zahlreiche Verletzte, sondern auch Schwerverletzte! Der Träengaseinsatz war so stark, dass Zuschauer und Toreros evakuiert werde mussten, dies dauerte gute zwanzig Minuten lang.

Gegen 23.30 Uhr, als alle Aktivisten auf unterschiedlichste Art und Weise aus der Arena hinaus befördert waren, wartete auf Jean-Pierre Garrigues von CRAC Europe eine böse Überraschung. Überfallartig wurde er von 7 oder 8 Beamten der CRS brutal zu Boden geworfen und für 20 Stunden in Polizeigewahrsam genommen. Erst am Sonntag gegen 19 Uhr wurde Garrigues freigelassen.

Jean-Pierre Garrigues ist einer der in der Öffentlichkeit wohl bekanntesten Köpfe von CRAC Europe. Er ist Doktor der Ökologie, Ingenieur für Bau-, Wasser-und Forstwirtschaft, Professor für Wirtschaftswissenschaften und Vorstandsvorsitzender von CRAC Europe.

Der komplette Name der Organisation CRAC Europe lautet: CRAC Europe für den Schutz der Kindheit. Beim Thema Stierkampf geht es nicht nur um Tierquälerei, sondern auch um den Schutz der seelischen Gesundheit von Kindern, die in Stierkampfschulen das Töten lernen und als Zuschauer abscheulicher Gewalt ausgesetzt sind. Die kürzlich erstmalig für Portugal ausgesprochene Empfehlung der UNO, Kinder von der Gewalt des Stierkampf fernzuhalten, ist selbstverständlich auch auf die anderen Stierkampfländer übertragbar.

Kein einziger Stierkampffan und kein einziger CRS wurden von den Aktivisten verletzt. Wie 2011 in Rodilhan und 2013 in Rion des Landes sind die Opfer der Gewalt einzig und allein auf Seiten der Anti-Stierkampf-Bewegung und selbstverständlich, wie immer, auf Seiten der Stiere. Wie ist diese Beschneidung der Grundrechte auf Versammlungsfreiheit, verankert in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, zu erklären? Wie kann es sein, dass die Polizei immer wieder ungesühnt Tierrechtler niederknüppelt? Befinden sich vielleicht zahlreiche Aficionados auf Seiten der CRS, bzw. der Befehlshaber und Politiker? Ist es ein erbärmlicher Versuch die Tierrechtsbewegung mundtot zu machen? Frankreich ist in Europa bekannt für seine rechtswidrige Polizeigewalt und wird deswegen auch von Amnesty International kritisiert.

In der französischen Regierung gibt es mehrere Pro-Corrida-Minister. Manuel Valls, Premier Minister der Regierung Hollande, spanischer Herkunft und leidenschaftlicher Corridaanhänger, sorgt dafür, dass Anti-Stierkampf-Demonstranten möglichst brutal behandelt werden. Er ist ohne Zweifel für den brutalen Einsatz verantwortlich. Dazu kommt der erschwerende Umstand, dass an diesem Abend der Kommandeur der CRS-Truppe ausgerechnet ein Aficionado – ein Stierkampf-Fan – war. Auf dem Video ist er leicht zu erkennen. Er ist der etwas ältere kahlköpfige CRS.

Polizeigewalt: Das Video zeigt u.a. einen auf dem Boden liegenden Aktivisten der von Beamten der CRS geschlagen und getreten wird, ebenso einen Kameramann, der aufgefordert wird, das Filmen einzustellen.

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Kultur hört da auf, wo Grausamkeit beginnt. Stierkampf ist grausam und schadet der seelischen Gesundheit und dem Wohl der Gesellschaft. Schon Albert Schweitzer (1875-1965) bemerkte: Tierschutz ist Erziehung zur Menschlichkeit.

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26th August 2014

ANTISTIERKAMPFDEMOS IN SÜDFRANKREICH JULI 2014 – Eine deutsche Stierschützerin berichtet

Saint Paul les Dax – Zwischen Pflichtbewusstsein und Menschlichkeit: Schrei des Kälbchen trifft auch Beamte in Uniform

Am Samstag, den 12. July hat um 18 Uhr eine Novillada ohne Picador in Saint Paul les Dax stattgefunden. Bei einer Novillada werden vier Stierkälbchen, die keine drei Jahre alt sind, von jungen Folter- und Mordlehrlingen zu Tode gefoltert. Wie jung die Toreros und wie zierlich und schwach auf den Beinen die Kälber noch sind kann auf diesem kurzen Video, das keine grausamen Bilder enthält, festgestellt werden:

http://www.dailymotion.com/video/xh4sdc

Die Leiden der jungen Opfer sind wohl kaum vorstellbar. Diese wehrlosen Tierkinder sind physisch und psychisch für eine solche Tortur noch weniger gewappnet als ihre älteren Brüder. Das erste Kälbchen hat so geschrieen, dass man es draußen hörte, und jemand rief, das Kälbchen schreie nach seiner Mutter. Da kamen einer anwesenden Polizistin die Tränen. Sie weinte und musste sich entfernen, um sich wieder zu fassen. Anderen Polizisten standen auch die Tränen in den Augen.

Soustons – Rosen für die Folterin

Video: Eine französiche Schande: Léa Vicens – Stierkampf zu Pferd

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Am Tag danach, den Sonntag, 13. Juli, bin ich nach Soustons, einer kleinen Stadt in den Landes, im tiefen Südwesten Frankreichs, gefahren. Dort feierte man an diesem Wochenende einhundert Jahre Stierfoltermassaker, sprich: Corrida. In der Tat, ein ehrwürdiges Jubiläum. Ich fuhr bis Saint Vincent de Tyrosse, einer Stadt mit den selben blutigen Qualbelustigungen – am Sonntag darauf fand besagtes Spektakel auch dort statt – und fragte dort nach dem Weg nach Soustons (ehemaliger Sommersitz von Francois Mitterrand). Zwei ältere Damen kamen auf mich zu und fragten mich, ob ich Engländerin sei. Als ich antwortete, ich sei Deutsche, sagten sie gut gelaunt: „Heute Abend werden die Deutschen gewinnen.“ Ich fragte mich, ob diese netten Damen auch zu jenen gehören, die dieses grausame Spektakel für ihr traditionelles Kulturgut halten. Man sagte mir, der geschätzte Prozentsatz der Corridaanhänger in den Landes, einem der am schlimmsten Corridaverseuchten Departements, liege eigentlich nur bei geschätzte 20% bis 30%.

Ich bin also dann zu der Anti-corrida-Demonstration nach Soustons gefahren. „Hundert Jahre Corrida in Soustons“ verkündeten überall festliche Banderolen und Plakate. Dazu hörte man überall lustige Festmusik. Die Antis fanden sich an der Absperrung 50 Meter vor der Arena ein. Dort gab es viel Polizei, die Folter-und Massaker Schaulustigen kamen scharenweise an, teilweise mit christlichem Kreuz am Hals, wohl um die Unschuld zu beschützen. Die katholische Kirche mit ihrer langen Foltertradition ist auch hier mit von der Partie: vor der Corrida segnet ein Geistlicher Arena und Toreros. Der Gerechtigkeit halber möchte ich aber erwähnen, dass sich in Frankreich Priester für das Ende der Segnung der Toreros durch katholische Priester einsetzen.

Siehe hierzu:
ANTI CORRIDA : DES PRÊTRES DISENT NON AUX AUMÔNERIES DANS LES ARENES AVEC LE CRAC EUROPE !
www.protection-animale-catholique.org

Für Folter und Tod des ersten Stieres sorgte eine Torera, ein weibliches Wesen, und wie man mir sagte, noch dazu schön anzusehen. Wir konnten dann auch beobachten, wie viele Rosensträucher, gelb und rot, zur Arena gebracht wurden. Nach ihrer Gräuelvorstellung sollte die Dame würdig geehrt werden. Vorher wurden aber von der Polizei alle Taschen der Corridabesucher sorgfältig durchsucht, um jede Gefahr abzuwenden, die vom eventuellen Eindringen todesmutiger Antis in die Arena dem Spektakel drohen könnte. Im August 2013 war ein Anti ins Koma geschlagen worden und ein anderer musste mit einer Gehirnerschütterung ebenfalls mit Hubschrauber ins Krankenhaus eingeliefert werden – Siehe hierzu: Frankreich: Spektakuläre anti-Stierkampf Aktion – acht Verletzte, einer im Koma. Bestürzend war auch die grosse Anzahl von Kindern aller Altersklassen, von 3- und 4 Jährigen angefangen, die von ihren Eltern in die Arena, manchmal gegen ihren Willen, mitgenommen bzw. getragen wurden, und auch viele Jugendliche gingen fröhlich und gutgelaunt zu diesem blutigen Ort, wo Folter, Leiden, Agonie und Tod zum grausamen Schauspiel gemacht werden. Es gibt ein Gesetz, das Kinder vor dem Anblick grausamer Vorgänge schützt. Aber dieses Gesetz gilt nicht für Corridas (siehe hier wie ein kleines Mädchen nicht zur Corrida will:

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In diesen ländlichen Gegenden, wo es offensichtlich an moralisch gesunder Kreativität fehlt, sind die kleinen Arenen oft bis zum letzten Platz gefüllt.

Anders als in Saint Paul les Dax am Vortag gingen die meisten Polizisten mit den Aficionados in Soustons recht kumpelhaft um, was mich dazu trieb „Police complice“ zu skandieren. Aber einer kam auf mich zu und lächelte mich an. Ich verstand es als Botschaft.

Von Roswitha Marcuzzi (mit Marika Marcuzzi)

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26th August 2014

Horror-Finca bei Madrid – Guardia Civil rettet 52 Hunde

Am Montag rettete die Guardia Civil in Villa del Prado (Madrid), 52 Jagdhunde, mehr als ein Dutzend Hunde mussten wegen ihres kritischen Zustandes in eine Tierklinik überführt werden. Der Besitzer der Hunde wird wegen mutmaßlicher Tierquälerei angeklagt. Mehr als die Hälfte der Hunde sind ohne Mikrochip. Gehalten wurden sie auf einem Gelände von knapp 30 Quadratmetern in Zwingern von 2 x 1 Meter, in Gruppen von bis zu 7 Hunden. Einige der Hunde hatten mit Messern kopierte Ohren, auch wurde auf dem Gelände mehrere tote Hunde in einem fortgeschrittenen Zustand der Verwesung gefunden. Die Hunde lebten unter miserablen hygienischen Umständen, Hundenäpfe waren mit Kot und Urin verschmutzt, sind unterernährt und verängstigt.

An der Rettungsaktion waren mehr als 10 Tierschutzvereine beteiligt. Folgendes Video stammt von der Organisation El Refugio, die als Hauptkläger gegen den Tierquäler auftritt. Diese Organisation, die bekannt dafür ist sich gerne in das Licht der Öffentlichkeit zu stellen, hat allerdings nur 3 Hunde übernommen.

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Quellen:
farodevigo.es
cronicanorte.es

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